16.12. Bluesrange in Lauterbach / Crown

Was kommt? Was war los?

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daniel
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16.12. Bluesrange in Lauterbach / Crown

Beitrag von daniel » 09.12.2017, 19:23

Blues und Bluesrock vom allerfeinsten in Osthessen 8)


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Derdaniel

Mario
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Beitrag von Mario » 09.12.2017, 20:42

Sieht schick aus, die Bühne.

Aber als ich die Setlist gelesen habe, dachte ich als erstes:"Endlich mal wieder jemand, der Hoochie Coochie Man, Got My Mojo Working und all die anderen Songs spielt, die jeder spielt (Ironie off)." Das sind ja zur Hälfte Gassenhauer. Macht Euch das wirklich Spaß oder geht's nur darum, das (wahrscheinlich mal wieder völlig unmusikalische) Publikum zufriedenzustellen?

Viel Spaß trotzdem!
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daniel
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Beitrag von daniel » 09.12.2017, 21:07

Hihihi
Unser gitarrist kann da nicht und wir spielen mit nem befreundeten guitarrero, der uns aushilft, daher die hohe anzahl an „ klassikern“
Und ausserdem
1. spielen wirs geiler als alle anderen,
2. sinds nicht ohne grund klassiker
3. ist es auf jeden fall besser als die Aushilfs SRV fuzzis

:lol: :lol: :lol: :lol:

Derdaniel

MrT
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Beitrag von MrT » 10.12.2017, 09:08

Und lustigerweise gehört ja auch stormy monday zu den klassikern, die jeder spielt, aber auch (fast) jeder harper falsch. So ein klasse Song und verschenkte Akkorde :roll:
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drstrange
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Beitrag von drstrange » 10.12.2017, 10:02

Hi Daniel

Arbeitet Ihr noch mit Zettelwirtschaft oder benutzt Ihr auch schon
iPads und dann setlistmaker oder Onsong??

Hintergrund:
Ich will mir ein kleines Repertoire an Bluesklassikern in mein iPad
auf Onsong abspeichern. Dazu benötige ich die Songs auf einer
A4 Seite mit Länge, BPM, Songkey, Harpkey, Text und den Akkorden.
als Word Datei .

Kannst Du mir die Titel Deiner Setliste oder auch weitere als word
Dokument zukommen lassen? Wir können auch tauschen aber die
Songs die ich jetzt teilweise mit meiner "gute Laune alte Opa band"
spiele sind für Dich bestimmt eher langweilig.

Idee:
Könnte man nicht hier im Forum eine Word-Datenbank einrichten
in der alle Ihre Songs reinladen können und sich so austauschen??
Ist bestimmt zu viel Arbeit oder?

drstrange
Moral is wat für kleene Leute, damit se im Kaufhaus nüscht klaun.
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daniel
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Beitrag von daniel » 10.12.2017, 12:51

@Mr.T. Nicht alles was man machen KANN muss man auch machen. Dadurch wirds nicht automatisch falsch oder ? Meistens ist gerade bei DEM stück weniger mehr ( wenn sich die meisten Gitarristen dabei schon selbst befriedigen) 8)

@dr. : Zettelwirtschaft! Ich könnt verrückt werden wenn ich (blues)bands sehe, wo jeder son tablett vor sich stehen hat. Entsetzlich!
Ich kann dir gerne unsre liste schicken, aber das nutzt ja denke ich nic. Da steht ja nur lied und erfinder drauf. Und die tonart in der WIR es spielen. Das mag manchmal originaltonart sein, mehr aber auch nicht.

Ich finds cool auch die alten klassiker zu spielen. Immer wieder anders, immer wieder neu. Wenn man „aktuelle“ bluesnummern spielt wirds ja doch (nach allem was man so hört und liest) eigentlich meist böse Covermukke

Letztendlich sagt ein altes Sprichwort: „wer die Musik bezahlt darf bestimmen was gespielt wird“ und ihr werdet nicht abstreiten dass die „klassiker“ immer gehen. Wir sind doch keine Missionare. Der mensch ist ein gewohnheitstier. Was ist Weihnachten ohne Schnee? Ein Frühschoppen ohne Vogelwiese? Ne bluesband ohne mojo? Kannste alles vergessen :lol: :lol:

Achso: das bild ist nicht von da, da waren wir noch nicht. Das war in der Kapelle. Beim nächsten gig wird die Lautstärke wieder „genretypisch“ da darf der hyperhyperamp wieder mit




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MrT
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Beitrag von MrT » 10.12.2017, 14:46

Normalerweise ja, weniger ist mehr, aber gerade bei stormy monday die Halbschritte nicht mitzuspielen, da bin ich geneigt es als falsch zu bezeichnen, weil das schließlich der Grundcharakter des Stücks ist.
Das innerhalb eines Durchlaufs zu machen, um Spannung zu erzeugen, ist sinnig, es einfach gar nicht zu machen, ist falsch. Ja falsch.
Wenn es mal einen wirklich coolen Blues gibt, der sich dadurch durch andere abhebt, dann sollte ich auch die Akkorde zu würdigen wissen.
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Mario
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Beitrag von Mario » 10.12.2017, 21:29

daniel hat geschrieben:Ich könnt verrückt werden wenn ich (blues)bands sehe, wo jeder son tablett vor sich stehen hat. Entsetzlich!
Volle Zustimmung. Ich roll auch immer mit den Augen, wenn ich diese Tablets im Notenständer sehe. Da spielt man schon ganz traditionelle Musik, was eh schwierig genug zu verkaufen ist, wenn's eben nicht nur Gassenhauer sind. Und dann steht man da mit nem Tablet - das passt für mich nicht zusammen. Fehlt nur noch das MIDI-Schlagzeug dazu. Gut eingespielte Bands brauchen zum Teil nicht einmal eine Setlist. Da einigt man sich vor dem Set auf eine handvoll Stücke oder Stückarten (Slow Blues, Shuffle etc.) und los geht's. So 5 - 7 Stücke oder Stückarten, die man schon tausend mal gespielt hat, kann man sich auch gerade noch so merken. Meistens hat doch auch jedes Bandmitglied seine 1 bis 2 Lieblingsstücke, die er gerne untergebracht haben möchte. Dann merkt sich jeder seine Stücke und nach welchen Stücken diese kommen. Einfacher geht's kaum. Im Zweifelsfall spricht man sich kurz vor dem nächsten Song nochmal ab. Dauert fünf Sekunden. Ich meine, hey: wir spielen Blues. Da kann man ruhig etwas variieren und improvisieren. Und wer statt guter, traditioneller Bluesmusik durchgeplantes Spektakel sehen möchte, der ist bei mir eh falsch. Da würde ich dann DJ Bobo empfehlen.
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daniel
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Beitrag von daniel » 10.12.2017, 21:40

Aaalso, ich finde ne setliste in sofern wichtig, als das man versucht die stücke rhythmisch und geschwindigkeitsmässig zu mischen, vielleicht auch eine gewisse „dramaturgie“ (ok, mach ich nicht 8) ), guckt, was hatten wir das letzte mal da gespielt, wenn man dann noch 2 Sänger/innen hat isses garnicht so einfach wie man denkt. Also, setlist auf papier, von EINEM vorbereitet find ich schon -6-- , gerade WENN man als Band ne zeitlang zusammen spiet darf das das Publikum auch merken, dass man keine bunte Jamtruppe ist.

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munkamonka
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Beitrag von munkamonka » 10.12.2017, 21:50

MrT hat geschrieben:Normalerweise ja, weniger ist mehr, aber gerade bei stormy monday die Halbschritte nicht mitzuspielen, da bin ich geneigt es als falsch zu bezeichnen, weil das schließlich der Grundcharakter des Stücks ist.
Das innerhalb eines Durchlaufs zu machen, um Spannung zu erzeugen, ist sinnig, es einfach gar nicht zu machen, ist falsch. Ja falsch.
Wenn es mal einen wirklich coolen Blues gibt, der sich dadurch durch andere abhebt, dann sollte ich auch die Akkorde zu würdigen wissen.
Nee, das ist nicht falsch, sondern die Original Version. Die typischen Akkorde gab's erst bei späteren Cover Versionen.
Glaube ich.
M
... meiner meinung nach

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Beitrag von MrT » 11.12.2017, 03:42

Ist zwar langsam fernab vom Thread (sorry dafür) aber noch dazu, Markus:
Das ist ja egal.
Der Song hat ja auch (meine ich) je nach Version verschiedene Chord Changes.
Aber, egal ob nun mit oder ohne oder in welcher Form, man sollte die Akkorde nicht ignorieren.
Die Richtigkeit des Spiels richtet sich ja (sinnigerweise) nicht nach der Originalversion.
Als Beispiel:
Wenn das Stück im Original in G gespielt wird, auf einer Session aber in a,
nehme ich dann (für 2. Position) eine C , weil es ja ursprünglich in G war?
Ne, ist dann trotzdem falsch.
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Beitrag von drstrange » 11.12.2017, 04:24

Also ich finde das mit den Tablets gut. Ältere Männer können sich nicht
so viel merken und den Leitzordner oder Schnellhefter auf Tochters
Notenständer (alles schon gesehen.auf der Bühne) kommt für mich noch
dämlicher zumal so ein pad den Vorteil hat,daß der Zuschauer nicht sofort
erkennen kann, wofür das ist mitten in diesem Technikhaufen. Es ist dezent
in Schwarz und könnte auch eine Steuerung fürs Mischpult sein.

Aber auf meine Truppe trifft das alles nicht zu was Du schreibst Daniel.
Weder sind wir ne Bluesband noch spielen wir die Klassiker und natürlich
kommt die Show nicht zu kurz. Was heißt Show?, Man geht mal ins Publikum,
oder setzt sich auf die Treppe. Bei der englischen Vorband von Robert
Plant in München riss sich der Harper erst das Hemd vom Leib und danach
seine Brusthaare raus, die er dann im Publikum verteilte, sowas muß ich
mir nicht antun, ich bin kein Profi und bekomme mein Geld woanders her.
Ausserdem haben wir das Problem, was viele Bands haben. Wir haben zu
wenig gute Muggen und können uns so also wenig "einspielen" um nun das
Repertoire von 3 - 4 h uns draufzuschaffen. Auch zu den Proben sind selten
immer alle da, es geht leider nicht. Und so kommt es, daß Sänger und ein
paar andere (ich) so ein Pad am Ständer haben, weil wir feststellten, das stört
das Publikum bei weitem nicht so sehr, wie ein aufgeschlagenen Schnellhefter.
(kleiner, unauffälliger, technischer)

Mehr als ein Tablet on stage würde mich stören, wenn alles schon digitalisiert
wäre aber ich hab noch tubeamp und der Guitarrero auch und so gehts.
Und ne Drummmaschine (Herbert) brauchen wir nicht, wir sind ja keine
Alleinunterhalter.

PS: Wenn Du mir die Songs schicken würden, wäre mir das sehr recht.
Vielleicht kann ich mal irgendwann revanchieren.
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Mamo
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Beitrag von Mamo » 11.12.2017, 06:57

Moin!

Ich habe auch ein Tablet auf der Bühne. Und unsere zwei anderen Sänger haben noch ihre Ordner auf der Bühne.
Wir sind allerdings auch keine Bluesband, die nur 5-7 Stücke spielt.
Wir spielen 3-4 Stunden Programme mit Classic Rock. In unserem Repertoire sind etwas mehr als 160 Lieder. Da wir auch unser Geld noch mit profaner Arbeit verdienen müssen und nicht immer alle bei der Probe dabei sein können, sind wir nicht in der Lage alle Lieder auswendig zu können! Und das Alter tut sein Übriges dazu.

Unser Leadgitarrist ist wegen der Ordner/Tablets auch nicht so begeistert. Aber das Publikum stört sich nicht daran! So what!

Gruß Marco

daniel
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Beitrag von daniel » 11.12.2017, 08:53

So, eija, kommt ihr dann jetzt wenigstens auch alle???

Derdaniel

munkamonka
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Beitrag von munkamonka » 11.12.2017, 10:18

Aso, Till, hatte dich falsch verstanden.
Klar, wer nicht hört in welcher Beziehung das eigene Spiel zu den harmonien steht, der macht nicht wirklich Musik...
... meiner meinung nach

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