Anfängerfrage zum Laney Cub 10

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gs
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Beitrag von gs » 14.09.2014, 14:28

Mein Spielstand spielt überhaupt keine Rolle in der Diskussion.

Die Frage ist warum komme ich mit einem CUB10 zurecht
andere Spieler ebenfalls und manch einer nicht.

Ich versuche wichtige Tipps zu geben und suche dazu gerne klare
und deutliche Beispiele.

Protagonisten am 15.9 geändert:
http://youtu.be/dYDiRw6T0T8

Man kennt in dem Video eventuell den Amp und das Mic.
Es gibt keinen Zweifel, dass beides extrem gutes Equipment ist und ich bezweifle das auch nicht.

Das Ergebnis ist allerdings nicht sonderlich prickelnd.
Wer anderes behautet, der muss aus meiner Sichtweise etwas an den Ohren haben.
Es muss Gründe geben, warum dem so ist.

Wenn man gehört hat, wie elektrisches Spiel akustisch klingt,
hat man ein Ziel, dass man sich ohne Amp erarbeiten kann.

Jürgen kann auf keinem Amp der Welt anders klingen wenn er
so spielt wie er das in dem Video praktiziert.

Er muss seine Spielweise auf elektrisches Spiel umstellen!
Das ist deutlich anders als akustisches Spiel.

Das ist das ganze Geheimnis und daran sollte man arbeiten,
bevor man mit einem exklusiven Amp versucht einen bestimmten Ton zu erreichen.

Es funktioniert nicht und das ist mit dem Video gut dokumentiert.
Zuletzt geändert von gs am 15.09.2014, 17:12, insgesamt 1-mal geändert.

daniel
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Beitrag von daniel » 14.09.2014, 18:06

ich frage mich wer eigentlich festlegt wie elektrisches Spiel zu klingen hat. oder müsste man sagen DAS elektrische spiel?
derdaniel

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Juke
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Beitrag von Juke » 14.09.2014, 18:25

daniel hat geschrieben:ich frage mich wer eigentlich festlegt wie elektrisches Spiel zu klingen hat. oder müsste man sagen DAS elektrische spiel?
derdaniel
-6--

Schöne Grüße
Dirk
Damn, this shit is Deep 8)
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munkamonka
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Beitrag von munkamonka » 14.09.2014, 18:40

Naja, sind wir ehrlich, darüber, wie es **nicht** klingen sollte, herrscht schon mehr oder weniger Konsens, oder? :-D

Oder: wenn man anders klingt, sollte man es mit Absicht tun...
... meiner meinung nach

gs
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Beitrag von gs » 14.09.2014, 19:00

Ich meine es ist unerheblich, wie ich elektrisch klingen möchte.

Ich kann ein Signal aufzeichnen und in 20 verschiedene elektrische Geräte für Verstärkung einspielen.
Es wird anders klingen aber nicht besser!

Zerrt das Mikro oder ist der Ton falsch dann ist das gesetzt und kann
mit üblichen Mitteln durch abgeändertes Equipment nicht ausgebügelt werden.

Elektrisches Spiel ist sinnvollerweise erst einmal ein gekonntes Spielen mit dem Mikrofon, damit das Signal stimmt.

Der Spruch shit in shit out ist allgemein bekannt.

Mamo
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Beitrag von Mamo » 15.09.2014, 05:44

Mal zurück zum Thema:

Der Laney ist ein guter Amp. Da hast du schonmal nichts falsch gemacht!
Dass der jetzt einen anderen Speaker drin hat, würde mich auch erstmal nicht stören. Spiel erstmal ne Zeit mit dem Ding rum. Spiel ihn auch mal richtig laut bei Gelegenheit! Klingt gut!!!

Sollte dir nach einiger Zeit der Klang immer noch nicht gefallen, kann man über einen Speakertausch nachdenken. Der Speaker hat den größten Einfluß auf den Sound des Verstärkers!(@gs: Nein, natürlich ist es der Spieler. Harpblower hat hier aber nach einem Verstärker gefragt und nicht nach seinen Spielqualitäten!)
Eine Speakerempfehlung hast du ja schon bekommen. Die ist bestimmt nicht schlecht und beruht auf viele Versuche mit verschiedenen Amps, Mikros und Spielern.

Vielleicht kannst du uns aber auch schreiben, welches Mikro du verwendest.
Denn das hat natürlich auch einen großen Einfluß! (Wundert mich, dass noch keiner der Tech´s bei diesem Thema nachgehakt hat. Es wäre doch aus technischer Sicht wichtiger zu wissen, was für ein Mikro verwendet wird, als sich drüber zu streiten, über was für ein Können unser Threadersteller verfügt!)

Falls noch was unklar sein sollte, frag einfach weiter! (Und ignoriere einfach die Posts, die am Thema vorbeigehen)

Gruß Marco

Hornblower
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Beitrag von Hornblower » 15.09.2014, 10:51

Danke Marco. Du hast natürlich recht: Erst testen, dann tauschen (wenn nötig) scheint mir irgendwie auch der sinnvollere Weg als umgekehrt. Das Mikro ist übrigens das Monsterharp Bullet Dynamic II, wahlweise hätte ich noch das Superlux D112. Werde den Cub demnächst mit beiden Mikros im Bandkontext erleben und schlauer sein.

Marko Muddy
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Beitrag von Marko Muddy » 18.09.2014, 14:47

Der Laney Cub10 ist ein guter Amp. Der HH Speaker nicht so dolle...
Der Tip, den WGS Veteran 10 einzupflanzen ist empfehlenswert.
Low-Eingang: Gain 3-4, Volume 5-6, Tone 3...
Dann noch.in V2 eine 12AY7... und das Bias runter drehen...
Fertig ist die Laube.
Chicago Blues and Rock'n'Roll

Hornblower
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Beitrag von Hornblower » 21.09.2014, 11:39

So, nach der ersten Session mit einer mehr als mittellauten Rockband bin ich etwas schlauer. In der Lautstärke konnte der Laney mit zwei Gitarren mithalten (nicht locker, aber immerhin mithalten. Sogar der Drummer hat mich rausgehört.). Feedback war kein Thema (Vol 7, Gain 3, Tone 3-4). Sound etwas matschig bis kratzig, besonders beim Monsterharp. Wieviel davon allerdings auf mein Konto geht und wieviel auf das von Amp oder Mic, weiß ich nicht. Muss ich noch herausfinden. Bis dahin bleibt das Equipment, wie es ist.
Dann noch in V2 eine 12AY7... und das Bias runter drehen...
Fertig ist die Laube.
1. Bringt was?
2. Geht wie (Bias runterdrehen)?

Marko Muddy
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Beitrag von Marko Muddy » 21.09.2014, 12:01

Bias:
Das blaue Poti Nahe xen Endstufenröhren im Amp gegen den Uhrzeigersinn (links herum) bis Anschlag zurück drehen. Ab Werk läuft der Amp bis weit mehr in den Class A Betrieb, als in den
AB-Betrieb. Der Amp klingt bei niedrigeren Bias nicht mehr so "Harsh" in den Höhen und Mitten,
sondern weicher.

12AY7 (6072) in V2:
Die Röhre in V2 ist für den Phaseninverter und treibt die Endstufe an.
Mit einer 12AX7 ist der Pegel zu hoch (100%).
Mit der AY bei 40%. Das Mic und Volume kann weiter aufgemacht werden.

Beide Maßnahmen reduzieren auch das Feedback
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Beitrag von drstrange » 25.09.2014, 05:25

Hi

Haste mal gemessen was da einerseits ab Werk an Ruhestrom flosz
und andererseits jetzt flieszt, wenn Du den Regler auf min BIAS runterdrehtest?

Die beiden Werte waeren mal schoen, so als Anhaltspunkte damit man weisz
man liegt ungefaehr in der gleichen Richtung.

Grusz
drstrange

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Beitrag von Marko Muddy » 25.09.2014, 05:59

Ab Werk liefen die Röhren auf 38mA gebiast. Zu hoch bei Class AB mit B+ 300V.
Bei 70% Bias sollten es 32.6mA sein.
Mit den origanalen Ruby 6V6GT-STR laufen die Röhren bei Linksanschlag auf 28 bis 29mA.
Nimmt man JJ6V6S, dann fällt der Bias nochmals um 4mA.
Nimmt man die Tungsol 6V6 Reissue, dann fällt der Bias bei Linksanschlag auf ca 20mA.
Meinem Empfinden nach klingts am Besten zwischen 25 und 29mA....
Aber das ist auch Geschmackssache....
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Beitrag von drstrange » 25.09.2014, 15:06

Ok.

Ich hab meine 6V6 Sylvanias jetzt auf 25 mA bei Linksanschlag.
Hab vorne eine 7025 drin wegen dem Noise.

Aber ne 12AY7 als Phasentreiber?
Haste schonmal die ECC81 (12AT7) versucht?
Die verstaerkt auch nicht viel mehr (60)
aber da kommt dann schon etwas mehr Strom mit.

Oder gibts einen besonderen Grund fuer die 12AY7 in der Position?

Grusz
drstrange

PS:
Ich hab den Celestion drin (G10E-30) und den bekomme ich mit der 12AY7
nicht zum break. Mit der 12AT7 schon.

Aber den Veteran hab ich schon bestellt. Wird nicht soviel Unterschied zum
Eminece sein oder? Der Eminece kostet audch gleich 100 Oere.

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Beitrag von Marko Muddy » 25.09.2014, 15:35

Der Veteran ist besser. Er hat den alten Vintagesound.
Das mit der AY ist auch etwas vom Mic abhängig und ob du da Mic voll aufreißt.
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Beitrag von drstrange » 26.09.2014, 04:09

Hi Marko

Nun ich hab ein black label CR und zwei 545 Ultimate von Greg.
Alles Mics mit einem Riesenoutput.

Aber noch n bischen was zum drumherum.

der Cub10 hat keine FX-Loop.
Mit was betreibst Du denn den?

Nimmst Du Delay und Hall einfach vorne dran?
Oder spielst Du den trocken?

Und wie nimmst Du den ab.
Mit ner DI-Box? Aber dann ist ja der schoene Break
des Veteran floeten. Oder nimmst Du ein e906 ?

Grusz drstrange

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