Der Weg eines Neueinsteigers

Themen für Spielanfänger, Geschichte verschiedener Mundharmonikas und alles, was sonst nirgendwo passt.

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Juke
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Re: Der Weg eines Neueinsteigers

Beitrag: # 132675Beitrag Juke »

Frag mal Boris (drstrange), normalerweise müsste er so eins haben. (Er hat sonst immer ALLES. ;) )

Ich finde den Preis recht hoch (wie bei LW nicht zur Gänze unüblich). Zu den 219 USD kommt ja noch Zoll und Einfuhrumsatzsteuer. Wenn ich mikrofonmäßig nicht schon weit mehr als überversorgt wäre, tendierte ich eher zum Husky. Aber das ist nur meine Meinung ...

Schöne Grüße
Dirk
Ich spiele beide Sorten Musik: Chicago- und West Coast Blues! 8)

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JackSchmidt
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Re: Der Weg eines Neueinsteigers

Beitrag: # 132676Beitrag JackSchmidt »

Hallo Dirk,

wollte nur mal wissen, wo der Unterschied im Hädling ist und ob die Form Vorteile hat, wenn ja welche. Habe gesehen, Will Wilde und auch René Wermke mit solchen Mikrofonen spielen.

Warum nehmen die nicht die klassische Form?
Grüße
Jack
drstrange
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Re: Der Weg eines Neueinsteigers

Beitrag: # 132678Beitrag drstrange »

Hi

https://blowsmeaway.com/all%20about%20h ... phones.pdf

Auf der Seite 10 von Greg Heumanns Microfon-Bibel sieht man die Vorteile eines extra entwickelten
Harp Stick Mics. Es ist kürzer , der Volumenregler liegt dichter an der Hand , man benötigt keinen
Adapter und auch das Element ist meist besonders ausgewählt etc.

Manche Leute spielen lieber mit Stab Mikrofonen (also mit Stick-Mics) aus verschiedenen Gründen.
Sie singen da auch noch direkt rein, und es klingt dann besser als bei einem Bullet oder sie haben
zB. kleine Hände und können so die großen Bullets (Argonne oder Shure Green Bullet oder Astatic )
rein von den kleinen Abmessungen ihrer Hände garnicht cuppen. Nimmt man dann also ein Stick-Mic,
wird es schnell ziemlich lang durch die ganzen Adapter, die man dafür sehr oft braucht, also
Impedanz matching Trafo, Volumencontrol und ggfs. noch einen Adapter für den richtigen Stecker.
Man braucht ggfs. einen Bulletizer um es gut und einfach cuppen zu können und dann ist ja ein Stecker
selbst auch noch mal ein paar Zentimeter lang. Adapter haben das Problem, daß sie gerne im rauen
Bühnenalltag unsichere Wackelkontakte bekommen, und wenn man so eine 40 cm lange Stange vor der Nase hat,
sieht das erstens bescheuert aus und zweitens ist das handling durch die Verschiebung des Schwerpunktes
des Mics auch schlecht. Manche spielen mit solchen langen "Fahnenstangen" dann eben so mit dem ellenlangen
Mic senkrecht nach unten um die Position des Schwerpunktes zu verbessern, ähnlich wie es Miles Davis auch
mit seiner Trompete gemacht hat. Nachteil, der wichtige Blickkontakt zum Publikum wird eingeschränkt,
wenn man das lange Mic senkrecht nach unten spielen muß, weil dann ist der Kopf gesenkt und man schaut
auf den Bühnenboden, statt ins Publikum. Also ist es immer erstrebenswert ein von der Bauform her
möglichst kurzes Mic und das noch ohne zusätzliche Adapter zu benutzen, sonst wird man nicht so richtig
froh und frei spielen können (Meiner Meinung nach mMn). Dem Miles Davis war das egal, der hat sogar
manchmal mit dem Rücken zum Publikum gespielt, weil es ihn eher gestört als beflügelt hätte. Der
war halt sowieso ein Star. Da kann man sich derart Kapriolen leisten.

https://www1.wdr.de/radio/wdr3/programm ... s-100.html

Ja, ich habe das Jason Ricci (JR) Mic von Lonewolf. Das gibts als Hi-Z (hochohmig, unsymmetrisch) oder (gabs?) mit
XLR (600 Ohm symmetrisch) Ich habe es In der Hi - Z Version , man kann es also einfach ohne Impedanz Matching
Adapter in einen Gitarrenamp am Klinkeneingang anschließen und es wird im Falle das es Hi-Z ist, keine Verluste
haben. Es ist größer und schwerer als man denkt. Ich habe es als Sammler gekauft, zu Spielen nehme ich andere
Mics. Durch die Trichterform am Kopfende, kann man es gut zwischen den Fingern fixieren und gut cuppen.
Ich habe auch noch extra einen dicken O-Ring (Gummiring) nach vorne drübergerollt, damit es noch mehr Grip hat.
Ich würde es derzeit nicht mehr kaufen um damit zu spielen, in Sappenfeld hat mich das "Husky red devil Element"
mehr überzeugt und das ist, wie ich meinte verstanden zu haben, auch preiswerter. Aaaber man kann auf dem
JR Mic gut spielen, es ist halt eine gepimpte Stick-Mic Variante für Leute, die lieber mit Stick Mics spielen
(Paule Butterfield zB. für den wäre das sicher auch interessant) anstatt mit einem Bullet-Mic.

HTH

PS: Wie es heute den Anschein hat gibts nur noch die Variante mit Hi-Z und die XLR Variante wird nicht erwähnt.
Vielleicht kann mans beim Bestellen dann doch noch auswählen. Das Mic ist auch etwas cleaner als ein Shure Element
aber es gibt ja Leute, die sowieso lieber cleaner spielen. Schöner Nebeneffekt: Es eignet sich dadurch nicht nur für
Chicago Blues sondern auch für Country Music, wenn man es nicht cupped. Oder zB für Supertramp.
Zuletzt geändert von drstrange am 13.04.2024, 07:13, insgesamt 7-mal geändert.
Wish You were Bier.
JackSchmidt
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Re: Der Weg eines Neueinsteigers

Beitrag: # 132679Beitrag JackSchmidt »

drstrange hat geschrieben: 13.04.2024, 05:09 Hi

https://blowsmeaway.com/all%20about%20h ... phones.pdf

Auf der Seite 10 von Greg Heumanns Microfon-Bibel sieht man die Vorteile eines extra entwickelten Harp Mics.
Es ist kürzer , der Volumenregler liegt dichter an der Hand , man benötigt keinen Adapter und auch das Element
ist meist besonders ausgewählt etc.

Ja ich habe das Jason Ricci Mic von Lonewolf. Das gibts als Hi-Z (hochohmig, unsymmetrisch) oder mit XLR (600 Ohm symmetrisch...........
Hallo Boris,

danke für deine Erklärung. Jetzt kann ich mir ein Bild zu dieser Art von Mikrofon machen. -6--
Grüße
Jack
JackSchmidt
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Re: Der Weg eines Neueinsteigers

Beitrag: # 132832Beitrag JackSchmidt »

Hallo,

Will Wilde hat in einem Video nochmal genau erklärt, was es mit den WILDE TUNED HARMONICAS auf sich hat und gleich mal ein paar Klangproben gezeigt.

https://www.youtube.com/watch?v=D_eNFdd9DdM

Wenn ich wieder im Seydel Land bin, werde ich mir einen Satz zulegen. Die Möglichkeit des Bendings in den oberen Tönen finde ich faszinierend.
Grüße
Jack
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