Harp-Größen, die ich live erlebt habe

Hör / Sieh dir das mal an!

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daniel
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Re: Harp-Größen, die ich live erlebt habe

Beitrag von daniel » 07.11.2019, 10:13

munkamonka hat geschrieben:
06.11.2019, 09:12
okay, nehme ich das Kompliment mal an, danke
passt nur nicht ganz zum titel des threads, befürchte ich...
;)
Ach jetzt stell dich doch nicht an wie der Papst im Puff.
Du weißt doch was du kannst und du weißt auch was du dafür getan hast. Gibt soviele die ständig im glanz der grossen glänzen wollen und nix oder wenig drauf haben. Sei froh, du gehörst nicht dazu und offensichtlich fällst du trotzdem auf.

Derdaniel

Littleroger
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Re: Harp-Größen, die ich live erlebt habe

Beitrag von Littleroger » 07.11.2019, 17:56

Danke für die netten Worte.

Für mich sind die Größen aber eher in einer anderen Liga als ich. Es hat auch nicht primär was mit Technik zu tun. Howling Wolf und Jimmy Reed sind für mich unbedingt weit vorne aber bestimmt keine Helden technisch gesehen. Ebenso gibt es viele Spieler, die technisch 1a sind aber nichts zu sagen haben - da schreibe ich keine Namen, sonst geht das Gespräch nochmal los ;-) In Deutschland gibt es für mich keinen Spieler, der auf so einer Liste Platz finden würde.

Gesehen habe ich.... und teilweise persönlich kennengelernt - eine Erfahrung hat mich um einiges bereichert

William Clarke
Kim Wilson
Rod Piazza
Mark Hummel
Carey Bell
Junior Wells
Billy Branch
Frank Frost
Lazy Lester
Rick Estrin
Charlie Musselwhite
James Harman

Eventuell auch aber schon für mich persönlich anders einzuschätzen....

Paul Lamb - ich mag den Paul gerne aber ob er hier stehen soll, weiß ich nicht.
Magic Dick - na ja - aber einflussreich bestimmt.
Keith Dunn
RJ Mischo
Mitch Kashmar
Dennis Gruenling
John Nemeth
Joe Filisko
Mark Ford
Andy Just
Sugar Blue

Ich habe natürlich viel mehr gesehen aber die hier wären auf meiner persönlichen Liste.
Gruß an alle
R

TeeJay
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Re: Harp-Größen, die ich live erlebt habe

Beitrag von TeeJay » 07.11.2019, 20:52

Ein wenig scheint sich das ja zu mischen, die Größen, und die Vorlieben ...

In den 70ern hab ich den Ford-Transit auf der berühmt, berüchtigten A40, 430, B1 oder wie wir füher gesacht haben, aufm Ruhrschnellweg mit 160 (ja, mit bestimmten Motor ging der so) im Berufsverkehr fast irgendwo hingerissen; im Radio wurden die die T-Birds gespielt, ich war fix und feddich und musste aufn Parkplatz raus ....

Grandios; das Original von She's Tuff (tough) dann nich mehr so ...

Ich hab Platten bis zum geht nich mehr gekauft, die alten Fab-Ts (auch wenn Markus - für mich eine Harp-Größe - und ich über Kim Wilson stundenlang debattieren könnten) und Slim Harpo hör ich heut immer noch, Lazy Lester, Frank Frost eher selten ...

Irgendwann in den 90ern fiel mir Carlos Del Junco, B Thing in die Hände/ ins Ohr und ich wurde gewahr, daß er hier im Pott spielt; mein damaliger Provider, Influencer in Sachen Blues und Inhaber des damals besten Plattenversandes erklärte mir, der Carlos spiele mit ner drittklassigen Band, die dem nicht gerecht würde; egal, ich habs mir angehört und in dieser Kombination vielleicht sogar das für mich beste Blueskonzert aller Zeiten erlebt, Carlos hat sich damals im im Gespräch als total netter, umgänglicher Typ erwiesen (seitdem suche ich immer noch ein altes Elektrovoice).

Paul Lamb und die King Snakes, es gab in irgendeinem der 3.Programme ein Wahnsinnskonzert, genau so hab ich sie dann in den 90ern auch hier zweimal gehört.

John Mayall in den 80ern; ich trau mich fast nich das zuzugeben, aber es war geil.

Gruß
Thomas

munkamonka
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Re: Harp-Größen, die ich live erlebt habe

Beitrag von munkamonka » 08.11.2019, 09:09

gute Liste, Roger,

von der wären auf meiner 'wunschliste'

Kim Wilson
Rod Piazza
Rick Estrin
James Harman
Dennis Gruenling

an lebenden Spielern, die ich gerne noch sehen würde. die anderen sind entweder schon gestorben, ich hab sie schon gesehen oder ich finde sie nicht soooo spannend.
ob rod piazza noch tourt weiß ich nicht, kim wilson hat seine auftritte abgesagt, ich wollte eigentlich am sonntag nach Leipzig.

James Harman ist ein persönlicher Held für mich, auch kein technik-superstar, aber unglaublich musikalisch.

bei dir fehlt noch jerry portnoy, obwohl der ja etwas lustlos geworden sein soll, weiß auch bei ihm gar nicht, ob er noch tourt. aber ne harp-größe ist er bestimmt. und war vor ein paar jahren noch in Deutschland zu sehen.

der hinweis auf paul lamb ist auch richtig, auch ein sehr cooler typ. würde ich auch sofort hingehen, wenn er mal in der nähe wäre. und wenn man die zeit zurückdrehen könnte, wäre ich gerne mal bei Hollywood Fats mit Al Blake gewesen.

Und ohne Schleimerei, aber ich finde hinter den 'mittelgroßen' stars wie mark hummel oder mitch kashmar brauchst du dich nicht verstecken...

gruß
m
... meiner meinung nach

UNI
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Re: Harp-Größen, die ich live erlebt habe

Beitrag von UNI » 08.11.2019, 11:07

Hallo Markus,
bei den lebenden Harp-Instrumentalisten sollte man bedenken, dass auch die nicht jünger werden. Jerry Portnoy, der auch für mich einer der ganz Großen ist, wird zum Beispiel am 25. diesen Monats 76 Jahre alt und ob man da noch ständig rund um den Globus unterwegs sein möchte ? Man kann in dem Alter fit wie ein Turnschuh sein, es gibt aber leider auch gegenteilige Schicksale. Aber das Harpspielen hält jung, ich merke es an mir selbst. Ich fühle mich auch nicht wie 59, eher wie 58-dreiviertel. Oder eben 'mal wie siebzehn und 'mal wie siebzig.
In diesem Sinne
Viele Grüße aus Thüringen
von
UNI

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Re: Harp-Größen, die ich live erlebt habe

Beitrag von Juke » 12.11.2019, 21:13

Dennis Gruenling darf ich auch auf meiner Liste abhaken. :-D

Schöne Grüße
Dirk
Damn, this shit is Deep 8)

Und in Bezug auf neues Zeugs (Harps, Amps, Mikros, Effekte usw.) wusste bereits Schiller: Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.

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Re: Harp-Größen, die ich live erlebt habe

Beitrag von Juke » 28.11.2019, 22:43

TeeJay hat geschrieben:
07.11.2019, 20:52
... im Radio wurden die die T-Birds gespielt, ich war fix und feddich und musste aufn Parkplatz raus ....

Grandios; das Original von She's Tuff (tough) dann nich mehr so ...
Wenn ich mich nicht irre, ist das Original von Jerry McCain ... mit bärenstarkem Sound beim Solo.

Marco Jovanovic wurde ja bereits genannt. Heute Abend hatte ich das große Vergnügen Marc Breitfelder zu hören, der bei uns mit seinem langjährigen Kollegen Georg Schroeter sowie Torsten Zwingenberger an den Drums und Kalle Reuter an der Gitarre auftrat. Marc spielt einen ähnlichen Stil wie Marco, nicht unbedingt "klassischer" Chicago-Blues, ziemlich stark vom Jazz angehaucht, technisch brillant und extrem sicher in allen Positionen. Mit einem unglaublichen Tempo spielt er chromatische Läufe auf der diatonischen Harp, dass man aus dem Staunen nicht mehr raus kommt. Alles musikalisch passend und dabei songdienlich. Dass er auch noch die Chromatische beherrscht, wunderte mich da überhaupt nicht mehr. Seine Harps stellt er selber ein, verwendet als "Ausgangsmaterial" dazu Harps von Thomas Hanke, Joe Filisko und Toni Ramos. Wer kann, der kann.
Wenn Marc mal bei euch in der Gegend ist, unbedingt anhören!
@Triona: In Aue spielt er wohl öfter ... ;)

Schöne Grüße
Dirk
Damn, this shit is Deep 8)

Und in Bezug auf neues Zeugs (Harps, Amps, Mikros, Effekte usw.) wusste bereits Schiller: Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.

Adam_Lark
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Re: Harp-Größen, die ich live erlebt habe

Beitrag von Adam_Lark » 29.11.2019, 06:00

Damit ich das richtig verstehe: Er nimmt Hanke oder Filisko Harp und macht sie für sich BESSER? Da kann ich mir nur vorstellen, dass er wegen OBs die Lösabstande verringert. So ne Harp würde ich wahrscheinlich nicht ändern wollen. Aber wie du sagst: Wer kann, der kann...

Gruß

Adam
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Re: Harp-Größen, die ich live erlebt habe

Beitrag von Adam_Lark » 29.11.2019, 06:13

Was die persönlichen Helden angeht, die noch leben: Ich sehe das sehr ähnlich wie Markus. Wilson, Gruenling, Harman. Von der Technik her eher die ersten beiden, und Harman, weil er einfach abgeht als Frontmann (plus sehr fetter Sound). Den würde ich wahrscheinlich am liebsten sehen.

Und Markus ist ein klasse Harper, das weiss er sicher. Und Roger sowieso. Für mich seid ihr beide definitiv inspirierend. Braachemernetdrübberredde...

Gruß Adam
Blues will never die...

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Re: Harp-Größen, die ich live erlebt habe

Beitrag von marcbreitfelder » 03.12.2019, 15:05

Juke hat geschrieben:
28.11.2019, 22:43
TeeJay hat geschrieben:
07.11.2019, 20:52
... im Radio wurden die die T-Birds gespielt, ich war fix und feddich und musste aufn Parkplatz raus ....

Grandios; das Original von She's Tuff (tough) dann nich mehr so ...
Wenn ich mich nicht irre, ist das Original von Jerry McCain ... mit bärenstarkem Sound beim Solo.

Marco Jovanovic wurde ja bereits genannt. Heute Abend hatte ich das große Vergnügen Marc Breitfelder zu hören, der bei uns mit seinem langjährigen Kollegen Georg Schroeter sowie Torsten Zwingenberger an den Drums und Kalle Reuter an der Gitarre auftrat. Marc spielt einen ähnlichen Stil wie Marco, nicht unbedingt "klassischer" Chicago-Blues, ziemlich stark vom Jazz angehaucht, technisch brillant und extrem sicher in allen Positionen. Mit einem unglaublichen Tempo spielt er chromatische Läufe auf der diatonischen Harp, dass man aus dem Staunen nicht mehr raus kommt. Alles musikalisch passend und dabei songdienlich. Dass er auch noch die Chromatische beherrscht, wunderte mich da überhaupt nicht mehr. Seine Harps stellt er selber ein, verwendet als "Ausgangsmaterial" dazu Harps von Thomas Hanke, Joe Filisko und Toni Ramos. Wer kann, der kann.
Wenn Marc mal bei euch in der Gegend ist, unbedingt anhören!
@Triona: In Aue spielt er wohl öfter ... ;)

Schöne Grüße
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Hallo Dirk, freut mich, dass Dir das Konzert so gut gefallen hat. Ich bin seit heute auch hier im Harpforum. Ja ich löse meine Customharps nach. Ich brauche einige Töne ein wenig niedriger gelöst, so würde sie aber kein Customizer rausgeben. Liebe Grüße Marc

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Re: Harp-Größen, die ich live erlebt habe

Beitrag von triona » 03.12.2019, 15:20

Herzlich willkommen hier.
Juke hat geschrieben:
28.11.2019, 22:43
@Triona: In Aue spielt er wohl öfter ... ;)
Und wo spielst du dann, wenn du hier bist?
Davon habe ich bislang noch nie etwas erfahren.


liebe grüße
triona
Dess daacht doch alles nischt, dess naimodisch Zaich.
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Ich hab nur einmal ganz kurz auf die Maus geklickt - ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Meine Nachbarn hören Mundharmonika - ob sie wollen oder nicht.

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Re: Harp-Größen, die ich live erlebt habe

Beitrag von marcbreitfelder » 03.12.2019, 19:11

Hallo Triona, danke. Ich weiss im Augenblick gar nicht den nächsten Termin Aue, aber ich spiele mit Georg Schroeter, Abi Wallenstein und Martin Roettger am 01. und 02.02.20 das Artmontan- Festival und sonst bin ich zZt 3-5- im Jahr im Erzgebirge - meist in der Nähe von Marienthal Liebe Grüße Marc

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Re: Harp-Größen, die ich live erlebt habe

Beitrag von triona » 03.12.2019, 19:43

Danke. Artmontan kenne ich. Das ist ja meistens in Pöhla in den Zinnkammern oder auch schon mal in Schwarzenberg.
Marienthal? In Zwickau oder das Kloster in der Lausitz?
Na ja, man wird sehen. Du kannst deine Termine ja jetzt hier veröffentlichen.


liebe grüße
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