Kann eine Bluesharp wie ein Cajun-Akkordeon klingen?

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oboehme
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Kann eine Bluesharp wie ein Cajun-Akkordeon klingen?

Beitrag: # 139225Beitrag oboehme »

Für meine Version von Valse Créole hatte ich bei der Soundgestaltung ganz bewusst den typischen Klang des Cajun-Akkordeons im Kopf. Ich spiele das Stück in der 2. Position auf einer G-Harp und durchgehend mit Tongue Blocking. Die besondere Herausforderung besteht darin, neben der Hauptmelodie mit unterschiedlich breiten Tongue Splits verschiedene Intervalle einzubauen – vor allem Oktaven, Quinten und Sexten. Dadurch entsteht ein voller, zweistimmiger Klang, der sich erstaunlich gut dem Charakter eines diatonischen Cajun-Akkordeons annähert.

https://youtu.be/_RAwpbdwF-Y

Die wichtigsten Infos:
  • Song: Valse Créole
  • Stil: Cajun
  • Tonart: D-Dur
  • Position: 2. Position
  • Harp: G-Dur
  • Modell: SEYDEL Lightning in G
  • Spieltechnik: Tongue Blocking
  • Tongue Splits: Oktaven, Quinten und Sexten
triona
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Re: Kann eine Bluesharp wie ein Cajun-Akkordeon klingen?

Beitrag: # 139227Beitrag triona »

Sehr schön! -6--

Und nimmst du eine Oktav-MuHa, und zwar am besten eine Knittlinger (z.B. Seydel Shamrock, Seydel Concerto, Hohner Auto Valve, Bushman/JDR Knittlinger), dann wird der Klang noch voller. Die haben ja auch Richterstimmung. Sehr schön kommt das auch mit der Slide Diatonic von Brendan. Die hat den Cajun-Akkordeonklang praktisch schon eingebaut. Und mit dem Schieber lassen sich schnelle "Tasten"-Triller sehr schön spielen. Die Stimmung ist allerdings Paddy-Richter, was der Sache aber keinen Abbruch tut.


Bild
Dess daacht doch alles nischt, dess naimodisch Zaich.
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indian
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Re: Kann eine Bluesharp wie ein Cajun-Akkordeon klingen?

Beitrag: # 139241Beitrag indian »

Richtig klasse!!!
Ich höre manchmal ganz gerne Cajun Musik.
Danke.

Gruss Holger
oboehme
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Re: Kann eine Bluesharp wie ein Cajun-Akkordeon klingen?

Beitrag: # 139244Beitrag oboehme »

Danke, Triona!
triona hat geschrieben: 30.08.2026, 23:34
Und nimmst du eine Oktav-MuHa, und zwar am besten eine Knittlinger (z.B. Seydel Shamrock, Seydel Concerto, Hohner Auto Valve, Bushman/JDR Knittlinger), dann wird der Klang noch voller.
Ja, mit der Shamrock kann der Klang noch etwas voller werden. Aber ich brauche prinzipiell auch die Bendingmöglichkeiten, damit ich bei Cajun auch in die untere Okteve wechseln kann. Warum? Weil ich auch in der unteren Oktave Splits spielen möchte. Beispiel:

1 ziehen + 3 ziehen Ganztonbend (als Split gleichzeitig!)
3 ziehen Ganztonbend + 6 ziehen (als Split gleichzeitig!)

LG Olaf
triona
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Re: Kann eine Bluesharp wie ein Cajun-Akkordeon klingen?

Beitrag: # 139246Beitrag triona »

Danke für den Hinweis. Das habe ich deswegen meistens nicht auf dem Schirm, weil ich bei meiner eher akkord- und rhythmusbetonten Spielweise eher seltener Bendings mit einbeziehe. Und gebendete Splits habe ich eigentlich auch noch nie gezielt geübt. (Zufallstreffer zähle ich hier nicht.) Damit müßte ich vlt auch mal Versuche machen. Man lernt ja nie aus.

Falls wir uns in Klingenthal treffen sollten, könnten wir ja mal ein Duett versuchen. Vlt ergänzt sich das ja. Da könnte man vlt die Cajun-typischen Stimmen des Akkordeons und der Geige gut auf 2 MuHas aufteilen. Ich muß mal schauen, ob ich noch Zeit finde, sowas mal gezielt zu üben. Und dann noch ein Triangel dazu. (Kann ich mitbringen.) Dann wäre die Cajun-Kapelle schon ziemlich vollständig. Einen Gitarristen hast du ja meistens auch dabei.

Die Idee mit dem Triangel an einem Finger der linken Hand, die auch die MuHa hält, und deren kleiner Finger das Triangel dämpfen kann, und den Schlägel in der freien Rechten ist mir erst neulich gekommen, als ich eine mallorquinische Kapelle mit Einhandflöten und Trommeln (= in England: Pipe and Tabor) gesehen habe. Da habe ich gleich gedacht, daß man statt der Flöte auch gut eine MuHa nehmen könnte. (Der Pfeifen-Trommler fand die Idee spontan auch sehr gut. :) ) Hand-Wahwah geht dann natürlich nicht mehr. Und für den Schieber der Slide Diatonic für das Trillern wäre dann auch keine Hand mehr frei.

Allerdings bin ich seither noch nicht dazu gekommen, das auch zu üben. Triangeln hätte ich ja schon. Ob ich auch eine Trommel dazu habe, die dafür geeignet ist, müßte ich erst mal schauen. Falls nicht, wollte ich mir aber eh mal eine besorgen. Zu Cajun paßt Triangel allerdings sowieso besser als so eine Trommel.

Hast du noch mehr Aufnahmen von dir mit Cajun-Stücken im Netz?
Oder sind da noch welche in einem deiner Bücher?


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Re: Kann eine Bluesharp wie ein Cajun-Akkordeon klingen?

Beitrag: # 139250Beitrag triona »

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