Seydel Blues Session Steel

Bluesharps in jeglichen Varianten und Stimmungen.

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cornutus
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Seydel Blues Session Steel

Beitrag von cornutus » 19.02.2017, 22:20

Hallo,
Ich habe vor wenigen Monaten mit, der Hohner Marine Band Deluxe ,mit dem Mundharmonika spielen begonnen.
Nun habe ich mir noch eine Sydel Blues Session Steel gekauft,und bin völlig begeistert.Ich hatte das Glück Arnd Hofmann kennen zu lernen,und konnte bei Ihm diverse Harps ausprobieren,
Bin dann bei der oben genannten hängen geblieben und muss sagen ein Wahnsinns Teil.
Sie ist so leicht und angenehm.zu spielen ,das ist der Wahnsinn.Ein leichtes ein und ausatmen reicht und die Harp spricht an .Die Töne sind sauber und klar .Für mich persönlich ein Volltreffer.
Lg Andreas

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drstrange
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Beitrag von drstrange » 20.02.2017, 03:12

Deswegen spiele ich die auch fast immer und out of the box.
Ich hab mal eine von Ben Bouman und eine Hohner von Thomas Hanke
umbauen und einstellen lassen nur um einen Vergleich zu haben.
Fazit: Mir und meinen künstlerischen Ambitionen ist derzeit!! die Session steel
out of the Box völlig ausreichend auf der Bühne.

Ich brauche auch keine 7000€ Gibson Les Paul, weil ich die sowieso
niemals ausreizen könnte, also tuts auch eine für 800 Euro ebenso.
Oder ne Squier für 250 Euro.
Man muß da realistisch sein sonst kommt man mit dem Geldausgeben
nicht mehr hinterher.

Obwohl die normale Session Steel mittlerweile auch schon bei 60 Euro liegt
wie ich am WE bemerkte als ich mir 4 Molltonarten bestellte.

Gruß
Boris
"Je größer der Dachschaden, desto schöner der Ausblick zum Himmel."

Karlheinz Deschner (1924 - 2014)

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UNI
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Beitrag von UNI » 20.02.2017, 07:31

Hallo zusammen,
auch ich von der Seydel Session Steel absolut begeistert. Meine ersten Instrumente von Seydel waren sieben gängige Tonarten als Session Standard, zum Test habe ich dann eine Steel in Low F gekauft. Meine Entscheidung war sofort klar: Nur noch Session Steel ! Inzwischen habe ich bei meiner A-Dur und C-Dur Session Standard, nach dem Töne verstimmt waren, die Stimmplatten gegen Session Steel getauscht. Die Kosten direkt bei Seydel 25,-€ zuzüglich Versand 5,-€. Im Endeffekt also runde 30,-€ pro Instrument. Das Umrüsten ist völlig unproblematisch und auf der Verpackung gut beschrieben. Dazu geht das Ganze von der Bestellung bis zur Zusendung sehr schnell, Kompliment an Die Fa. Seydel . Meine Session Steel, egal ob als Neuinstrument oder Umrüstung spielen sich übrigens "out of the box" mit leichter Ansprache der Töne und gutem Klang mit ordentlicher Lautstärke.
Gruß & Blues aus Thüringen
von
UNI

cornutus
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Beitrag von cornutus » 20.02.2017, 09:25

HALLO,
Ich kann das nur bestätigen ,habe die Normale Sasion und die Steel mehrfach hintereinander gespielt und muß auch sagen ,das die Steel einfach besser klingt.
Jetzt könnte man natürlich zu recht sagen der ist Anfänger was weiß der schon.Das stimmt ja so auch ,aber ich höhre schon einen Unterschied,und habe mir deshalb dieses Instrument gegönnt.
Desweiterer,bin ich der Meinung das man gerade am Anfang nicht in die Mundharmonika ein und ausatmet ,sondern pustet und zieht,mit der Seydel ist die Atemdechnik definitiv leichter ,da bei den kleinstem.Luftstrom sofort ein Ton ertönt.Die Marine Band Deluxe von Hohner. Ist zweifellos eine gute Harb,jedoch spielt sich die Seydel einfach leichter und besser,auch mag ich den Klang lieber.
Lg

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Juke
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Beitrag von Juke » 20.02.2017, 12:37

Also ich habe schon deutliche Unterschiede festgestellt zwischen einer Session Steel out-of-the-box und einer X-Tra Harp von Ben Bouman. Wobei letztere - insbesondere mit polierten Stimmzungen ("Project P") - meine Wahl beim verstärkten Spiel mit Bullett-Mikro sind. Die Form mit den großen Deckeln empfinde ich als angenehmer zu halten - Ansprache und Sound passen sowieso.

Beim akustischen Spiel bevorzuge ich hingegen die Marine Band Classic von Thomas Hanke. Die haben einfach klanglich noch mal mehr Substanz und eine noch bessere Ansprache. Da ich hier die Harp ja nicht mit dem Mikro dicht halten muss, stören mich hier die vergleichsweise scharfen Kanten nicht.

Auf jeden Fall ist die Session Steel eine gute Wahl!

Schöne Grüße
Dirk
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cornutus
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Beitrag von cornutus » 22.02.2017, 16:31

HALLO,
nun spiele ich meine Seydel schon drei Tage und möchte meine Hohner gar nicht mehr anrühren.Diese klingt in Vergleich metallisch und billig,Auch habeich eine alte Huang Silvertone ,und muss sagen ,das diese auch besser kli.gt als meine Hohner Marine Band Deluxe,
Es ist mir klar ,das das Klanggefühl rein Subjektiv ist.Aber mir kommt der Gedanke welche Harp klingt noch besser ,und wieviel Geld muss msn für ein Top Unstrument ausgeben?
Habt ihr hier Empfehlungen ,oder wine Idee ,.?
Ich finde die Seydel echt super ,aber geht das noch besser?
Lg

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Juke
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Beitrag von Juke » 22.02.2017, 18:03

Antwort in deinem anderen Thread.

Hier noch der Link zu Ben Bouman:
http://www.benboumanharmonicas.nl

Schöne Grüße
Dirk
Damn, this shit is Deep 8)

Pool&Blues
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Beitrag von Pool&Blues » 14.12.2017, 09:35

Hola,
ich habe mir auch mal eine Session Steel in A "gegönnt" hupe jetzt
einige Tage darauf herum,und was soll ich sagen: Geht für mich gar nicht !
Erstens war sie schlecht eingestellt - 2tens braucht sie viel mehr Luft als meine
Crossover - 3tens viel leiser als die C.O.
Für mich klarer Fehlkauf ! Ich schenke die Hupe wohl meinem Muha - Lehrer der wollte schon immer mal ne Seydel austetsten..
Bin wohl eher der Crossover Typ.
zahme vögel singen von freiheit,wilde vögel fliegen!

Adam_Lark
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Beitrag von Adam_Lark » 14.12.2017, 21:43

Hallo zusammen,

ich habe mit Blues Harps von Hohner angefangen (mein Gedanke damals: Ich wollte ja Blues spielen, und wenn die schon so heißt, wird sie dafür wohl gedacht sein). Inzwischen bin ich auf Marine Band Deluxe umgestiegen: Ist vom Ton her bissiger und deutlich lauter. An die unbequemen Deckel habe ich mich auch inzwischen gewöhnt. Ich habe auch eine Session Steele, aber die ist nicht so meins. Der Kunststoff Kamm fühlt sich für mich künstlich an und die Farbe ist komisch, die Deckel-Form ist allerdings angenehmer. Aber entscheidend ist, wie sollte es anders sein: der Ton. Der ist nicht schlecht an sich, nu fehlt mir der Biss, vielleicht sind es die Höhen...
Nun lasse ich mir zu Weihnachten eine 1847 schenken und bin sehr gespannt... Kann da jemand was zu sagen im Vergleich zu ner Session Steele?

Grüße Adam
Blues will never die...

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Juke
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Beitrag von Juke » 14.12.2017, 22:15

Ich habe mir eine 1847 - allerdings mit langen Deckeln - von Ben Bouman machen lassen. Der Hiolz-Kanzellenkörper hat mir nicht geschmeckt, deshalb habe ich sie inzwischen auf Kunststoff umgebaut. Zwischen dieser 1847 und einer Session Steel - ebenfalls von Ben , allerdings mit polierten Stimmzungen - ist für mich kaum ein Unterschied zu hören. Vom Material her sind die beiden ja auch weitestgehend identisch. Durch das Polieren sprechen die Zungen der Session Steel noch ein wenig schöner an. Wenn ich noch mal eine (diatonische) Harp brauche, werde ich sie mir wieder als Session Steel mit polierten Zungen von Ben machen lassen. Das kann aber dauern, denn ich bin eigentlich mit allen Tonarten versorgt und für Molliges greife ich lieber zur Chrom. Am ehesten noch ein paar Lows ...

Schöne Grüße
Dirk
Damn, this shit is Deep 8)

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Beitrag von Adam_Lark » 14.12.2017, 22:33

Danke für die Info, Dirk. Aber fertig versorgt mit Harps ist man doch eigentlich nie...😊
Ich stelle mir meine Harps selbst ein und bin da inzwischen recht zufrieden (mal sehen, wie ich das mit der 1847 hin kriege). Klar sind die Bouman oder Hanke Harps ein anderes Kaliber (Bertram hat mich auf mal kurz auf einigen spielen lassen), aber besser spielte ich damit auch nicht. Bin wahrscheinlich zu geizig für...Nur Stimmen ist recht nervig, das könnte ich bei einigen Dingern mal machen lassen. Kann ich da welche bei Hanke einschicken oder hat jemand vllt einen besseren Kontakt fürs Stimmen?

Grüße Adam
Blues will never die...

Wildshake
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Beitrag von Wildshake » 15.12.2017, 07:09

Die 1847 und die Session Steel ist vom Klang her (in meinen Ohren) ident. Lediglich die anderen Schalldeckel (Session Steel leicht geschlossen, 1847 weiter offen) bewirken ein leicht anderes Resonanzverhalten. Die 1847 ist so gefühlt mehr der "laute Formel 1 Wagen", die Session Steel der "röhrende Ford Mustang". Das der Zuhörer ebenso empfindet wie der Spieler ist dabei aber eher auszuschließen. Gleiche Stimmplatten und gleiche Stimmzungen ergeben halt auch ein relativ gleiches Ergebnis...

Die Ansprache ist in beiden Fällen reine Einstellungssache. Ich musste meine Seydels (egal welches Modell) immer ein wenig nachjustieren. Bei mir kamen die Löseabstände werksseitig immer zu weit offen.
Mein persönlicher Favorit unter den beiden ist die Session Steel. Auch wenn ich die 1847er schöner finde, ist mir das Design mit den versenkten Stimmplatten und Ufo-Deckeln der Session lieber.

ferd07
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Beitrag von ferd07 » 22.12.2017, 10:52

Hallo zusammen

Hier mein Resümee nach einigen Wochen intensivem Auseinandersetzen mit der Session Steel:

Ich habe mir die Session Steel besorgt, weil mir der Seydel Edelstahl Sound gefällt, und auch die abgerundete Form meiner Spielweise sehr entgegenkommt. Was mir sofort aufgefallen ist, dass sie sich im Spielgefühl deutlich von den Hohner Modellen die ich bis dato spielte unterscheidet. Ich finde sie deutlich „anstrengender“ und schwerfälliger. Tiefere Bendings (Ganzton, 1 ½ Ton) brauchen wirklich Kraft damit sie ansprechen. Gut dachte ich, Edelstahlzungen werden sich wohl länger einspielen müssen, vielleicht ein bisschen nachlösen, dann wird das schon. Also ein paar Wochen gespielt. Löseabstände eingestellt, das hat die Situation vor allem bei den Bendings verbessert, aber immer noch Meilen weit von der Ansprache meiner alten Hohne Blues Harp (!!) entfernt.

Im Vergleich zur Steel finde ich auch die Session Standard deutlich weniger anstrengend zu spielen.

Mein Urteil über die Session Steel fällt nach einigen Wochen intensiven Spielens also zwiespältig aus: der Sound ist super, laut sehr präsent. Das Spielen strengt mich aber sehr an, und ich „kämpfe“ nicht gerne mit meinem Instrument. Ich habe das Gefühl das ich mit einem leicht zu spielenden Instrument effektiver übe, und daher bin ich bis auf weiteres zu Hohner zurück. Spiele nun wieder meine Blues Harp, eine SP20 und eine Golden Melody (die ich besonders liebe). Diese Instrumente kann ich out of the Box leicht spielen und benden, was mir effektives und zielgerichtetes Üben ermöglicht.

Da ich nicht ausschließen kann, dass mein aktueller Kenntnis- und Übungsstand hier der limitierende Faktor ist, und ich in Zukunft vielleicht noch mehr „Kraft“ aufbaue und dann auch die Session Steel entspannt spielen kann, habe ich beschlossen die Session Steel vorerst zurückzulegen.

Soweit meine Erfahrung…
Es grüsst

Ferd

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