Welche harp?

Mundharmonikas in jeglichen Varianten und Stimmungen: Bluesharps, Chromatische, Tremolo, Oktav, Bass, ... alles.

Moderatoren: madhans, Juke, Adam_Lark

Duo Klangspiel
Beiträge: 301
Registriert: 04.10.2005, 08:31
Wohnort: Thüringen

Re: Welche harp?

Beitrag: # 123764Beitrag Duo Klangspiel »

Klar muss gedoppelt heißen, automatische Wortkorrektur.
Ich denke, dass die dickeren Stimmplatten die Stimmzungen zwingen weiter durchzuschwingen, somit klingen die Töne auch intensiver und lauter, wenn man es will.
VG Olaf
Chromatische & Chordomonica 2 & Akkordmundharmonika
Carlito
Beiträge: 121
Registriert: 22.06.2014, 16:36

Re: Welche harp?

Beitrag: # 123767Beitrag Carlito »

Duo Klangspiel hat geschrieben: 09.06.2021, 17:40 Ich denke, dass die dickeren Stimmplatten die Stimmzungen zwingen weiter durchzuschwingen, somit klingen die Töne auch intensiver und lauter, wenn man es will.
VG Olaf
Eine andere Erklärung (die ich mal wo gelesen habe) erscheint mir plausibler: durch die größere Dicke und entsprechend größere Masse geht weniger Schwingungsenergie der Stimmzungen an die Platten verloren. Man braucht sich nur mal als extremes Gegenteil eine Stimmplatte von der Dicke einer Alufolie vorstellen. Beim Schwingen wird die Stimmplatte im Bereich, wo die Stimmzunge angenietet ist, lokal leicht verformt (elastisch). Dieser Effekt ist natürlich bei längeren (und schwereren) Stimmzungen der Basstöne stärker als bei den Stimmzungen der hohen Töne. Deshalb wirken sich dickere Platten (allenfalls) auf die tiefen Töne aus, nicht aber auf die hohen. Deshalb hab man bei der alten 64X die Platten nur im unteren Bereich "gedoppelt".
Adam_Lark
Beiträge: 1586
Registriert: 22.12.2014, 22:23
Wohnort: Mühlheim am Main

Re: Welche harp?

Beitrag: # 123768Beitrag Adam_Lark »

Gute Erklärung, absolut plausibel. Einzige Anmerkung: Elastizität dissipiert keine Energie. Aber sobald die Stimmplatten sich bewegen, gibt es Reibung zum Kamm und vllt. kleine Verformungen desselben und darüber geht die Energie weg. So was sollte man recht einfach messtechnisch nachweisen können. Man pingt die Stimmzunge an und ermittelt mit nem Mikro die Ausschwingzeit. Also zB wie lange brauchts, bis der Ton 10 dB leiser ist. Die gleiche Zunge müsste dann mit der dickeren Stimmplatte in längerer Zeit um 10 dB fallen. Dann kann man die Dämpfung ausrechnen, die wieder proportionsl ist zur dissipierten Energie.
Ich weiß nicht, ob Hersteller so was machen. Wäre für mich an deren Stelle selbstverständlich. Wenn ich irgendwann mal wieder mit Bertram von Seydel zu tun hab, frage ich ihn mal. Würde mich interessieren.

Gruß

Adam
Jedem seins...
Blues will never die!
Danny Lee
Beiträge: 179
Registriert: 27.03.2005, 22:55
Wohnort: Bremen

Re: Welche harp?

Beitrag: # 123818Beitrag Danny Lee »

triona hat geschrieben: 03.06.2021, 10:04
Ja, Suzuki ließ schon seit längerer Zeit und läßt auch heute noch die billigeren Serien in China fertigen. Ob allerdings bei Easttop, ist fraglich. Ich habe eine ältere Folkmaster. Da steht "CHINA" drauf. Die sieht allerdings überhaupt nicht aus wie heutige Easttop. Was allerdings nicht viel heißt.

Die Stimmzungen sind genietet.
Das ist zwar offtopic, aber ich besitze tatsächlich eine Suzuki Promaster in Bb mit genieteten Stimmzungen :)
Hab ich mal bei einem Wettbewerb in der USA gewonnen, da lag die in dem 6er Set und ich konnte meinen Augen nicht glauben.
triona
Beiträge: 2237
Registriert: 21.09.2014, 18:56
Wohnort: Aue
Kontaktdaten:

Re: Welche harp?

Beitrag: # 123819Beitrag triona »

Danny Lee hat geschrieben: 14.06.2021, 12:41 ... ich besitze tatsächlich eine Suzuki Promaster in Bb mit genieteten Stimmzungen :)
Hab ich mal bei einem Wettbewerb in der USA gewonnen, ...
Suzuki warnt ja auch immer sehr eindringlich vor zahlreichen Fälschungen, die im Umlauf seien, und daß man seine Suzukis doch besser beim "authorisierten Fachhändler" kaufen solle. Besonders in Werbung, die für USA bestimmmt ist, liest man das immer wieder. Wobei Hohner und andere sicher auch immer wieder nachgemacht wurden und werden.


liebe grüße
triona
Dess daacht doch alles nischt, dess naimodisch Zaich.
frei nach Anton Günther

Ich hab nur einmal ganz kurz auf die Maus geklickt - ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

Meine Nachbarn hören Mundharmonika - ob sie wollen oder nicht.
Danny Lee
Beiträge: 179
Registriert: 27.03.2005, 22:55
Wohnort: Bremen

Re: Welche harp?

Beitrag: # 123824Beitrag Danny Lee »

triona hat geschrieben: 14.06.2021, 13:13 Suzuki warnt ja auch immer sehr eindringlich vor zahlreichen Fälschungen...
Ne, ist schon Original. Alles andere ist exact genau so, auch die Farbe der Stimmplatte exakt das Selbe.
Das wird wohl eine frühe Produktion sein, Anfang 90er wurden die noch genietet.

Ist übrigens ansonsten spürbar schlechter, als die Version mit geschweißten Stimmzungen. Sehr ähnlich wie nicht gelungene Exemplare von der alten Meisterklasse - nicht besonders dicht und stumpf in der Ansprache.
Juke
Beiträge: 3713
Registriert: 24.04.2014, 08:36
Wohnort: die Metropole im südlichen Ostwestfalen

Re: Welche harp?

Beitrag: # 123828Beitrag Juke »

Hmmm, das könnte schon für ein Plagiat sprechen. Optisch vom Original kaum zu unterscheiden, was die Qualität angeht, aber schon.

Schöne Grüße
Dirk
Damn, this shit is Deep 8)
Du möchtest den Forumsamp ausprobieren? -> Klick
Antworten