Bielefeld Verschwörung

Was kommt? Was war los?

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UNI
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Bielefeld Verschwörung

Beitrag von UNI » 22.04.2019, 16:03

Durch einen Tip von Dirk (Juke) weiß ich seit gestern, daß es Bielefeld tatsächlich gibt. Wir trafen uns im Bielefelder Jazzclub zur Blues Börse, einer jeden dritten Sonntag im Monat stattfindenden offenen Session. Es war erstaunlich, wie Leute, die sich zum Teil vorher noch nie gesehen haben, auf der Bühne musikalisch zueinander gefunden haben und das Publikum mit guter Musik erfreuen konnten. Leider mußten meine Frau und ich bereits um 22:00 Uhr den Rückweg nach Bad Pyrmont antreten, sonst hätten wir an der Kurklinik vor verschlossener Tür gestanden.
Bild

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Das Veröffentlichen der Fotos dürfte datenrechtlich kein Problem sein, außer uns fotografierten noch zwei Profis (www.blueslover.de), welche sicherlich nicht nur für's Familienalbum fotografiert haben.
Blues & Gruß aus Thüringen
von
UNI

madhans
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Re: Bielefeld Verschwörung

Beitrag von madhans » 22.04.2019, 16:41

Schöne Fotos!
Die Bühne bei öffentlichen Veranstaltungen darf man fotografieren.
Die haben erlesene Harpamps da!

Gruß
CB

UNI
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Re: Bielefeld Verschwörung

Beitrag von UNI » 22.04.2019, 19:14

Ich durfte sogar 'mal am Räderwerk der Klangeinstellung drehen !
Gruß
UNI

harp-addicted
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Re: Bielefeld Verschwörung

Beitrag von harp-addicted » 22.04.2019, 20:38

madhans hat geschrieben:
22.04.2019, 16:41
Die haben erlesene Harpamps da!
Ich seh' nur einen richtigen...

Juke
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Re: Bielefeld Verschwörung

Beitrag von Juke » 22.04.2019, 22:37

UNI hat geschrieben:
22.04.2019, 19:14
Ich durfte sogar 'mal am Räderwerk der Klangeinstellung drehen !
Kleiner Tipp dazu: Wenn man sich einem Verstärker mit dem Mikrofon in der Hand nähert, dessen Signal von eben diesem verstärkt wird, ist es ratsam, den Lautstärkeregler des Mikrofons ein wenig entgegen dem Uhrzeigersinn zu drehen. ;)
Und zum Glück kenne ich "meine" Einstellung und konnte sie schnell wieder herstellen. ;)

Nee, war lustig und UNI hat kräftig mitgedudelt. War nicht zu überhören. :-D

Ein wenig schwierig wird's, wenn die Leute, mit denen man auf der Bühne steht, die Stücke, die man spielen möchte, so gar nicht kennen, und sich die Ansagen nicht wirklich merken (16-Takter, Einsätze, ...). Für den Schlagzeuger war's die erste Session und was der Gitarrist eingeworfen hatte,entzieht sich meiner Kenntnis. ;)
Der Trompeter meinte nach einem Stück, er hätte irgendwie so gar nicht gewusst, in welcher Tonart er da jetzt spielen täte. Hätte er nicht sagen müssen. Hat man gehört. ;)
Vielleicht hatte ich auch einfach zu komplizierte Stücke rausgesucht ...

Am El Gordo hatte ich - übrigens über das Drahtlos-Dings, das ich auch in Dollnstein dabei hatte - ein Bulletini am Start. Ich habe so den Eindruck, dass mein gutes Astatic mit Shure black CR ein bisschen zickt: wenn ich Gas gebe, wird's erst lauter, bei einem bestimmten Pegel macht's ein "pop" und ist dann eher wieder leiser. Egal ob mit Draht oder drahtlos. Beim Bulletini hat's nicht "pop" gemacht und es wurde weiter lauter. Mit Draht und drahtlos. Muss ich also mal dem Jürgen schicken ...

Als UNI dann schon weg war, habe ich noch bei einem zweiten Set mitgespielt (u.a. mit Greyhound George - der Mann mit der Mütze im zweiten Bild), wo es erheblich besser lief als bei "meinem" Set am Anfang.

Jürgen und Karo machen ihre Fotos zwar mit Profi-Equipment aber trotzdem nur für Spaß. Wer mal Blues-Fotos sucht, findet auf ihrer Seite von so ziemlich jedem Bluesmusiker, der mal in Deutschland aufgetreten ist, etliche Fotos.

Schöne Grüße
Dirk
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triona
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Re: Bielefeld Verschwörung

Beitrag von triona » 22.04.2019, 23:30

Schöne Besetzung: mit Trompete und Geige.

Stücke, die nicht bei jeder Session gespielt - und oft nur herunter gedudelt - werden, bringen zwar mehr Abwechslung, aber man riskiert man halt eher, daß es nicht alle unfallfrei gespielt kriegen. Und wenn man einmal daneben haut und richtig entgleist und nimmer rein kommt, dann kann man eigentlich nur möglichst unauffällig aus dem Lied aussteigen oder eben Augen zu und durch - egal wie schräg.

Mit Trompete, Gitarre, Geige oder einem beliebigen anderen Instrument kann man sich ja irgendwie noch reinhören und anpassen. Wenn du aber eine diatonische MuHa in einer völlig falschen Tonart im Mund hast, dann hast du schlechte Karten, wenn du keine passendere mit auf der Bühne hast zum Tauschen. Hat ja wohl dennoch Spaß gemacht.


liebe grüße
triona
Dess daacht doch alles nischt, dess naimodisch Zaich.
frei nach Anton Günther

Ich hab nur einmal ganz kurz auf die Maus geklickt - ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Meine Nachbarn hören Mundharmonika - ob sie wollen oder nicht.

UNI
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Re: Bielefeld Verschwörung

Beitrag von UNI » 23.04.2019, 05:08

Hallo Juke,
ich dachte der Knopf am Bullettini wäre der Schalter für den Ventilator, der hinter dem Frontgrill des Mikro's sitzt, aber Spaß beiseite, auch mit einer dezenten Rückkopplung kann man die Aufmerksamkeit der Leute auf sich lenken. Das Zusammenspiel mit Greyhound George war übrigens aus meiner Sicht Spitze und auch im Gespräch etwas später war er mir sehr sympathisch.
Gruß & Blues aus Thüringen
von
UNI

Juke
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Re: Bielefeld Verschwörung

Beitrag von Juke » 23.04.2019, 08:19

Ja, so ist er, der Jürgen: kompetent, sympathisch, immer gut gelaunt. Nachdem er mit "Greyhound's Washboard Band" 2017 in Eutin gewonnen hatte, durfte er Deutschland bei der "Blues-WM" in Memphis vertreten - und kam da bis ins Finale!

"Dezente" Rückkopplung ... so unterschiedlich kann Wahrnehmung sein. ;)

Schöne Grüße
Dirk
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Re: Bielefeld Verschwörung

Beitrag von Juke » 23.04.2019, 08:27

@Triona:
Trompete und Geige waren nicht zusammen in einer Besetzung. Der Geiger war übrigens richtig gut. Ging ein bisschen in Richtung Gatemouth Brown, was und wie er so spielte. Es war noch ein zweiter Geiger da, der spielte in einem anderen Set (ohne UNI und mich).

Wenn ich auf die Bühne gehe, weiß ich entweder vorher genau, welche Tonart gespielt wird (wie in Dollnstein) oder ich habe mein Köfferchen dabei und bin gegen alle Eventualitäten gewappnet (wie in Bielefeld und bei anderen Sessions). Bei meiner allerersten Session in Bielefeld wurde ich direkt gefragt: "Kannst du fis?" Konnte ich. :)
Inzwischen habe ich auch keine Bange mehr vor Stücken in moll.

Schöne Grüße
Dirk
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Re: Bielefeld Verschwörung

Beitrag von munkamonka » 23.04.2019, 18:25

Juke hat geschrieben:
22.04.2019, 22:37
Ein wenig schwierig wird's, wenn die Leute, mit denen man auf der Bühne steht, die Stücke, die man spielen möchte, so gar nicht kennen, und sich die Ansagen nicht wirklich merken (16-Takter, Einsätze, ...). Für den Schlagzeuger war's die erste Session und was der Gitarrist eingeworfen hatte,entzieht sich meiner Kenntnis. ;)
Der Trompeter meinte nach einem Stück, er hätte irgendwie so gar nicht gewusst, in welcher Tonart er da jetzt spielen täte. Hätte er nicht sagen müssen. Hat man gehört. ;)

Schöne Grüße
Dirk
:) :) :)
Klingt ja nach einer mächtig verkorksten Nummer... geil, das ist Session
:-D
... meiner meinung nach

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Re: Bielefeld Verschwörung

Beitrag von Juke » 23.04.2019, 18:33

Es hat Vorteile, wenn man bei einer Session mit einigermaßen erfahrenen Leuten auf der Bühne steht. Erst recht, wenn man selber noch nicht so viel Erfahrung und Sicherheit beim Anschieben eines Stücks hat.

Zu allem Überfluss hat natürlich auch noch meine Bb-Chrom gleich beim ersten Stück gestreikt. Zu Hause noch mal geübt, alles super. Ich wollte ja auch nur ein kleines Harp-Intro spielen und damit Takt und Tempo vorgeben. Wenn's mal schief läuft, dann richtig.
Zum Glück gibt's nur Fotos und keine Tonaufnahmen.

Schöne Grüße
Dirk
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Re: Bielefeld Verschwörung

Beitrag von Juke » 18.05.2019, 08:33

Morgen wieder.
Ich wollte wohl hin - mit dem Gordo. Und meinem von Jürgen wieder aufgefrischtem Astatic. Und dem Drahtlos-Ding. Und vielleicht auch mit dem Sonic Stomp. Obwohl der Gordo sich eigentlich auch ohne schon gut durchsetzt. :P ;)

Schöne Grüße
Dirk
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Re: Bielefeld Verschwörung

Beitrag von munkamonka » 18.05.2019, 10:03

ah, einer hat die nerven verloren und postet was... :h

drahtlos + sonic stomp, klingt ja nach dem set up des grauens...
:-D :-D

nee im ernst, einen guten amp macht man mit den voododo kästchen meistens nicht besser. haste es denn nicht vorher mal ausprobiert?

und drahtlos... naja, ich kann das zeug nicht leiden. aber was ich entscheidender finde:
meiner meinung nach sind Batterien KEIN bühnenequipment

ich weiß, helene fischer und mick jagger sehen das anders, aber die haben ja auch techniker, die sich vor jedem auftritt vom ordnungsgemäßen zustand des ziehungsgerätes und der 49 kugel überzeugen...

alles aber nur meine meinung. logisch.
... meiner meinung nach

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Re: Bielefeld Verschwörung

Beitrag von Juke » 18.05.2019, 12:09

Ne, ausprobiert habe ich das Sonic Stomp noch nicht ... richtig. Meine Überlegung ist, dass das Sonic Stomp korrigiert, was das Relay G10 an Pegel schluckt, auch wenn's nur ein klitzekleines Bisschen ist. Zu Hause hab ich's natürlich probiert. Man hört den Unterschied mit und ohne Sonic Stomp. Aber wie bereits geschrieben: der Gordo geht auch ohne gut. Auch mit Drahtlos.

Das Relay G10 funktioniert übrigens ohne Bakterie und erfüllt somit dein Bühnen-Kriterium ;). Im Sender ist ein Akku, der im Empfänger aufgeladen wird und gefühlt ewig hält. Kein Verheddern mit den Kabeln anderer Leute, kein Stolpern über Kabel, kein versehentliches Drauftreten - mit entsprechendem Rausziehen des Steckers aus dem Mikro, Beweglichkeit auf der Bühne ... die Vorteile sind schon gegeben. Und wenn man den Akku zu Hause noch schön geladen hat und zwischen den Sets den Sender in den Empfänger steckt, gibt's garantiert keinen Stress mit "Jonas! Meine Batterie ist alle ......"
Aber das ist auch nur meine Meinung. Gelle?

Schöne Grüße
Dirk
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Re: Bielefeld Verschwörung

Beitrag von UNI » 18.05.2019, 14:34

Hallo zusammen,
Juke : Also dann viel Spaß beim Einsatz der neuen Technik und viel Glück mit der Zusammenstellung der Besetzungen bei der Session. Da ist das also schon wieder vier Wochen her, als wir gemeinsam bei der Bluesbörse waren. Ich habe inzwischen aus Erfurt erfahren, das dort im Jazzclub jeden dritten Donnerstag offene Sessions laufen. Für vorgestern war als Opener eine akustische Jazzband angekündigt, das klang mir nicht so verheißungsvoll. Mal sehen was es im Juni gibt.
Markus : Für diese Funksachen bin ich bisher auch nicht so gewesen, aber bei der Bielefelder Session haben die Sachen von Dirk einen zuverlässigen Eindruck gemacht. Als Beamter im Schuldienst muß man vielleicht auch nicht so auf die Preise schauen, oder wer billig kauft - kauft zweimal !
Gruß & Blues aus Thüringen
von
UNI

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