Mikrofonkapsel löten- Tip erbeten!!

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Mamo
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Mikrofonkapsel löten- Tip erbeten!!

Beitrag von Mamo » 16.12.2014, 13:22

Hallo Leute!

Ich brauche mal einen 'Tipp. Ich bin gerade dabei ein Mikro selbst zu bauen.
Dafür habe ich mir ein hochohmiges Beyer M55 besorgt, das ein Poti bekommt und dann in ein Bulletgehäuse gebaut werden soll.

Soweit so gut. Bullet habe ich bereits, Poti auch. Wie ich die einzelnen Komponeten zusammen brate, weiß ich mittlerweile auch!

Jetzt habe ich aber beim Demontieren von dem Beyer ein kleines Drähtchen abgerissen. Und zwar das Drähtchen, welches von der Mikromembran zum Übertrager geht. Ein schrecklich fiseliges Gedöns!
Hierzu meine Frage: Kann ich einfach ein 0,8mm² da dran löten? Und worauf sollte ich beim Löten achten? Weniger Temparatur? Der Draht, der von der Membran kommt ist ja gefühlt nur wenige hundertstel Millimeter dick...Ich würde generell dort dickere Kabel dranlöten wollen, da mir das bei einem über 40 Jahre alten Mikro sehr bröselig erscheint.

Gruß Marco

Nachtvogel
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Beitrag von Nachtvogel » 16.12.2014, 15:22

Hallo Marco,

es gibt elektrisch leitenden Kleber, oder Lötkleber, habe aber noch keine Erfahrungen damit.

http://www.conrad.de/ce/de/product/5883 ... -Wire-Glue

Franky

drstrange
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Beitrag von drstrange » 17.12.2014, 05:51

Hi Mamo

Kannste mal ein Bild posten??

Mamo
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Beitrag von Mamo » 17.12.2014, 06:21

@Franky: Das mit dem Kleber wäre vielleicht eine Lösung. Wobei, wenn man die Beurteilungen der Kunden liest, scheint es mal zu klappen und mal nicht.
Was wäre, wenn der Kleer nicht hält oder nicht leitet? Dann kriee ich die Stelle nicht mehr sauber um doch noch zu löten.

@drstrange: Muß mal sehen, dass ich mal ein Bild hinkriege. Bin jetzt natürlich bei der Arbeit. Mikro habe ich nicht hier. Versuche mal, heute Abend was hinzukriegen...

Gruß Marco

Nachtvogel
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Beitrag von Nachtvogel » 17.12.2014, 06:41

Hallo Marco,

die zu verbindenen dünnen Drähte vor dem Kleben zusammenrödeln,
dann müsste es klappen.

Viel "Spass" beim Basteln

Franky

BBHarpy
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Beitrag von BBHarpy » 17.12.2014, 07:07

Hi
:shock: der Tip mit dem Kleben, oha...
Membrandraht mit einem anderen verrödeln ??? Na damit kannst Du nach Wetten Dass wenn du das hinbekommst .... aber die Sendung gibt es ja nicht mehr.... selbst wenn du es hinbekommst, das Äderchen ist isoliert...

so haben wir es gelernt...

Man nehme Salicylsäurepaste und einen kleinen Lötkolben. Nun muss die Isolierschicht vom Membrandraht abgeätzt werden...ein wenig von der Salicylsäurepaste auf den Draht und nun den Lötkolben dran ( Fenster auf und nicht bei Mama in der Küche machen, das riecht etwas streng und nicht in den Rauch schauen oder einatmen.. ) . Erst jetzt kannst Du den Draht überlöten . Anschließend bin ich mit dem Kleber dabei, als Isolierung...
Gruß und gutes Gelingen
Ralf
BBH Microphones

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Beitrag von Nachtvogel » 17.12.2014, 17:22

Hi,

ich dachte, dass es so einfach geht, tja Ralf, ich möchte keinem ins Handwerk pfuschen.
Apropo Handwerk: Bevor ich etwas vergurke, würde ich diese Arbeit doch lieber einem
Fachmann überlassen, es gibt ja hier im Forum einige....Ich kann mir vorstellen, dass das
im Endeffekt günstiger kommt, man hat schnell was geschrottet.

Gruß
Franky

BBHarpy
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Beitrag von BBHarpy » 17.12.2014, 19:13

Hi Franky,
war nicht böse gemeint von mir, aber schmunzeln musste ich schon..... ;)
Gruß Ralf
BBH Microphones

Mamo
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Beitrag von Mamo » 18.12.2014, 06:41

Ein Bild habe ich gestern nicht machen können...Bin eingepennt!!!
Von wegen besinnliche Weihnachtszeit!!

@Franky: So schnell gebe ich nicht auf! Ich mache diese ganze Löterei ja um was zu lernen. Dabei kann auch mal was schief gehen...
Das Mikro, das ich mir gerade selber baue, brauche ich ja eigentlich nicht. Erstens habe ich noch mein bluexlab und zweitens freue ich mich schon drauf, in Kürze bei BBHarpy Mikros zu testen.
Meinen "Lötkünsten" kann ich noch nicht so sehr vertrauen, dass ich damit einen Auftritt bestreiten würde!

Ich halte euch weiter auf dem Laufenden!

Gruß Marco

drstrange
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Beitrag von drstrange » 18.12.2014, 07:29

Na dann mach mal Bilder, sonst sieht man ja nix.

Und das Du ausgerechnet zum Ueben tinsel-wire verloeten willst ist natuerlich
schon ein hoch gesteckter Anspruch. Versuche die Loetstelle so klein wie moeglich
zu halten. Jedes 1/10 Gramm Loetzinn ist da zuviel. Nimm ein Mikroskop zu Hilfe.
Und den zu verloetenden Bereich moeglichst kurz mit der Saeure abisolieren. Sonst
nimmt die tinsel wire zuviel Zinn auf und wird unflexibel.

Bei den Lautsprechern gibts auch diese tinsel wire. Und da ist es genau so Scheisze
zu verloeten. Obwohl die dicker ist. Dafuer schwingt die Membran auch staerker
als bei einem Mic

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