SUZUKI Humming SU-21-H

Alles was nicht nach Bluesharp aussieht.

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triona
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SUZUKI Humming SU-21-H

Beitrag von triona » 07.10.2018, 10:24

Da es später mal in der Abteilung "Vorstellung neuer Nutzer" niemand suchen wird, habe ich mal die entsprechenden Beiträge zum Thema hierher kopiert.

tüfti hat geschrieben:
06.10.2018, 07:39
So, jetzt ist die Entscheidung gefallen: Es wurde eine Suzuki-Tremolo SU-21H in C.
...
Von früher war ich an die Solo-Stimmung gewöhnt. Die Suzuki hat aber eine Richterstimmung und das bereitet mir weitere Schwierigkeiten. Die gelbe Linie auf dem Bild zeigt die ungewohnte Tonsuche bei der Tonleiter.
Aber, damit muss ich mich scheinbar abfinden.
Bild

triona hat geschrieben:
06.10.2018, 11:32
Die Darstellung der Tonbelegung auf der Tabelle ist ziemlich verwirrend. (Wo hast du die her? Hab ich nirgendwo finden können.)

Vielleicht gibt diese Darstellung hier einen besseren Eindruck davon, wo die Töne auf der MuHa tatsächlich liegen.
Oben eine bildliche Darstellung der Tonanordnung.
Unten das Blas-Zug-Schema für die Tonleiter C-Dur.

Bild

Es ist also eine eigentümliche Mischung von Richter und Solo-Stimmung. Gemeinsam mit Richter ist die Umkehrung des Blas-Zug-Schemas zwischen den Oktaven. Aber die Doppelung 2 Ziehen = 3 Blasen fehlt. Die akkordorientierte Anordnung der Richter-Stimmung in der tiefen Oktave finde ich hier auch nur teilweise wieder: C-E-G = Blasen 2+4+6(+8). Die dazwischen liegenden Zugtöne bleiben ja stumm, wenn man alle 3 oder 4 Töne mit der Zunge freigibt und gleichzeitig anspielt, oder auch mit der Zunge einen Rhythmus spielt. Wobei D-F-A-B (bzw Teile davon) auch einen wohlklingenden Akkord ergibt, der gut zu C-E-G paßt - wenigstens in meinen Ohren. (Gerade ausprobiert auf meiner Suzuki Bariton, die nach dem gleichen Muster gestimmt ist.)

Die leicht gegeneinander verstimmten Tremolo- / Schwebeton-Stimmzungen, die ja als "gleiche Töne" angesehen werden müssen, liegen jeweils übereinander und werden selbstverständlich in der gleichen Luftstromrichtung angespielt. Da sich auf der MuHa immer Zug- und Blaszungen abwechseln, können die Einzeltöne immer gut getroffen werden - egal ob mit Spitzmund oder Zungenschlag.

Mit der Reihenfolge der Töne in der Tonleiter stimmt diese Anordnung allerdings über weite Strecken nicht überein - namentlich in der tiefen und in der hohne Oktave. Die Kernoktave hingegen hat die "klassische Anordnung" wie Richter, wie sie sich bei der Solo-Stimmung über alle Oktaven gleichbleibend wiederholt - mit dem für beide Stimmsysteme typischen Wechsel des Blas-Zug-Schemas zwischen dem 7. und 8. Ton der Tonleiter.

Ist halt eine japanische Tremolo. Willst du ja unbedingt haben. Dann mußt du da auch durch. ;)

tüfti hat geschrieben:
06.10.2018, 12:58
... habe ich mir die SU noch mal genauer unter die Lupe gelegt.
Sie hat tatsächlich 10 Blas- und 11 Ziehtöne.
Hier ein Bild, auf dem man die beiden Seiten zusammen sieht.
...
Bild

tüfti hat geschrieben:
06.10.2018, 14:37
Wenn man Einzeltöne spielen will, ergibt sich doch ein Schema.
Die lila Kreise sollen die Mundstellung andeuten.
So kann man durch Blasen und ziehen die Tonleiter hinkriegen - bis auf die Übergangsstelle am Beginn der Kernoktave. Soweit meine Theorie.
Bild

triona hat geschrieben:
07.10.2018, 00:38
Nicht bloß deine Theorie. Das geht auch in der Praxis. Hab es gestern Mittag selber ausprobiert auf meiner Suzuki Bariton, die genau die gleiche Tonanordnung hat, und auch 2 x 21 Kanäle, 11 x ziehen + 10 x blasen, jeweils doppelt übereinander. Wenn das nicht so wäre, wäre das Ding doch einigermaßen unspielbar. Nichts anderes wollte ich dir mit meinem Blas-Zug-Schema sagen (siehe die untere Hälfte meiner Zeichnung).

Die von dir eingezeichneten lila Linien mit den (gedachen) "Viererblöcken", die die Mundstellung anzeigen, hatte ich dabei auch im Kopf, und auch die Überschneidung bei Kanal 7 bis 9. Ich hatte mir dann in der Eile nur weggespart, das auch in das Bild einzuzeichnen, weil ich gedacht habe, daß man das auch so verstehen könnte, und daß zusätzliches Gekritzel die Zeichnung nur unübersichtlicher machen würde. Schließlich bist du dann ja auch selber drauf gekommen.

Dieser Richtungswechsel des Luftstroms (2 x Ziehen hintereinander vom 6. bis 7. Ton der Oktave) ist ja nicht nur bei der Kernoktave der Richter-Stimmung, sondern auch in jeder Oktave der Solo-Stimmung. Bei letzterer wird deshalb der Grundton am Ende bzw Anfang jeder Oktave gedoppelt, daß sich nicht auch die Blas-Zug-Richtung in jeder Oktave wechselt, wie das z.B. bei allen Zirkularstimmungen ist.

Das Besondere an dieser Stimmung der Suzuki-Tremolos ist, daß sich diese scheinbare "Umkehrung" oder "Vertauschung" der Reihenfolge der Töne in der Tonleiter jeweils über die gesamte tiefe und hohe Oktave hinweg erstreckt. Es handelt sich ja auch nicht wirklich um eine "Vertauschung" der Reihenfolge, sondern nur um einen Wechsel von einer Stimmplatte auf die andere und zurück.

Bei Richter und Solo fällt das nur nicht so sehr auf, weil da ja immer 2 verschiedene (aufeinander folgende) Töne in einem Kanal liegen, und dadurch die Wege kürzer werden. Bei den Tremolos hingegen liegen ja immer 2 (eigentlich nur annähernd) gleiche Töne mit jeweils gleicher Blasrichtung direkt übereinander - also praktisch in einem Kanal. Die nächst folgenden Töne finden dadurch immer erst in einem der nächsten Kanäle Platz. Bei Richter und Solo hingegen liegen immer 2 aufeinander folgende Töne in einem Kanal - einer auf der oberen Stimmplatte und einer auf der unteren.

liebe grüße
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Re: SUZUKI Humming SU-21-H

Beitrag von DieterM » 07.10.2018, 12:20

Nicht zu vergessen dass die fernöstlichen tremolo -Muhas ein seeehr flaches Tremolo haben im Vergleich zu den unseren hiesigen Herstellern! Mit ein Grund warum ich meine Baritone vor Jahren auch wieder verkauft hatte.
beste Grüsse
von

Dieter

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Re: SUZUKI Humming SU-21-H

Beitrag von triona » 07.10.2018, 14:13

DieterM hat geschrieben:
07.10.2018, 12:20
Nicht zu vergessen dass die fernöstlichen tremolo -Muhas ein seeehr flaches Tremolo haben im Vergleich zu den unseren hiesigen Herstellern! Mit ein Grund warum ich meine Baritone vor Jahren auch wieder verkauft hatte.
Die meine habe ich von dir.
Warum ich sie nur selten gespielt habe und bald als Fehlkauf einschätzte, hat allerdings einen anderen Grund. Das "flache Tremolo", das auch die Seydel Fanfare hat, kommt meinen Klangvorstellungen eher entgegen. Sehr gestört hat mich hingegen, daß der Luftbedarf bei meiner mehrstimmigen, akkord- und rhythmusbetonten Spielweise in keinem guten Verhältnis zur Lautstärke steht.

Außerdem hatte ich irrtümlicherweise die Erwartung, daß eine MuHa, die "Baritone" heißt, eigentlich noch eine Oktave tiefer sein müßte. Diese Lage (1 Oktave unter einer Chrom in "Normaloktave") heißt z.B. bei der Hohner CX-12 richtigerweise auch "Tenor". Und da bietet mir die CX-12 eben für meine Spielweise weitaus mehr. Als Chromatische ist sie zudem noch wesentlich vielseitiger einsetzbar. Auch die 64-stimmige Chrom mit 4 Oktaven bringt mir da in dieser Lage deutlich mehr.

Der warme Klang der Baritone ist ansonsten sehr schön. Da hat die CX-12 schon einen deutlich schärferen Klang. Meine Larry Adler Professional 16 hingegen kann da klanglich schon mithalten und hat als Ventilierte ein besseres Verhältnis von Luftbedarf und Lautstärke. Aber die ist ja auch in einer anderen Preis-Leistungs-Klasse.

Übrigens: Die Fanfare mit Messing-Stimmzungen wird von Seydel anscheinend gar nicht mehr angeboten. Und für die Fanfare S mit Stahlzungen haben sie anscheinend noch keine Stimmzungen für LC im Angebot. 200 € für eine Konfigurierte wären mir für eine Tremolo allerdings auch ein bisserl zu fett. Da ich wahrscheinl nicht die einzige bin, die so denkt, und das bei Seydel vermutl auch so gesehen wird, wird das wohl auch nie kommen.


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Re: SUZUKI Humming SU-21-H

Beitrag von DieterM » 07.10.2018, 20:31

Na ja triona, , tonmäßig eine Tremolo mit einer Chrom zu vergleichen, ist mehr als riskant
beste Grüsse
von

Dieter

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Re: SUZUKI Humming SU-21-H

Beitrag von triona » 07.10.2018, 22:16

Na ja, die einen sind eben für dieses besser geeignet, die anderen für jenes. Und je nach Spielweise, Musikrichtung und persönlichen Klangvorstellungen usw unterscheidet sich die Wahl des Instruments. Drum besprechen wir doch hier auch immer wieder unterschiedliche Instrumente so ausführlich. Da können sich dann auch andere Anregungen holen, mal was Neues auszuprobieren und zu entdecken, oder vlt auch den einen oder anderen Fehlkauf vermeiden.


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Re: SUZUKI Humming SU-21-H

Beitrag von tüfti » 13.12.2018, 12:47

Mit meiner Suzuki Humming Tremolo SU21-H-C bin ich sehr zufrieden.
Sie spricht wunderbar leicht an und der zuerst befürchtete hohe Luftverbrauch ist nicht existent.
Außerdem macht sie keine Zicken wie meine chromatischen, weil sie keine Ventile hat.
Benden kann man sie auch.
Leider fehlen die Halbtöne.
Nun sah ich, dass vor allem im asiatischen Raum, dies beim Spielen mit zwei Mundharmonikas, die dann übereinander gehalten werden, umgangen wird.
So was könnte ich mir auch vorstellen.
Bei der Suche, welche Tonart da am besten passt, ist es m.M. Cis-Dur. Oder geht da doch noch eine andere?
Leider ist Cis-Dur ein Exote und vermutlich deshalb rund doppelt so teuer wie meine C-Dur.
Hat hier jemand in dieser Richtung Erfahrungen, gibt es Alternativen und könntet Ihr das hier posten?
Ich bedanke mich schon im Voraus,
Gruß,
Horst.

Die Tonanordnung habe ich mir aufgezeichnet. Sie ist gegenüber einer Solo-gestimmten ziemlich holperig und macht mir noch kleine Probleme.

Bild
Dateianhänge
Suzuki Tonanordnung.PNG
Suzuki Tonanordnung.PNG (34.98 KiB) 560 mal betrachtet

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Re: SUZUKI Humming SU-21-H

Beitrag von triona » 13.12.2018, 14:35

Das mit der Anordnung der Töne hatten wir ja schon ausführlich weiter oben.

Wenn es durch die Verwendung von 2 MuHas chromatisch werden soll, dann ist C# (=Db) schon die ideale Ergänzung. Da sind dann auch die musikalisch nebeneinander liegenden Töne (z.B. C+C#, D+D# usw) immer in unmittelbarer Nähe zu einander zu finden. Das gilt natürlich nur, wenn die C# nach dem selben System gestimmt ist wie die C.

Ist also nicht wirklich exotisch. Und wird auch von anderen Herstellern für diesen Verwendungszweck angeboten. Der Preis ergibt sich wahrscheinl daraus, daß C# eben doch deutlich seltener angefragt wird als C oder auch z.B. G. Vlt gilt dieser Wucherpreis auch nur für Europa? Mußt du vlt mal bei asiatischen Internethändlern umschauen.

Ansonsten kannst du dein Spiel selbstverständlich mit jeder anderen (diatonischen) Tonart ergänzen. Chromatisch wird es dadurch allerdings nicht. Und auch nahe liegende Töne sind dann mehr oder weniger weit entfernt von einander zu finden. Bei der merkwürdigen Anordnung der oberen Oktave wird es dann wahrscheinl ziemlich wirr. Einfacher wird die Orientierung dadurch zumindest nicht.

Spätere Gewöhnungsschwierigkeiten bei einer Umstellung auf herkömmliche Chrom oder Richter-gestimmmte diatonische könnten sich vlt auch ergeben. Wenn du dich allerdings von Anfang daran gewöhnst, nach Gehör zu lernen, üben und spielen, dürfte sowas auch keine größeren Schwierigkeiten machen.


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Re: SUZUKI Humming SU-21-H

Beitrag von DieterM » 13.12.2018, 16:51

Mit Huckepack-Muhas komme ich am besten mit G,Cund F klar, oder nehme gleich die 6fach Wender, die ich mir in der Reihenfolge G C F B sortiert habe und nahezu chromatisch spielen könnte, wenn ich etwas schneller wäre....
beste Grüsse
von

Dieter

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Re: SUZUKI Humming SU-21-H

Beitrag von triona » 13.12.2018, 18:13

DieterM hat geschrieben:
13.12.2018, 16:51
Mit Huckepack-Muhas komme ich am besten mit G,Cund F klar, oder nehme gleich die 6fach Wender, die ich mir in der Reihenfolge G C F B sortiert habe und nahezu chromatisch spielen könnte, wenn ich etwas schneller wäre....
Da würdest du dir aber mit einer herkömmlichen Chrom sicher leichter tun. So weit ich das mitgekriegt habe werden diese 4- und 6-fach-Wender meistens verwendet von Gitarristen, die dazu MuHa mit einem Halter spielen. (Häufig singen sie auch noch. Hauptsächlich dürfte es sich hier wohl um Liedermacher und Alleinunterhalter handeln.) Da sind sie nicht auf eine Tonart festgelegt und können die Tonart der MuHa auch schnell wechseln. Diese Dreh-Wender haben ja auch meistens an den Seiten ihrer Drehachse solche Zapfen, wo sie in so einen Halter eingesetzt werden können. In diesem können sie auch gedreht werden.

Es spricht natürlich nichts dagegen, daß man solch einen Dreh-Wender auch als MuHa-Solist einsetzt. Die Kombination von 2 Diatonischen in C und C# oder gleich eine Chromatische dürften hier allerdings leichter zu handhaben, vielseitiger und auch deutlich preisgünstiger sein.

Ob es auch chromatische Tremolo-MuHas gibt, weiß ich nicht. (Könnte ich mir aber schon vorstellen. Müßte man mal in Asien schauen.) Wenn es denn Tremolo sein muß, dann dürfte C + C# die günstigste Lösung für chromatisches Spiel sein. Für einfache Tonartwechsel innerhalb einem Stück gehen auch beliebige diatonische Kombinationen, je nach Geschmack oder Anforderungen des Stücks.


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Re: SUZUKI Humming SU-21-H

Beitrag von Franz´l » 15.12.2018, 06:04

triona hat geschrieben:
13.12.2018, 18:13
Ob es auch chromatische Tremolo-MuHas gibt, weiß ich nicht. (Könnte ich mir aber schon vorstellen. Müßte man mal in Asien schauen.) Wenn es denn Tremolo sein muß, dann dürfte C + C# die günstigste Lösung für chromatisches Spiel sein. Für einfache Tonartwechsel innerhalb einem Stück gehen auch beliebige diatonische Kombinationen, je nach Geschmack oder Anforderungen des Stücks.
Ja, gibt es :-D und nein, günstig leider nicht! :cry:
Die Suzuki SCT-128 Tremolo Chromatic Harmonica
Von gebraucht Ca. 400 € bis neu 24Kt Gold knapp $ 2.400 ist alles dabei.
https://youtu.be/NKrpozjcz-U

https://www.google.com/search?q=Suzuki+ ... 88&bih=966
Es grüßt der Franz´l aus NDS

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Re: SUZUKI Humming SU-21-H

Beitrag von triona » 15.12.2018, 09:35

Diese MuHa ist zwar sehr schön, aber auch wirklich teuer.
Mit preisgünstiger Lösung meinte ich allerdings 2 diatonische in C + C# als Ersatz für ein solch aufwendiges Instrument. Zusammen gespielt - wie von Horst nachgefragt - ermöglicht dies die Kombination von chromatischem Spiel und Tremolo. Das gezielte Erreichen von chromatischen Tönen durch Biegen (Bending) ist auf einer Tremolo schließlich nicht möglich. Wie auch Jakob Venndt in dem Video über die Suzuki SCT-128 bemerkte, geht da eine Beeinflussung der Tonhöhe (nur bedingt) und des Klangs (sehr gut) nur über den Ansatz, d.h. über die Änderung der Mund- und Rachenstellung und Atemtechnik (Anblasdruck). Dies gilt bekanntlich auch für diatonische Tremolos.


liebe grüße
triona


Nachtrag:

Dieser hier ging genau den umgekehrten Weg. Er hat eine SCT-128 umgestimmt, um das Tremolo zu beseitigen.

https://www.youtube.com/watch?v=Fofa8h7Q5Vw

"When I'm Sixty Four" on SCT 128 harmonica
Vir Lynes hat geschrieben:I retuned the SCT128 chromatic harmonica from slightly wet to completely dry tuning. A little more tweaking is needed to finally eliminate the tremolo effect.
Warum er sich dann allerdings so ein teures Instrument überhaupt erst angeschafft hat, erschließt sich mir nicht wirklich. Und 128 Stimmzungen sauber umzustimmen ist schließlich auch nicht gerade ein Pappenstiel, selbst wenn es überall nur ein paar cent sind. Aber vlt hat er ja gerade nichts anderes zu tun.
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Re: SUZUKI Humming SU-21-H

Beitrag von tüfti » 15.12.2018, 17:32

Nach langem Suchen bin ich fündig geworden und habe mir eine einfache Suzuki-Study-Tremolo in C# bestellt.
Allerdings ist sie etwas länger - sie hat 24 statt 21 Kanäle.
Die Tonanordnung und die Kanalmaße scheinen aber genau so wie bei meiner zu sein.
Man bekommt keine ausführlichen Details.
Ich lasse mich da überraschen.
Wenn alles stimmt, werde ich die neue mit Magnete an die jetzige anklipsen.

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Re: SUZUKI Humming SU-21-H

Beitrag von triona » 15.12.2018, 18:16

Und wenn es dann doch nicht so bequem ist, kannst du dir ja immer noch so eine Study 24 in C holen. Sollten ja sowieso beide möglichst den gleichen Klang und die gleiche Lautstärke haben. Aber chromatische Spieltechnik mit 2 MuHas üben kannst du so sicher auch gut. Dann weißt du ja zumindest mal, ob dir diese Spieltechnik liegt. Verfeinern kann man das dann später immer noch. Berichte mal, wenn es so weit ist.


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Re: SUZUKI Humming SU-21-H

Beitrag von triona » 16.12.2018, 19:16

tüfti hat geschrieben:
15.12.2018, 17:32
Die Tonanordnung und die Kanalmaße scheinen aber genau so wie bei meiner zu sein.
Man bekommt keine ausführlichen Details.
Ich lasse mich da überraschen.
Wenn man sich die wenigen Informationen dazu im Internet anschaut, ist das vermutlich so. Aber meistens ist ja bei der Lieferung der MuHa so ein Beipackzettel dabei. Bei Tombo (und auch bei manchen anderen) ist da dann eine Tonbelegungstabelle drauf, mit Namen der Töne und oft auch noch mit Noten. Falls da eine dabei ist, kannst du das ja mal ablichten und hier einstellen. Dann wissen wir es alle. (Und wenn das nur in japanisch ist, dann macht das nichts. Ich kann das umschlüsseln.)

tüfti hat geschrieben:
15.12.2018, 17:32
Wenn alles stimmt, werde ich die neue mit Magnete an die jetzige anklipsen.
Das ist eine gute Idee. Alternativ (oder wenn sich das doch nicht bewährt) könnte man ja ein einfaches Gestell bauen, in das beide MuHas eingeschoben oder eingespannt werden. Ich habe da auch schon allerhand 'rum experimentiert. Aber am Ende habe ich dann doch meistens wieder die beiden MuHas "nackt" in der Hand, entweder beide zusammen im richtigen Abstand übereinander zwischen die Hände gehalten (ähnlich wie Normalhaltung) oder eben in jeder Hand eine. Halt so, wie das die meisten anderen auch meistens machen.

Meine Idee mit den MuHas jede in einen Schalltrichter montiert und, dann die Schalltrichter fest miteinander verbunden, eignet sich ja nur für Seydel-MuHas. Für deine Suzukis gibt es ja wahrscheinlich keine Schalltrichter.

Wenn du das mit den Magneten fertig hast, kannst du ja mal Foto und Beschreibung hier einstellen. Das interessiert sicher viele Diatonik-Spieler, und nicht nur die Freunde der Tremolo.


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Re: SUZUKI Humming SU-21-H

Beitrag von tüfti » 16.12.2018, 21:22

triona hat geschrieben:
16.12.2018, 19:16

Wenn du das mit den Magneten fertig hast, kannst du ja mal Foto und Beschreibung hier einstellen. Das interessiert sicher viele Diatonik-Spieler, und nicht nur die Freunde der Tremolo.
Mache ich, dauert aber noch.

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