Unterschied Seydel C und Hohner in A

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Iron Franke
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Unterschied Seydel C und Hohner in A

Beitrag: # 138836Beitrag Iron Franke »

Hallo zusammen,

ich bin Andreas und nach längerer Pause gerade wieder in die MuHa eingestiegen. Aktuell beschäftige ich mich gerade mit Blues und Bending.

Habe mir zum Wiedereinstieg eine Seydel 1847 Classic in C gekauft und aus Neugier jetzt noch eine Hohner Crossover in A dazugeholt. Überraschenderweise fallen mir die Bendings auf der Crossover deutlich leichter – geradezu butterweich im Vergleich zur Seydel.

Bei der Seydel ist insbesondere 4 Draw schon in der Ansprache relativ schwergängig. 6 Draw funktioniert dagegen gut.

Ist das eurer Erfahrung nach ein normaler Unterschied zwischen den Modellen/Tonarten oder könnte meine Seydel ein Gapping-/Setup-Problem haben?

PS Ich bin mir natürlich bewusst, dass ich keinen reinen Modellvergleich machen kann, da die eine in C, die andere in A ist. Aber ich wollte zum einen auch ein anderes Modell probieren, zum anderen habe ich festgestellt, dass meine Singtonlage für die C MuHa nicht so toll passt

Danke und Grüße
Andreas
hafn
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Re: Unterschied Seydel C und Hohner in A

Beitrag: # 138837Beitrag hafn »

Die Seydel 1847 hat Edelstahlzungen. Die sind steifer als die aus Messing von der Hohner Crossover. Vielleicht liegt es daran.
Liebe Grüße
Thomas
Juke
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Re: Unterschied Seydel C und Hohner in A

Beitrag: # 138839Beitrag Juke »

Ich vermute, dass es an der Einstellung der Seydel liegt.
Es ist zwar richtig, dass die Messing-Stimmzungen der Hohner etwas nachgiebiger ist als die Stahlzungen der Seydel. Bei einer gut eingestellten Harp macht das aber in Bezug auf das Benden keinen Unterschied. Du kannst die Harp mal aufschrauben und die Lösabstände der Stimmzunge von 4 Ziehen mit der 6 Ziehen vergleichen. Mit einem Zahnstocher kannst du dann Zunge 4 etwas nacharbeiten. Wenn du nicht zu brachial an die Sache gehst, kannst du kaum etwas kaputt machen. Die Seydel-Stimmzungen können einiges ab.

Wenn du insgesamt mit der Hohner besser klar kommst, spricht ja nichts dagegen, künftig bei diesem Modell zu bleiben. Was die Spielbarkeit angeht, reicht die Marine Band Deluxe völlig aus. Wenn du lieber Kanzellenkörper aus Kunststoff als welche aus Holz haben möchtest, passt auch die Rocket.

Schöne Grüße
Dirk
daenou
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Re: Unterschied Seydel C und Hohner in A

Beitrag: # 138840Beitrag daenou »

Also ich würde primär auf die Tonart tippen. Bending fällt mit auf jeder Harp (und ich habe einige davon) in A am leichtesten.
Iron Franke
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Re: Unterschied Seydel C und Hohner in A

Beitrag: # 138845Beitrag Iron Franke »

Vielen lieben Dank für die Kommentare. Dass Edelstahl steifer ist mag ja sein, aber das würde die Harp ja dann für Blues oder andere bending-intensive Musik quasi disqualifizieren. Ich war bei der Seydel von der wertigen Verarbeitung und den schönen lauten Klang angetan, aber die Hohner lässt sich doch sehr viel angenehmer spielen.

Ich fühle mich gerade noch nicht zum Tuning befähigt, aber wenn du @Dirk sagst dass man nichts kaputt machen kann, will ich die Tage Mal recherchieren und das Ding aufschrauben.

Ich wünschte dass die Instrumente ab Werk funktionierten, deshalb habe ich auch nicht zu den günstigsten Modellen gegriffen. Aber offenbar läuft es bei den MuHas anders als bei den Gitarren...
Juke
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Re: Unterschied Seydel C und Hohner in A

Beitrag: # 138848Beitrag Juke »

"Meine" Harp ist die Seydel Session Steel, allerdings als Custom Harps von Ben Bouman bzw. Henk D'haen perfekt nachgearbeitet.
Zwischen denen und den Seydels outofthebox besteht schon ein ziemlicher Unterschied bezüglich der Ansprache.

Das Material der Stimmzungen hat ansonsten keinen Einfluss auf das Benden. Das geht sowohl bei Seydel als auch bei Hohner (und den anderen Herstellern) gut - wenn man die Technik beherrscht.

Das Einstellen des Lösabstands ist noch kein "Tuning". Das ist etwas, was jeder Harpspieler können sollte.

Schöne Grüße
Dirk
Iron Franke
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Re: Unterschied Seydel C und Hohner in A

Beitrag: # 138854Beitrag Iron Franke »

Das Einstellen des Lösabstands ist noch kein "Tuning". Das ist etwas, was jeder Harpspieler können sollte.
:oops: Ah, OK! Dann schraube ich das Ding Mal auf!

Liebe Grüße
Andreas
Ulle
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Re: Unterschied Seydel C und Hohner in A

Beitrag: # 138855Beitrag Ulle »

Auch Giitarren werden immer mal mit unpassenden Saiten verkauft, ab und an muss auch die Saitenlage angepasst werden. Die Seydel Lightning sind oft schon aus der Box super. Und Juke hat wie so oft Recht: Den Lösabstand anzupassen ist echt wichtiges Handwerkszeug. Viel Spaß beim ausprobieren.
Christines meadow
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Re: Unterschied Seydel C und Hohner in A

Beitrag: # 138867Beitrag Christines meadow »

Hallo,
auch ein Kommetar von mir dazu. Ich war bei Hohner / in Joe Filiskos Kurs. Und seine Harp ist natürlich die von ihm beworbene Cross over. Bambus-Kamm, das ganze Feature schmal gebaut. Für meine Lippen ideal dicht zu machen (und wie Du sagst: Butterweich), was mir bei Seydels breiteren und steiferen Harps nicht so gut gelingt. Trotzdem habe ich mir viele Seydels in den höheren Preisklassen gekauft (nicht weil ich sie unbedingt brauche, sondern wegen des Klangs HABEN WILL), da kommen die vergleichbaren Hohners nicht so mit. Meine Cross over liegen nur noch in der Schublade, da ich ja mit den Seydels (aus der höheren Preisklasse) üben muss. Aber ich würde die Cross Over von Hohner der von Seydel in der gleichen Preisklasse vorziehen! Sie ist wirklich eine gute Mundharmonika.

LG Christines meadow
Thank you for the music, the songs I'm singing .........und "jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, aber nicht in die Harp"
triona
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Re: Unterschied Seydel C und Hohner in A

Beitrag: # 138878Beitrag triona »

Iron Franke hat geschrieben: 10.08.2026, 06:56
Das Einstellen des Lösabstands ist noch kein "Tuning". Das ist etwas, was jeder Harpspieler können sollte.
:oops: Ah, OK! Dann schraube ich das Ding Mal auf.
Das mußt du schon, allein wenn du es mal gründlich reinigen mußt. Und seit die Dinger nicht mehr genagelt sind, ist das auch kein Akt mehr. Und vorsichtig und sachgemäß vorgehen ist dabei eigentlich nur selbstverständlich.


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Iron Franke
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Re: Unterschied Seydel C und Hohner in A

Beitrag: # 138884Beitrag Iron Franke »

Liebe Leute, das Thema ist ja wirklich komplexer als gedacht. Ich hatte im Vorfeld viel recherchiert und dachte wirklich ich könnte mir Qualität kaufen, aber offenbar gibt es auch Vorlieben und Fähigkeiten die mit der Harp wachsen.
Und seine Harp ist natürlich die von ihm beworbene Cross over. Bambus-Kamm, das ganze Feature schmal gebaut. Für meine Lippen ideal dicht zu machen (und wie Du sagst: Butterweich), was mir bei Seydels breiteren und steiferen Harps nicht so gut gelingt. Trotzdem habe ich mir viele Seydels in den höheren Preisklassen gekauft (nicht weil ich sie unbedingt brauche, sondern wegen des Klangs HABEN WILL), da kommen die vergleichbaren Hohners nicht so mit.
Hier beschreibst du ja ganz gut das Dilemma dass ich auch für mich herausgefunden habe.

Es gibt ja auch E-Gitarristen die sich 12er Saiten für einen fetteren Sound aufziehen und dafür in Kauf nehmen, dass diese sich schwieriger Benden lassen.

Habe übrigens die Harfe aufgeschraubt und vorsichtig die Stimmzungen untersucht - für mein Auge sieht das alles schon sehr eng und qualitativ in Ordnung aus. Könnte also gut sein, dass die Tonart in Kombination mit einer für mir nicht so günstigen Konstruktion in Kombination mit einem eher härteren Material und schließlich in Kombination mit meinen Anfängerfähigkeiten mir einfach etwas Schwierigkeiten bereitet. Es ist ja nicht so, dass bei der Seydel die Töne gar nicht kommen, sondern sie sich nach harter Arbeit anfühlen und bei der Hohner einfach nach Spaß (/)
Iron Franke
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Re: Unterschied Seydel C und Hohner in A

Beitrag: # 139247Beitrag Iron Franke »

Da will ich Mal ein Update geben: Ja, es stimmt, dass die Seydel in C sich für mich schwieriger Benden lässt als die Hohner in G. Mittlerweile habe ich aber alles was ich auf der Hohner konnte ohne größere Probleme auf die Seydel übertragen können. Beim Wechsel zurück auf die Hohner hatte ich dann sogar oft das Gefühl, dass sich meine Technik gefestigt hatte. Es ist wohl doch sinnvolle möglichst viel auszuprobieren und da sind unterschiedlich konstruierte Instrumente offenbar hilfreich.

Ich hatte sogar gelesen, dass man sich eine Harp in low-G und eine in high-G kaufen sollte um unter extremen Bedingungen zu üben. Das finde ich zwar interessant, ist aber glaube ich erstmal für mein Fähigkeitenlevel zu viel des guten.

Viele Grüße
Andreas
triona
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Re: Unterschied Seydel C und Hohner in A

Beitrag: # 139248Beitrag triona »

Iron Franke hat geschrieben: 01.09.2026, 13:16 Es ist wohl doch sinnvoll[e] möglichst viel auszuprobieren und da sind unterschiedlich konstruierte Instrumente offenbar hilfreich.

Ich hatte sogar gelesen, dass man sich eine Harp in low-G und eine in high-G kaufen sollte um unter extremen Bedingungen zu üben.
Das kann ich beides bestätigen.

Die Frage hatten wir so ähnlich ja auch neulich schon in dem anderen Faden, ob sich das gleichzeitige bzw. parallele Erlernen von Diatonischer MuHa und Chrom ergänzt, oder ob man sich dabei eher verzettelt. (viewtopic.php?t=16321) Ich finde, das gilt auch allgemein für das abwechselnde Spielen auf MuHas mit verschiedenen Stimmsystemen.


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