Hohner Chromonica 280 oder Super64 (altes Modell) ?

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triona
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Re: Hohner Chromonica 280 oder Super64 (altes Modell) ?

Beitrag von triona » 08.03.2019, 11:48

Denzilo hat geschrieben:
08.03.2019, 10:57
Von den neuen Super64 hört man bisher allgemein wenig. Sowohl hier als auch sonst im Internet. Ein paar Productplacementvideos auf youtube, sehr wenig Bewertung, selbst bei Thomann. Hat jemand von Euch da mehr Erfahrung?
Das hat womöglich den selben Grund wie bei dir: Für die Einsatzhäufigkeit - oder auch überhaupt - zu teuer. Bei der Seydel Symphonie sieht das ja ähnlich aus. Die ist ja noch teurer. Für die ACE (das 12/48-Spitzenmodell von Hohner mit technischen Neuheiten) gilt ähnliches. Für diese Kategorie ist eben die Zielgruppe doch bisserl kleiner. Und wer sich dann so eine leisten will, weil sie gebraucht wird und gefällt, wirft sie in der Regel nicht gleich wieder auf den Gebrauchtmarkt.

Viel Freude mit deiner neuen "alten" Super 64.

Ich habe immer noch viel Freude an meiner gebraucht gekauften uralten Larry Adler (= 280). Die ist noch genagelt und braucht wahrscheinl irgend wann mal neue Ventile. Aber sie liegt wirklich gut im Mund und in der Hand und hat einen wunderbaren Klang.
Ich hab da noch eine davon in Reserve. Die braucht auf jeden Fall als nächstes neue Ventile. Ich werde sie dann wahrscheinlich umstimmen auf D.


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Denzilo
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Re: Hohner Chromonica 280 oder Super64 (altes Modell) ?

Beitrag von Denzilo » 08.03.2019, 18:43

Hi Triona,

danke für Deine Einschätzungen. Kann gut sein, dass Du mir der Zielgruppengröße richtig liegst. Ich hab ja noch nicht jemals eine andere Person persönlich kennengelernt, die überhaupt Chrom spielt !
Ja, mit gebrauchten Instrumenten kann man super Glück haben. Ich habe eine ganz tolle Chromonica 270 gebraucht gekauft, so eine gute hatte ich noch nichtmal neu erwischt ! Und auch eine tolle Seydel Chromatic de luxe steel gebraucht. Ich glaube, ein tolles Instrument sollte man nicht mehr aus der Hand geben, selbst ein neu gekaufter Ersatz muss nicht immer besser sein. Hatte beim Gebauchtkauf nur einmal Pech, aber da war der Preis auf ebay auch so gering, dass es als Ersatzteillager schon gelohnt hat...

Viele Grüße

Denzilo

Carlito
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Re: Hohner Chromonica 280 oder Super64 (altes Modell) ?

Beitrag von Carlito » 09.03.2019, 08:05

Vielleicht gönne ich mir irgendwann doch noch die neue Super 64. Inzwischen hat sich die Lage etwas entspannt - am Anfang waren sie bei Thomann und den anderen Musikhäusern schnell ausverkauft und es wurden Lieferzeiten angezeigt. Ich hatte nicht den Eindruck, dass die Dinger wie Blei in den Regalen lagen ... sie gingen weg wie warme Semmeln. Man darf auch nicht nur den deutschen Markt betrachten. Ich denke, dass in anderen Ländern (z.B. Fernost, USA) mehr los ist.

Zu teuer? Im Vergleich zu einem Klavier oder einer richtigen Konzertgitarre sind Mundharmonikas, auch chromatisch, eher ziemlich billig (was leider auch zum nicht so guten Image dieses Instruments geführt hat). Geld verdienen mit Musikmachen ist generell schwierig. Als Hobbymusiker käuft man sich ein Instrument nicht, damit es sich irgendwann mal finanziell rentiert, sondern weil man Freude dran hat, den Klang liebt usw. ... Das ist für mich auch der Grund, weshalb ich mehrere Muhas habe - ich mag die Abwechslung beim Klang.

Die Symphony: könnte für mich interessant werden, wenn es sie vielleicht irgendwann mal ohne dieses Köfferchen und den ganzen Schnickschack gibt.

Die ACE: ob die Klötzchen (Akustik-Koppler) wirklich was bringen? Schade, dass es die ACE nur in der normalen C-Stimmung gibt, und nicht in Orchestra- oder Tenor-Stimmung.

Zu Internet-Tests: Auf der Slidemeister-Seite gab's einige Threads zur neuen Super64/64X. Allerdings scheinen dort (überwiegend USA) Suzuki und Easttop beliebter zu sein.

>Ich hab ja noch nicht jemals eine andere Person persönlich kennengelernt, die überhaupt Chrom spielt<
Das ist bei mir auch so. Um so wichtiger ist es, dieses Instrument bekannt zu machen. Bei meinen bisher wenigen Auftritten (vor kleinem Publikum) haben mir die Leute hinterher gesagt, dass sie nicht wussten, dass man auf einer Mundharmonika wie auf einem anderen Instrument (z.B. Flöte) spielen kann.
Leider ist es so, dass die chromatische Mundharmonika nicht gerade leicht zu spielen ist. Hinzu kommt, dass man etwas technisches/handwerkliches Geschick mitbringen muss (Ventile tauschen, Stimmen, Löseabstände, Schiebermechanik).

Die (chromatische) Mundharmonika hat hierzulande auch eine etwas schwierige Position, weil die Musiksparten so fest eingeteilt sind (z.B. klassische Musik bzw. E-Musik mit ihren spezifischen Instrumenten, Streicher, Klavier, Flöten etc). In anderen Gegenden der Welt (z. B. Ostasien) ist man nicht so fest an diese Einteilungen gebunden.

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Re: Hohner Chromonica 280 oder Super64 (altes Modell) ?

Beitrag von Denzilo » 09.03.2019, 09:34

Hi Carlito,

gebe Dir Recht, in dem USA-Forum wird extrem viel über Suzuki und Easttop debattiert. Vor allem Easttop aus China schlägt da ja ein wie eine Bombe. Kann man die in Europa/Deutschland überhaupt kaufen ?
Schon von Suzuki bin ich deswegen wieder weg (hatte mal ne SCX 48, tolles Mundstück, schlaue Konstruktion, aber aus meiner Sicht nicht so schöne Hochtöne...), weil bei uns keinerlei Service/Ersatzteilverkauf besteht. Da finde ich Hohner und Seydel vorbildlich. Mein Wunsch wäre ja immer noch eine voll verschraubte (auch Mundstück) Standard 270er von Hohner, aber stattdessen kommen immer mehr High-End-Geräte raus...


Grüße

Denzilo

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Re: Hohner Chromonica 280 oder Super64 (altes Modell) ?

Beitrag von Christines meadow » 09.03.2019, 11:26

Die Super 64X 2018 habe ich mir als Geburtstagsgeschenk beim Online-Händler bestellt, nachdem sie schon lange auf meiner Wunschliste war. - Juhhuuuh - Man kann sie nicht direkt bei Hohner im Shop kaufen. Sie hat 4 Wochen Lieferzeit gebraucht. Habe gestern die Nachricht bekommen, dass sie nun da ist. Sobald ich bezahlt habe, wird sie an mich geschickt. Sie bleibt aber bis Ende März noch eingepackt. Kann also erst Anfang April darüber berichten, wie sie sich spielen lässt. Ich habe noch eine alte 16-ner, ist bestimmt 25 Jahren alt, die sich immer noch gut spielen lässt. Hatte sie allerdings die ersten 20 Jahre nur in der Schublade liegen. Konnte damals noch garnicht Harp spielen. Saubermachen und Wartung lässt sich gut machen, wenn man dann etwas Übung hat. Die neue soll aber in der Lautstärke mehr bringen und "wartungsfreundlicher" sein. Sie ist im Gegensatz zu den anderen Chroms auch schwerer - bringt 500 gr. auf die Waage. Auf jeden Fall freue ich mich darauf, sie in meine Hände zu bekommen!

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Re: Hohner Chromonica 280 oder Super64 (altes Modell) ?

Beitrag von Denzilo » 09.03.2019, 12:12

Viel Spaß damit! Wartungsfreundlichkeit find ich auch wichtig, das Thema höhere Lautstärke hat für mich an Bedeutung verloren. Erstaunlicherweise wird von meinen Zuhörern oft ein softerer Klang von Chroms als angenhm empfunden, zum Beispiel Chrometta, Super Chromonica oder bei mir seit kurzer Zeit Discovery-48. Da dürft ihr mir aber auch gern widersprechen...

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Re: Hohner Chromonica 280 oder Super64 (altes Modell) ?

Beitrag von triona » 09.03.2019, 12:48

Denzilo hat geschrieben:
09.03.2019, 12:12
Viel Spaß damit!
Das selbe wünsche ich dir auch. :)

Denzilo hat geschrieben:
09.03.2019, 12:12
Da dürft ihr mir aber auch gern widersprechen...
Ich wüßte nicht warum.

Wenn ich es weicher, wärmer, ggf auch leiser haben will, nehm ich die Larry Adler (280), eine 270-er oder Seydel Messing. Wenn ich härter, schärfer und vor allem laut will, dann nehm ich die CX-12. (Eine Seydel Stahl hab ich noch keine Chrom. Den Klang kenne ich aber von meinen Samplern und Fanfaren.) Im Zusammenspiel mit Blaskapellen oder anderen größeren Gruppen geht selbstverständlich nur die CX-12. Diatonische aller Art mit und ohne Schieber haben bei mir alle auch alle ihren Platz.

Lautstärke ist vor allem wichtig für verbesserte Dynamik (= Wechsel zwischen laut und leise). Sehr laute Instrumente haben z.B. auch bei leisem Spiel einen geringeren Luftverbrauch. Außerdem ist die Notwendigkeit großer Lautstärke auch unmittelbar und stark abhängig von der Zahl der Zuhörer bzw von der Größe des zu beschallenden Raums (sofern diese rein akustisch geschehen soll), und ebenso von der Größe der mitspielenden Kapelle und der Art der dort verwendeten Instrumente.

Will sagen: Lautstärke allein ist kein Gütezeichen. Wenn über Mikrofon + Verstärker gespielt wird, dann spielt sie sogar eher eine untergeordnete Rolle. Da gelten dann nur die oben angeführten spieltechnischen Gründe. Für das vollelektrische Spiel z.B. beim Chikago-Blues oder bei Rockmusik gelten selbstverständlich andere Überlegungen.


liebe grüße
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Re: Hohner Chromonica 280 oder Super64 (altes Modell) ?

Beitrag von Denzilo » 09.03.2019, 13:12

Triona hat es treffender und differenzierter ausgedrückt, ich habe wohl eher Einzelmeiningen geschildert. Klar ist ein professionelles Instrument voll mit Vorzügen! Ich selbst liebe auch die CX12 und meine alte Super 64. Eine kleine Anekdote: ich wollte vor langer Zeit mal Australien bereisen und fragte einen Freund der scjon dort war danach. Er meinte: Nur weil es zehnmal weiter ist als Europa darfst Du nicht erwarten, dass es zehnmal besser ist. Ähnliches gilt vielleicht auch beim Preisleistungsverhältnis von Harps. Aber ich wollte keinesfalls die bestimmt ganz tolle Super64 von Christine schlechtreden. Hoffe, das kam nicht so rüber.
LG
Denzilo

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Re: Hohner Super64X 2018

Beitrag von Christines meadow » 09.03.2019, 14:26

Danke Denzilo und Triona!
Kein Problem, Denzilo! Ich habe ja nur erwähnt, was über diese Harp geschrieben steht. Erfahrungen damit werde ich ja erst machen. Da ich nur für mich selbst spiele,also keine Auftritte oder so, benutze ich auch keine Anlage / Mikro.
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Re: Hohner Chromonica 280 oder Super64 (altes Modell) ?

Beitrag von triona » 09.03.2019, 23:59

Denzilo hat geschrieben:
09.03.2019, 13:12
... Australien bereisen ... Nur weil es zehnmal weiter ist als Europa darfst Du nicht erwarten, dass es zehnmal besser ist. Ähnliches gilt vielleicht auch beim Preisleistungsverhältnis von Harps.
Das gilt nicht nur vielleicht, sondern mit völliger Sicherheit. Die Steigerung beim Preis ist niemals rechnerisch proportional zur Steigerung der Qualität, insbesondere wenn diese noch einer mehr oder weniger subjektiven Beurteilung unterliegt. Je höher die Region von Preis und Leistung ist, desto dünner wird die Luft. Ab einem gewissen Punkt muß für jede weitere auch noch so winzige Steigerung der Qualität eine überproportionale Steigerung des Fertigungsaufwands aufgewendet werden. Dies muß sich auch entsprechend auf den Preis auswirken, genauso wie die Verwendung höherwertiger Rohstoffe, Materialien usw. Hinzu kommt noch, daß im Spitzenbereich nicht durchschnittliche Fähigkeiten eines jeden beliebigen Handwerkers ausreichend sind, sondern auch überdurchschnittliche handwerkliche Fähigkeiten nötig sind, die ebenfalls ihren Preis haben.

Dies gilt nicht nur für Musikinstrumente, sondern auch für Werkzeuge, Maschinen, Fahrzeuge, Elektrogeräte, Schuhe, Lebensmittel und vieles anderes. Wahrscheinlich trifft das für alle Dinge zu, die durch menschliche Arbeit geschaffen werden, und die sich durch mehr oder weniger Aufwand in unterschiedlicher Qualität fertigen lassen.


Als ich ganz am Anfang erwähnt hatte, daß die höchste Preisklasse eine zahlenmäßig deutlich kleinere Zielgruppe hat, wollte ich damit nicht sagen, daß diese Instrumente zu teuer wären. Alles hat eben seinen Preis. Und ein sehr hoher Preis für eine sehr gute Sache kann unter Umständen wesentlich preisgünstiger sein als ein niedrigerer Preis für eine weniger gute Sache. Das kommt immer auf den Einzelfall an, und was man damit machen will, und was es einem wert ist.

Ich besitze z.B. mehrere MuHas in der Preisklasse von 300 bis 500 Euro. Diese spiele ich auch mehr oder weniger regelmäßig. Einige davon sind für die Musik, die ich spielen will, nicht ersetzbar durch irgend eine beliebige andere. (* am Ende noch ein weiteres Beispiel aus einem anderen Bereich)

Nun hatte ich 2016 mal die Gelegenheit, bei Seydel einige Minuten eine Symphony zu spielen. Es ist ein wirklich vorzügliches Instrument. Insbesondere die Ansprache hat mich begeistert. Wenn ich z.B. einen Kanal links oder rechts neben dem Zungenblock und einige Millimeter außerhalb der Mundwinkel nur ganz leicht und mit nachlassenden Druck effektiv aus mehreren Millimetern Entfernung zum Loch angehaucht habe (decrescendo / ausblendend), dann ist die entsprechende Stimmzunge noch in Schwingung geraten und hat einen hörbaren sehr sanften ausklingenden Ton erzeugt. Ich habe es beim Probespiel zufällig entdeckt, da ich ja nicht damit gerechnet hatte. Dann habe ich es gezielt wiederholt, und herausgefunden, daß ich da richtig gehört hatte. Das hab ich noch bei keiner anderen MuHa erlebt.

Ich werde mir wahrscheinlich dennoch nicht so bald eine kaufen, wenn überhaupt. Erstens nutze ich derzeit zu selten eine 16/64 Chrom. Das könnte sich zwar möglicherweise ändern, wenn ich eine Symphony hätte. Allerdings stehen da noch einige andere (darunter auch solche aus der 300-€-Klasse) auf meiner Wunschliste deutlich weiter oben. Und das verfügbare Geld ist nun einmal begrenzt.

Hinzu kommt bei der Symphony noch, daß die Schalldeckel aus Alu sind, welches ich ja nicht vertrage. Zwar scheint die Beschichtung durchaus wirksam zu sein, so daß ich beim Probespielen kein Alu-Problem gespürt habe. Aber ich will da lieber erst mal warten, bis mehr Erfahrungen vorliegen über die dauerhafte Haltbarkeit dieser Beschichtung. Und ob das Problem bei längerem Spielen nicht doch auftritt, müßte ich auch erst mal hinreichend ausprobieren können.

Weiterhin kommt noch hinzu, daß es die Symphony nicht ohne den (durchaus sinnvollen, aber von mir nicht benötigten) beheizbaren Koffer und den ganzen anderen Schnickschnack gibt. Dies macht fast 1/4 des Preises aus und erhöht diesen somit noch zusätzlich und für mich ziemlich unsinnig.


Und daß MuHas im Vergleich zu den meisten anderen Instrumenten immer noch verhältnismäßg preisgünstig sind, das ist sowieso außer Zweifel. Selbst die teuersten Spitzeninstrumente kosten nur einen Bruchteil von den meisten anderen Instrumenten, insbesondere wenn man die jeweilige Leistungsklasse vergleicht.


*) Wenn ich schon einmal so weit abgeschweift bin, kann ich dieses Beispiel von den Maultrommeln auch noch bringen. Vlt gefällt euch ja auch das Video. :)
https://www.youtube.com/watch?v=YeAp1fPt8Eg
Olena ist mein großes Vorbild an der Maultrommel. Unter anderem übe ich auch seit einiger Zeit dieses Stück. Olena schafft es, die Stimmzunge der Maultrommel ohne Anschlag mit der Hand zum schwingen zu bringen, nur durch den Atem. Während sie bei 1:36 bis 2:00 die Feder noch ganz leicht mit der vorbeistreichenden Hand berührt, setzt sie bei 2:10 und 3:36 völlig ohne Handanschlag an. Ersteres habe ich bereits abgeschaut, als ich sie vor 2 Jahren zum ersten Mal auf der Bühne erlebt habe. (Ich sitze nach Möglichkeit immer 1 bis 2 Meter schräg rechts vor ihr.) Ganz ohne Hand habe ich aber seither immer vergeblich versucht.

Vorigen Sonntag habe ich sie in Leipzig mal wieder gehört. Da hat sie das freihändige Spiel noch ausgiebiger gezeigt. Ich habe sie gefragt, wie sie das macht, und ob es die Spieltechnik ist oder die Maultrommel. Ihre sofortige Antwort ohne groß zu überlegen: Die Maultrommel. Ich hab ihr meine gezeigt - immerhin eine ziemlich hochwertige aus Russland für ca 80 €. Ja, die sei schon sehr gut. Aber es gibt noch bessere.

Wenn ich so spielen will, muß ich also nachrüsten. (Mit meinen anderen aus dieser Leistungsklasse geht es auch nicht.) Den Rest kriege ich durch Übung hin. Nur mit dem Pferdegewieher habe ich noch leichte Schwierigkeiten. :lol: Beim nächsten Maultrommelfestival werde ich mich also durch die höchste verfügbare Leistungsklasse durchprobieren müssen, bis ich eine finde, die diesen Ansprüchen genügt. Mit 100 bis 200 € ist da wahrscheinlich mindestens zu rechnen, wenn nicht sogar mehr.


liebe grüße
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Zuletzt geändert von triona am 10.03.2019, 00:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hohner Chromonica 280 oder Super64 (altes Modell) ?

Beitrag von triona » 10.03.2019, 00:38

Denzilo hat geschrieben:
08.03.2019, 18:43
Ich hab ja noch nicht jemals eine andere Person persönlich kennengelernt, die überhaupt Chrom spielt !

Da empfehle ich dir mal den Besuch eines MuHa-Festivals oder auch eines kleineren MuHa-Treffens. Das nächstgelegene von dir aus ist in Trossingen, meist im November. Die MuHa-Orchester-Leute und die Chordomonika-Spieler treffen sich zur Schulung in Staufen im Breisgau, praktisch vor deiner Haustüre, dieses Jahr vom 05. bis 07. Juli 2019. Auch Klingenthal im Vogtland ist am 3. Wochenende im September jeden Jahres immer eine Reise wert. Ich bin da auch regelmäßig. Außerdem werden in Trossingen und Klingenthal immer sehr interessante Kurse angeboten. In Klingenthal z.B. von Noldi Tobler oder von Viola Bahrend mit der Chrom.

Auch auf dem Treffen von vielen Leuten aus diesem Forum in Dollnstein sind immer ein paar dabei, die Chrom spielen (außer mir noch Juke und Munkamonka und wahrscheinlich auch noch der eine oder andere, von dem ich es nicht weiß). Wenn es dieses Jahr wieder stattfindet, dann ist das möglicherweise im August. Achte auf die Ankündigungen hier. Lucky (Doneto) ist Freiburg ist auch schon öfters dort gewesen. Da könntest du ggf ja mal versuchen mit zu fahren. Das würde Reisekosten sparen.


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Re: Hohner Chromonica 280 oder Super64 (altes Modell) ?

Beitrag von Denzilo » 13.03.2019, 16:50

Hi Triona,

Danke für die ausführlichen Tipps. Ich denke ich werde irgendwann mal in Trossingen aufschlagen.
LG Denzilo

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