"Custom-Harp" aus NL

Bluesharps in jeglichen Varianten und Stimmungen.

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BBHarpy
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Beitrag von BBHarpy » 17.02.2016, 12:17

Hi Frank,
cool, dass Du Deine Harps hinbekommst, immer gut wenn man seine Harps auf seine Spielweise selber einstellen kann.

LG Ralf
BBH Microphones

Phronk
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Beitrag von Phronk » 17.02.2016, 12:38

Hallo Ralf,

Das ist wohl war!

und auf jeden Fall günstiger!!!

Nur das mit dem Stimmen muss ich noch hin kriegen!
und da ist auch nicht die Technik des Stimmens das Problem sondern das absolut grade spielen der Töne!

So ist z.B. nach Gehör eine Oktave nach zu stimmen kein Problem, habe ich
schon mehrfach hinbekommen.
Wenn ich dann aber ein Stimmgerät hinzu ziehe wundere ich mich jedes mal wie sehr ein Ton je nach Anblasstärke, Kieferstellung, Tagesform...
variieren kann.

Wie machst denn Du das???
Gibt es da ne Faustregel oder nen Trick wie man einen absolut graden Ton ohne jegliche Schwankungen erzeugt (ich meine jetzt ohne Stimmtisch!)?

Den Konstantin habe ich mal nach Tipps zum stimmen gefragt aber der meinte nur "auf jeden Fall sehr Vorsichtig".

Wenn da sonst wer noch was in seiner Trickkiste hat nehme ich das
natürlich auch gerne an!

Grüße Frank

BBHarpy
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Beitrag von BBHarpy » 17.02.2016, 13:59

Hallo Frank,
ich stimme immer nach meiner Spielweise und bekomme gehaltene Töne ganz gut hin. Wichtig ist, dass beim Oktavsplit nichts wabbert ....
Blastöne dauern etwas länger, da ich hier auch wirklich Ausatme... da aber die kondensierende Atemluft den Ton runterdrückt, warte ich immer genug ab um weiterzustimmen.
LG Ralf....
PS Geduld haben beim Stimmen ... gute Aussage...
BBH Microphones

Phronk
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Beitrag von Phronk » 17.02.2016, 14:39

Hallo Ralf,

erst schon mal Dank für die Antwort.

Aber noch eine Frage:

macht es Sinn erst die mittlerer Oktave zu Stimmen und dann die untere über Oktaven nach Gehör zu stimmen?

Mein Gedanke dabei:
In der mittleren Oktave sind die Töne ja nicht ganz so bendinganfällig wie
in der Unteren und Oktavsplits nach Gehör nachstimmen funktioniert ja bei
mir ganz gut.
2 Ziehen müsste man dann allerdings nach Gehör mit 3 blasen stimmen,
das traue ich mir aber auch zu (müsste ich halt an einer alten Platte mal probieren).

Ich benutze zum nachstimmen übrigens entweder den Kratzer des
Embossingtool von Seydel (welches ich absolut empfehlen kann! Hat zwar
einen stolzen Preis, funktioniert aber hervorragend zum schlitzverengen,
auch am hinteren Ende des Schlitzes wo man mit einer Nuss aus dem
Ratschenkasten oder der Kugelseite eine Stimmgabel nicht mehr hin
kommt) oder ganz feines Schmirgelpapier und keine Feile.

Habe mir so überlegt dass wahrscheinlich das Schmirgelpapier die beste
Lösung ist da so im Prinzip eine Fläche abgetragen wird und keine Kratzer
in dem Sinne wie mit einer Feile entstehen. Ich denke das erhöht die
Haltbarkeit der Zungen.

Aber korrigiert mich bitte wenn ich irre, denn alles was ich hier so vor mich
hin überlege entstammt ausschließlich meinem wirren Harperhirn!!! llcf

Liebe Grüße

Frank

BBHarpy
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Beitrag von BBHarpy » 17.02.2016, 15:04

Hi Frank,
ich stimme mit Stimmgerät und nur der Oktavtest geht nach Gehör, es dürfte bei richtiger Stimmung ja kein Überschwingen zu hören sein.
Embossing mache ich nur zu 2/3tel und es kommt ein Schaber zum Einsatz beim Stimmen , also keine polierte Oberfläche oder so.... Harps halten bei mir ewig... ich spiele aber auch nicht fest ....
LG Ralf
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Littleroger
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Beitrag von Littleroger » 17.02.2016, 15:22

Alles was man wissen muss findet man bei Pat Missin. Sehr empfehlenswert!

http://www.patmissin.com/tunings/tun8.html

Ich gehe persönlich so vor:
Nachdem ich mich für eine Tuning entschieden habe, lege ich mir die entsprechenden Notizen hin. Ich stimme meine Harps à 442 Hz und benutze immer 7LJI.

http://www.harplog.com/faq4_tuning.shtml

Die Blow Notes sind einfacher. Mit dem vierten Loch fange ich an. Wenn sie genau stimmt, dann sehe ich zu, dass die 1 und die 7 und 10 als Oktave genau mit schwingen. Keine Beats. Bei normalem Luftdruck. Nicht zu wenig. Nicht zu viel. Dann Loch 5, 2 und 8. dann 6, 3 und 9.

Die Draw Notes: Mit dem vierten Loch fange ich an. Wenn sie genau stimmt, dann sehe ich zu, dass die 1 und die 8 als Oktave passen. Dann 3 und 7 als Oktave. Dann 5 und 9. dann 6 und 10. dann die 2 als Akkord 1/2/3.

Dann lasse ich sie 2 Tage liegen und überprüfe alles nochmal.

Gruß
R

Phronk
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Beitrag von Phronk » 17.02.2016, 15:53

Hallo Roger
Auch Dir ein Dankeschön für die schnelle Antwort!

Genau das war meine Überlegung!
Erst die mitlere Oktave mit Stimmgerät und dann die andern über den Oktavsplit nach Gehör.

Die 2 als Akkord zu stimmen, darauf bin ich nicht gekommen!

Ich habe noch ne Golden Melodie in Bb. Bei Gelegenheit werde ich die mal als Übungstück missbrauchen und in ein Marine Band Tuning umstimmen.

Mehr wie schief gehen kann es ja nicht!

Liebe Grüße

Frank

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