Tabs für Bozner Bergsteigerlied

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DJP
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Re: Tabs für Bozner Bergsteigerlied

Beitrag von DJP » 14.02.2020, 11:44

Danke dir 👍

DJP
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Re: Tabs für Bozner Bergsteigerlied

Beitrag von DJP » 14.02.2020, 12:42

Ich hab grade mal nachgeschaut ich glaube für das Stück ,,Auf der Vogelwiese´´geht nicht oder? Zumindest nicht für eine normale C- Mundharmonika

Juke
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Re: Tabs für Bozner Bergsteigerlied

Beitrag von Juke » 14.02.2020, 15:05

gaudal hat geschrieben:
14.02.2020, 03:49
Ist der Grund für diese Beschneidung der Kommunikation bekannt?
viewtopic.php?f=20&t=14094

Schöne Grüße
Dirk
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daenou
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Re: Tabs für Bozner Bergsteigerlied

Beitrag von daenou » 14.02.2020, 15:36

Nein, die Polka "Auf der Vogelwiese" von Josef Polkar kannst Du nicht einfach so auf einer Bluesharp spielen. Das Stück hat in der Mitte einen Tonartwechsel, im Original von Db (DES) nach Ab (AS), also notiert von 5 bzw. 4 'b' in den Noten. Du müsstest also schon mal zwei Instrumente nehmen und diese mitten im Stück wechseln. Das ist aber noch nicht alles, es hat auch einige Auflösungszeichen und Kreuze bei einzelnen Noten, diese müssen dann also jeweils einen Halbton höher gespielt werden als notiert.

Hier sind wir in der Domäne der chromatischen Mundharmonika, wo Du mit dem Schieber jeweils einen Halbton höher erreichst. Ich würde, wenn ich das spielen wollte, die Noten nach C-Dur transponieren und den Tonartwechsel bei den einzelnen Noten berücksichtigen. Dann würde ich die Tabs dazu notieren und könnte es dann in allen Tonarten spielen, von denen ich eine chromatische Harmonika habe (also nicht in der Originaltonart, es gibt meines Wissens keine Chrom in Db ab der Stange). . Oder dann eine Db von Hohner oder Seydel extra machen lassen, kostet so ca. 200 zusätzlich. Oder meine CX12 in D auf Db umstimmen.

Das Stück im Original auf einer Standard C Chrom zu spielen, das überlasse ich dann gerne den Profis und den ambitionierten Musikern, von denen es weltweit wohl nicht manche gibt

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Re: Tabs für Bozner Bergsteigerlied

Beitrag von Juke » 14.02.2020, 16:50

Bei durchgehend gedrücktem Schieber spielt sich eine Chromatische in C in Db. Für die Zwischentöne muss man dann den Schieber wieder loslassen, wobei man natürlich beachten muss, dass der erklingende Ton in diesem Fall einen Halbton tiefer ist.
Im Blues ist es nicht so unüblich, Stücke komplett mit gedrücktem Schieber (dann in der 3. Position, also Eb mit einer C-Chrom) zu spielen. Auch harmonische Rückungen von D nach Eb kommen im Blues vor.

Schöne Grüße
Dirk
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Re: Tabs für Bozner Bergsteigerlied

Beitrag von triona » 14.02.2020, 17:17

Mittlerweile ist mir zwar der Dirk zuvor gekommen, aber ich lösche das jetzt nicht mehr. Es hat zudem auch noch einen inhaltlichen Mehrwert. ;)

daenou hat geschrieben:
14.02.2020, 15:36
... es gibt meines Wissens keine Chrom in Db ab der Stange). . Oder dann eine Db von Hohner oder Seydel extra machen lassen, kostet so ca. 200 zusätzlich. Oder meine CX12 in D auf Db umstimmen.

Das Stück im Original auf einer Standard C Chrom zu spielen, das überlasse ich dann gerne den Profis und den ambitionierten Musikern, von denen es weltweit wohl nicht manche gibt

Das kriegst du viel einfacher. Eine Chrom in C ist mit ständig gedrücktem Schieber im Grunde genommen eine C# und damit praktisch auch eine Db. Wenn du sie mit gedrücktem Schieber spielst, dann mußt du nur bei recht wenigen Tönen den Schieber loslassen, um auf Ab zu kommen. D.h., du müßtest eben von Gb (= A#) nach G wechseln.

Wenn du dann noch eine CX-12 nimmst, kannst du es dir noch einfacher machen. Bei dieser läßt sich nämlich mit einem Handgriff sekundenschnell der Schieber heraus ziehen, mit einem weiteren kurzen Handgriff den Schieberknopf abgezogen und herum gedreht, und mit einem dritten Handgriff den Schieber wieder umgekehrt hinein geschoben. Dann hast du mit gelöstem Schieber eine Chrom in C#/Db. Auf die Töne der C-Dur-Tonleiter kommst du dann durch Drücken des Schiebers.

Der einzige spieltechnische Unterschied zu einer "normalen" Chrom ist dann, daß das Drücken des Schiebers nicht alle Töne um einen Halbton erhöht, sondern diese jeweils um einen Halbton erniedrigt. Und wenn du die MuHa wieder wie gewohnt als normale C spielen willst, dann mußt du den Schieber einfach wieder umbauen.

Auf die gleiche Weise kannst du auch auf eine Chrom in G durch ständiges Drücken des Schiebers sehr gut in Ab spielen, bzw eine CX-12 in G im Nu auf Ab umstecken, oder eine D auf Eb, usw.


@ Seydel: der Aufpreis einer konfigurierten Chrom gegenüber einer normal gestimmten ist nicht 200 €, sondern 50 € für die Deluxe Steel oder 60 € für die Saxony.


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Re: Tabs für Bozner Bergsteigerlied

Beitrag von Juke » 14.02.2020, 17:34

Das ist allerdings ein Mehrwert gegenüber meinem Post. :)

Schöne Grüße
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Re: Tabs für Bozner Bergsteigerlied

Beitrag von triona » 14.02.2020, 18:04

Und wenn du willst, kommst du so an eine vollständige Serie von Chroms rund um den Quintenzirkel. Und das sogar mit halbem Materialeinsatz, und vor allem ganz ohne Feile. Und daran, daß der Schieber die Töne bei den b-Tonarten als Grundeinstellung erniedrigt und bei den #-Tonarten erhöht, kann man sich auch recht schnell gewöhnen. Das ergibt sich so gesehen fast schon "intuitiv" > # erhöht, b erniedrigt. :)

Besonders interessant ist das "Umrüsten" der Grundtonart, wenn man viel mit Blaskapellen (Blech- oder Holz-, wahrscheinlich auch Bigband) zusammen spielt, oder deren Noten im Original spielen will ohne laufend transponieren zu müssen. Es ist wahrscheinl kein Zufall, daß die Chrom in Bb besonders im Jazz sehr beliebt ist.


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Re: Tabs für Bozner Bergsteigerlied

Beitrag von Juke » 14.02.2020, 18:16

Stimmt, die spielt ganz famos in c-moll! ;)

Schöne Grüße
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Re: Tabs für Bozner Bergsteigerlied

Beitrag von triona » 14.02.2020, 18:49

Und vor allem mit dem Blech und den Sax/Klarinetten.
Da werden doch die Tonarten mit den b bevorzugt.
Drum ist doch auch die Vogelwiesen-Polka in Db und Ab. Wer käme denn sonst auf so eine Idee - außer vlt noch Harfenspielern?


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