Autsch!

Themen für Spielanfänger, Geschichte verschiedener Mundharmonikas und alles, was sonst nirgendwo passt.

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Adam_Lark
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Autsch!

Beitrag von Adam_Lark » 12.03.2018, 22:24

Sagt mal bin ich einzige Depp, der sich beim Glissando von der 1 oder der 10 auf Seydel-Harps regelmäßig Lippen oder Bart zwischen Stimmplatten und Deckplatten klemmt? Hat de jemand ne erprobte Lösung für? Das nervt wie Hölle...

Grüße

Adam
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triona
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Beitrag von triona » 12.03.2018, 23:06

Ordentlich rasieren? :lol: :lol: :lol:

Seydel sagt ja, daß das kein Thema mehr wäre bei den abgerundeten Deckeln der Session u.ä., die bis zum Ende des Kamms reichen. Wobei mir ja die "klassischen" Deckel der 1847 auch viel lieber sind. Aber ich hab ja das "Problem" zum Glück nicht. 8) :mrgreen: (Drum kann ich allerdings auch nicht beurteilen, ob die Aussage von Seydel zu den Session-Deckeln stimmt.)

Wenn du 1847-er-Deckel hast und umbauen willst: Ich hab noch etliche (teilweise sogar fabrikneue) Session-Deckel über von einer entgegengesetzten Umrüstaktion, ggf auch im Tausch.



liebe grüße
triona
Dess daacht doch alles nischt, dess naimodisch Zaich.
frei nach Anton Günther

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Adam_Lark
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Beitrag von Adam_Lark » 13.03.2018, 05:11

Mir passiert das mit der Lippe auch ohne Bart, sowohl mit der Session Stele als auch mit der 1847...

Grüße

Adam
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drstrange
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Beitrag von drstrange » 13.03.2018, 05:31

noch nie passiert
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UNI
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Beitrag von UNI » 13.03.2018, 06:54

Hallo aus Thüringen,
die durchgehende Vorderkante war für mich eigentlich einer der Gründe, auf Session bzw. Session Steel von Seydel umzusteigen. Das Problem mit den aufgeschnittenen Lippen kenne ich überhaupt nicht. Allerdings kenne ich Eure Spielweise nicht im Detail. Wenn's so zur Sache geht, wie es J. Hendrix mit der Gitarre handhabte, geht's natürlich nicht ohne Blutvergießen.
Gruß & Blues
von
UNI

Christines meadow
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Re: Autsch!

Beitrag von Christines meadow » 13.03.2018, 07:05

[Hallo Adam,

mir passiert das manchmal auch bei der 1847ner. Ich spiele sie deshalb nicht oft. Es ist aber eher wie ein Schneiden als ein Klemmen.

Gruß Christines meadow
Thank you for the music, the songs I'm singing .........
und "jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, aber nicht in die Harp"

daenou
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Beitrag von daenou » 13.03.2018, 08:26

Auch die Seydel Session Deckel sind nicht völlig bartsicher. Die Ecken (also eigentlich Rundungen) stehen etwas ab, es klafft ein haarfeiner (Bart-Haar fein!) Spalt zwischen Deckel und Stimmplatten. Wohl fertigungstechnisch bedingt.

Das müsste sich beheben lassen durch Schleifen auf einer ebenen Fläche, z.B. einer dicken Glasplatte. Ich habe soeben meine Seydel Session Steel in F demontiert und werde in den nächsten Tagen mal an den Deckeln herumbasteln. Die sind ja nicht vernickelt oder sonstwie beschichtet, das müsste machbar sein. Ich werde berichten.

Dann habe ich auch mal meine Sammlung an diatonischen Instumenten durchgekämmt. Hier meine Rangfolge der Schnauzer-Freundlichkeit:

1. Silver Star (eine billige China-Fertigung von 'Hohner International')
2. Golden Melody (Hohner)
3. Pro Master (Suzuki)
4. SUB-30 (Suzuki)
5. Lee Oskar (Tombo)
6. Meisterklasse (Hohner)
7. Session (Seydel)
8. Alle Modelle mit der klassischen Deckelform nach dem Vorbild der Marine Band

Wobei noch anzumerken ist, dass die Plätze 1 bis 5 sehr eng beieinander liegen. Und ich nur eine begrenzte Anzahl von verschiedenen Modellen in der Schublade liegen habe. Und mit dieser Reihenfolge noch nichts gesagt ist über die Spielbarkeit.
Zuletzt geändert von daenou am 13.03.2018, 16:03, insgesamt 1-mal geändert.

harp-addicted
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Beitrag von harp-addicted » 13.03.2018, 09:06

Adam_Lark hat geschrieben:Mir passiert das mit der Lippe auch ohne Bart, sowohl mit der Session Stele als auch mit der 1847...
Grüße Adam
Volle Zustimmung!
Das hält an, bis sich durchs Spielen die Deckel von Innen etwas zusetzen.
Deswegen kommen die Deckel auch nur im Notfall runter.

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Beitrag von Olliwood » 13.03.2018, 12:02

Hi Adam,

ich hatte anfänglich die gleichen Probleme mit den Session Steels, die ich übrigens nach wie vor sehr gerne spiele.

Meine Erfahrung dazu hier: http://www.harpforum.de/phpbb/viewtopic ... highlight=

Gruß
Olli
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Beitrag von Adam_Lark » 13.03.2018, 18:51

Hallo zusammen,

ich habe nochmal genauer geschaut, woran es liegt und bei welchen Harps mir das passiert. Meine Session Steele ist da auf jeden Fall am anfälligsten, vielleicht kann ich die Deckel da an den Rändern etwas dichter biegen. Bei der 1847 kommt es seltener vor und mit Hohnern gar nicht. Es liegt im Endeffekt nur an den Ecken der Deckel, siehe Fotos per Dropbox (wie kriege ich hier nochmal Fotos rein?).

https://www.dropbox.com/s/h7ok6v6ypfccw ... e.jpg?dl=0
https://www.dropbox.com/s/z2fqn675euskyda/1847.JPG?dl=0

Grüße

Adam

[/img]
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Beitrag von Juke » 13.03.2018, 19:12

Adam_Lark hat geschrieben:(wie kriege ich hier nochmal Fotos rein?)
Gar nicht. Du kannst nur zu einem irgendwo gehosteten Bild verlinken.

Das von dir beschriebene Problem hatte ich nur bei einer Summer Edition mit versilbertem Deckel. Und ich habe einige Session Steels (und ein paar Favorites - die allerdings jetzt mit Plastik-Kanzellenkörper).

Schöne Grüße
Dirk
Damn, this shit is Deep 8)

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Beitrag von triona » 13.03.2018, 21:25

Bild

Bild


Das was auf den vergrößerten Bildern in der Mitte des Kreises schwarz zu sehen ist, dürfte der von dir gemeinte Spalt zwischen Deckel und Stimmplatte sein. Sieht in der Tat nach einer gewissen Fertigungstoleranz aus. Wenn das wirklich stört, hilft wohl nur nacharbeiten oder die Deckel reklamieren.

Ich habe mal bei einigen von meinen nachgeschaut. Es sind allerdings nur noch gerade mal 2 dabei mit Session-Deckeln. Der Rest sind alles 1847 - sowohl Standardform, als auch aufgebogen für Tieftöner (erste Version auf der Grundlage von Standarddeckeln), und dann noch ein paar extra weite von den neuen Extra-Tieftönern.

Diese Ritze ist bei allen mehr oder weniger sichtbar. Die Schwankungen ergeben sich wahrscheinlich aus der fortschreitenden Abnutzung des Presswerkzeugs. Bei keiner hat sich das bisher bei mir als störend erwiesen. Meine liegen also anscheinend alle noch innerhalb der vertretbaren Fertigungstoleranz.


Bei den neuen Extratiefen ist da an dieser Stelle sogar noch eine senkrechte Spalte drin.

Bild

Bild

Obwohl die echt gewaltig ausschaut, hat mich an dieser Stelle bisher noch niemals etwas gerieben, noch hat es mir etwas eingeklemmt. Allerdings ist da bei meinen dreien an dieser Stelle überhaupt keine waagerechte Spalte sichtbar zwischen Deckel und Stimmplatte. Dies kann man auf dem unteren Bild sehr gut erkennen.

Möglicherweise ist es gerade diese senkrechte Spalte, die bei dieser Deckelform die Umformungsfehler in der Waagerechte in engeren Grenzen hält. Die Form eines Ausschnitts einer Kugel- oder Ellipsoid-Oberfläche führt halt schneller zu größeren Fertigungstoleranzen an den Außenkanten beim Pressvorgang. Damit meine ich diese waagerechte Spalte zwischen den Deckeln und den Stimmplatten an dieser dreidimensionalen Rundung bei den Deckeln der Session und 1847. Bei den neuen Lowtone-Deckeln hingegen treten an dieser Stelle wegen der senkrechten Spalte im Wesentlichen nur zweidimensionale Rundungen auf.

Dies dürfte allerdings nicht dazu führen, daß man sich hier beim Spielen Verletzungen zuzieht - bei welcher Deckelform auch immer. Das wäre in meinen Augen ein Reklamationsgrund. In einem vertretbaren Rahmen halten läßt sich dieses Problem fertigungsseitig nur durch häufigeren Ersatz der Presswerkzeuge (macht es teurer), sorgfältige Montage (z.B. genaue Passung, Schrauben nicht zu fest anziehen, strengere Aussortierung von Ausschußteilen usw) und bessere Endkontrolle - was hier wohl eine gezielte Sichtkontrolle sein dürfte.


liebe grüße
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Beitrag von Adam_Lark » 13.03.2018, 22:17

Super, danke für das richtige Posten meiner Bilder, genau den Spalt meinte ich. Wenn ich von oben runter kam, hats da schön die Lippe rein gezogen. Habe die Ecken heute mal mit ner Zange zusammengedrückt und dadurch näher an die Stimmplatte gebogen. Der Spalt ist etwas kleiner, wenn auch nicht ganz weg. Ich glaube die Fertigungstoleranzen sind da einfach recht hoch.

Gruß

Adam
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Beitrag von harp-addicted » 13.03.2018, 22:38

Ich hatte das mal reklamiert, aber der Cheffe hat mich abtropfen lassen.

Genaus wie mit einer 1847, die nach verbranntem Holz gestunken hat.
Seiner Meinung nach war die nach dem (Laser?)-Schnitt nicht genug gelüftet.
Ich hab's mittlerweile rausgeatmet :lol:

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Beitrag von triona » 13.03.2018, 22:43

Versuche, die gewölbte Form ein ganz klein bisserl zu überbiegen. Dann das Überbogene anschließend sehr sorgfältig planschleifen. Das geht zur Not mit einer guten und feinen Feile, wenn du ein gutes Augenmaß hast und eine gerade Feilenführung. Besser ist ein Schleifpapier mit geeigneter Körnung (ausprobieren) auf eine völlig ebene Unterlage gespannt. Zum Schluß Kanten brechen (entgraten) mit feinem Schleifpapier (ca K 400 bis 800). Ggf auch Kanten und Falten aus der gewölbten Oberfläche rausschmirgeln / glattfeilen, die möglicherweise beim Biegen mit Zange entstanden sind.


Tip für Bilder:
Nehm statt Dropbox www.picr.de (Bilder fürs Forum möglichst nicht breiter als ca 700 bis 800 pixel).
Das scheint besser zu funktionieren. Mit Dropbox hab ich auch beim Anschauen / Herunterladen öfters mal Ärger. Diesmal hab ich deine im 2. Anlauf zu sehen und dann auch heruntergeladen gekriegt (mit Bildschirmausschnitt-Kopierfunktion!!! = Hardcopy :roll:) und nach der Bearbeitung wieder bei picr.de hochgeladen.


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