Welche harp?

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Raedwulf1976
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Welche harp?

Beitrag von Raedwulf1976 » 11.05.2019, 17:49

Hallo,
Ich spiele im Moment eine hohner special 20.... icb würde mir aber gern noch eine neue kaufen... hab da paar im Auge.... könnt ihr da was von empfehlen.... also vielleicht mal paar plus und minus zu den einzelnen...

Hohner rocket
Hohner meisterklasse
Hohner Marine Band crossover
Seydel 1847 sylver oder noble...

Danke schon mal für paar Tipps...

daniel
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Re: Welche harp?

Beitrag von daniel » 11.05.2019, 19:57

Streich die meisterklasse. Alles andere is gut

Derdaniel

Juke
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Re: Welche harp?

Beitrag von Juke » 11.05.2019, 20:08

Sehe ich auch so.
Man könnte noch die Seydel Session Steel ergänzen. SIe unterscheidet sich von der 1847 Silver eigentlich nur durch die Form des Deckels. Und den Preis.
Die Seydels haben einen etwas größeren Kanzellenabstand als die Hohners.

Probier aus, welche dir am besten gefällt (Spielbarkeit, Klang, Gefühl). Es gibt Spieler (auch Profis), die ein Sammelsurium an verschiedenen Harps spielen, und andere, die nur ein einziges Modell bevorzugen. Egal, in welche Richtung du tendierst, Hauptsache du hast Spaß am Spielen.

Schöne Grüße
Dirk
Damn, this shit is Deep 8)

Und in Bezug auf neues Zeugs (Harps, Amps, Mikros, Effekte usw.) wusste bereits Schiller: Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.

triona
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Re: Welche harp?

Beitrag von triona » 11.05.2019, 22:52

Kann ich auch bestätigen. Mit Meisterklasse habe ich keine Erfahrung, da ich Aluminiumkämme sowieso nicht vertrage. (Gilt auch für die entsprechenden Modelle von Seydel.)

Mit Hohner Spezial 20 habe ich übrigens sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Einige spielen wirklich sehr gut für den günstigen Preis. Andere hingegen spielen sich und klingen ziemlich schrottig. Ist anscheinend Glücksache, oder vlt abhängig vom Baujahr.

Juke hat geschrieben:
11.05.2019, 20:08
Man könnte noch die Seydel Session Steel ergänzen. SIe unterscheidet sich von der 1847 Silver eigentlich nur durch die Form des Deckels. Und den Preis.
Neben den Deckeln gibt es noch folgende Unterschiede:

Bei den Sessions sind die Stimmplatten in den Kamm versenkt, während sie bei den 1847-ern die gleiche Größe haben wie der Kamm, und somit die Lippen beim Spielen mit der Kante der Stimmplatten in Berührung kommen.

Außerdem ist bei den Sessions ein anderer Kunststoff verbaut. Möglicherweise ist der etwas billiger als der andere. (So sieht er zumindest aus und fühlt sich so an.) Bei der 1847 (Silver?) ist der Kunststoffkamm massiv. (Dies gilt auch für die Holz- und Alukämme.) Bei der Session ist dieser hohl, wodurch Material gespart wird. Die Session ist auch nicht lieferbar mit Holz- oder Alukamm.

Es sind glaube ich auch ein paar Schrauben weniger zur Befestigung der Stimmplatten. (War zumindest früher bei den billigeren Modellen so. Ich weiß nicht, ob heute auch noch so.) Dadurch sparen sie vlt ein paar Minuten Arbeitszeit bei der Montage, und auf Dauer Schrauben für ein paar Euro.

Einige der Unterschiede könnten sich also durchaus auf die Fertigungskosten auswirken. Aber wahrscheinlich ist das hauptsächlich nur Preispolitik. Bei den günstigeren Modellen wird knapper kalkuliert, daß man nicht teurer ist als der Wettbewerb. Bei den teureren Modellen wird das dann wieder herein geholt.

Ich bevorzuge allerdings die 1847 (mit Holz- oder Kunststoffkamm). Habe bei mir alle Session-Deckel ausgetauscht gegen 1847-Deckel. Aber auch das ist Geschmacksache (beim Alu im wahrsten Sinne des Wortes :lol:) bzw persönliche Ansichtssache oder Gewöhnung. Probier einfach aus, was für dich am Besten paßt.

Juke hat geschrieben:
11.05.2019, 20:08
Probier aus, welche dir am besten gefällt (Spielbarkeit, Klang, Gefühl). Es gibt Spieler (auch Profis), die ein Sammelsurium an verschiedenen Harps spielen, und andere, die nur ein einziges Modell bevorzugen. Egal, in welche Richtung du tendierst, Hauptsache du hast Spaß am Spielen.
Das ist die Hauptsache.
Ich gehöre im Übrigen zu den Ersteren (Sammelsurium). Wähle ich meistens danach aus, was ich gerade spielen will. Aber auch dazu muß man erst mal unterschiedliche gespielt haben, um den Unterschied kennen zu lernen. Muß also jedeR selber heraus finden.


Und noch was: Wenn du das Mundharmonika-Live-Festival in Klingenthal besuchst, kannst du alle Seydel-Modelle im Werk ausprobieren. Auf der Farnkfurter Musikmesse geht das auch bei anderen Fabrikaten. Das ist im Fachhandel oft nicht möglich. Und auch beim Versandhandel sind MuHas häufig von Umtausch oder Rückgabe ausgeschlossen. Das kann allzu krassen Fehlkäufen vorbeugen.


liebe grüße
triona
Dess daacht doch alles nischt, dess naimodisch Zaich.
frei nach Anton Günther

Ich hab nur einmal ganz kurz auf die Maus geklickt - ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Meine Nachbarn hören Mundharmonika - ob sie wollen oder nicht.

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