Blue Bossa in C-Minor

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oboehme
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Blue Bossa in C-Minor

Beitrag: # 135917Beitrag oboehme »

Diesmal ein Jazzstück mit einigen spieltechnischen Herausforderungen (Overblows):

8) https://youtu.be/brq6DrtrhE4
  • Blue Bossa by Kenny Durham
  • C Moll, auf einer Bb Seydel Lightning, 3. Position
  • Backingtrack mit iReal Pro erstellt (Begleitstil: Brazilian Bossa Nova
hafn
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Re: Blue Bossa in C-Minor

Beitrag: # 135925Beitrag hafn »

Bravo! xyy
Liebe Grüße
Thomas
hafn
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Re: Blue Bossa in C-Minor

Beitrag: # 137840Beitrag hafn »

Gestern haben Sandrina Sedona & Christian Benke uns vom Bluesharp Stammtisch München begleitet. Als Raußschmeißer am Schluss haben sie diese einzige Ausnahme vom Blues gemacht: Blue Bossa in C-Moll!. Vor lauter Begeisterung habe ich nochmal ein Solo am Schluss drangehängt, obwohl jeder (auch ich) schon mal dran war. (Hat sich so ergeben und war kein Problem, denn der Stammtisch war gestern nicht sehr stark besucht.)

Hier der Titel im RB 5th Ed.: https://therealbook.info/pdfdoc/index/47/2
(Nicht dass einer das da verwendet hätte - es war ja eine Überraschung auf dem Stammtisch, und im Stammtisch spielt eh' niemand nach Noten -, nein, nur um besser zu zeigen, worum es geht.)
Liebe Grüße
Thomas
hafn
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Re: Blue Bossa in C-Minor

Beitrag: # 137845Beitrag hafn »

Der/die Samba/Bossa? Das ist regional unterschiedlich, glaube ich. Ich sage der Samba und die Bossa. (Derselbe Genus wie in der Ursprungssprache. Und der Blues, was sonst.)
Liebe Grüße
Thomas
Adam_Lark
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Re: Blue Bossa in C-Minor

Beitrag: # 137888Beitrag Adam_Lark »

Hi Olaf, da sind schon echt einige schöne Melodien dabei. Was mich interessieren würde: wie viel Improvisation ist da dabei in den mittleren Runden? Da hilft es ja enorm, wenn man im jeweiligen Akkord weiß, welche Töne enthalten sind. Hast du das ein wenig im Sinn beim Spiel?

Gruß

Adam
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hafn
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Re: Blue Bossa in C-Minor

Beitrag: # 137894Beitrag hafn »

Ist die Frage über die mittleren Runden, ob (a) vorher komponiert, gelernt und dann gespielt oder nur (b) improvisiert?
Zu (b): meiner eigenen Erfahrung nach kann man intuitiv gute Melodien mit zu den Akkorden passenden Tönen improvisieren, auch ohne bewusst zu "wissen".
Liebe Grüße
Thomas
Adam_Lark
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Re: Blue Bossa in C-Minor

Beitrag: # 137895Beitrag Adam_Lark »

Ja, das sind so die Fragen, wie sehr sind die mittleren Runden fix und in einem kürzeren oder längeren Prozess entstanden oder halt improvisiert.
Man kann auf jeden Fall intuitiv passende Töne improvisieren (das mache ich auch meistens). Aber manchmal hilft es, sich der Töne eines Akkordes, in dem man gerade spielt, bewusst zu sein, als Ideenquelle. Jazzer machen das öfter, glaube ich. Wollte wissen, wie das bei Olaf ist.
Habe ich letztens erst bei ner Session gehabt, für die Stormy Monday angekündigt war im Vorfeld, in der Allman Brothers Version. Da hatte ich daheim etwas rumgespielt mit den Akkorden, hat definitiv ein paar neue Melodien entstehen lassen, die ich sonst nicht spiele.

Gruß

Adam
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hafn
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Re: Blue Bossa in C-Minor

Beitrag: # 137897Beitrag hafn »

Adam_Lark hat geschrieben: 22.02.2026, 21:50 sich der Töne eines Akkordes, in dem man gerade spielt, bewusst zu sein, als Ideenquelle. Jazzer machen das öfter, glaube ich.
Es sind nicht nur akkordeigene Töne, die da gespielt werden sollen. Wenn ich die vom Berklee College entwickelte AST (Akkord-Skalen-Theorie) richtig verstehe, dann soll vermieden werden, auf die 1 einen akkordfremden Ton zu spielen. Abgesehen von der 1 sollen Töne aus der Skala/Tonleiter gespielt werden, die zu dem Akkord gehört, und dann ist die Auswahl an Tönen größer. Mit Durchgangstönen noch größer. Mancher dudelt von Akkordsymbol zu Akkordsymbol jeweils die Akkord- bzw. Skalentöne hinauf und herunter, in der guten Absicht, die AST-Regeln zu befolgen. Leider fügen sich auf diese Art die über die Akkordwechsel nacheinander gespielten Töne nicht zu einer stimmigen und schönen Melodie zusammen - ein Ergebnis, das uns beiden nicht gefallen dürfte.

Nachtrag: chord scale theory - do you use it in improvising? finde ich eine interessante Diskussion in Reddit.
Liebe Grüße
Thomas
Adam_Lark
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Re: Blue Bossa in C-Minor

Beitrag: # 137898Beitrag Adam_Lark »

Klar verwendet man nicht nur Töne der jeweiligen Akkorde bei Improvisationen...
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hafn
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Re: Blue Bossa in C-Minor

Beitrag: # 137899Beitrag hafn »

... bei Improvisation und beim vorbereiteten Solo.

Gut, dass das klar ist. Deine Formulierung "sich der Töne eines Akkordes, in dem man gerade spielt" hat bei mich zunächst die Befürchtung geweckt, es sei anders (und nicht richtig) gemeint gewesen, ist es aber nicht, sondern alles richtig, prima.
Liebe Grüße
Thomas
hafn
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Re: Blue Bossa in C-Minor

Beitrag: # 137902Beitrag hafn »

Und Inside-Outside-Improvisation ermöglicht noch mehr Vielfalt an Tönen.
Liebe Grüße
Thomas
oboehme
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Re: Blue Bossa in C-Minor

Beitrag: # 138126Beitrag oboehme »

Hallo zusammen, zur Improvisatonsmethode generell: ich präge mir immer die Chord Changes eines Songs ein. D. h. ich mache mir bewusst klar, welcher Begleitakkord gerade klingt. und natürlich muss ich wissen, wie jeder Akkord aufgebaut ist. Dann gibt es aber auch meist eine grundlegende Skala, die meine Basis ist, also die Mollpentatonik im Fall von Blue Bossa. In der Improvisation steuere ich auf Basis meiner Hauptskala dann bestimmte Targetnotes der Akkorde an, wechsle diese oder halte sie bewusst, falls sie im nächsten Akkord auch enthalten sind. Also: ja, die Akkordstruktur ist mir immer bewusst während des Improvisierens. LG Olaf
Adam_Lark
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Re: Blue Bossa in C-Minor

Beitrag: # 138127Beitrag Adam_Lark »

So was dachte ich mir, danke!

Grüße und frohe Ostern!

Adam
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