Crossover. was ist denn bei Hohner los

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BBHarpy
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Crossover. was ist denn bei Hohner los

Beitrag von BBHarpy » 28.07.2015, 12:44

Hi,
musste nach langer Zeit mal wieder neue Harps bestellen und da ich ja die
Crossover liebe, mussten es natürlich wieder Crossies sein. C,D,A bestellt
angespielt...schock,,,welcher Mensch hat den diese Harps eingestellt ???
Löseabstände des Grauens, sowas habe ich selten gesehen.... !!!
Da ich Sie mir eh einstelle, kein Problem, aber wenn ich gefragt werde sage ich oft Crossover out of the box .... und gut ist...diese Harps hätte ich keinem empfohlen... wollen wir mal hoffen, das es nur eine schlechte Charge war....
Gruß Ralf
PS...bei einer Harp hätte ich es ja fast verstanden, aber bei allen.....
:shock:
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Pimpinella
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Beitrag von Pimpinella » 28.07.2015, 15:58

Zu eng, zu weit oder kreuz und quer?

Gruß, Frank
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Beitrag von BBHarpy » 29.07.2015, 06:13

Hi Frank,
Scheunentorweite Lösabstände, die C Harp war die Schlimmste, ausgerechnet eine Harp ( Tonart ) die für Anfänger die erste Wahl ist....
Gruß Ralf
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Beitrag von harp-addicted » 30.07.2015, 08:07

Ebenso bei einer Rocket in C, die ich vor 2 Wochen geschenkt bekommen habe.
Out of the box nur Rauschen und Zischen, kaum ein Ton. Solche Lösabstände habe ich noch nicht gesehen cxxc

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Beitrag von BBHarpy » 30.07.2015, 08:33

Hi,
wirklich kaum zu glauben, da sollte man Hohner mal anschreiben....
Gruß Ralf
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Pimpinella
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Beitrag von Pimpinella » 30.07.2015, 08:40

Hi

Ich habe mir vor einer Weile mal testhalber zwei Rockets gekauft und da waren auch die Löseabstände irre weit. Ich habe das da aber für einen Teil des Konzepts gehalten - so für die Rocker, die zuviel Luft haben.
Vielleicht können die Chinesen nur eine Löseweite und die muss dann über das ganze Sortiment gehen.

Gruß, Frank
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Beitrag von drstrange » 30.07.2015, 08:50

Die Aussagen decken sich mit meinen Erfahrungen.

Habe mal eine Seydel Session steel customizen lassen und eine Marine
Band. Die Seydel von Ben Bouman und die Hohner von Thomas Hanke.

Mich interessierte, was fuer mich als Laienspieler da rauszuholen waere
und inwieweit ich da mein Spiel verbessern koennte. (overblows etc)
Beide Harps in D-Dur normale Richterstimmung.

Ohne Bens Leistung schmaelern zu wollen, ist eine Session Steel so out
of the Box direkt von Seydel schon ziemlich dicht dran an der Qualitaet
einer "customizten". Ben hat trotzdem noch was rausgeholt das merkt
man besonders an der leichteren Ansprache und den jetzt leichteren
Overblows.

Ganz anders der Fall bei der Marineband. Hier ist ein Unterschied wie Tag
und Nacht. Da es hier die Holzkanzelle gibt, konnte Thomas durch das
Schleifen und Polieren der Oberflaeche ein ganz anderes Spielgefuehl
herbeizaubern. Ausserdem ist nun durch die optimale Zungeneinstellung
auch die Dichtigkeit und die Ansprache um Klassen besser. Overblows
waren ab Werk unmoeglich.

Also Fazit:
Mit einer Seydel Session Steel out of the Box, hat man schon so 80%
einer optimalen Harp. Braucht man oder will man keine Overblows, dann
genuegt die Harp von Seydel mMn. direkt den meisten Beduerfnissen.
Hat man eine Hohner Marineband, dann gehen Tueren auf, wenn man die
mal einem Customizer optimieren laesst und deshalb sollte man das
unbedingt mal mit einer Marineband ausprobieren. Oder gleich Seydel kaufen:

Motto: Wolln Se wat von Hohner oder solls jleich wat Vernuenftjes sein?
:-D

drstrange

PS: Ich bin mit denen (Seydel) weder verwandt noch verschwaegert und
hatte auch schon so meine Probleme mit denen.
"Je größer der Dachschaden, desto schöner der Ausblick zum Himmel."

Karlheinz Deschner (1924 - 2014)

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Beitrag von Pimpinella » 30.07.2015, 10:01

Hi

Also vor der Rocket gingen OBs bei den Hohner Classics eigentlich hier immer aus der Schachtel - meist entwicklungsfähig, aber immerhin kamen sie. Ich konnte mich über die Qualität insbesondere der Crossover eigentlich nicht beklagen.

Bouman vs. Hanke finde ich schwierig. Ich glaube, dass die beiden nicht genau den gleichen Markt bedienen. Bens Konzept habe ich immer so verstanden, dass er ein gutes Grundprodukt nochmal exakt und sauber einstellt und je nach Produktlinie dafür notwendige Nacharbeiten macht, während Thomas noch deutlich umfangreichere Sachen macht.

Gruß, Frank
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Beitrag von harp-addicted » 30.07.2015, 10:41

Nach Einstellen der Lösabstände (nicht zu eng) bei der Rocket geht Overblow auf 4,5 und 6.
Ich bin kein OB-Spieler und kann es nicht wirklich. Ist für mich so ein kleiner Test auf Dichtigkeit.

Dr. Strange hat nicht geschrieben, ob er Bens X-tra oder X-treme Tunig hat.
Nur letzteres ließe sich in etwa mit der Arbeit von T. Hanke vergleichen.

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drstrange
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Beitrag von drstrange » 31.07.2015, 07:04

Ich nahm das Paket fuer ca. 100 $. Das ist wohl nicht das X-treme sondern
das X-tra Paket. Aber ich bin jetzt soweit, dass ich solange ich nur 4-5 Mal
im Jahr spiele erstmal bei den out of the box harps bleibe.

Und vielleicht liegt ja mal ein Kurs irgendwo guenstig, bei dem ich lernen
kann, wie man verschiedenen Sachen selber macht. (Loesabstand etc.)

Die Aktion mit dem Customizing war wirklich nur mal, weil ich neugierig war
und den Unterschied fuer mich sehen wollte. Aber genau so wie ein
mittelmaessiger Guitarrero nicht zwingend eine 59er Les Paul braucht
weil er sie garnicht voll ausspielen kann und alles rauskitzeln, so reicht mir
vorerst die Session steel out of the box.

BR
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Beitrag von triona » 31.07.2015, 09:20

drstrange hat geschrieben:Motto: Wolln Se wat von Hohner oder solls jleich wat Vernuenftjes sein?
:-D

PS: Ich bin mit denen (Seydel) weder verwandt noch verschwaegert und
hatte auch schon so meine Probleme mit denen.

Deckt sich mit meinen Erfahrungen.
Sowohl das mit den Qualitätsunterschieden, als auch mit den Problemen (Schlampereien bei der Fertigung).

Drum spiel ich seit ca 15 Jahren bevorzugt Seydel - Neuanschaffungen fast ausschließlich.
Hohner spiel ich seit fast 40 Jahren nur noch in Ausnahmefällen (selten benutzte Tonarten, die ich schon lange von denen habe, oder aber bestimmte Sondermodelle wie die XB-40 - die sie ja seit ein paar Jahren auch nicht mehr herstellen - oder Baß).

Dazwischen hab ich vorwiegend Tombos angeschafft, die ich heute noch häufig und gerne spiele. Ursprünglich bestellt in der Absicht, "dem Monopol mal bisserl an den Sockel zu pinkeln", dann aber erfreulich überrascht von der wesentlich besseren Qualität der Instrumente.

Ich spiele übrigens so gut wie ausschließlich aus der Schachtel - außer wenn das Ding überhaupt nicht spielt, was dann eher bei abgespielten oder mißhandelten Instrumenten vorkommt (Lagerfeuer, Sandstrand, Wandern und Übernachten im Regen oder Nebel.) Ich wußte bis vor kurzer Zeit noch gar nicht, daß man da was dran ändern kann, und erst recht nicht, wie man das macht. Auseinandergenommen hab ich die fast nur zur Reinigung. Von Veredlern hab ich erst vor kurzer Zeit überhaupt etwas gehört.


liebe grüße
triona
Dess daacht doch alles nischt, dess naimodisch Zaich.
frei nach Anton Günther

Ich hab nur einmal ganz kurz auf die Maus geklickt - ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Meine Nachbarn hören Mundharmonika - ob sie wollen oder nicht.

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Beitrag von Pimpinella » 31.07.2015, 13:59

Hi
triona hat geschrieben:Drum spiel ich seit ca 15 Jahren bevorzugt Seydel - Neuanschaffungen fast ausschließlich.
Oha, dann spielst du aber nicht unbedingt Bluesharps, oder? Die waren in der Vorinsolvenzzeit IMHO echt grottig und es hat dann auch bis zur 1847 gebraucht bis Seydel ein wirklich konkurrenzfähiges Produkt hatte...

Nee, ich bin seit ein paar Jahren mit der Hohner-Qualität ausgesprochen zufrieden gewesen, und BBHarpy ja auch. Schade, wenn das jetzt wieder anders werden sollte.

Gruß, Frank
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Beitrag von drstrange » 01.08.2015, 04:02

Zu DDR Zeiten waren die Harps (wenn man ueberhaupt mal eine anders
als C oder G bekam) ebenfalls nicht brauchbar. Sie hieszen wimre
Bandmaster und ich hatte mal eine E Dur in Vorwendezeiten ergattert. Die
wurde dann an verschiedenen Bands ausgeliehen. Das war so Ende der
70er.

Richtige Bluesharps kaufte ich mir erstmals in Budapest 1980
2x Hohner Bluesharp in D und A und noch zwei Piccolo in D und G.
Und noch eine Levis Jeans vom Schwarzmarkt, die nix taugte wie sich
spaeter rausstellen wuerde.

Danach konnte ich aus Ungarn wieder abreisen weil meine gesamte
Kohle fuer drei Wochen + zusaetzliche paarhundert Ostschlusen durch
Zollerklaerungen, komplett alle war. Ich fuhr dann zu den Tschechen
und machte da den Rest der Zeit nieder. Da hatte man dann als Zonie
mehr Moeglichkeiten an Kronen ranzukommen. Und im U Fleku schmeckte
das Bier damals noch und der angemachte Schafskaese.

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Beitrag von daniel » 01.08.2015, 17:09

Von Crossover zu U Fleku, cool ! 8)
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Beitrag von BBHarpy » 03.11.2015, 06:58

Hi,
da ich in der VHS Düsseldorf die Crossover spiele, werde ich natürlich danach gefragt und viele Schüler holen sich dann auch diese Harp....
Dann kommt dann irgendwann die Stunde, wo wir alle mal die Harp auseinander nehmen und ich zeige wie man reinigt, einstellt, stimmt usw....
Als ich mir dann die Crossover angesehen habe, musste ich teilweise mit dem Kopf schütteln. Auch hier Lösabstände des Grauens.... nachdem ich Sie eingestellt habe , wunderten sich natürlich die Teilnehmer wie schön spielbar die Harp wurde..... echt der Hammer, dies sollte" out of the box" so sein bei der Preislage....
Gruß Ralf
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