Edelstahl vs. Messing die zweite

Bluesharps in jeglichen Varianten und Stimmungen.

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drstrange
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Edelstahl vs. Messing die zweite

Beitrag von drstrange » 11.03.2016, 05:11

Hi

Ich spiele ja gerne die Session Steel von Seydel.
Im Zusammenhang mit den naechsten Gigs hab ich
aufgeruestet und mir nebst den bunten Kanzellen nun
auch noch die Keys G,C und LC als Steel gekauft.
Somit habe ich fuer meine jetzigen Sachen nur noch
Edelstahl. Vorher waren diese drei Keys bei mir noch Messing.

Erstaunlich. Mein Mixer, der sonst immer Schwierigkeiten
hatte, mich einzupegeln hat ploetzlich keine Probleme
mehr und wenn man drueber nachdenkt dann weiß man
auch warum. Der Unterschied im Soundverhalten ist merkbar.
Die Steels sind viel lauter und durchsetzungsfaehiger.
Je nachdem mit welcher Harp (Steel oder brass) ich den
Soundcheck machte war die harp dann nachher zu leise
oder eben zu laut wenn die jeweils andere Sorte genommen
wurde. Und der Mixer muszte staendig rumnudeln am Pult.

Ich habe nicht geglaubt, dasz sich das so auswirkt. Wenn Ihr also
wiedermal zu leise oder zu laut eingestellt seid, dann kanns
auch daran liegen, daß ihr unterschiedliche Stimmzungen habt.

Das nur so als Denkanstosz, denn bei mir war das wirklich ein Problem.
Ich stelle auch wenig bis garnicht waehrend eines Gigs an den
Reglern meines Bodenbrettes rum.

Grusz
drstrange
"Je größer der Dachschaden, desto schöner der Ausblick zum Himmel."

Karlheinz Deschner (1924 - 2014)

daniel
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Beitrag von daniel » 12.03.2016, 18:48

Sorry, dass halte ich für käse! Dann hast du vielleicht bei den hohnern die seitlichen deckelschlitze nicht zugehalten. Aber auch das....pfffff, der mischer hat probleme? Neeee. Ich hab neulich nach langer hohnerabstinenz mal ein paar raketen gespielt, ganz ehrlich, ich war der einzige der das wusste und gemerkt hat. F beim soundcheck und lowG später zu leise, das könnte ich nachvollziehen aber sonst ????

Derdaniel

drstrange
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Beitrag von drstrange » 12.03.2016, 21:43

Dann isses halt Kaese.
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Karlheinz Deschner (1924 - 2014)

munkamonka
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Beitrag von munkamonka » 13.03.2016, 18:03

Ich bin auch eher der Meinung, dass es tonart abhängig ist. Noch nicht mal kontinuierlich, bei mir sind oft die Bb am fettesten.
GrußMarkus
... meiner meinung nach

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Beitrag von Mario » 13.03.2016, 21:49

Ich würde sogar behaupten, dass es von Tonart und Anatomie des Spielers abhängig ist. Wenn man sich mit unterschiedlichen Spielern unterhält, dann hat jeder so seine Lieblingstonart, die ihm am leichtesten fällt. Am häufigsten höre ich dabei Tonarten zwischen G und Bb. Das hat sicherlich mit dem natürlichen Resonanzraum, also der Anatomie zu tun. Ich stelle mal die Hypothese in den Raum, dass diese Lieblingstonarten auch am lautesten sind. Für mich selbst kann ich das jedenfalls bestätigen.
Du suchst ein gutes Lehrbuch? Nimm meins!
Bild

daniel
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Beitrag von daniel » 14.03.2016, 17:19

Aber das ist doch nix was den mischer zur rotation bringt... :?:
Derdaniel

Pimpinella
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Beitrag von Pimpinella » 14.03.2016, 18:33

Hi

Ich denke schon, dass verschiedene Modelle so unterschiedlich laut sein können, dass es für den Mischer einen Unterschied macht, aber die Grenze verläuft da nicht zwischen Stahl und Messing, sondern einfach zwischen lauten und leisen Modellen. Ich habe hier Harps, die subjektiv empfunden 40-50% leiser sind als ordentlich eingestellte Marine Bands oder 1874 sind und das bedeutet in Schalldrücken dann schließlich ein Faktor von 7 bin 10.

Gruß, Frank
Wenn ich als Moderator schreibe, dann schreibe ich in grün.

Ijon Tichy
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Beitrag von Ijon Tichy » 14.03.2016, 21:48

Also ich höre auch einen deutlichen Lautstärkeunterschied zwischen meinen Session Steels und den Session Standard. Und die beiden Modelle sind ja vollkommen baugleich. Vielleicht ist es aber auch nur ein Seydel-Produktbeschreibungs-Placebo-Effekt.

Liebe Grüße
Tim
Zuletzt geändert von Ijon Tichy am 14.03.2016, 23:49, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Pimpinella » 14.03.2016, 22:39

Hi

Ja nee, die sind nicht vollkommen baugleich. Ich habe ja gelegentlich angedeutet, was ich von Seydel mit Messingstimmzungen halte...

Gruß, Frank
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Ijon Tichy
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Beitrag von Ijon Tichy » 14.03.2016, 23:48

Was ist denn anders? Bei mir waren bei der Standard nur die Löseabstände schlechter eingestellt.

Pimpinella
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Beitrag von Pimpinella » 15.03.2016, 08:25

Hi

Naja, die einen haben Stahlzungen und die anderen Messingzungen, das ist der Unterschied. Aber eben die Seydel-Messingzungen und nicht etwa die von Hohner oder Susi. Messing ist ja nicht Messing, auch da kommt es auf die genaue Legierung und Verarbeitung an. Und jetzt geh mal zu einer Spezialfirma, die dir Messingbleche in einer genauen Zusammensetzung, Stärke und Verarbeitung machen soll und du willst aber nur ein paar Kilo davon statt ein paar Tonnen. Entweder schicken die dich gleich weg oder sie lassen sich das sehr teuer bezahlen...
Ich will nicht in den Verdacht des $MUNDHARMONIKAHERSTELLER-Bashings kommen. Ich empfinde halt nur, dass Seydel absolut konkurenzfähige Mundharmonikas mit Stahlzungen bauen kann und mit Messingstimmzungen - naja, deutlich weniger. Wenn zwei Mundharmonikas sonst gleich sind muss der Unterschied ja irgendwie bei den Stimmzungen liegen.
Hohner hat vor Jahren auch mal die Mischung geändert und die Spieler haben das direkt gemerkt. Da scheint es einfach auf Kleinigkeiten anzukommen.

Gruß, Frank
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daniel
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Beitrag von daniel » 15.03.2016, 08:41

Pimpinella hat geschrieben:Hi

Ich denke schon, dass verschiedene Modelle so unterschiedlich laut sein können, dass es für den Mischer einen Unterschied macht, aber die Grenze verläuft da nicht zwischen Stahl und Messing, sondern einfach zwischen lauten und leisen Modellen. Ich habe hier Harps, die subjektiv empfunden 40-50% leiser sind als ordentlich eingestellte Marine Bands oder 1874 sind und das bedeutet in Schalldrücken dann schließlich ein Faktor von 7 bin 10.

Gruß, Frank[/]

Aber was für einen Grund solte man haben mit schlechter eingestellten harfen auf die bühne zu gehen. Ich meine, jeder nach seinen möglichkeiten, alle gleich gut, mittel oder schlecht.

Derdaniel

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Beitrag von Pimpinella » 15.03.2016, 09:01

Hi

Ja, die anderen sind natürlich auch vernünftig eingestellt, aber trotzdem leiser ;)

Gruß, Frank
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Beitrag von Ijon Tichy » 15.03.2016, 09:32

Also meinst du der Unterschied verläuft nicht zwischen Stahl und Messing-Zungen sondern zwischen gutem und schlechten Messing?

Was mich interessiert: Gibt es eigentlich einen Nachteil von Stahl- gegenüber Messingzungen? Tomlin sagte in einem Video mal, dass sich Harps mit Messing-Zungen leichter benden lassen. Ich habe nur zwei Messing-Harps und bin zu keinem eindeutigen Urteil gekommen. Bisher ist mir nur aufgefallen, dass sich die Löseabstände bei Stahlzungen schwerer einstellen lassen.

Wenn es schon einen Beitrag gibt, in dem dieses Thema erschöpfen diskutiert wurde, reicht ein Link (Nebenbei: Gab es nicht mal eine Forensuchfunktion? Finde die nicht).

Liebe Grüße
Tim

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Beitrag von Phronk » 15.03.2016, 10:00

Hallo,

wegen Forensuche guckst Du hier:

http://www.harpforum.de/phpbb/viewtopic.php?t=12715

Grüße

Frank

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