Chicago Sound

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Django J. Blues
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Chicago Sound

Beitrag: # 131900Beitrag Django J. Blues »

Ich hab da mal ne Frage,
wenn man ein Multieffektgerät vor den Amp schalten würde. Und sich noch nicht eingehend mit der Technik befasst hat. Mit welchen Effekten müsste man spielen um den Chicago Sound zu bekommen?

Ich Frage für einen Freund🫣😉

Gruß Django
Es sind 106 Meilen bis Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen!" - "Tritt drauf! (/)
Juke
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Re: Chicago Sound

Beitrag: # 131901Beitrag Juke »

Den "Chicago-Sound" bekommt man nur, wenn man akustisch schon einen entsprechend fetten Ton hat.
Mikro und Amp machen nur lauter, was da ist. Wenn der Ton, der aus der Harp kommt, nicht fett ist, kann kein Effektgerät den Chicago-Sound daraus machen.

Was man außer dem fetten Ton noch braucht ist eigentlich nur ein Mikro, das man zusammen mit der Harp richtig dicht halten kann (Cupping), und ein Verstärker. Zu beiden gibt es im Forum hinreichend viele Threads. Man kann den Ton durch ein Delay noch etwas weiter "anfetten", nötig ist das aber nicht und es sorgt dafür, dass der Amp bei geringeren Lautstärken ins Feedback geht, also anfängt unschön zu pfeifen.

Also: Ohne fetten akustischen Ton wird das nichts. Und mit fettem Ton braucht man kein Multieffektgerät.

Schöne Grüße
Dirk
Ich spiele beide Sorten Musik: Chicago- und West Coast Blues! 8)

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Django J. Blues
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Re: Chicago Sound

Beitrag: # 131903Beitrag Django J. Blues »

Ok,dann weiß ich Bescheid.
Vielen lieben Dank!

Gruß Django
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harp-addicted
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Re: Chicago Sound

Beitrag: # 131904Beitrag harp-addicted »

Juke hat geschrieben: 19.02.2024, 16:31 ....Man kann den Ton durch ein Delay noch etwas weiter "anfetten", nötig ist das aber nicht und es sorgt dafür, dass der Amp bei geringeren Lautstärken ins Feedback geht, also anfängt unschön zu pfeifen.
Die Meinung wg. Feedback hast Du aber exclusiv, oder sind das hier allgemeine Erfahrungen? Du hattes das neulich schon mal geschrieben, machst Du z.Zt. sowas wie "Dry January" nur mit Effekt-Kästchen? :lol: Im übrigen hängt es wohl vom jeweiligen Gerät ab. Das grüne, leicht mumpflige L.W. Delay war geradezu ein Feedback Killer :p

Multieffektgeräte sind ganz gut, um mal einen Überblick zu bekommen, was es alles für Effekte gibt und wie die sich bei Mundharmonika anhören. Irgendwann landet man vielleicht mal bei dem einen oder anderen Einzelgerät. Und wie Dirk schon schrieb, Harpton rein, Chicago Sound raus, das funktioniert leider nicht.
Grüße, Wolfgang
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Django J. Blues
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Re: Chicago Sound

Beitrag: # 131906Beitrag Django J. Blues »

Oha, jetzt wird es interessant. 😄
Ja zum antesten ist das Multieffektgerät gut.
Soll ja nicht auf Dauer bleiben sondern zum Saiteninstrument zurück. Ich möchte schließlich nicht eines der kleinsten Instrumente mit dem Größten Effekt Pedal spielen. 😜
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munkamonka
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Re: Chicago Sound

Beitrag: # 131907Beitrag munkamonka »

naja, zu 5% stimmt es schon was er schreibt, WENN man ein Feedback-Problem hat, dass wird es durch hall- und echogeräte nicht gerade gebremst.
man hat halt kein feedback-problem.

das grüne ist ja in erster linie ein high-cut und erst in zweiter linie ein delay, das ist ja praktisch zu nix zu gebrauchen, wie die meisten lone-wolf-geräte, nach meiner zugegeben sehr subjektiven meinung.
Meiner Meinung nach!

....................................
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Spritty66
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Re: Chicago Sound

Beitrag: # 131918Beitrag Spritty66 »

Hab schon relative Anfänger mit fettem Naturton erlebt und dann wieder solche, die Jahrzehnte keinen ordentlichen Ton zusammenbringen. Wie bereits in der ersten Antwort geschrieben: vom diesem hängts mal - sagen wir - zu 70% ab, den Rest macht das Equipment.

Anmerkung: bei mir hats ca. 10 Jahre gebraucht, bis ich mit meinem Ton halbwegs zufrieden war. Davor hab ich mich auch mit einem H&K Tubeman 1 über die Runden "geschummelt"... :lol:

LG
Martin
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Re: Chicago Sound

Beitrag: # 131948Beitrag Adam_Lark »

Es gibt ja teils philosophische oder religiöse Diskussionen rund um diese Frage, was es für einen guten Chicago Sound braucht oder was das ist.
Ich bin auch Purist (vllt auch einfach zu faul für den Schnick-Schnack) und nutze nur Mikro, Delay und Amp, aber es soll ja Leute geben, die auf einzelne Geräte schwören und Pedal-Rigs wie Gitarristen haben. Sehr viel Übunggsache, Geschmackssache und Ausprobieren, auf der Suche nach DEM Sound. Haben wir alle hinter uns oder sind dabei, denke ich. Bei manchen Gigs, in manchen Momenten, wenn der Mond ganz dünn sichelförmog ist und der Enzian blüht, habe ich ihn, genau wie ich ihn will! :mrgreen:
Und dann ist er wieder weg. Aber er lässt sich immer häufiger blicken, meine ich.

Gruß Adam
Jedem seins...
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UNI
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Re: Chicago Sound

Beitrag: # 131949Beitrag UNI »

Hallo Adam,
du sprichst mir aus der Seele. Heute habe ich beispielsweise seit längerem wieder einmal über den Boss Katana gespielt und fand den Sound ganz ordentlich. Nachdem ich beim letzten über den Katana gespielt habe, dachte ich daran, ihn wegzugeben. Aber vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass gerade Vollmond und bei meinem Auto der Tank halb leer ist, ganz ohne Voodoo geht es eben nicht !
Ein schönes Wochenende
wünscht aus Thüringen
UNI
drstrange
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Re: Chicago Sound

Beitrag: # 131950Beitrag drstrange »

Den Effekt kenne ich auch. Manche Tage klingt man gut, manche Tage klingt man Scheiße,
jeweils mit demselben Equipment. Die Raumverhältnisse, Saal voll oder leer, die eigene
Seele bzw. Befindlichkeit, Temperatur, die Stimmung in der Band, gefällt einem der Song
oder eher weniger, ist der Amp falsch eingestellt? Ist es der falsche Amp für die Location?
Ist es Probe oder Mugge? Ich könnte weitermachen....
Wish You were Bier.
triona
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Re: Chicago Sound

Beitrag: # 131952Beitrag triona »

Das beschränkt sich nicht auf Chicago-Blues. Und dazu braucht es nicht mal Elektrogeräte. Das kenne ich auch ohne. Manchmal klingt es fantastisch und es reißt einen selbst mit, manchmal will einfach nichts richtig zusammenpassen. Möglicherweise ist es bei uns Amateuren noch ausgeprägter - wahrscheinlich je nach Übungsstand.

Aber bei Profis ist es wahrscheinlich auch nicht viel anders. Viele von denen können das beim Konzert wohl nur besser überspielen und liefern eben routiniert ab. Aber ich weiß manchmal nicht, warum mich ein Konzert - gute Musiker und Musik nach meinem Geschmack mal vorausgesetzt - außerordentlich begeistert und nachhaltig in Erinnerung bleibt. Und ein ander mal springt der Funke nicht über trotz "perfektem" - oder vlt besser: fehlerfreiem? - Vortrag durch eigentlich gute Musiker. Und später erinnert man sich vlt mal, daß man die irgendwann mal gehört hat, und das wars.


liebe grüße
triona
Dess daacht doch alles nischt, dess naimodisch Zaich.
frei nach Anton Günther

Meine Nachbarn hören Mundharmonika, ob sie wollen oder nicht.


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