Welche Harp bei Shuffle in Bb

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Mario
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Welche Harp bei Shuffle in Bb

Beitrag von Mario » 02.12.2017, 19:11

Diese Woche auf einer Session: Gitarrist sagt Shuffle in Bb an. Ich: Öööhm, hab keine Harp in Eb, mach mal was anderes. G wurde angesagt, C-Harp genommen, abgeliefert, alles gut.

Hinterher habe ich mich gefragt, ob ich denn gerne eine Eb-Harp gehabt hätte. Die ist schon recht hoch und das hätte wohl nicht so gut zum Stück gepasst. Eine Ab hätte ich nehmen können, hätte aber in 3. Position keine gute Performance hingelegt. Bb-Harp in 1. Position hätte zum Stück nicht wirklich gepasst.

Wie macht ihr es?
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triona
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Beitrag von triona » 02.12.2017, 19:37

Tiefe Eb?

Aber da ich kaum Blues spiele, weiß ich nicht, wie oft sowas wirklich vorkommt, und ob sich da so eine Anschaffung lohnen würde. Ich hätte jedenfalls auch keine, weder normal noch tief.



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Mario
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Beitrag von Mario » 02.12.2017, 21:28

Das wird nix, Triona. Die ist derart tief, dass es sich mies anhört. Ohne Verstärkung ist sie außerdem schwer zu hören.
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triona
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Beitrag von triona » 02.12.2017, 21:51

War ja nur mal so ne Idee, wenn die Hohe nicht paßt, halt 1 Oktave tiefer. Erschien mir zumindest naheliegend. Aber wenn dir das wiederum zu tief ist, dann wirst du wohl die 3. Position mit der Ab üben müssen ...


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harp-addicted
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Re: Welche Harp bei Shuffle in Bb

Beitrag von harp-addicted » 02.12.2017, 22:27

Mario hat geschrieben:Hinterher habe ich mich gefragt, ob ich denn gerne eine Eb-Harp gehabt hätte. Die ist schon recht hoch und das hätte wohl nicht so gut zum Stück gepasst.

Wie macht ihr es?
Eb d.h. Bb geht m.E. gerade noch so, der halbe Ton zu A ist nun auch nicht mehr so schlimm.
Mit nicht so viel Druck spielen und die Höhen etwas raus.
Akustisch am Gesangsmikro, naja...

Kommt ja mit Bläsern öfter vor, gerne z.B. Mercy, Mercy, Mercy

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Juke
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Beitrag von Juke » 02.12.2017, 22:30

Bei "Dirty Deal" spielt Mitch Kashmar eine Bb in der 1. Position, komplett in der oberen Oktave - da hat er aus der Not eine Tugend gemacht. Muss man mögen oder nicht. Ich finde, es klingt passend.
Die "New York Woman" spielt er mit einer Ab in der 3. ... Ist aber auch deutlich swingender.

Die Songdatenbank liefert bei vielen Stücken in Bb die Info: No Harp. Viele spielen die Bb in der 1. Position, oft auch Ab in der 3., seltener Eb in der 2. Hin und wieder sieht man auch, dass zur E in der 2. Position gegriffen wird ... Wobei ich das bei dem einen oder anderen Titel irgendwie nicht so recht glauben mag, z.B. "Sweet Little Angel" mit Billy Branch auf der Chicago's Young Blues Generation (eine Platte, die mich seit damals mit geprägt hat).

Schöne Grüße
Dirk
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Beitrag von Greatwhite » 03.12.2017, 08:15

Eb Low und beim Solo umsteigen auf Eb hoch.

Ich hätte mich wahrscheinlich geärgert, dass die Eb nicht sehr gut gestimmt ist. Das macht viel aus. Akkorde, double stops, Oktave. Es erzeugt alles Tiefe Schwingungen wenn das ding ordentlich gestimmt ist und das klingt dann doch wirklich nicht schlecht.

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Beitrag von drstrange » 03.12.2017, 09:29

Ich begleite "She caught the Kathy von den Blues Brothers (Bb)
immer mit Eb und Eb Low.

Gruß
drstrange
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triona
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Beitrag von triona » 03.12.2017, 10:20

Aha, die Frage ist also auch schon bei anderen aufgetaucht.
Und der Königsweg liegt anscheinend wie so oft in der Mitte.

Wer den Wechsel zwischen 2 MuHas vermeiden will, kann ja zu einer Seydel Solist Pro 12 (konfigurierbar in LEb und Eb) greifen oder zu einer Lucky 13 von Brendan Power (gibt es serienmäßig auch in LEb+Eb). Da vereinigen sich vlt die Vorteile von beiden in einer.


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Beitrag von harp-addicted » 03.12.2017, 11:28

drstrange hat geschrieben:Ich begleite "She caught the Kathy von den Blues Brothers (Bb) immer mit Eb und Eb Low.
Da hau ich immer den Octaver (untere dazu) rein, ist eh ne Lachnummer.
Octaver kommt auch be F ganz gut.

Übrigens, der Song ist von Taj Mahal.

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Beitrag von daniel » 03.12.2017, 13:15

Eb hab ich. Spiele ich gerne. Brauche sie aber auch nur bei einem stück für 16 takte. Tiefe eb? Wäre nix für mich, bin aber auch bekennender hochtöner. Nehme auch gerne mal ne hohe g oder hohe a für soli oder auch Rhythmusbegleitung. Ist interessant und mumpft die stücke nicht zu 8)

Derdaniel

Edit, bei ner session habe ich auch mal die eb gebraucht. Der vorteil war, dass sich das harpgemetzel dabei auflöste, weil die sonst keiner dabei hatte 👍🏻

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Beitrag von munkamonka » 03.12.2017, 19:58

eine harp in Eb ist absolut pflicht.

wenn man mit bläsern zusammenspielt, oder auch klavierspielern, oder einfach nur altes material in originaltonarten spielt, kommt Bb ständig vor. in meiner band brauch ich das bei 3 oder 4 stücken. oder ich greife zur Ab, das passt aber nicht immer wirklich. erste position spiele ich , wenn ich das wirklich in genau dem stück will, wenn es aus der not heraus kommt, wird es oft nicht so dolle.

meine harps in Db, E, F# und H brauch ich wirklich praktisch nie. aber es spricht eigentlich nix dagegen, 12 harps zu einer session mitzubringen, andere haben ne gitarre dabei oder ein saxofon, da kann man ja mal ein päckchen harps mit sich rumschleppen...

ich vermeide hohe tonarten eigentlich auch gerne. aber wenn man das erfolgreich ne stunde lang gemacht hat, dann kommt ein fetziges solo auf dner Eb oder ner F eigentlich ganz gut zur abwechskung.
... meiner meinung nach

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Beitrag von Juke » 03.12.2017, 20:34

In meinem Köfferchen habe ich auch alle 12 (Dur-)Tonarten. Plus ein paar Lows und ein paar "Spezialisten" (SBS, eine umgestimmte A für e-moll, zwei oder drei Chroms).

Und die H habe ich bei meiner ersten Session gebraucht, als ich gefragt wurde: "Kannst du Fis?" Konnte ich. :)

Schöne Grüße
Dirk
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Beitrag von blueSmash » 04.12.2017, 08:16

Die Mischung macht's...
In meiner Combo spiele ich zu den Gitarrensoli von "La Grange" jeweils das darunterliegende Riff auf der Harp. Das wechselt von C im ersten Teil auf A im zweiten - für mich also von LowF auf D. Das ist immer ein schöner Übergang von "fat dog" zu "mad cat"...

VG
Matz
Zuletzt geändert von blueSmash am 04.12.2017, 14:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von triona » 04.12.2017, 12:28

munkamonka hat geschrieben:eine harp in Eb ist absolut pflicht.

Steht schon länger auf meiner Wunschliste, sobald wieder mal Kohle dafür verfügbar ist. Ob normal oder tief oder 12/13-Loch, weiß ich noch nicht.
Diese und Ab und Db sind die einzigen Dur-Tonarten, wo ich noch keine habe.


Und Mario, was wirst du in Zukunft machen? Vorschläge und Erfahrungsberichte hast du ja jetzt genug.


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