Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

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triona
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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von triona » 15.06.2020, 09:39

Duo Klangspiel hat geschrieben:
15.06.2020, 06:45
Moin,
die LE ist 'ne originale von C.B. Huang von Hohner. Eine ideale Stimmung- finde ich. Conny spielt je nach Lied dann die Bluesharp in LE und LLE von Seydel.
CD's haben wir noch...die Nachfragen hielten sich in Grenzen...😉
Ist ja interessant. Daß LE eine schöne Stimmung ist, finde ich auch. Ich habe da eine XB-40. Mit meiner Chordomonika II in "hohem" E (= Normalstimmung Bluesharfe) habe ich aber auch schon sehr schöne Sachen gespielt bekommen. Aber da lohnt es sich ja doch, noch zusätzlich nach einer alten Ausschau zu halten. LEb wäre auch nicht schlecht, für das Zusammenspiel mit Blech- und Holzbläsern bzw für deren Literatur.


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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von triona » 15.06.2020, 09:54

elmi007 hat geschrieben:
15.06.2020, 09:35
@Triona, was ist Blu Tack? Ein Klebstoff?
So etwas ähnliches: Dauerplastische Klebemasse, wieder entfernbar, wiederverwendbar, angeblich völlig ungiftig.
https://www.bostik.com/de/Germany/bosti ... s/Blu_Tack

Brendan Power verwendet das bisweilen auch. Falls du hinreichend Englisch kannst, findest du hier etwas über die Handhabung:
https://www.brendan-power.com/forum/vie ... tack#p1531
https://www.brendan-power.com/forum/sea ... ce5fe912e2

Im Internet kann man es auf jeden Fall bestellen. Aber ich suche noch einen Laden in der Nähe. Mir wiederstrebt es, 3 € oder mehr Porto zu bezahlen für eine Ware, die keine 2 € kostet. Und die kleinstmögliche Packmenge reicht für diesen Zweck für alle Zeiten.


Übrigens: Nagellack geht theoretisch auch. Riecht aber sehr unangenehm, bis es abgelüftet ist. Die Ausdünstung dürfte auch gesundheitsschädlich sein, genau so wie die von Nagellackentferner. Außerdem ist es viel schwerer zu dosieren als so eine mehr oder weniger trockene Knetmasse, was die Feinstimmung deutlich erschwert.


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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von elmi007 » 15.06.2020, 11:46

Hallo

Blu Tack? Nun ist alles klar. Diese Klebegummis, die man fast nicht mehr von den Wänden kriegt. Die, die überall kleben, wenn sie nicht sollten, und nicht halten, wenn sie sollten.
Das probier ich mal aus. Wäre ja viel einfacher, und kann man wieder wegkratzen. Mal schauen.

Ja, eine Chordomonica in LEs oder LBb wäre natürlich noch schlau. So kann man mit vielen anderen Instrumenten auch zusammenspielen. Mein Frau z.B. spielt Steirisches Harmonika in B/Es, dann würde das passen.

Mal schauen
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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von Duo Klangspiel » 15.06.2020, 20:10

N'Abend Elmar,
die Aufnahmen haben wir in unserem trauten Heim gemacht. Die Lieder sind alles Volkslieder oder Folksongs oder Filmmusiken. Eigenkompositionen haben wir nicht. Die Arrangements haben wir uns selbst ausgedacht. Da kann es schon mal ein Jahr dauern, bis so ein Titel CD- reif ist. Die CD ist in unserem Heimstudio entstandenen und somit in guter Qualität! Theoretisch könnte ich Dir die Titel aber auch im Wav-Format über wetransfer zukommen lassen. Die CD könntest Du Dir dann brennen.
Derzeit sind wir im Urlaub und können erst nach diesem die CD versenden. Dauert also noch etwas. Was das Porto in die Schweiz betrifft, weiß ich nicht, werde ich dann wohl auf der Post erfahren.
VG Olaf
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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von larry » 25.06.2020, 17:25

Servus triona,

vielen Dank für Deine nette Begrüssung.

Auf meiner Chordomonica finde ich keinen Hinweis bezüglich ihrer Stimmung. Der Harp-Tuner zeigt mir im 1. Kanal ein A. Das wiederholt sich im 5. und 9. Kanal.
Ich muss mich hier erst zurechtfinden und habe deshalb auch in meinem Begrüssungsthread geantwortet.

LG Larry

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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von triona » 25.06.2020, 20:13

Duo Klangspiel hat geschrieben:
15.06.2020, 20:10
Porto in die Schweiz
vermutlich € 3,70 - laut neuester Portopreisliste Deutsche Post

Übrigens: Du solltest vlt mal drauf achten, daß das Etikett der CD richtig festgeklebt ist. Bei meiner hat es sich beim ersten Abspielen weitgehend abgelöst. Da habe ich zur Sicherheit eine Kopie brennen müssen als Abspielexemplar, bevor noch das Etikett im Abspielgerät voll ganz geschreddert wird, und die CD womöglich nicht mehr abspielbar ist.


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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von Juke » 25.06.2020, 20:17

... und du ein neues Abspielgerät benötigst.

Schöne Grüße
Dirk
Damn, this shit is Deep 8)
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triona
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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von triona » 25.06.2020, 20:32

larry hat geschrieben:
25.06.2020, 17:25
Servus triona,

vielen Dank für Deine nette Begrüssung.

Auf meiner Chordomonica finde ich keinen Hinweis bezüglich ihrer Stimmung. Der Harp-Tuner zeigt mir im 1. Kanal ein A. Das wiederholt sich im 5. und 9. Kanal.
Ich muss mich hier erst zurechtfinden und habe deshalb auch in meinem Begrüssungsthread geantwortet.

LG Larry

Meine Dateien mit den Tonbelegungstabellen sind mir fast alle verloren gegangen. Ich habe aber die meisten noch als Papierausdruck. Es dauert aber noch bisserl, bis ich dazu komme, diese wieder einzuscannen. Vlt muß ich auch die eine oder andere neu schreiben.

In der Zwischenzeit kannst du ja mal folgende Fragen beantworten:
Hat deine Chordomonika 1 oder 2 Schieber, 10 oder 12 Löcher, 4-eckige oder runde Anblaslöcher, Deckel bis zum Rand des Kamms links und rechts oder irgendwelche Chromatica-Deckel aus neuerer Herstellung - d.h. ist es eine alte Original Hohner von Cham-Ber Huang aus den 1960/70-er-Jahren, oder ein Neubau von Bernd Kiefer?

Fotos, auf denen man alles gut erkennen kann, sind auch hilfreich. Oder spiele einfach mal alle Töne mit deinem Stimmgerät durch. Kanäle 1-4 oder 5-8 oder 9-12 reicht, da sich die Anordnung der Töne in jeder Oktave wiederholt.


Hier einstweilen mal der entsprechende Beitrag von Pat Missin (auf Englisch). Er behandelt die alte Hohner Originalstimmung von Cham-Ber Huang:
http://www.patmissin.com/ffaq/q31.html


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Rehlo
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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von Rehlo » 27.06.2020, 07:01

Moin,

ich klinke mich auch mal hier mit ein. Bin seit einer Woche ein stolzer Besitzer einer Chordomonica (mit den 2 Schiebern), wahrscheinlich ein Nachbau von Bernd Kiefer.
Stimmung scheint mir in G zu sein, allerdings eine Sonderstimmung.

Leider kriege ich hier kein Bild oder PDF eingefügt, so beschreibe ich mal kurz die Tonanordnung:

Kanal 1 G/G Kanal 5 G/G Kanal 9 G/G, wenn man die Schieber drückt immer A/A in den genannten Kanälen.
Kanal 2 C/H Kanal 3 C/D Kanal 4 E/F
mit 1. Schieber: Kanal 2 C/C Kanal 3 C/Eb Kanal 4 F/F#
mit 2 Schieber: Kanal 2 C/C Kanal 2 C/D Kanal 4 E/F

Wenn man über mehrere Löcher spielt, kriegt man schöne Akkorde erzeugt. Allerdings scheint es mir im Vergleich zur C-Stimmung keine normal in G gestimmte Chordomonika zu sein.
Es ist irgendwie ein Mittelding aus G und C, da ich beide Tonleitern relativ leicht spielen kann und auch beide Grundakkorde vorhanden sind.
Mist, dass ich meine Tabelle nicht hochladen kann, da könnte man die Tonanordnung besser sehen.

So jetzt zu meiner Frage: Macht diese Tonanordnung für euch erfahrene Chordomonica-Spieler Sinn oder ist es vergebene Mühe sich in diese Stimmung einzufuchsen? Sollte ich mir eventuell erst
eine normal in C gestimmte Chordomonika zulegen :?:

LG Jens

Rehlo
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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von Rehlo » 27.06.2020, 10:47

Hier einstweilen mal der entsprechende Beitrag von Pat Missin (auf Englisch). Er behandelt die alte Hohner Originalstimmung von Cham-Ber Huang:
http://www.patmissin.com/ffaq/q31.html
Hi triona,

genau das habe ich gesucht! Und zwar ist es auf meiner Chordomonica ähnlich wie auf der C, nur das Kanäle vertauscht worden sind. Kanal 1+2 sind bei mir 11+12 (eine Oktave höher gestimmt)
und 3 - 10 liegen bei mir identisch in der gleichen Tonanordnung auf 1-10. Kann es sein das ich die Orchestra-Stimmung habe??

LG Jens

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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von triona » 27.06.2020, 12:42

Ich vermute mal, daß deine in der Grundtonart C ist und in der Variante "Orchester"- oder "Orchestra"-Stimmung. So wurden die meisten neuen gefertigt von Bernd Kiefer, Günther Beyer &Co. Dabei wurden von der Standardanordnung einer C die Kanäle 11 und 12 weg genommen. Stattdessen wurden diese Töne unter der tiefen Oktave als neue Kanäle 1 und 2 angefügt. Die Variante habe ich auch. Daneben habe ich noch eine in ("hohem" = eigentlich normalem) E, ebenfalls in der neuen Variante von Bernd Kiefer. Und außerdem noch eine alte original Hohner nach Cham-Ber Huang. Die ist so gestimmt, wie bei Pat Missin beschrieben.

Hier ist die Tonbelegung meiner C (Orchestra), meiner E und dazu noch einer G, die ich noch nicht habe:

Bild

Andere Tonarten kannst du dir nach dem selben Schema durchtransponieren. Der Knackpunkt bei der Neubeschaffung oder beim Eigenbau ist das Doppelschieberpaket. Eine fertige neue kostet bei Bernd Kiefer halt mittlerweile leider über 400 €, wie er mir vor ca 4 Wochen mitgeteilt hat. Drum wurden in der letzten Zeit auch fast keine mehr gebaut.

Ich hätte auch gerne noch welche in ein paar anderen Tonarten. Und alte sind gebraucht auch nur sehr sehr selten bekommen. Ich habe meine aus einem ansonsten ziemlich wirr zusammengestellten und recht vergammelten Nachlaßkonvolut über Ebay-Kleinanzeigen. Die Chordomonika wurde von dem Vorbesitzer wohl nicht so häufig gespielt wie die anderen.

Wenn du dich noch ein bisserl geduldest, bis ich meine verlorenen Dateien wieder hergestellt habe (unter anderem die Bilder von Franz'l mit den Akkorden), dann stelle ich die auch wieder hier rein. Das ist aber leider ein bisserl Aufwand am Rechner. Und ich hoffe, Franz'l hat nichts dagegen. (Ich weiß nicht, warum er die Bilder hier raus genommen hat. Vlt hat er auch nur das Konto bei dem Bilderdienst aufgelöst, und nicht daran gedacht, daß er damit diese Bilder auch hier unsichtbar macht.)


@ Larry:
Mein altes Schulungsmaterial habe ich mittlerweile auch wieder gefunden. Muß ich aber auch erst noch aufbereiten, daß man was damit anfangen kann. Ist also auch noch nicht vergessen.


@ Elmar:
Auch deine Anfrage mit den Bässen ist noch in Bearbeitung. Und auch die Tonbelegung von Bernd Kiefers Variante mit der "Bluesstimmung" der Chordomonika habe ich wieder gefunden. Ist aber auch bei dem Material, das wieder neu digitalisiert werden muß.


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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von triona » 27.06.2020, 14:24

Hier zur Auflockerung noch ein Tonbeispiel mit Chordomonika II:

https://www.youtube.com/watch?v=0bjV4XpOZ3E

Klingenthal 14.09.2018
mit Roger Wade's Houserockers
Titel: It's Later Than You Think
von Roy Milton, 1950
gespielt auf Hohner Chordomonika II in C (2. Position)
Dies ist übrigens entgegen der Ansage des Moderators keine chromatische Mundharmonika, sondern eine diatonische mit 2 Schiebern für erweitertes Akkordspiel. Es ist allerdings richtig, daß diese Art von Mundharmonika nur sehr selten beim Blues verwendet wird.
Dank an Black Eddy für das Video.

Das Stück war in G. Die 2. Position ist auf der Chordomonika nach meinem Empfinden nicht ganz so einfach zu spielen. Das hört man leider auch an einigen Stellen auf der Aufnahme. Aber eine Chordomonika in G habe ich leider noch nicht. Die Houserockers hätten das Stück für mich auch in C gespielt. Aber das wollte ich dann doch nicht, praktisch ganz ohne das so einmal vorher geübt zu haben. Schließlich hatte ich nur eine Übungstonspur in G. Und wie ich die hätte technisch nach C transponieren können, wußte ich damals leider noch nicht.

Hier zum Vergleich die Originalversion der Houserockers mit Roger Wade (= "Little Roger") an der Harmonika. Er spielt es auf die gewohnte Art und Weise:
https://youtu.be/4cyTerjeKkc

Und hier das alte Original von Roy Milton & His Solid Senders von 1950:
https://youtu.be/syXvhExLcZ0
Die Saxofonstimmen dieser Version habe ich versucht, auf der Chordomonika zu spielen. Ich habe das Stück auch meistens mit dieser Aufzeichnung geübt.


Und hier ist auch noch ein kurzes Solo drauf mit einer Chordomonika II in E, ab ca1:50

https://www.youtube.com/watch?v=jhgkjCXNzlI

Finale - Session Dollnstein 2017
Harptreffen und Session im Bayerischen Hof in Dollnstein 2017.
Vielen Dank an Julius (Voc/Drum),Trotter (Bass), Markus (Harp/Guitar), Marc (Keys), Juke (Video)

Titel: Let the Good Times Roll
mein Solo ca 1:50 – 2:30
gespielt auf HOHNER Chordomonika II – E (1. Position)

Der Markus hat mir sehr überraschend das Mikrofon zum Solo gereicht.
Die Mikrofoneinstellung für Bluesharp hat wohl leider auch nicht ganz gepaßt zur Chordomonika, und überhaupt habe ich keine Übung im Umgang mit Mikrofonen. Markus hat das Solo nachher (zu meinem Erstaunen) sehr gelobt. Aber der stand auch dicht daneben und hat es akustisch wahrscheinlich besser gehört, als es dann auf die Aufnahme kam.


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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von Rehlo » 27.06.2020, 19:19

Hallo triona,

genau das ist es, was ich so liebe an einem Forum! Es gibt immer eine(n), der die Lösung kennt! So, triona, da haben wir jetzt ja etwas gemeinsam, eine C in Orchestra- Stimmung. Top! :-D
So, wo ich jetzt weiß, wo alle Töne liegen, heute mal die Harp richtig ausgetestet und ich muss mal eins sagen: Wow! Wat'n Teil!! Das Ding lässt sich leichter spielen als meine
Chromatische, also man braucht nicht so genau nur einen Kanal treffen und trotzdem erkennt man die Melodie, ohne dass es schräg klingt!

Ich bin ein Puckerer, also spiele hauptsächlich Spitzmaul. Übe aber fleißig TB, da ich die Vorteile dieser Spielweise irgendwann in mein Spiel mit einbringen möchte. Ist aber ganz schön zäh!!
Nächstes Ziel ist es erstmal die Akkorde der Chordomica richtig zu erkennen, damit ich mich selbst begleiten kann. Aber das wird garantiert ein Mammutprojekt! Gibt es zwecks Begleitung
eventuell irgendwelche Lehrbücher? Ich bin doch sicherlich nicht der Erste, der so 'nen Problem hat?? :k

Super, triona, danke für die Videolinks, Hut ab!! Du bist ja schon ganz schön weit in Deinem Harpspiel! Schade, dass Du mit dem Mikro nicht so klar kommst, da Dein Spiel immer sehr leise ist
und von den anderen übertönt wird. Aber in dem letzten Video, wo der Bluesharp-Spieler Dich mit seinem Mikro unterstützt, habe ich wieder mal gemerkt, warum ich den Blues nicht mag.
Die Blueharp klingt nicht klar, während die Chordomonika klare saubere Töne produziert. Ich glaube, hätte der Bluesharpspieler eine Chromatische mit klarem Klang gespielt, ich wär sein Fan!

Tut mir leid, ich bin zu sehr seit Kindheitstagen auf den klaren "Wiener Klang" programmiert worden, so dass sich die Bluesharp in meinen Ohren schräg anhört. Das ist nunmal eine rein persönliche
Ansicht und ich möchte damit hier niemanden verletzen oder angreifen. Nur leider mein persönlicher blöder Geschmack. Ich bitte die mitlesenden Bluesharpspieler um Verständnis.

Schade das franz'l hier nicht mehr postet, ich hoffe, es ist nichts ernsthaftes passiert! Falls Du hier mitliest, ich war damals der komische Anfänger mit der Saxony im Kurs, der Dich und ein paar
andere im Kurs zum Kauf einer Saxony zwang! :p :p

@ triona
Spielst Du viel auf Deinen Chordomonicas? Oder mehr auf deinen Blues-Harps? Vielleicht könnten wir uns mal hier über Spieltechnik und Theorie in alle Richtungen austauschen. :?:
So wie ich franz'l kennengelernt habe, wird er sicherlich nichts gegen die erneute Einstellung seiner Bilder hier haben und vielleicht, triona, werden auch ein paar andere den Vortei dieses
genialen Konzeptes erkennen. Irgendwie vereint es Bluesharp-Spieler, die in Melodie-Stimmung spielen und die chromatische Fangemeinde, oder liege ich falsch? Das Ding muss damals nicht
richtig vermarktet worden sein, also das Konzept hat niemand verstanden und so wurde es eingestampft!

Schade das Hohner sich nicht mehr darum bemüht hat, aber wahrscheinlich hatten sie zur damaligen Zeit andere Selbstläufer. Eigentlich ist die Chordomonica für Anfänger ein Super-Selbstläufer!
Man braucht die Kanäle nicht genau zu treffen und trotzdem klingt es amtlich! Man produziert geile Akkordfolgen, ohne das Instrument zu wechseln! Warum stellt man so eine Produktion ein und
wir unterhalten uns vierzig Jahre später noch darüber?? Einfach nur saudumm!!

Der Preis von über 400,00 € aktuell ist in meinen Augen absolut gerechtfertigt, da es sich hier um eine Einzelanfertigung handelt und nicht um Massengeschäft!! Aber vielleicht können wir eine
kleine Fangemeinde hier aufbauen, die vielleicht den ein oder anderen nachdenklich stimmt (ich weiß--> schwierig), und eine Firma die Produktion irgendwann wieder aufnimmt! So what? Keep Blowing! :H

LG Jens

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