Harp mit Neural Amp Modeler

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hafn
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Re: Harp mit Neural Amp Modeler

Beitrag: # 138797Beitrag hafn »

Bis vor kurzem habe ich auch noch nichts von NAM gehört, bin also nicht viel weiter als ein NAM-Neuling.
Inzwischen habe ich mir den Blackstar Beam Mini gekauft. Ich habe noch nicht viel Zeit dafür gehabt/spendiert, aber der erste Eindruck ist sehr gut. Das Laden der NAMs sehr einfach. Es gibt andere Geräte, da muss man die NAM-Datei erst auf den PC herunterladen, dann das Gerät per USB mit dem PC verbinden und die NAM-Datei hinüberkopieren. Beim Blackstar Beam Mini reicht es, das Gerät per Bluetooth mit der App auf dem Smartphone zu verbinden, dann erscheint ein Amp "Tone 3000" zur Auswahl. Wenn man den anwählt, dann hat man alle kompatiblen NAMs von https://www.tone3000.com/ direkt zur Auswahl. Wenn man ein NAM auswählt, dann wird es in den Verstärker geladen. Da der Verstärker keinen direkten Internetzugang hat, vermute ich, die Daten finden den Weg von Tone300 zunächst zum Smartphone und dann weiter per Bluetooth in den Verstärker. Aber eigentlich kann es einem egal sein, wie die NAMs hineinkommen, Hauptsache es funktioniert einfach, und das tut es.
Der Blackstar Beam Mini klingt gut, finde ich. Für mehr Lautstärke kann man eine stärkere Aktivbox o.ä. an den Kopfhörerausgang anschließen.
Liebe Grüße
Thomas
hafn
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Re: Harp mit Neural Amp Modeler

Beitrag: # 138997Beitrag hafn »

Nun die allererste Aufnahme eines Klangbeispiels von meinem Blackstar Beam Mini.

Nicht mikrofoniert, sondern vom der USB-Buchse des Verstärkers direkt in den PC.

Der NAM-Player darin ist so eingestellt:
Bild

Und das Reverb darin so:
Bild

Das soll jetzt keine künstlerisch wertvolle Aufnahme sein, nur eben etwas Gedudel, um die Auswirkungen von laut und leise zu zeigen.
Liebe Grüße
Thomas
hafn
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Re: Harp mit Neural Amp Modeler

Beitrag: # 139090Beitrag hafn »

hafn hat geschrieben: 16.08.2026, 12:44 Nun die allererste Aufnahme eines Klangbeispiels von meinem Blackstar Beam Mini.
Bleiben die Reaktionen aus, weil kein Interesse da ist (was völlig legitim ist)? Oder meint man, sich erst bei Soundcloud anmelden zu müssen, um das Klangbeispiel zu hören? Auch wenn es den Anschein hat, dem ist nicht so! Man kann das lästige Anmeldefenster einfach schließen und dann hören. Das Kreuz zum Schließen ist unverschämt weit außen (Absicht?), sodass man es leicht übersehen kann oder nicht in Verbindung mit dem Anmeldefenster bringt:
Bild
Liebe Grüße
Thomas
hafn
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Re: Harp mit Neural Amp Modeler

Beitrag: # 139121Beitrag hafn »

Juke hat geschrieben: 24.08.2026, 20:18 Du nennst einige weitere Gründe, die mich persönlich dem Thema NAM eher negativ gegenüber eingestellt sein lassen. Aber das gehört nicht hierhin, sondern in den NAM-Thread.
Deine Gründe gegen NAM dürften dann auch Gründe gegen Kemper Profiler und ToneX oder Quad Cortex sein, nicht nur speziell gegen NAM. Denn alle genannten sind vergleichbare Techniken.
Über Kemper wurde im Forum schon da Kemper Amp....alle Amps / Sounds der Welt diskutiert, und über ToneX schon dort Tonex One mit der Mundharmonika.
Liebe Grüße
Thomas
hafn
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Re: Harp mit Neural Amp Modeler

Beitrag: # 139158Beitrag hafn »

Leute, die analoge Fotos und Tonaufnahmen vor entsprechenden digitalen Medien bevorzugen, dürften NAM genauso wenig mögen, weil man sich mit NAM der Physis der modellierten Geräte (Verstärker, Effektgeräte) entledigt. Da kann die Modellierung noch so gut sein.
Liebe Grüße
Thomas
Schwabenblues
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Re: Harp mit Neural Amp Modeler

Beitrag: # 139183Beitrag Schwabenblues »

hafn hat geschrieben: 27.08.2026, 11:04 Leute, die analoge Fotos und Tonaufnahmen vor entsprechenden digitalen Medien bevorzugen, dürften NAM genauso wenig mögen, weil man sich mit NAM der Physis der modellierten Geräte (Verstärker, Effektgeräte) entledigt. Da kann die Modellierung noch so gut sein.
Hallo hafn,

in meinem Fall sehe ich das nicht so. Kurz zu meiner Position zum Thema Modeller und Co.. Mein Hauptinstrument ist die e-Gitarre. Auch wenn ich einen geilen Tube Thomsen Röhrencombo besitze, spiele ich seit vielen Jahren fast ausschließlich über meinen Kemper. Die Modeller/ Profiler sind einfach extrem praktisch beim Transport und der Reproduzierbarkeit und dem Aufbau. Soundtechnisch sind die, aus meiner Sicht, für jede Live Situation mehr als gut genug. Und die Flexibilität ist analog eh unerreichbar.

Bei Fotos, Platten sehe ich es anders. Mal abgesehen davon, dass im Entstehungsprozess sowieso irgendwo eine Digitalisierung stattfindet, sehe ich bei Fotos auf irgendeinem physischem Medium die haptische Erfahrung als Hauptfaktor dafür warum ich Fotos zum in die Hand nehmen liebe. Das gleiche sehe ich, wenn jemand eine echte Schalplatte auf den Schallplattenspieler legt. Da geht es auch um die haptische Erfahrung und den Prozess.

Bei der Harp habe ich bisher nur leichte/ kleine Amps. Daher war die Motivation einen guten Modellersound zu suchen nicht groß. Den physischen Schalter am Forumsamp umzulegen und dann Regler zu drehen gefällt mir einfach. Würde ich einen großen und schweren Amp besitzen, dann wären wir wohl auch beim Argument vom Gitarrenamp :mrgreen:

just my 2ct.

Grüße Alexander
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hafn
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Re: Harp mit Neural Amp Modeler

Beitrag: # 139186Beitrag hafn »

Schwabenblues hat geschrieben: 29.08.2026, 08:53 Bei der Harp habe ich bisher nur leichte/ kleine Amps. Daher war die Motivation einen guten Modellersound zu suchen nicht groß. Den physischen Schalter am Forumsamp umzulegen und dann Regler zu drehen gefällt mir einfach.
Der Forumsamp scheint eine gute Lösung für die zu sein, die keine schweren Verstärker schleppen können oder wollen. Der Forumsamp wurde mir auch schon in einem anderen Thread empfohlen. Soviel ich weiß, werden keine neuen Exemplare mehr hergestellt. Selber einen Forumsamp zu basteln, ist mir zu aufwendig. Deswegen die Idee:
hafn hat geschrieben: 08.07.2026, 15:40 Die Möglichkeit, NAMs vom Forumsamt zu verwenden, wäre doch eine prima Ergänzung des Angebots, den Forumsamp auszuleihen.
Vielleicht leihe ich mir mal den Forumsamp aus und erstelle NAMs damit. Hab' bislang keine Erfahrung damit. Während die Verwendung von NAMs ziemlich einfach ist, soll die Erstellung vergleichsweise (gegenüber Kemper) etwas umständlich sein. Weiß ich aber nur vom Hörensagen, keine Ahnung ob das stimmt.
Liebe Grüße
Thomas
Juke
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Re: Harp mit Neural Amp Modeler

Beitrag: # 139189Beitrag Juke »

Ich denke auch, dass die von dir aufgeführten Beispiele nicht vergleichbar sind.

Die Auflösung guter digitaler Kameras liegt inzwischen deutlich über der von analogem Film, insbesondere bei Profisystemen mit entsprechend großen Sensoren. Aus technischer Sicht spricht nichts für analoge Fotografie. Trotzdem gibt auch Fotografen, die der Prozess des Selbstentwickelns und/oder das sorgfältige Einrichten einer analogen (oder auch digitalen?) Großformatkamera, um damit genau ein Foto zu machen, zur Kunst des Fotografierens dazugehören.

Beim Musikhören kommt es mir auf die Situation an. Höre ich Musik, während ich etwas anderes tue, kann die Musik auch vom iPhone kommen - in ordentlicher Tonqualität. Beim Üben mit der Harp kommt die Musik gestreamt über das AppleTV in die Anlage. Höre ich Musik um des Musikhörens Willen, genieße ich es, eine CD, DVD- oder BluRay-Audio oder eine Schallplatte in meinem Hörraum aufzulegen oder auch gezielt eine Aufnahme über das AppleTV abzuspielen. Die Tonqualität hängt dabei übrigens nur zu einem sehr kleinen Teil vom Medium ab. Entscheidend ist die Qualität der Aufnahme. Es gibt Aufnahmen, die klingen nur mittelmäßig. Da hilft es auch nichts, sie mit 384 kHz und 24 Bit Auflösung digital abzuspielen. Und es gibt Aufnahmen, die klingen auch als 160 kB MP3-Datei schon ziemlich gut. Bei Schallplatten kommt es auch auf die Pressung an. Manche sind so schlecht (lieblos) gepresst, da klingt die selbe Aufnahme als „normale“ CD erheblich besser. Ich habe auch Schallplatten, da braucht es mindestens 192 kHz und 24 Bit um digital mithalten zu können (dafür hat man dann auch gar kein Rauschen mehr). (Eine solche Platte ist z.B. der ATR-Mastercut der Proprius-LP des schwedischen Saxophonisten Arne Domnerus, die ich in einem anderen Thread erwähnte.)

Bei meinem Harp-Sound auf der Bühne möchte ich die Kontrolle über den Ton haben. Also kommt mein Amp auf die Bühne. Bei einer Session reicht das, da wird nichts abgenommen. Bei Konzerten, bei denen alles über die PA geht, kommt vor den Speaker meines Amps ein Sennheiser E609. Der Mischer passt dann nur Lautstärke an, ansonsten lässt er die Finger von seinen Knöpfen. Ich kenne meine Amps und weiß, wie ich sie für meinen Sound einstelle. Funktioniert. Stressfrei. Warum daran etwas ändern?

Unser Gitarrist spielt seit diesem Jahr mit einem Fender Tone Master Pro. Für jedes Stück hat er bestimmte Einstellungen gespeichert, die er nach der Setlist abruft. Einmal kurz vertippt, geht die Sucherei los. Dann ist der Sound bei seinem Solo zu leise, weil der Boostfaktor nicht zum restlichen Setup passt. Usw.
Hunderttausende - nein - Millionen von Möglichkeiten und jede einzelne von ihnen birgt Stresspotenzial. Klar, man kann auch in dem kleinen Kästchen einen Amp-Sound speichern und mit dieser Einstellung über die PA spielen. Dann ist man wieder von der PA abhängig und braucht zwingend einen Monitor. Neeneenee, nix für mich.

Zusätzlich gibt es auch noch andere Gedanken, die mich der gesamten Modelling-Szene sehr skeptisch gegenüber stehen lassen.
Im Thread zum Kemper wurde bereits die Sorge geäußert, dass es keine neuen Originale mehr geben wird, wenn jeder alles kopieren kann. In der Musikbranche ist das bereits so: Weil jeder talentbefreite Hansel mit seinem Computer - mittlerweile auch per KI - „Musik“ produzieren kann und auch gut produzierte Musik jederzeit und überall quasi kostenfrei zur Verfügung steht, ist der Wert der Musik als Kunstform im freien Fall. Für die allermeisten Musiker ist es schwer bis unmöglich geworden, von ihrer Kunst zu leben.
Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich auch bei den wenigen Entwicklern von guten bis sehr guten Verstärkern für Bluesharp ab. Macht keiner mehr, weil es sich nicht rechnet. Erst recht nicht, wenn jeder mit einem Modelling-Amp sich seinen Amp selber basteln kann oder per NAM-Datei in seinen Amp laden kann.

Mag sein, dass das die Zukunft ist und man sich damit - wie unser Gitarrist mit seinem Tone Master Pro - einige Bodentreter spart. Ich spiele traditionelle Musik und die darf auch auf traditionelle Weise entstehen: Harp - Mikro - Amp. Fertig.

Schöne Grüße
Dirk
hafn
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Re: Harp mit Neural Amp Modeler

Beitrag: # 139191Beitrag hafn »

Juke hat geschrieben: 29.08.2026, 13:00 Aus technischer Sicht spricht nichts für analoge Fotografie.
Spontan fällt mir aus meiner Zeit dazu ein: Die Körnung, die man forcieren kann, wenn man den Film beim Entwickeln pusht.
Aber da lehne ich besser mich nicht zu weit aus dem Fenster. Das habe ich zuletzt in den 80er Jahren mit Schwarz-Weiß-Film gemacht. Vielleicht kann man die Körnung inzwischen täuschend echt digital berechnen. Und außerdem ist das hier deutlich Off Topic.
Liebe Grüße
Thomas
hafn
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Re: Harp mit Neural Amp Modeler

Beitrag: # 139192Beitrag hafn »

Juke hat geschrieben: 29.08.2026, 13:00 Unser Gitarrist spielt seit diesem Jahr mit einem Fender Tone Master Pro. Für jedes Stück hat er bestimmte Einstellungen gespeichert, die er nach der Setlist abruft. Einmal kurz vertippt, geht die Sucherei los. Dann ist der Sound bei seinem Solo zu leise, weil der Boostfaktor nicht zum restlichen Setup passt.
Das ist das eine Art, sich extrem auf die Digitalisierung einzulassen. Man muss es aber nicht so extrem treiben wie Dein Gitarrist. Es geht auch ein gemäßigter Ansatz wie folgt:
Man betreibt einen NAM-Player im Pedalformat für mehrere Stücke in immer derselben Einstellung. Die spezielle Einstellung für jedes Stück macht man dann mit Geräten zu Pegelanpassung und Equalizing vor und nach dem NAM-Player. Also für Clean niedrigen Eingangspegel und ggf. zum Ausgleich höheren Ausgangspegel einstellen. Die Signalkette mit dem NAM-Player in der Mitte ist dann in etwa wie ein einziger Amp, an den man sich gewiss wie an einen anderen Amp gewöhnen kann, was die Einstellmöglichkeiten angeht.
Liebe Grüße
Thomas
hafn
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Re: Harp mit Neural Amp Modeler

Beitrag: # 139254Beitrag hafn »

Vielversprechende NAMs verschwinden auch leicht wieder. https://www.tone3000.com/tones/marble-h ... ombo-67475 ist Google noch bekannt und kommt als Ergebnis einer Suche, aber der Link taugt nichts mehr, es wird nur noch "This tone has been removed" gemeldet.
Besser beizeiten die NAM-Dateien lokal daheim sichern, für die man sich interessiert.
Liebe Grüße
Thomas
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