Bassläufe mit Zungenblock auf der diatonischen MuHa

Meist unbeliebt, hilft aber ungemein, Zusammenhänge für die Praxis besser zu verstehen.

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Blues‘ter
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Bassläufe mit Zungenblock auf der diatonischen MuHa

Beitrag: # 124734Beitrag Blues‘ter »

Moin Leute,
da ich musiktheoretisch nicht viel drauf habe, habe ich mir,wie empfohlen, das Buch von B. Becher bestellt.
Unabhängig davon habe ich meine „Liebe „ zu Bass- Lines entdeckt. Da in den unterschiedlichsten Ausführungen viele Bendings enthalten sind u TB sowie Einzeltonspiel geübt werden habe ich dazu eine Frage/ mehrere:
Ist es sinnvoll den TB rechts zu üben und ergänzen sich die Kenntnisse aus anderen Skalen zwangsläufig dazu oder sollte ich das trennen?
Liebe Grüße Guido
triona
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Re: Bassläufe mit Zungenblock auf der diatonischen MuHa

Beitrag: # 124735Beitrag triona »

Blues‘ter hat geschrieben: 12.10.2021, 07:46 Ist es sinnvoll den TB rechts zu üben

Was meinst du mit "TB rechts"?
Ton rechts vom Zungenblock geblasen?
Oder Zungenblock rechts vom zu blasenden Ton gesetzt?

Wenn du das zweite meinst, dann ist das die gebräuchlichste Art und Weise, Kanal 1 und evtl auch noch 2 und 3 oder weitere zu spielen. Und damit beantwortet sich die Frage von selbst, ob es sinnvoll ist, dieses zu üben. Nach meiner Ansicht: eindeutig ja.

Wenn du mehrstimmig spielen willst, d.h. links vom Zungenblock Baßläufe oder Baßakkorde, rechts vom Zungenblock Melodie und in der Mitte mit dem Zungenblock Rhythmusakkorde, dann mußt du das sowieso beherrschen.

Benden geht dann natürlich beim mehrstimmigen Spiel nur eingeschankt, entweder nur im Baß oder nur in der Melodie, und im mittleren Register (Rhythmus mit Zungenblock gespielt) gar nicht. Auch ist eine tonreine Präzision des Bendens bei dieser Spieltechnik nur noch schwer zu erreichen, wenn überhaupt. Overblow geht möglicherweise gar nicht. Habe ich aber noch nicht ausprobiert, da ich so gut wie nie Overblows spiele, und das auch gar nicht richtig beherrsche. Brauche ich nämlich nicht wirklich.


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Re: Bassläufe mit Zungenblock auf der diatonischen MuHa

Beitrag: # 124738Beitrag Blues‘ter »

Danke Triona für deine Darstellung.
Du liegst richtig. Ich meinte Die Zunge rechts für 1-3 . Das mit den Bendings im TB bekomme ich auf 1-3 nur schlecht hin. Es wird aber da bin ich zuversichtlich.
Im Moment behelfe ich mir bei der Akkordbegleitung - beim C-G, mit Block links auf der Harp o vergrößern des Mundes beim Einzeltonspiel. Das gefällt mir jedoch nicht u ist eine Notlösung.

Gut, also werde ich immer mal wieder üben mit der Zunge rechts zu blocken. Das klingt einfacher, als es für mich ist...

LG Guido
triona
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Re: Bassläufe mit Zungenblock auf der diatonischen MuHa

Beitrag: # 124739Beitrag triona »

Blues‘ter hat geschrieben: 12.10.2021, 11:30 Gut, also werde ich immer mal wieder üben mit der Zunge rechts zu blocken. Das klingt einfacher, als es für mich ist..
Das ist reine Gewohnheitssache - und damit Übungssache.
Wenn ich links (also Baß) Einzelton spielen will, dann hakt es bei mir auch öfters mal, weil ich das einfach nicht häufig genug benötige. Da klingen dann immer mal wieder ganz automatisch rechts vom Block höhere Töne mit - im besten Fall dann in der Oktave oder einem anderen passenden Abstand wie z.B. Oktave + Quinte oder Oktave + Quart.

Das ist bei mir ganz einfach so, weil das die Spielweise ist, die ganz überwiegend und am meisten spiele. Aber seit ich auch häufiger Baß-MuHa spiele, versuche ich mich auch häufiger an (Einzelton-) Baßläufen auf der diatonischen LL (extra tief) oder auf der großen 16/48-er Chrom. Mit der Zeit kommt das dann genau so automatisch und geläufig, wie das gewohnte mehrstimmige Spiel mit den Splits. Ich muß da einfach mehr bewußt darauf achten. Dann funktioniert es auch.

Blues‘ter hat geschrieben: 12.10.2021, 11:30 ... Die Zunge rechts für 1-3 . Das mit den Bendings im TB bekomme ich auf 1-3 nur schlecht hin. Es wird aber da bin ich zuversichtlich. ...
Das denke ich auch. 1 bis 3 sind für Anfänger sowieso vergleichsweise schwer zu benden, besonders bei den tieferen Stimmungen wie A, Ab oder G und erst recht bei den L- und LL-Stimmungen. Aber auch das ist alles nur Übungssache.


Daß du dir besser vorstellen kannst, was ich gemeint habe, hier mal ein kleines Tonbeispiel, mit Baß geslapt. Die Aufnahme ist schon bisserl älter. Neuere hab ich leider nicht. Es ist eine 1847 Classic Low LLE. Die war damals gerade erst neu heraus gekommen, und ich hatte sie erst kurze Zeit. Ich war damals eine der ersten, die sich auf der Messe eine gekauft hat. Mußte ich einfach sofort haben. :)
https://www.youtube.com/watch?v=zqie_kZaFQ4

Mit Benden ist da natürlich nicht mehr viel möglich, weder auf den tiefen Tönen, noch auf den anderen. Präzise geht da eigentlich gar nicht mehr, höchstens noch einen der höheren Töne anbenden zur lebendigeren Tongestaltung. In der unteren Oktave geht es bei dieser tiefen Stimmung sowieso einigermaßen schwer. Aber das brauche ich bei dieser Spielweise eigentlich auch nicht wirklich.

Mit Einzelton geht es natürlich schon - mehr oder weniger sauber. Hab es grad nochmal ausprobiert (mit dem Stimmgerät kontrolliert).

Auf 1 (E2 - F#2 > F) kriege ich es allerdings fast gar nicht hin. Ich will auch nicht die Stimmzungen schlachten. Die mit den dicken (wahrscheinlich aufgelöteten) Zusatzgewichten neigen sowieso leichter zum Brechen, wenn man sie zu sehr überbeansprucht.

Auf 2 (G#2 - B2 > A#) geht zwar, aber auch nur sehr widerwillig.

Auf 3 (B2 - D#3 > C/C#/D) spricht die Stimmzunge, die nur noch ein kleines Zusatzgewicht hat, zwar schon recht gut auf die Biegung an. Aber präzise Tonreinheit von Halbton-, Ganzton- und Anderthalbtonbend ist da bei mir eher Glücksache, vor allem direkt angespielt und nicht reingebendet. Mache ich aber auch äußerst selten. Im Baß klingt das in meinen Ohren irgendwie nicht gut, auch nicht wenn die Bends präzise kommen. Wenn ich chromatische Baßläufe spielen will - und das womöglich noch schnell, dann nehme ich eine Baß-MuHa.

Ab 4 (ab E3 aufwärts) geht es gut, wie gewohnt, und wie man es auch allgemein erwartet.

Mit der LLF (ab F2, meine ist noch aus der ganz alten Blues-Session-Serie und hat noch Messingstimmzungen) und mit der LG (ab G2) ist es noch genau das selbe. Mit der normalen G (ab G3) hingegen ist es nicht mehr schwierig. Von diesen Tönen an klappt es dann ja auch auf den ganz tiefen (LLE, LLF#, LG) ab Kanal 3.


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Re: Bassläufe mit Zungenblock auf der diatonischen MuHa

Beitrag: # 124740Beitrag triona »

Ich hab hier grad nochmal bisserl zurück geblättert. Mir scheint, daß wir hier ein ganz neues Thema behandeln, als bisher hier war ("Üben mit Skalen"), und als aus der Überschrift hervorgeht. Das hat vlt einen eigenen Faden verdient, wo es dann später einmal auch von anderen gefunden werden kann. Vlt sollten wir Dirk oder Adam einmal bitten, dies in einen neuen Faden zu verschieben, mit der Überschrift "Baßläufe mit Zungenblock auf der diatonischen MuHa" oder so ähnlich?


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Re: Bassläufe mit Zungenblock auf der diatonischen MuHa

Beitrag: # 124745Beitrag Blues‘ter »

Du hast Recht, das Thema passt so nicht hier hin.
Allerdings war meine ursprüngliche Frage vllt doch passend...? Mir ging es auch darum ob Bassläufe auch Skalen sind und sich das Üben dieser vom musikalischen Verständnis ergänzen. Da bin ich nämlich ahnungslos.

Ps. Dein Video habe natürlich angehört (der Klang ist mit meinem Handy schlecht, nicht dein Spiel!) das da mit Bendings nix geht leuchtet mir ein. Wenn ich nur daran denke wie aufwändig die Atmung sein muss...!
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Re: Bassläufe mit Zungenblock auf der diatonischen MuHa

Beitrag: # 124747Beitrag Juke »

triona hat geschrieben: 12.10.2021, 14:46Vlt sollten wir Dirk oder Adam einmal bitten, dies in einen neuen Faden zu verschieben, mit der Überschrift "Baßläufe mit Zungenblock auf der diatonischen MuHa" oder so ähnlich?
Null Problemo. ;)

Schöne Grüße
Dirk
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triona
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Re: Bassläufe mit Zungenblock auf der diatonischen MuHa

Beitrag: # 124750Beitrag triona »

Danke. :)

Wobei: In der Unterabteilung "Spieltipps, Bending and Friends" wäre es wahrscheinlich besser aufgehoben gewesen, auch wenn der erste Satz des ersten Beitrags von Guido sich auf Bertrams (und Peters) Musiktheorie-Buch bezog. Ab dem 2. Satz beschäftigte sich der Faden dann allerdings ausschließlich noch mit Spieltechnik. Ist aber wahrscheinlich nicht so bedeutend.


[Besserwisser-Modus ein] Baßläufe schreibt man übrigens mit 2 "S" - oder alternativ mit "Dreierles-S" - wie es so altbackene Tanten noch machen, wie ich eine bin. ;) [/Besserwisser-Modus aus] :-D


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Re: Bassläufe mit Zungenblock auf der diatonischen MuHa

Beitrag: # 124755Beitrag Juke »

So was passiert, wenn man in mehreren Beiträgen korrigierend tätig ist. Da übersieht man in der entscheidenden Überschrift schon mal das Fehlen eines "s". Ein kleiner Vorteil, den ich als Admin genießen darf, ist, dass man solche Fehlerchen auch im Nachhinein noch beheben kann. ;)

Schöne Grüße
Dirk
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Re: Bassläufe mit Zungenblock auf der diatonischen MuHa

Beitrag: # 124756Beitrag Adam_Lark »

Hi Guido,

Ich denke Bassläufe sind nicht groß andere Skalen als andere Soli auch. Was sie auch nicht weniger variabel macht.
Was die Zunge auf der anderen Seite angeht, dass ist schon praktisch. Es ermöglicht schnelle Wechsel bzw. schnelle große Sprünge, zb 1-4, und den Slap auf der 1, aber das weißt du ja.

Gruß

Adam
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Re: Bassläufe mit Zungenblock auf der diatonischen MuHa

Beitrag: # 124757Beitrag triona »

Blues‘ter hat geschrieben: 12.10.2021, 17:57 Ps. Dein Video habe natürlich angehört (der Klang ist mit meinem Handy schlecht, nicht dein Spiel!) das da mit Bendings nix geht leuchtet mir ein.
Dann hör es dir mal zu Hause auf der Störioanlage an, falls du sowas noch hast. Als ich es das erste Mal angehört habe, habe ich auch nur die zahlreichen Fehler gehört. Aber nach ein paar Mal anhören hab ich gemerkt, daß es gar nicht sooo schlecht gelungen ist. Ansonsten sind bei dieser Art Musik Bendings auch nicht wirklich nötig.

Drum benutze ich für solche Sachen auch immer MuHas in einer "passenden" Tonart, sofern es sich um eine diatonische handelt, und gerne auch unterschiedliche Sonderstimmungen. (Aber dies ist ein anderes Thema, für über das ich gerade aus gegebenem Anlaß auch einen ausführlicheren Aufsatz am Schreiben bin. Kommt aber anderswo, wenn es denn fertig ist.) Selbst Chromatische spiele ich gerne auch in anderen Grundtonarten als C.

Diese Stücke spiele ich auch vorwiegend in der ersten Position, soweit sie in Dur sind - wie bei vielen Arten von (insbesondere deutscher und alpenländischer) Volksmusik wohl allgemein sehr verbreitet. Bei Moll ergibt das dann allerdings eine andere Position. Aber ich bleibe dabei i.d.R. immer innerhalb der parallellen Modi zu der Dur-Tonart, nach der die MuHa gestimmt ist, die in der ersten Position liegt, d.h. in einem Modus, der den selben Tonvorrat nutzt wie die erste Position. (So, jetzt hatten wir auch mal ein bisserl Musiktheorie. :lol: )

Blues‘ter hat geschrieben: 12.10.2021, 17:57Wenn ich nur daran denke wie aufwändig die Atmung sein muss...!
Ein bisserl davon kannst du ja sogar sehen, wenn du die Bewegung der Bauchdecke hinter der Bluse beobachtest, und auch die Bewegungen des Oberkörpers. Das scheinbar planlose und bisweilen wilde Gezappel ist ausschließlich durch die spielbedingte Art der Atmung bedingt.

Leider behindert die umgebundene Jacke ein wenig den freien Ausblick darauf. Ich werde halt Samstag vormittags bei Seydel immer recht plötzlich und unvorbereitet und unausgeschlafen zum Spielen gebeten. Drum stimmt da dann auch meistens nix an der Kleidung, was man allerdings nicht hören kann. :lol:

Hier sieht man das vlt ein bisserl besser:
https://www.youtube.com/watch?v=zq1Vgwvockc

Das liest sich aber alles viel dramatischer, als es ist. Denn glücklicherweise wird bei der MuHa ja grundsätzlich und im Idealfall so gut wie immer durch das Instrument geatmet. Bei der Maultrommel ist das übrigens genau so - im Gegensatz z.B. zu Flöten und zu fast allen anderen Blasinstrumenten. Das hilft beim Lufthaushalt ganz ungemein.

Hier ein Beispiel mit der Maultrommel:
https://www.youtube.com/watch?v=CuBxjYSfK6w
Wenn diese junge Frau dieses bauchfreie Kostüm anhat, sieht man das besonders gut. Den weißen Perlenlatz hat sie dabei nicht immer an. Wenn sie hier in der Nähe irgendwo auftritt, bin ich nach Möglichkeit immer dabei. Sie ist mein großes Vorbild im Maultrommelspiel.

Ich sitze da dann möglichst immer 1 Meter vor ihr, schräg zu ihrer rechten Hand. Da kann ich dann nicht nur ihre Atmung gut beobachten, sondern sehe auch sehr genau die Bewegungen ihrer Schlaghand und und ihre Mundbewegungen und damit ihren Ansatz. Bauchfrei kann ich mit meiner Figur allerdings nicht mehr gehen - und mich erst recht nicht mehr auf eine Bühne stellen. :-D Olena ist allerdings auch nur halb so alt wie ich. :P


Blues‘ter hat geschrieben: 12.10.2021, 17:57 Aber gebendet hast du dennoch... das Mikro 😀
Ja, Unfälle mit Mikrofonen und anderem technischem und insbesondere mit elektrischem und elektronischem Gerät sind bei mir immer an der Tagesordnung. :oops: Drum spiel ich auch am liebsten ohne Mikrofon - und ausschließlich akustisch sowieso. Braucht halt bisserl mehr Luft für die notwendige Lautstärke. Mal sehen, wie lange ich das noch durchhalte. Mein Herz und mein Kreislauf machen das allmählich nimmer lange mit. :roll:

Auf dem oben verwiesenen Video von Klingenthal 2015 war es allerdings zur Abwechslung mal eine Panne mit dem Schalltrichter. Das war unbeabsichtigt und völlig überraschend, daß der sich mitten im Stück von der MuHa löste. Die Schalldeckel der MuHa waren werksseitig leider nicht präzise und paßgenau montiert. (Solche kleinen Schlampereien kommen bei Seydel leider öfters mal vor.) Muß man halt drüber stehen und einfach weiter spielen, als ob nix gewesen wäre. Auch wenn ich weit entfernt bin von einem Profi, das habe ich von denen gelernt. 8)


Hier ist noch mehr, falls es dir gefallen hat. Blues ist allerdings bis auf wenige Ausnahmen keiner dabei.
https://www.youtube.com/channel/UC1yI3H ... 2qg/videos

Die Playlist enthält Videos mit mir auf fremden Kanälen:
https://www.youtube.com/watch?v=zq1Vgwv ... fs0K-OxaV1

Auf der meinem Kanal bei der Klangwolke sind nur 2 Aufnahmen von mir selber dabei. Ist aber alles sauber gekennzeichnet, soweit dies bei dieser Murks-Plattform ohne Premium-Zahlung möglich ist. Auch der musikalische Qualitätsunterschied zu den Aufnahmen einiger anderer ist deutlich hörbar.
https://soundcloud.com/triona-966519605


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Re: Bassläufe mit Zungenblock auf der diatonischen MuHa

Beitrag: # 124758Beitrag triona »

Adam_Lark hat geschrieben: 12.10.2021, 22:07... Was die Zunge auf der anderen Seite angeht, dass ist schon praktisch. Es ermöglicht schnelle Wechsel bzw. schnelle große Sprünge, zb 1-4, und den Slap auf der 1 ...
Und Splits gehen gar nicht anders, wenn beide Töne gleichzeitig erklingen sollen.
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Re: Bassläufe mit Zungenblock auf der diatonischen MuHa

Beitrag: # 124762Beitrag Blues‘ter »

Meinen großen Respekt Triona👍
Ich habe mir einige Videos angesehen/gehört und ja, ist sicherlich nicht alles mein Geschmack. Jedoch finde ich deine Voelseitigkeit beeindruckend, natürlich auch das musikalische Vermögen!
Hut ab!!!
Das wird bei mir nix mehr, weil ich keine 100 werde... muss aber auch nicht 🤠
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Re: Bassläufe mit Zungenblock auf der diatonischen MuHa

Beitrag: # 124798Beitrag triona »

Erst mal Danke für die Blumen. :H
Blues‘ter hat geschrieben: 13.10.2021, 09:22... Hut ab!!!
Das wird bei mir nix mehr, weil ich keine 100 werde... muss aber auch nicht
Kopf hoch! Das wird schon noch was. 100 mußt du dazu nicht werden. Ich hab mal nachgeschaut, wie alt du bist. Habe nämlich erst gedacht, du seist wesentlich jünger. Aber du hast trotzdem noch genug Zeit, wenn nicht gerade etwas dazwischen kommt.

Du lernst zumindest deutlich schneller als ich. Ich hab mehr als nur ein paar Wochen gebraucht, bis ich überhaupt was zu Stande gekriegt habe. Lehrer hatte ich nicht - gab es damals praktisch nicht, außer vlt in Trossingen, was 100 km von mir weg war. Bücher gab es dazu damals praktisch auch keine. Zumindest sind mir die wenigen, die es vlt gab, damals nicht begegnet. Internet gab es noch lange nicht - also auch keine Hilfe von so einem Forum wie diesem hier oder sonstwas. Und Leute, die MuHa spielen konnten oder zumindest bisserl was davon verstanden, kannte ich auch keine.

Ich hatte jahrzehntelang ständig nur Gegenwind. Eltern, die sich alle nur an "Lärmbelästigung" aufgehalten haben und ständig nur herumgemeckert haben, "daß das niemals irgendwas werden würde". Musiklehrer in der Schule, die selber völlig unfähig waren in ihrer Arbeit, die mich aber als "völlig unmusikalisch" abgestempelt hatten und gar keine Lust hatten, mir irgendwas Gescheites beizubringen.

Dazu noch Freundinnen und Kumpels und Schulkameraden oder Arbeitskollegen, die ausschließlich "Blues" hören wollten, oder was sie dafür hielten, und davon möglicht nur das, was gerade in der Hitparade war, obwohl sie davon überhaupt nix verstanden, und auch nur gesagt haben, daß ich aufhören soll. Ich bin dann halt in den Wald gegangen, und hab für mich alleine gespielt.

In den späteren Jahren kam es auch jahrelang vor, daß ich wegen Arbeit kaum wirklich zum Üben gekommen bin. In den 1980-er-Jahren habe ich mich bisweilen als Straßenmusikerin betätigt - teilweise auch nebengewerblich. Da kam sogar der eine oder andere Taler dabei herum.

Allerdings kam es dabei nicht so sehr auf ein wirklich großes Repertoire und auch nicht auf große Vielseitigkeit an. Da hörte das Publikum ja meist nur für kurze Zeit zu, im besten Fall vlt mal 15 oder 20 Minuten. Da konnte ich im Lauf des Tages auch öfter mal das selbe spielen, wenn es denn nur laut genug war. Und wenn es niemand hören wollte und auch nichts im Hut landete, dann ging ich eben einfach weiter. Eine Entwicklung meiner Spieltechnik und eine größere Vielseitigkeit habe ich erst in den letzten 10 Jahren erreicht.


Also, lange Rede, kurzer Sinn: Das was ich geschafft habe, kannst du auch noch schaffen, bevor du alt und klapprig wirst und vlt irgendwann mal nicht mehr genug Luft zum Blasen hast. Spiel das. was du selber können und spielen willst, und nicht das, was andere von dir erwarten. Schließlich bist du kein Berufsmusiker, und möchtest das vlt auch gar nicht werden. Dafür wäre es nämlich in der Tat wahrscheinlich ein bisserl spät.

Und dabei kommt es auf den Musikstil überhaupt nicht an. Lerne und spiel, was dir gefällt. Du übst derzeit an einem Tag wahrscheinlich mehr, als ich jemals in meinem ganzen Leben ein einziges Mal an einem Stück geschafft habe. Solange du nicht die Freude dran verlierst, wird dabei auch etwas herauskommen, das dich befriedigen kann. Wenn es dann auch noch anderen gefällt, dann ist das doch gut. Letzteres ist aber nicht das entscheidende Kriterium. Du mußt deine Freude daran haben, und diese vor allem behalten.


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Re: Bassläufe mit Zungenblock auf der diatonischen MuHa

Beitrag: # 124799Beitrag Mario »

Hi Guido,

ich muss gestehen, nicht alle Beiträge vollständig gelesen zu haben. Das war mir zu ausschweifend und oft am Thema vorbei. Also sorry, falls das alles schon geschrieben wurde.

Hier sind im Verlauf teilweise Läufe und Skalen gleichgesetzt worden, das ist nicht richtig. Ein Lauf ist eine (beliebige) Abfolge von Tönen. Eine Skala ist ein bestimmter (nach Tonhöhe geordneter) Tonvorrat, besser als Tonleiter bekannt. Das Wort Skala stammt ziemlich wahrscheinlich nicht aus der deutschsprachigen Musiktheorie. Im englischsprachigen Raum wird für Tonleiter das Wort Scale benutzt. Skala ist vermutlich nur aus einer eher wörtlichen Übersetzung entstanden. Also: Skala = Tonleiter. Lauf ist etwas anderes.
Blues‘ter hat geschrieben: 12.10.2021, 07:46
Ist es sinnvoll den TB rechts zu üben...
Ja. Vielleicht wirst du es nie einsetzen, vielleicht doch. Als Übung taugt es aber so oder so. Ich z.B wechsel häufig bei Kanzelle 1 auf Rechtsblock.
Blues‘ter hat geschrieben: 12.10.2021, 07:46
...und ergänzen sich die Kenntnisse aus anderen Skalen zwangsläufig dazu oder sollte ich das trennen?
Die Frage verstehe ich nicht. Wovon trennen? Vom TB? Das hat miteinander nichts zu tun. Sind hier vielleicht Läufe und nicht Skalen gemeint?
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