Suzuki Bluesmaster ventiliert

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tüfti
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Suzuki Bluesmaster ventiliert

Beitrag von tüfti » 24.11.2019, 09:48

Meine Suzuki Bluesmaster war wegen dem hohen Luftverbrauch und dadurch schlechter Ansprache meistens in der Schachtel.
Brendanpower stellt neue Dichtungen - https://brendan-power.com/GasketValves.php - mit integrierten Ventilen her.
Da ich experimentierfreudig bin, habe ich mir dafür einen Satz bestellt und eingebaut.

Die Bluesmaster ist jetzt wesentlich leichter zu spielen.
Der Luftverbrauch ist nicht mehr so hoch.
Doch zufrieden bin ich mit den Ventilen nicht, weil bei den Blas-Tönen die Ventile hörbar und unschön mit den Stimmzungen mitschwingen.
Es hört sich wie das Schnarren der Flügel einer Libelle an.
Scheinbar flattern die Ventile.
Auch beim Anblasen der Töne hört man die Ventile leicht knacken.
Das ist am Kanal 6 am stärksten.
Bei der Sichkontrolle stellte ich fest, dass das Ventil an diesem Kanal minimal unsymmetrisch auf dem Ausschnitt für die Stimmzunge lag.
Nach einem Verschieben der kompletten Ventildichtung in die angestrebte Richtung, war das Schnarren fast weg.
Es handelte sich bei dem Verschiebeweg um einen kaum zu sehenden Weg, den die Toleranz der Befestigungslöcher noch zuließ.
Danach war es besser.
Die leichten Knackgeräusche beim ersten Anspielen des Tones sind leider immer noch da.
Und ab und zu ein leises Mitschwingen eines Ventils.
Das alles sollte eigentlich nicht sein.

Sind die Ventile zu lapprig?
Bei den üblichen Ventilen ist ja noch ein kürzeres Blatt aufgeklebt.
Ob das das Flattern unterbindet?

Hat hier noch jemand diesbezüglich Erfahrungen gesammelt und würde das hier posten?

Schon mal im Voraus danke für Antworten.

Grüße,
Horst.

triona
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Re: Suzuki Bluesmaster ventiliert

Beitrag von triona » 24.11.2019, 10:07

Guten Morgen.

Eigene Erfahrungen mit diesen Ventildichtungen habe ich nicht.
Aber du könntest mal direkt Brendan selber fragen: https://www.brendan-power.com/forum/
(Du mußt dich dort anmelden / registrieren, wenn du etwas schreiben willst.)

Falls du nicht ausreichend Englisch kannst (Brendan kann nur dieses), könnte ich dir deine Anfrage übersetzen und mal dort rein stellen. (Besser wäre es natürlich selber, denn du weißt besser, was du wissen willst.) Brendan beantwortet solche Fragen i.d.R. umgehend. Außerdem lesen das dort auch andere Leute, die vlt eigene praktische Erfahrungen damit haben, die sie meist gerne weiter geben.


liebe grüße
triona
Dess daacht doch alles nischt, dess naimodisch Zaich.
frei nach Anton Günther

Ich hab nur einmal ganz kurz auf die Maus geklickt - ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Meine Nachbarn hören Mundharmonika - ob sie wollen oder nicht.

tüfti
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Re: Suzuki Bluesmaster ventiliert

Beitrag von tüfti » 24.11.2019, 11:19

Vielen Dank triona,
habe vergessen, dass ich schon an ihn geschrieben habe und bin auf Antwort gespannt.
Im Brendanforum bin ich auch schon gewesen.
Dort haben einige das selbe Problem.
Grüße,
Horst.

tüfti
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Re: Suzuki Bluesmaster ventiliert

Beitrag von tüfti » 25.11.2019, 10:04

Ich habe nach dem Nachdenken und Experimentieren eine Verrringerung des Schnarrens erreicht.

Zuerst schnitt ich alle 10 Verbindungsstege im Kamm heraus.
Auf dem Bild mit rotem Pfeil.
Ich sah keinen Sinn, weder festigkeitsmäßig noch strömungstechnisch.
Das brachte aber keinen Erfolg.

Dann klebte ich einen Tesafilmstreifen, wie auf dem Bild gelb umrahmt, auf den Kamm.
Siehe da, es war eine hörbare Verbesserung mit der ich leben kann.
k-P1040863.JPG
k-P1040863.JPG (192.73 KiB) 113 mal betrachtet
k-P1040864-klein.jpg
k-P1040864-klein.jpg (57.04 KiB) 113 mal betrachtet
Lediglich beim Blasen und seitlichen Verschieben des Instruments an den Lippen höre ich gelegentlich ein leises Klick.
Blase ich direkt denTon an, hört man das nicht.

Der Tesastreifen soll die Ventile im hinteren Bereich versteifen bzw. das frei schwingende lange Ventil durch das Abdecken etwas steifer machen.
Der Tesastreifen soll den gleichen Zweck erfüllen, wie das bei herkömmlichen Ventilen übliche kürzere Oberteil.
Wie lange das hält, wird sich erst noch zeigen.
Von der Dichtigkeit her sehe ich kein Problem, weil der Tesastreifen nur 0,03mm dick ist.

Fazit:
Die Brendan-Ventile sind m.M. etwas zu weich bzw. elastisch und sollten noch sinnvoll verstärkt werden.

munkamonka
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Re: Suzuki Bluesmaster ventiliert

Beitrag von munkamonka » 26.11.2019, 09:53

die dichtung ist doch schief aufgebracht!?
... meiner meinung nach

tüfti
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Re: Suzuki Bluesmaster ventiliert

Beitrag von tüfti » 26.11.2019, 13:46

munkamonka hat geschrieben:
26.11.2019, 09:53
die dichtung ist doch schief aufgebracht!?
Das ist richtig, logisch und Absicht.

Die Stimmzungen sind verschieden lang und ich habe den Tesafilm diesem Verlauf nach meinem Augenmaß angeklebt.
Bei den hohen Tönen ist die Abdeckung schmäler bei den tiefen breiter.
Scheinbar habe ich das gleich beim ersten Versuch richtig erwischt.
Die schwingende Stimmzunge darf den Tesafilm nicht berühren.
Zur Erläuterung ein Querschnitt, so wie ich ihn verändert habe.
Stimmzunge.PNG
Stimmzunge.PNG (30.2 KiB) 68 mal betrachtet
Ich hoffe, ich habe deutlich. ;)

Ich bin immer noch beeindruckt, wie gut die MuHa mit dem Tesastreifen jetzt spielt.

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