SP20 Classic moll

Bluesharps in jeglichen Varianten und Stimmungen.

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blueSmash
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Beitrag von blueSmash » 20.09.2017, 06:57

Hat sich "was" geändert...?

Änderungen an der Bauform sind mir zumindest nicht aufgefallen. Und auch bei der durchschnittlichen Qualität habe ich keine nennenswerten Auffälligkeiten festgestellt. Es wurde in diesem Forum mal davon berichtet, dass es irgendwann zwischendurch wohl Probleme mit der Fertigungsgüte gegeben haben soll - möglicherweise ist das an mir vorbeigegangen, weil ich aus den betreffenden Chargen glücklicherweise nie was gekauft habe, oder es war einfach ein Gerücht. Jedenfalls sind die LO für mich noch immer der "Nummer-Sicher-Kauf", wenn ich häufig genutzte Harps be-/ersetze....

Viele Grüße
Matz

Movie Iga
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Beitrag von Movie Iga » 04.10.2017, 10:39

Also ich spiele sehr viele Moll Modelle (Nat und Harm).
Ich habe eine kompletten Hohner MS Satz, Lee Oskar und Seydel Blues Session Steel.
Die Hohner habe ich alle mir selbst zusammengestellt (da ja als MS Modell Stimmplatten etc. vorhanden sind). Habe einfach auf eBay unbenuzte, günstige Proharps MS gekauft und umgerüstet.
Sie spielen ganz ok, aber:
In Nat Minor geht nichts (für meine Ohren) über Lee Oskar.
Obwohl ich normal nur Hohner spiele (Rocket Amps), finde ich die Lee Oskar in Nat Moll super. Sehr einfache Ansprache, toller Klang und gut zu spielen.
Der Preis ist ebenfalls super.
Die Seydel ist auch sehr gut und besser wie Hohner MS, nur eben teuer (doppelte einer Lee).
Vielleicht solltest du der Lee nochmal einen Versuch geben?
Grüße,
Movie

triona
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Beitrag von triona » 04.10.2017, 13:11

Mit meinen über 30 Jahre alten Tombo Minor Boy (jetzt vermarktet als Lee Oskar) hatte ich nie Probleme irgendwelcher Art. Sie zählen nach wie vor zu meinen Lieblingsinstrumenten. 2 andere LO (nicht in Moll, 1 davon in hohem G), die ich irgendwann mal in den 2000-er-Jahren gekauft habe, haben in meinen Ohren leider einen ziemlich dünnen Klang. Seither habe ich keine LO mehr gekauft.

Die Seydel in nat + harm Moll, die ich hab (Messing- und Stahl-Stimmzungen) finde ich auch ganz toll. Der Vorteil ist, daß sie z.T. auch in Moll in tiefen Oktaven zu bekommen sind. Das rechtfertigt für mich voll den höheren Preis. Auf LEm und LDm spiele ich z.B gerne irische, schottische und altenglische Balladen und Airs oder russisch / ost- + südosteuropäisch.

Hohner habe ich in Moll kaum welche, nur aus den billigeren Serien (meist günstig aus irgendwelchen Restbeständen erworben) und nur in sehr entlegenen Tonarten von weit unten im Quintenzirkel.

Aufpassen muß man anscheinend bei der Bestimmung der Tonart. Anscheinend werden die Tonarten bei Tombo / LO und Seydel anders bezeichnet, wahrscheinlich abhängig von der gespielten Position oder so ähnlich. Ich bin da noch nicht ganz durchgestiegen. Habe aber unter der selben Bezeichnung bisweilen schon völlig anders gestimmte Instrumente bekommen. Auch wird in der Bezeichnung anscheinend nicht immer nach natürlich und harmonisch Moll unterschieden.


liebe grüße
triona
Dess daacht doch alles nischt, dess naimodisch Zaich.
frei nach Anton Günther

Ich hab nur einmal ganz kurz auf die Maus geklickt - ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Meine Nachbarn hören Mundharmonika - ob sie wollen oder nicht.

Movie Iga
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Beitrag von Movie Iga » 04.10.2017, 15:02

Lee Oskar gibt bei Nat. Moll (Minor) als Stimmung immer die 2. Position an. Das machen die, da sie sagen, Nat. Minor ist grundsätzlich designt, um in der 2. Position zu spielen.
Bei Hohner wird die Tonart normal gelabelt. Bei Seydel glaub ich auch.
Seydel Blues Session Steel ist zwar teurer wie Lee Oskar (so sagte ich bereits), wie triona aber sagte, ist der Mehrwert den Preis wirklich wert.
Vor allem durch die Edelstahlstimmplatten soll es länger und länger durchhalten, das Instrument ;-)
Ich liebe trotzdem gerade den Nat. Minor Sound von Lee Oskar. Vielleicht auch (oder gerade weil) wegen einem vermeintlich "dünneren, metallischen" Sound.

Grüße,
Movie

Ps. hier erklärt Lee Oskar das nochmal mit den Keys in Nat. Minor:
http://leeoskar.com/natural-minor-harmonica

triona
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Beitrag von triona » 04.10.2017, 16:13

Aha, das erklärt schon einiges. Da an meiner alten Minor Boy "Am" schon der Kunststoffkamm bröckelte, habe ich mir als Ersatz mal eine Seydel "Am" gekauft. Die hat natürlich völlig anders geklungen. Dann haben sie gemeint, daß Tombo die anders bezeichnet und haben mir eine in Dm gegeben. Da es aber eine in harmonisch Moll war, hat die aber auch anders geklungen als meine alte. Da habe ich den Seydeln die Tombo gegeben und gesagt, daß ich eine in genau der Stimmung haben wollte, und wenn es denn eine Konfigurierte wäre. Und dann hab ich endlich eine in natürlich Moll gekriegt, die dann aber auch "Dm" hieß. Dann hat es endlich gestimmt. Mittlerweile hatte ich aber auch bei meiner alten einen anderen Kamm montiert von einer, die ich nur seltener spiele. Nun hatte ich endlich 2 gleiche von guter Qualität.

Ich spiele nämlich vorwiegend in der 1. Position. Und so werden die jetzt auch alle einheitlich beklebt. Da muß ich jetzt nur noch herausfinden, welche von denen in natürlich und welche in harmonisch Moll gestimmt sind. Wenn ich bestimmte Lieder immer mit der selben MuHa spiele, ist das ja egal, wie die heißt. Bei der Verständigung mit anderen Mitspielern ist das aber immer verwirrend. Und bei einem Neukauf eben auch.
Movie Iga hat geschrieben:hier erklärt Lee Oskar das nochmal mit den Keys in Nat. Minor: ...
Danke.


liebe grüße
triona
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Beitrag von Movie Iga » 04.10.2017, 16:53

Heute labelt Lee Oskar wie gesagt in der 2. Position, schreibt aber auch die 1. Position mit auf den Kamm.
Zb. bei meiner Nat. Minor in Cm steht dann noch 1.st Pos. Fm drauf.
✌🏼

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