Interessantes für Tremolo-Harpspieler

Mundharmonikas in jeglichen Varianten und Stimmungen: Bluesharps, Chromatische, Tremolo, Oktav, Bass, ... alles.

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Milord
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Interessantes für Tremolo-Harpspieler

Beitrag: # 121688Beitrag Milord »

Hello Harpers, beim stöbern im Internet habe ich die Seite von Rüdiger Janson entdeckt. Für Anfänger sehr zu empfehlen!
www.janson-ruediger.de
Lasst euch überraschen: Oben in der Mitte Mundharmonika anklicken, runter scrollen und Mundharmonika Lernheft öffnen.
Wünsche viel Spass beim lesen und lernen!
Liebe Grüsse Uwe
keep on harping
gaudal
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Re: Interessantes für Tremolo-Harpspieler

Beitrag: # 121690Beitrag gaudal »

Vielen Dank für den Link
Gruß und schönes Wochenende
harpin_m
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Re: Interessantes für Tremolo-Harpspieler

Beitrag: # 121697Beitrag harpin_m »

Hallo Uwe,

Rüdiger Janson gibt an 2020 mit dem Spielen begonnen zu haben und sieht sich schon in der Lage Stücke auf Youtube einzustellen und ein Lernheft ins Netz stellen, da war ich doch erstaunt. Ich habe versucht mir eine paar seiner Stücke anzuhören, aber immer abgebrochen, zu langsam, mit falschen Tönen, einfach nicht gut.
Seine Behauptung auf https://www.janson-ruediger.de/mundharmonika, dass z.B. Amazing Graze oder Home on the Range auf einer Richter Harp nicht gespielt werden können, ist schlichtweg falsch . ( Erster Ton: 6 Blasen. ) Ob man gerne in der oberen Oktav spielt, steht auf einem anderen Blatt.
Sein Lernheft ist mit unzähligen Fehlern gespickt, die Fachsprache beherrscht Herr Jansen nicht. So schreibt er von zwei Zungen pro Note, von dunkleren statt tieferen Tönen, die Oktavmundharmonika sei ebenfalls eine Tremolo,.. ( das ist sie genau nicht ) etc...
Für Anfänger ist dieses sogenannte Lernheft völlig ungeeignet, es beschreibt lediglich den Zugang, den Herr Janson zum Mundharmonikaspielen bekommen hat. Ich kenne zahlreiche wirklich gute Lehrhefte und habe auch Anfänger schon ein bisschen unterichtet, dieses Lernheft ist meiner Meinung zum Einstieg und auch sonst völlig ungeeignet.

Grüße Harpin_Markus
Harpin_Markus spielt:
bei Harps gerne Paddy-Stimmung,
chromatische Mundharmonikas,
seit Neustem Bassmundharmonika
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triona
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Re: Interessantes für Tremolo-Harpspieler

Beitrag: # 121700Beitrag triona »

Ich habe mir das auch mal durchgelesen. Es scheint mir - neben seinem Bericht, wie er Zugang zum Mundharmonikaspiel gefunden hat - eher eine Kampfschrift gegen die einseitige Verkaufsförderung der Richter-gestimmten MuHa durch die meisten MuHa-Hersteller zu sein, wie auch gegen Unkenntnis und Inkompetenz vieler Musikinstrumentenhändler. Ob dies nun so ist oder nicht, will ich an dieser Stelle mal dahin gestellt sein lassen. Könnte man darüber diskutieren. Würde aber wahrscheinlich zu nichts führen.

Daß ausgrerechnet aber die Tremolo-MuHa das ideale Instrument für Anfänger sei, ist auch eine sehr fragwürdige Behauptung. Vielmehr wird normalerweise genau davor gewarnt, weil man mit einer Tremolo-MuHa (eigentlich: Schwebeton-MuHa) niemals rein gestimmte Töne spielen kann, und auch das Ohr nicht für solche schulen kann.

Die von Markus genannten sachlichen Fehler und dazu noch einige andere sind mir ebenfalls aufgefallen. Auch die Didaktik und Methodik dieses "Lehrwerks" läßt einiges zu wünschen übrig. Dabei ist der Ton, mit dem "eigene Wege" empfohlen werden durchaus recht kämpferisch und auch einigermaßen besserwisserisch.

Die Tatsache, daß es vor 35 und mehr Jahren noch nicht ansatzweise die Möglichkeiten gegeben hat, das MuHa-Spiel unter fachlicher Anleitung zu lernen (Unterricht, Literatur, Internet usw), bleibt auch unerwähnt. Herr Janson sucht die Ursachen für seinen damaligen Mißerfolg mit der Richter-MuHa alleine bei anderen.


liebe grüße
triona
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Harmonica Frank
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Re: Interessantes für Tremolo-Harpspieler

Beitrag: # 121702Beitrag Harmonica Frank »

Nach diesen Berichten habe ich mir jetzt auch mal sein "Lehrwerk" angesehen. Meine Lieblingsstelle ist: "Vermeiden Sie auch Experimente wie das
Formen von Tönen die nicht drauf sind. Man nennt das Bending
". Ja nee is klar ;)
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Juke
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Re: Interessantes für Tremolo-Harpspieler

Beitrag: # 121703Beitrag Juke »

Tremolo und Bending passt auch nicht. Dafür gibt's die Diatonische.
Edit: Es muss natürlich heißen: die diatonische Mundharmonika in Richter-Stimmung. Danke @triona :)
Edit off.

Schöne Grüße
Dirk
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Harmonica Frank
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Re: Interessantes für Tremolo-Harpspieler

Beitrag: # 121705Beitrag Harmonica Frank »

Juke hat geschrieben: 12.02.2021, 21:24 Tremolo und Bending passt auch nicht. Dafür gibt's die Diatonische.
Okay, ich hatte das auf die Diatonische bezogen. Wenn das so ist, nehme ich alles zurück und behaupte das Gegenteil ;)
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triona
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Re: Interessantes für Tremolo-Harpspieler

Beitrag: # 121706Beitrag triona »

Na ja, eine Tremolo ist für gewöhnlich ja auch eine Diatonische. (Ich kenne da nur eine einzige chromatische Tremolo von Suzuki. Die kostet über 1000 € und ist anscheinend einigermaßen schwer zu spielen.) Das ist eben ein recht verbreiteter Irrtum, daß mit "diatonisch" ausschließlich die Richterstimmung gemeint ist.

Vielmehr heißt diatonisch nichts anderes, als daß da nur die Töne einer einzigen Tonart und ihrer jeweiligen parallelen Modi (mit jeweils dem selben Tonvorrat) vorhanden sind. Neben der "klassischen" Richter-Stimmung zählen hierzu ebenfalls deren zahlreiche Abwandlungen wie z.B. Paddy Richter, Do-it, Power Bender, Power Draw und unzählige andere - meist zusammenfassend "Sonderstimmungen" genannt.

Genauso gehören auch fast alle Tremolo-MuHas einschließlich der "asiatisch" gestimmten und die meisten Oktav-MuHas dazu. Auch die bekannte Solo-Stimmung - Tonanordnung wie bei einer Chrom, nur ohne Schieber für die Halbtöne - und Solo Orchestra zählen dazu. Es gibt sogar diatonische MuHas mit Schieber (z.B. Seydel Sampler, Brendan Powers Slide Diatonic).

Nur Chromatische MuHas zählen da nicht dazu. Die haben eben alle 12 Halbtöne jeder Oktave. Das heißt allerdings nicht, daß sie notwendigerweise auch einen Schieber haben müssen. Das ist nur die am weitesten verbreitete Art von Chroms. Es gibt aber auch einige andere Bauarten, die ohne Schieber auskommen. Unter anderen sind das auch die meisten Baß-MuHas.

Wenn man Richter meint, sollte man eben auch Richter sagen. Das könnte vlt in manchen Diskussionen für etwas mehr Klarheit sorgen. Auch wenn es sich bei den meisten Diatonischen um Richter-gestimmte handelt, ist nur "diatonisch" eben oft einfach zu ungenau. Insbesondere bei einer Kaufberatung für Anfänger sollte man hier wohl mehr Wert auf größere Genauigkeit der Begriffe legen.

Nun erregt sich Herr Janson eben über die Tatsache, daß im Allgemeinen auch alle MuHas zu den diatonischen gezählt werden, bei denen nicht alle Töne der jeweiligen Tonleiter in allen Oktaven vorhanden sind. Das kann man als "Mangel" sehen, wenn man will, und wenn man diese Töne vermißt. Aber ob man deshalb ständig alle MuHa-Hersteller und den ganzen Musikinstrumentenhandel immerfort als Lügner und Betrüger bezichtigen muß, ist eine ganz andere Frage. Und alle MuHa-Spieler werden damit indirekt auch gleich noch als Vollidioten hingestellt.

Recht hat er allerdings mit der Feststellung, daß große Teile des Musikhandels und in der Vergangenheit auch manche MuHa-Hersteller sich wenig um Klarheit und Aufklärung ihrer Kunden bemühen. Die meisten MuHa-Hersteller versuchen mittlerweile diesen Mangel abzustellen. Der Musikfachhandel hat hier anscheinend auch bisweilen heute noch erhebliche Kompetenzlücken.

Und daß die meisten Tremolos hierzulande eben sogar auch nach Richter oder irgendwelchen Abwandlungen davon gestimmt sind, das "kritisiert" er ja ständig aufs Heftigste. Drum spielt er ja bevorzugt Tremolos mit der sogenannten "asiatischen" Stimmung - wie z.B. die neue Seydel Skydiver oder die Suzuki Humming. Diese wurde hier schon mal ausführlich untersucht:
viewtopic.php?f=3&t=13643
Dort sind auch die Darstellungen der Tonanordnung besser als bei Herrn Janson.

Die klassische diatonische Solo-Stimmung paßt ihm ja auch nicht wirklich. Daß er seine "Wunschstimmung" allerdings einfach bei Seydel als Konfigurierte bekommen kann, könnte man ihm ja mal sagen, falls in das wirklich interessieren sollte. Und wenn ihm das zu teuer ist, könnte er ja leicht selber eine umstimmen oder umstimmen lassen.

Seine Liebe zu den asiatisch gestimmten diatonischen Tremolos sei ihm ja unbenommen. Damit steht er ja auch nicht alleine. Das was er damit gerne spielt, geht damit ja sehr gut. Und es muß ja auch nicht allen gefallen. Bloß dies zur grundsätzlichen und einzigen Regel für alle MuHa-Anfänger erklären zu wollen, ist schon ein bisserl überheblich.


Puh, isses wieder viel mehr geworden als ursprüglich gedacht. :roll:
Hoffentlich trägts wenigstens bisserl zur Klarheit bei.


liebe grüße
triona
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Milord
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Re: Interessantes für Tremolo-Harpspieler

Beitrag: # 121708Beitrag Milord »

Hello liebe Harpergemeinde,
Unter Kontakt kann man Herrn Janson persönlich erreichen und ihm seine Meinung mitteilen. Ich bewundere sein Engagement für die asiatisch gestimmte Mundharmonika. Fehler usw. lasse ich mal außen vor. Jedenfalls ist sein "Werk" eine große Fleißarbeit! Man könnte ihn doch auch unterstützen oder sehe ich das falsch? Das Harpforum ist doch auch dazu da, Anfänger zu helfen!!!
Man kann ja auch alles plattreden.
Lebe Grüsse an alle
Uwe
harp-addicted
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Re: Interessantes für Tremolo-Harpspieler

Beitrag: # 121719Beitrag harp-addicted »

Milord hat geschrieben: 13.02.2021, 06:32 Hello liebe Harpergemeinde,
Unter Kontakt kann man Herrn Janson persönlich erreichen und ihm seine Meinung mitteilen. Ich bewundere sein Engagement für die asiatisch gestimmte Mundharmonika. Fehler usw. lasse ich mal außen vor. Jedenfalls ist sein "Werk" eine große Fleißarbeit! Man könnte ihn doch auch unterstützen oder sehe ich das falsch? Das Harpforum ist doch auch dazu da, Anfänger zu helfen!!!
Man kann ja auch alles plattreden.
Ich habe das "Werk" auch mal überflogen und verstehe seinen Ansatz zum Teil. Warum er sich aber so an der Richter-gestimmten Mundharmonika abarbeitet erschließt sich mir nicht. Hier ist jemand, der konsequent Melodien spielen möchte. Dass die R-Muha als einfaches Instrument zum Lieder spielen und begleiten gedacht war, übersieht er leider. Er versteht auch nicht den ryhtmischen Anteil, der mit ihr möglich ist. Die konsequente Bezeichnung Blues-Harp stellt sie musikalisch (abwertend?) in eine Ecke und verneint die übrigen Möglichkeiten.

Ich denke, es hätte vollkommen gereicht die Einschränkungen beim Melodiespiel zu zeigen, die Sonderstimmungen aufzulisten sich dann ausführlich theoretisch und praktisch mit der bevorzugten Stimmung/MuHa zu beschäftigen.

@Milord:
1) sollte Herr Janson an einem Austausch interessiert sein, kann er sich doch hier anmelden und diskutieren
2) ein "plattreden" kann ich hier nicht erkennen, nachdem mehrere Forist*en sich inhaltlich z.T. sehr ausführlich und mit Argumenten mit dem Werk befasst haben
3) eine erledigte Fleißaufgabe ist per se kein Kriterium für Qualität

p.s. vom Hörensagen kenne ich die Geschichte, dass der alte Herr Hohner das Bending verbieten lassen wollte, weil er seine Harps missbraucht sah xyx
Grüße, Wolfgang
https://www.bootlegtwins.de + http://www.bluesharp-muenchen.de
In Corona Zeiten muss man schon mal Abstriche machen
triona
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Re: Interessantes für Tremolo-Harpspieler

Beitrag: # 121720Beitrag triona »

harp-addicted hat geschrieben: 13.02.2021, 13:40 ... verstehe seinen Ansatz zum Teil. Warum er sich aber ...
Den Ansatz verstehen kann ich auch. Wenn man sich den heutigen Markt für MuHas anschaut und dessen Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten, dann läßt sich das schon nachvollziehen. Warum daraus dann allerdings eine Kampfschrift gemacht werden muß, erschließt sich mir auch nicht. Außerdem scheint sich da in den letzten Jahren auch wieder etwas zum Besseren wenden.

harp-addicted hat geschrieben: 13.02.2021, 13:40 Ich denke, es hätte vollkommen gereicht die Einschränkungen beim Melodiespiel zu zeigen, die Sonderstimmungen aufzulisten sich dann ausführlich theoretisch und praktisch mit der bevorzugten Stimmung/MuHa zu beschäftigen.
Genau dieses.
harp-addicted hat geschrieben: 13.02.2021, 13:40
@Milord:
1) sollte Herr Janson an einem Austausch interessiert sein, kann er sich doch hier anmelden und diskutieren
Das habe ich mir auch gedacht.

harp-addicted hat geschrieben: 13.02.2021, 13:40 p.s. vom Hörensagen kenne ich die Geschichte, dass der alte Herr Hohner das Bending verbieten lassen wollte, weil er seine Harps missbraucht sah xyx
Falls da wirklich was dran ist, dann haben sie sich das aber bei Hohner anscheinend nochmal überlegt. :-D
Dabei war der alte Herr Hohner doch sonst so überaus geschäftstüchtig. Hätte er sich damit doch glatt den Großteil seines Geschäfts selber amputiert - von der praktischen Durchsetzbarkeit eines solchen "Verbots" einmal ganz abgesehen. Wer weiß ob dann heute überhaupt noch jemand MuHa spielen würde, ja ob überhaupt noch jemand wissen würde, was eine MuHa ist?


liebe grüße
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Milord
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Re: Interessantes für Tremolo-Harpspieler

Beitrag: # 121722Beitrag Milord »

Ich kenne Herrn Janson überhaupt nicht!
harp-addicted: Ich weiß nicht, ob Herrn Janson dieses Forum überhaupt bekannt ist. Du kannst ihn ja hierhin einladen, sich anzumelden und dann mit diskutieren !!!
Im Ürigen: Hier in Köln sagt man "Jedem Dierche sing Pläisierche" Ich verstehe die ganze Aufregung hier nicht.
Liebe Grüsse Uwe
harpin_m
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Re: Interessantes für Tremolo-Harpspieler

Beitrag: # 121724Beitrag harpin_m »

Hallo,
was micht nervt ist, dass Herr Janson irgendwie den Anschein erweckt, nur er hätte den Durchblick. Die Richterstimmung ist halt ein Kompromiss zwischen Melodie-und Begleitinstrument, das weiß doch jeder, der sich mit der Mundharmonika beschäftigt. Melodien spiele ich auch lieber mit der Paddy-Stimmung oder mit der Solostimmung, aber ich mag meine Richterharmonikas trotzdem. Übrigens habe ich beim Aufräumen eine Marineband 1896 in C gefunden und spiele sie gerade, ich bin restlos begeistert, meine Crossover und meine Deluxe haben deshalb im Moment Pause.

Grüße Markus
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Re: Interessantes für Tremolo-Harpspieler

Beitrag: # 121732Beitrag triona »

Asiatisch gestimmte Tremolo-MuHa in Korea:

https://www.youtube.com/watch?v=ukvwuqJp7WM


liebe grüße
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Re: Interessantes für Tremolo-Harpspieler

Beitrag: # 121733Beitrag Juke »

Zunächst hatte ich überlegt (und gestern auch tatsächlich gemacht), das "Lernheft" von R. Janson in die Literaturliste mit aufzunehmen. Ich habe es wieder aus der Liste gelöscht, weil in dem "Lernheft" sachliche Falschaussagen stecken und Bauteile falsch bezeichnet werden. Das zeigt deutlich, dass der Autor das wichtigste Grundprinzip des Erwerbs von Expertise nicht berücksichtigt hat: Er hat sich definitiv nicht intensiv mit der Thematik befasst, über die er sich auslässt.

Ich finde es ziemlich sportlich, ein "Lernheft" über ein Thema zu schreiben, von dem ich nicht wirklich Ahnung habe. Gleichwohl mag Herr Janson den einen oder anderen Gedanken äußern, der manchem Anfänger hilfreich erscheinen mag. Allerdings würde ich dringend empfehlen, sich eher mit Lehrmaterial zu befassen, das von renommierten Autoren stammt, die seit Jahren als erfolgreiche Lehrkräfte bewährt sind und wissen, wovon sie schreiben - und vielleicht auch selber richtig gut spielen können.

Schöne Grüße
Dirk
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