Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

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Franz´l
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Beitrag von Franz´l » 09.03.2018, 18:47

Soweit mir bekannt hat Walter Buchinger (wenn er das sein sollte) nicht selbst an Stimmung geschraubt.
Ich tippe darauf dass Günter Bayer diese Mundharmonika umgestimmt hat.

Habe gerade gesehen das wieder eine Chordomonica II „C“ angeboten wird.

https://www.ebay.de/itm/Larry-Adler-2-x ... 0005.m1851
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triona
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Beitrag von triona » 09.03.2018, 19:47

Und was ist jetzt der Vorteil dieser Stimmung gegenüber der anderen "C"?

Du hast jeweils die Belegung der Kanäle 1+2, 5+6 und 9+10 ausgetauscht gegen die Kanäle 3+4, 7+8 und 11+12.
Die verfügbaren Töne bleiben die selben. Die verfügbaren Akkorde bleiben ebenso die selben.
Einige Akkorde sind bei beiden Stimmungen jeweils in 3 Oktaven vorhanden. Andere hingegen nur in 2 Oktaven. Dieses Verhältnis ist jetzt genau umgekehrt. Akkorde, die bei der einen Stimmung in 3 Oktaven vorhanden waren, sind bei der anderen nur noch in 2 Oktaven verfügbar und umgekehrt.

Was ist da jetzt der praktische / spieltechnische Vorteil bzw Unterschied?
Gibt es Lieder, wo die Häufigkeit der Verfügbarkeit und die genaue Lage genau der selben Akkorde auf der MuHa eine Rolle spielt?


Außerdem: Warum hast du die Kanäle 1 und 2 auf deiner Zeichnung mit 3* und 4* bezeichnet, und die Bezeichnung der Kanäle 3 bis 12 belassen? Oder war das nur ein Versehen?


liebe grüße
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Franz´l
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Beitrag von Franz´l » 10.03.2018, 07:08

xx
Zuletzt geändert von Franz´l am 10.03.2018, 07:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Franz´l » 10.03.2018, 07:16

Also erst einmal vorweg:
Diese e.b.k. Blues Stimmung habe nicht ich sondern Bernd Kiefer erdacht!
Franz´l hat geschrieben:Bernd Kiefer hat durch ein paar wenige Tonänderungen nun auch eine Blues – Stimmung für die Chodomonica II im Angebot.
Ich versuche nur alles erdenkliche was mit Chordomonicas zu -tun hat / haben könnte- publik zu machen.


triona hat geschrieben:Und was ist jetzt der Vorteil dieser Stimmung gegenüber der anderen "C"?
Wenn auch diese Blues – Stimmung für mich weniger in Frage kommen wird, finde ich, das diese Stimmung für Spieler
die gerne mit x7 Akkorden spielen (in Bluesharmonien nicht unüblich) durchaus Freude haben werden.

triona hat geschrieben:Du hast jeweils die Belegung der Kanäle 1+2, 5+6 und 9+10 ausgetauscht gegen die Kanäle 3+4, 7+8 und 11+12.
Die verfügbaren Töne bleiben die selben. Die verfügbaren Akkorde bleiben ebenso die selben.
Einige Akkorde sind bei beiden Stimmungen jeweils in 3 Oktaven vorhanden. Andere hingegen nur in 2 Oktaven.
Dieses Verhältnis ist jetzt genau umgekehrt. Akkorde, die bei der einen Stimmung in 3 Oktaven vorhanden waren,
sind bei der anderen nur noch in 2 Oktaven verfügbar und umgekehrt.
Ich kann jetzt nicht erkennen wie du darauf kommst. Wie unschwer zu erkennen, die neu gebaute Chordomonica II ist in Orchestra-Stimmung!
Was bedeutet, das der tiefste Ton nicht –wie vorher- der Grundton ist sondern eine Quarte (abwärts) ist.

Was du fast richtig erkannt hast, ist: Das sich an vorher verfügbare Töne und Akkorde kaum etwas geändert hat. Das es nun einige Akkordumkehrungen
in der Blues – Stimmung nicht mehr gibt liegt doch in der Natur der Sache.
triona hat geschrieben:Was ist da jetzt der praktische / spieltechnische Vorteil bzw Unterschied?
Gibt es Lieder, wo die Häufigkeit der Verfügbarkeit und die genaue Lage genau der selben Akkorde auf der MuHa eine Rolle spielt?
Steht schon oben aber ich wiederhole mich hier noch einmal:
Franz´l hat geschrieben:Wenn auch diese Blues – Stimmung für mich weniger in Frage kommen wird, finde ich, das diese Stimmung für Spieler
die gerne mit x7 Akkorden spielen (in Bluesharmonien nicht unüblich) durchaus Freude haben werden.
Wenn man die Tontabelle mal genauer anschaut wird schnell deutlich das „nur“ zwei Töne geändert wurden, wobei diese zwei Töne vorher eh doppelt vorkamen.
Also, es sind weder vorher vorhandene Töne- noch Akkorde geopfert worden. Es sind aber zwei Akkorde ( F7 & C7) und ein Ton (Bb) dazu gekommen.
triona hat geschrieben:Außerdem: Warum hast du die Kanäle 1 und 2 auf deiner Zeichnung mit 3* und 4* bezeichnet, und die Bezeichnung der Kanäle 3 bis 12 belassen?
Oder war das nur ein Versehen?
Die Kanalangaben -*3 & *4- hatte ich von Bernd Kiefer übernommen, die Töne- oder Kanäle haben sich ja durch die Orchestra – Stimmung verschoben.
Nach längerem herumgrübeln finde ich aber das man die Kanalangaben ändern sollte.
*3 | *4 | 1 | 2 | 3 | 4| 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 |
Auch wenn Ich selbst keine Kanalangaben brauche, finde ich es so logischer- übersichtlicher.

Ich werde darüber noch mit Bernd Kiefer reden.
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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von elmi007 » 23.05.2020, 12:23

Hallo zusammen

Nach langer Abwesenheit melde ich mich wieder zurück.
Ich habe mir eine neue Chordomonica von Seydel (Spezialstimmung) gekauft. Ich hatte vor x Jahren mal einen Kurs bei Walter Buchinger in Trossingen besucht, und ich war sofort Fan von diesem Instrument. Leider aber hatte ich eine schlechte Chordomonica II von Hohner, deren Schieber sehr streng war. Dazu kam noch mein Frust mit den verklebten Ventilen - so liess ich die Mundharmonikas beiseite - bzw. habe ein paar Instrumente verkauft.

Nun habe ich beim Aufräumen wieder meine Hohner CX12 und ein paar Bluesharps gefunden - und jetzt geht's wieder los.

Meine Frage.
1. Gibt es noch Chordomonica Kurse?
2. Gibt es Lehrhefte dazu (das Einführungsheft habe ich noch)?
3. Gibt es die Chodomonica auch in Blues-Stimmung? Anscheinend hat Bernd Kiefer eine entwickelt.
4. Kontakt zu Bernd Kiefer? Hat er eine Homepage oder eine Mailadresse?

Viele Fragen ich weiss, aber ich bin wieder voll "angefressen".

Elmar
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triona
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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von triona » 23.05.2020, 14:20

elmi007 hat geschrieben:
23.05.2020, 12:23
1. Gibt es noch Chordomonica Kurse?
2. Gibt es Lehrhefte dazu (das Einführungsheft habe ich noch)?
3. Gibt es die Chodomonica auch in Blues-Stimmung? Anscheinend hat Bernd Kiefer eine entwickelt.
4. Kontakt zu Bernd Kiefer? Hat er eine Homepage oder eine Mailadresse?
1. Ja. So weit ich weiß finden bisweilen noch welche statt.
Termine meist im November im Hohner Konservatorium in Trossingen.
Zu erfragen bei Michaela Kitzke.
info@hohner-konservatorium.de

Die Chordomonika ist teilweise auch Gegenstand der Schulungsveranstaltungen in Staufen, Breisgau. Termine meistens im Juni, dieses Jahr ausgefallen bzw verschoben auf 2021.
Zu erfragen bei Bernd Kiefer.
Bernd.Kiefer@t-online.de

2. Ja.
Walter Buchinger
Mundharmonikaspiel mit Eigenbegleitung
Anleitungen, Übungen und international bekannte Notenbeispiele
Verlag Studio Weinberg, Kefermarkt, 2000
20 Seiten mit CD, meines hat € 14,50 gekostet.
Gibt es glaube ich auch bei Bernd Kiefer.

3. So weit ich weiß: Nein.
Bernd Kiefer hat nur den Tonbereich verschoben. Anstelle der höchsten Töne in den Kanälen 11 und 12 hat er diese unten angefügt (= "Orchester"- oder "Orchestra"-Stimmung).

4. siehe 1.
Laß dich in die Versandliste für sein Mundharmonika Info eintragen. Da kommt zu Zeit auch eine kleine Artikelserie von Bernd über die Chordomonika.

Neue Chordomonika II gibt es nach wie vor bei Bernd. Leider ist der Preis mittlerweile über 400 € gestiegen, aufgrund von Preissteigerungen für die Teile bei Hohner. :cry: Das hat die Herstellung nahezu zum Erliegen gebracht. Also gut aufpassen auf die, die du schon hast.

Alte Modelle des Originals von Hohner sind ja auch gebraucht nur sehr selten zu bekommen. Ich denke darüber nach, ob ich vlt bei Bernd bzw Günther Beyer nur die Schieberpakete kaufe und versuche, gebrauchte Hohner 270 oder Discovery o.ä. damit auszurüsten. Es müssen ja nicht so viele Töne umgestimmt werden.

Das Büchlein von Walter Buchinger hat einige Grundübungen und einige einfache Liedbeispiele und 20 Beispiele für Rhythmusbegleitung zu gängigen Tänzen. Die Notenbeispiele sind mit Tabs für Chordomonika versehen. Ganz nett für Leute, die gerne nach Noten lernen. Die Chordomonika II ist aber auch sehr intuitiv erlernbar für Leute, die normale diatonische und chromatische MuHa bereits spielen.

Die Kurse in Trossingen und Staufen setzen flüssige Notenkenntnisse (idealerweise Blattspiel) übrigens voraus. Ich bin dort nicht so gerne gesehen. Ich sitze da immer und schaue in die Luft und spitze die Ohren und spiele dann ab dem zweiten Durchgang mit. :lol: Das irritiert bisweilen manche der Lehrkräfte.


liebe grüße
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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von elmi007 » 23.05.2020, 15:34

Danke Triona

... für die schnelle und ausführliche Antwort!

LG
Elmar
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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von Duo Klangspiel » 01.06.2020, 09:28

Moin,
sitzen hier im sommendurchfluteten Garten....Arbeit ruft schon wieder. 😉
Ich habe noch ein Lehrheft und Spielheft für die Chordomonica. Sicher sind es die bekannten Hefte. Man kann aber fast jedes Liederheft mit Akkorden nutzen. Wichtig ist meines Erachtens, dass man die Melodie richtig spielen kann, die Zungenschlagtechnik beherrscht, vllt. noch das mehrstimmige Spiel. Natürlich die Akkorde an der richtigen Stelle spielen. Alles kann man nicht mit der Chordomonica spielen, sie ist diatonisch aufgebaut. Hilfreich ist hin und wieder, dass man jemanden vorspielen kann, eigene Fehler hört man nicht immer. Pflege und Wartung ist etwas aufwendiger durch das doppelte Schieberpaket. Bei meinen Chordomonicas musste ich schon einige Stimmzungen und Ventile tauschen.
Sonnige Grüße, Olaf
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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von elmi007 » 06.06.2020, 17:56

Hallo zusammen

Ich sehe schon, die Chordomonica-Ecke ist nicht so gross!
Trotzdem eine Frage. Habt ihr normal gestimmte (C-Dur) Chordomonicas? Oder gibt es noch andere Stimmungen.
Z.B. in Moll oder Blues? Habt ihr da Erfahrungen?
Ich überlege mir, ob ich mir eine moll-gestimmte Chordomonica (Am, E7 / Dm, H7) bestellen soll?
Ich habe mir auch überlegt, ob ich eine alte chromatische Harp selber umstimmen soll. Aber man muss so viele
Töne umstimmen, das finde ich sehr heikel und aufwändig.

Liebe Grüsse
Elmar
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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von Duo Klangspiel » 09.06.2020, 20:49

Also, ich spiele die Standard gestimmten Chordomonicas in LE, A und G. Damit habe ich gut zu tun. C-Dur klingt für mich zu hoch. Kommt sicher auch drauf an, welche Lieder man so spielen möchte. Und weil wir im Duett (mit Bluesharp) spielen, haben wir dadurch auch mehr Möglichkeiten. Wer unsere "Chordomonica & Bluesharp" CD kennt, wird es bestätigen können. Umstimmen wäre ich vorsichtig. Manche Stimmzungen machen das nicht lange mit, je nach dem, wie gestimmt werden muss.
VG Olaf
Chromatische und Chordomonica 2

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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von elmi007 » 13.06.2020, 15:49

Hallo Olaf

C finde ich auch generell zu hoch. Lieber B - dann ist man auch gleich mit vielen andern Instrumenten "kompatibel" (Klarinette, Trompete, Sax etc.), oder in LEs, auch mit vielen Instrumenten kompatibel. A finde ich eine schöne Stimmlage und ist gut zum Mitsingen.

Ich habe gerne Latin-Musik, und die ist oft in Moll. Deshalb probiere ich eine Moll-Chordomonica selber zu stimmen. Ich habe jetzt mal eine alte Bluesharp umgestimmt, und das tönt schon sehr gut.

Frage zu eurer CD. Ich konnte das Duo Klangspiel im Internet bzw. in Youtube leider nicht finden. Habt ihr eine Homepage oder hast du einen Link, wo ich euch hören kann? Bin gespannt.

Lg
Elmar
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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von Duo Klangspiel » 14.06.2020, 18:34

N'Abend Elmar, wir haben nirgendwo etwas online gestellt....muss dann alles administriert werden, was zeitlich immer sehr aufwendig ist und uns am Üben fehlt. Und rechtlich auch immer schwierig. Aber ich habe mich mal mit der Cloud beschäftigt, vielleicht funktioniert es: https://soundcloud.com/user-169827665/a ... andersmann
VG Olaf
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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von triona » 14.06.2020, 21:35

Duo Klangspiel hat geschrieben:
09.06.2020, 20:49
Also, ich spiele die Standard gestimmten Chordomonicas in LE, A und G.
Wo hast du die LE her? Von Bernd Kiefer? Oder ist das noch eine alte Hohner original Cham Ber Huang? Oder hast du die selber zusammengebaut?

Ich habe:
C Orchestra (G3 - F#6), Bernd Kiefer
C standard (C4 - C7), alte Hohner original
E (B3 - Bb6), Bernd Kiefer


Hallo Elmar,
Duo Klangspiel hat geschrieben:
09.06.2020, 20:49
Wer unsere "Chordomonica & Bluesharp" CD kennt,
Hier ist die Titelliste dieser CD:

Bild

Der Stil ist in der Art wie die Aufnahmen auf der Soundcloud. Mir gefällt die CD. Vlt hat Olaf ja noch welche?


Zu den verschiedenen Stimmungen von Chordomonikas:
Fertig zu kaufende / gekaufte Instrumente in Moll-Stimmungen sind mir nicht bekannt.
Du hast nach einer "Blues-Stimmung" von Bernd Kiefer gefragt. Ich habe in einem meiner vorigen Beiträge geschrieben, daß ich keine kenne. Aber Franzl hat noch weiter oben geschrieben, daß Bernd doch einmal so etwas gemacht hätte. Habe ich aber nichts davon gehört. Ich habe leider meine Dateien mit den Tonbelegungstabellen verloren. Deshalb kann ich auch nicht mehr nachschauen. Und Franzls Bilder sind hier auch nicht mehr verfügbar. Er hat sich hier auch schon lange nicht mehr blicken lassen. Müßtest du also mal Bernd selber fragen.

Zum Umstimmen: Solange es nur 1 oder 2 Töne höher ist, ist es meistens problemlos. Tiefer ist da oft schon kritischer. Mehr als 1 oder 2 Halbtöne würde ich da nicht, am liebsten gar nicht. Da wird die Stimmzunge halt doch an ihrer Wurzel geschwächt, d.h. an der Stelle, die beim Spielen am meisten beansprucht wird. Und wenn mehr als nur ein paar wenige Stimmzungen umgestimmt werden müssen, ist es halt sehr viel Arbeit. Die Ventile der betroffenen Stimmen muß man ja auch meistens neu machen.

Neulich habe ich gehört, daß man auch mit Blu Tack umstimmen kann. Ich suche gerade, wo ich das Zeug her kriege. Dann kann ich mal Versuche damit machen an irgendwelchen alten MuHas. Wenn das klappt, hätte es den Vorteil, daß man es auch wieder rückgängig machen könnte, ohne gleich wieder zur Feile greifen und noch einmal wo anders etwas wegmachen zu müssen. Und wenn es nur für ein Provisorium taugt, so daß man erst mal versuchen kann, ob die neue Stimmung beim Spielen überhaupt hält, was man sich davon verspricht.


liebe grüße
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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von Duo Klangspiel » 15.06.2020, 06:45

Moin,
die LE ist 'ne originale von C.B. Huang von Hohner. Eine ideale Stimmung- finde ich. Conny spielt je nach Lied dann die Bluesharp in LE und LLE von Seydel.
CD's haben wir noch...die Nachfragen hielten sich in Grenzen...😉
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Re: Warum wurde die Chordomonica "begraben"?

Beitrag von elmi007 » 15.06.2020, 09:35

Hallo zusammen

Danke für eure ausführlichen Antworten. Manchmal geht das richtig Zack :) .

Ich habe die Aufnahme angehört - wau - beeindruckend schön. Ja LE ist eine gute Tonlage, tönt schön satt und angenehm tief. So kannst du mit der Chordomonica eine schöne und tiefe Akkordbegleitung machen. Mein Ziel und zugleich meine Herausforderung wäre dann, das Lied mit der Chordomonica alleine zu spielen - Melodie + Begleitung - mal schauen.
Das zweite Lied, das nach dem Wandersmann kommt, ist das auch von euch?

Ich stimme meine Harmonikas oft selber nach oder um - da habe ich keine Angst davor. So habe ich jetzt auch eine alte Bluesharp auf Moll umgestimmt, und das tönt super, so wie ich es mir vorgestellt habe. Ich werde nun bei Seydel eine Moll-Chordomonica (Am) in Orchester mit dem Konfigurator bestellen.

Hast du noch eine CD? Wenn du mir über PN deine Kontodaten sendest, überweise ich dir den Betrag. Ich sende dir dann auch meine Anschrift.

@Triona, was ist Blu Tack? Ein Klebstoff?

Herzlichen Dank
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