Lydische Stimmung

Bluesharps in jeglichen Varianten und Stimmungen.

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munkamonka
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Lydische Stimmung

Beitrag von munkamonka » 16.12.2017, 12:36

hi alle

hab ne nette kleine 'entdeckung' gemacht.
das problem: viele stück in C dur, und fie F ist wegen der quietschigen höhe nicht meine lieblingsharp
lösung: Bb in der 3.position
das neue problem: es fehlt die große terz für die tonika, also das E. man spielt eben die ganze zeit in moll.
lösung: overblows
das problem: OBs integrieren sich nicht wirklich in meine spielweise, ich spiele mit viel druck, weit gelöst und zungenblock, die obs sind mir da zu unsicher (vielleicht beherrsche ich sie einfach nicht gut genug).
problem 2: double stops (doppeltöne) entfallen, zumindest mit der großen terz.

so, das also die ausgangslage. ich hab dann drüber nachgedacht und mir fiel ein, wie ich das umgekehrte problem gelöst hab, nämlich wenn ich in moll in der zweiten position spielen will, also z.b. in G moll, da müsste man ja wieder die bescheuerte F nehmen (die ich auch in der low stimmung nicht besonders schätze). da hab ich einfach bei einer C-harp die große terz runter gestimmt, und es geht prima. was dabei rauskam war eine dorische stimmung. das konzept ist ja bekannt. aber jetzt zu dem umgekehrten problem, also wenn man dur in der dritten position spielen will:

DIE LÖSUNG
also hab ich es jetzt mal andersrum probiert. ich hab eine harp umgestimmt, indem ich 5 ziehen eine halbton hoch gestimmt habe, also die moll-terz auf dur. sonst nix. man spielt in der ersten oktave normal dritte, wo man ja alle töne zur verfügung hat, und in der zweiten fühlt es sich an wie zweite position, also dur terz ist da, kann gebendet werden auf moll für die subdominante. total geil und man braucht auch nicht alle tonarten, sondern eigentlich nur das Bb und vielleicht ne Ab, die kann man immer dabei haben.

was dabei rauskommt wäre eine lydische tonleiter, also
Bb-c-d-E-f-g-a-bb
in der dritten positon ergibt das also
c-d-e-f-g-a-bb-c, also genau die töne, die man sonst in der 2.pos erhält (mixolydische skala)

bei einer C-dur:
c-d-e-FIS-g-a-h-c

das konzept ist der melody maker von lee oskar ähnlich, aber ich würde mich auf einen einzigen ton beschränken, da man in der 3 oktave 9 ziehen nicht benden kann. und die erste bleibt auch unverändert.

probiert es mal aus, es macht spaß!
macht das jemand von euch bereits?

PS: ja ich weiß, man kann auch ne chromatische mundharmonika nehmen, aber das ist in der ersten oktave einfach nicht dasselbe, obwohl ich das auch gerne mache.

gruß
markus
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HarpHolger
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Beitrag von HarpHolger » 17.12.2017, 17:58

Hi Markus,

cooler Ansatz.

Aus meiner Sicht liefert dir die 12. Pos. aber eben genau die durige Tonalität, die du dir glaube ich wünschst.

Wenn du von 2 ziehen Ganztonbend bis 5 ziehen durchspielst müsstest du ne lydische Skala kriegen, ohne OBs.

Witzigerweise funktionieren in der 12. auch wunderbar die Licks aus der 3.

Was meinst?

Viele Grüsse, Holger

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munkamonka
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Beitrag von munkamonka » 17.12.2017, 19:34

ne, das ist nicht das gleiche, ich will ja nicht lydisch spielen, sondern mixolydisch. da nehme ich eine lydische stimmung und spiele in der 2 position. mir gehts ja nicht um ne neue tonleiter, sondern um die frage, wie krieg ich die bekannte tonleiter aus einer anderen harp raus, um die F (hin und wieder) zu vermeiden.

ich kann natürlich in der 12 pos mixolydisch spielen (wenn ichs könnte). aber ich wills gar nicht können, es fehlt mir in jedem fall der geile satte grundton in der unteren oktav, den ich auch noch schön als oktave spielen kann. dieses konzept ist mir sehr unsympathisch, das ist auch das was mir an howard levy und Co so missfällt...

ich habs heute auf der probe mal probiert. es ist schon eine gewisse umstellung. die dorische stimmung ist intuitiver. mal sehen, ob sich das bei mir durchsetzt.
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daniel
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Beitrag von daniel » 17.12.2017, 20:23

...oder man übt etwas bis auch die F gut klingt :bruell: :kn: :bruell: :kn: :bruell: :kn:

Derdaniel

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Juke
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Beitrag von Juke » 17.12.2017, 20:27

Es gibt durchaus Klangvorstellungen, mit denen das Gefiepe einer F unvereinbar ist. 8) :P :-D

Schöne Grüße
Dirk
Damn, this shit is Deep 8)
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daniel
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Beitrag von daniel » 17.12.2017, 20:42

Juke hat geschrieben:Es gibt durchaus Klangvorstellungen, mit denen das Gefiepe einer F unvereinbar ist. 8) :P :-D

Schöne Grüße
Dirk
Das muss einem ja nicht peinlich sein 8) . Wenn man die F ( aus welchem grund auch immer) nicht mag ist das eine sache, wenns fiept sollte man an seiner technik arbeiten :bruell: :bruell:

Derdaniel

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munkamonka
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Beitrag von munkamonka » 17.12.2017, 21:21

daniel hat geschrieben:...oder man übt etwas bis auch die F gut klingt :bruell: :kn: :bruell: :kn: :bruell: :kn:

Derdaniel
tja, was soll ich sagen, dass exakt dieser kommentar von dir, lieber daniel, kommt, war natürlich vorhersehbar :-D und selbstverständlich hab ich meine geistreiche antwort darauf schon fix fertig in der schublade. also:

stell dir mal vor, jemand spielt tenor saxofon. nun kommt jemand und sagt: wir spielen das stück ne terz tiefer, und du wärest dann automatisch gezwungen, zum sopran saxofon zu greifen, das einen total anderen charakter hat. das wäre doch käse. bei harp spielern soll es aber so sein!? eben warst du noch zufrieden, du spielst ne A, und dann kommt der sänger und sagt, lass es uns mal eine terz tiefer spielen, in C statt in E. und du sollst jetzt die A weglegen und statt dessen ne F nehmen. ist doch scheiße. ändert doch mehr am charakter, als wenn man die position wechselt. wenn ich die positionen beherrsche, dann hab ich viel mehr kontrolle, weil ich dann die richtige harp zum stück wählen kann und nicht vom zufall getrieben werde. geht ja auch umgekehrt, wenn dir z.b. ne G zu tief ist, kannst du ne C nehmen und dritte spielen. oder ne D und erste. ganz nach belieben.

wie gesagt: hin und wieder, für rock and roll oder coutry ist die f ganz gut geeignet. manchmal nervt sie mich einfach.

aber in einem punkt geb ich dir recht: mehr üben schadet natürlich nix.
... meiner meinung nach

daniel
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Beitrag von daniel » 17.12.2017, 21:53

Sorry, du hast recht. mir geht momentan zuviel aufn Sack (hier) werd mich in zukunft etwas zurückhalten
Derdaniel

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HarpHolger
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Beitrag von HarpHolger » 18.12.2017, 04:36

.... dann ist dein Ansatz aber die Country-Tuning-Stimmung, oder?

Viele Grüsse, Holger

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Beitrag von munkamonka » 18.12.2017, 07:22

daniel hat geschrieben:Sorry, du hast recht. mir geht momentan zuviel aufn Sack (hier) werd mich in zukunft etwas zurückhalten
Derdaniel
Quatsch, macht doch Spaß. :kn:
Weitermachen!
M
Zuletzt geändert von munkamonka am 18.12.2017, 08:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von munkamonka » 18.12.2017, 07:25

HarpHolger hat geschrieben:.... dann ist dein Ansatz aber die Country-Tuning-Stimmung, oder?

Viele Grüsse, Holger
Ja stimmt, kannte ich nicht. Ich würde sie aber in der dritten pos spielen.
Mal sehen...
M
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Beitrag von daniel » 18.12.2017, 19:38

Steve baker spielt meine ich (zumindest früher) viel country tuning.

Derdaniel

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Beitrag von HarpHolger » 18.12.2017, 21:43

Jo, so ist es. Im Harphandbook ist genau der Vorteil hinsichtlich 2. und 3. Position angeführt.

Adam_Lark
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Beitrag von Adam_Lark » 19.12.2017, 05:33

Hi Markus,

Was ist eigentlich mit ner Low F? das war zumindest meine Lösung für diese Frage...

Grüße
Adam
Blues will never die...

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Beitrag von munkamonka » 19.12.2017, 07:31

Adam_Lark hat geschrieben:Hi Markus,

Was ist eigentlich mit ner Low F? das war zumindest meine Lösung für diese Frage...

Grüße
Adam
Zu tief :roll:
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