Kabelanschluss DM14

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harpe diem
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Kabelanschluss DM14

Beitrag von harpe diem » 26.06.2020, 15:53

Hallo,
ich kann ja keine Bilder hier reinstellen, aber da so ein Teil gerade in der Bucht angeboten wird, hänge ich einen link an.
Ich habe ein kleines und toll klingendes Harpmikro, wo ich schon einen guten Neutrik XLR angelötet habe. Das Problem ist der Anschluss des spirndeligen grauen Kabels am Mikroende. Mittlerweile sieht er aus, als hätte Omas Dackel darauf herumgekaut...
Das Mikro kommt von einer Firma namens Intel Interelectric GMBH aus Bad Aibling. Sieht genau aus wie das AIWA, nur eben der elende Kabelanschluss...!

https://www.ebay.at/itm/Aiwa-DM-14-Dyna ... Sw0TpcavaK

Kann mir jemand sagen, wie man das Ding aufkriegt? Ich hörte hier immer nur "ACHTUNG!" im Forum. Mit dem Lötkolben kann ich umgehen, und auch mechanische Armbanduhren schrecken mich nicht.

Vielen Dank,

Jan

madhans
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Re: Kabelanschluss DM14

Beitrag von madhans » 26.06.2020, 17:55

Hi!
Die Membran ist sehr empfindlich. Seeeeehr. Nicht anfassen oder reinigen. Oder hinpusten, oder ablegen ....
Das Aiwa ist geklebt. Mann muss es warm machen, dann bringt man die Chromkappe herunter.


Grüße
CB

harpe diem
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Re: Kabelanschluss DM14

Beitrag von harpe diem » 27.06.2020, 12:16

Danke madhans, so etwas ähnliches habe ich mir gedacht. Da ist noch so ein kleines Loch in der Nähe des Kabeleingans. Zuerst dachte ich, dass da eine kleine Madenschraube sitzen könnte, aber man kann da ja richtig tief rein mit einem Zahnstocher...
Ich habe einen Pyrometer, mit dem ich genau messen kann, wie warm die Chose bereits ist. Deshalb die Zusatzfrage: eher 40, 60 oder 90 Grad? Nein, es soll nicht in die Waschmaschine!
Ich finde das DM14 wirklich hinreißend.

Gruß, Jan

madhans
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Re: Kabelanschluss DM14

Beitrag von madhans » 27.06.2020, 16:51

Hi!
Das Loch hinten hat (soweit ich mich erinnere) keine Funktion für die Montage.

Ich nehme meist erst einen normalen Fön. Dann halte ich drauf, bis ich mir die Flossen verbrenne. Und dann ein wenig warten. Und dann nochmal.
Wenn das nicht hilft, dann nehme ich einen Heißluftfön mit einer kleinen Runddüse und erwärme gezielt die Stellen, die warm werden sollen.

Temperaturen sind schwer zusagen. Das ist alles ein wenig flüchtig. Man fühlt und riecht es, wenn der Kleber warm wird.

Grüße
CB

Adam_Lark
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Re: Kabelanschluss DM14

Beitrag von Adam_Lark » 27.06.2020, 19:20

Ich mag den Sound von dem Ding auch sehr, hat nen mords Wumms. Nur der Durchmesser müsste etwas größer sein, um es besser cuppen zu können. Da überlege ich mit noch was. Das Kabel hatte mich auch gestört, ist inzwischen gekürzt. Die Feder sieht bei mir noch halbwegs ok aus...
Bild

Gruß

Adam

P.S.: über Picr.de ist das Posten von Fotos wirklich sehr einfach. Ich habe auch keine Datenschutz-Bedenken. Zumindest bei den selbst geschossenen Fotos, die ich da hochlade...
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Re: Kabelanschluss DM14

Beitrag von harpe diem » 28.06.2020, 13:34

Tja, wenn meins so eine schöne geriffelte Rändelschraube am Mikroausgang hätte, aber da sitzt nur direkt angesteckt eine Gummitülle, genau wie auf den verlinkten ebay-Bildern. Wirklich nur zum Nachvertonen von Großvaters Super8-Urlaubsfilmen auf dem Eichenschreibtisch geeignet (und wahrscheinlich auch gedacht).
Dann werde ich mich demnächst mal frisch ans Werk machen.
Danke für die Tipps!

Jan

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Re: Kabelanschluss DM14

Beitrag von harpe diem » 29.06.2020, 18:55

So, die Chromkappe ist runter, und das ohne Kratzer!

Da ist ja nun ein "altes deutsches Mikrokabel" angebracht. Ich möchte jetzt - wie beim Shure Bullet - ein Mikrokabel mit Monoklinke direkt anlöten und habe eine Frage zur Verkabelung.
Das DM 14 kann ja hoch- oder niedrigohmig angeschlossen werden. Da gibt es rot, weiß und gelb. Gelb war bei mir nicht belegt (abisoliert), rot saß beim XLR an PIN 2, weiß an PIN 1. Pin 3 des XLR war nicht belegt. Das ist die hochohmige Variante mit 65 Kilo-Ohm.

Wenn ich nun ein modernes Mikrokabel mit Monoklinke zusammenlöten will, muss dann das "rote" Kabel an die Klinkenspitze, und das "weiße" plus die Schirmung an die Klinkensteckermasse ?
Die Schirmung ist übrigens innerhalb des Mikros nicht angeschlossen gewesen. Stopp! Ich sehe nun, dass an der Lötstelle des weißen Kabels ein kleiner Drahtpuschel absteht, und dass das Schirmungskabel verzinnt ist. Vielleicht ist hier auch bei der Demontage etwas abgegangen?

Tausend Dank,

Jan

Adam_Lark
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Re: Kabelanschluss DM14

Beitrag von Adam_Lark » 29.06.2020, 20:11

Letztens maß ein Bekannter (der Dolbi, für diejenigen, die ihn kennen) 1900 kOhm an meinem DM14. Er hatte da diverse Mics und wir experimentierten etwas rum. Da klingen deine 65 etwas anders...

Gruß

Adam
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Re: Kabelanschluss DM14

Beitrag von harp-addicted » 29.06.2020, 20:49

Schau mal hier https://www.gearslutz.com/board/newbie- ... cable.html
oder https://www.gearslutz.com/board/so-much ... japan.html

@Adam: Die 1900 kOhm klingen ungewöhnlich, vlt. 1,9 kOhm für HiZ?
Bei einem digitalen Multi-Messer springt die Anzeige eigentlich nach 1,9 MOhm um

Adam_Lark
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Re: Kabelanschluss DM14

Beitrag von Adam_Lark » 30.06.2020, 04:03

harp-addicted hat geschrieben:
29.06.2020, 20:49
@Adam: Die 1900 kOhm klingen ungewöhnlich, vlt. 1,9 kOhm für HiZ?
Bei einem digitalen Multi-Messer springt die Anzeige eigentlich nach 1,9 MOhm um
Heißt HiZ nicht es müsste einen hohen Impedanzwert haben? Da scheinen mir 1.5 kOhm wieder sehr wenig...
Christian oder Uni könnten bei ihren ja mal nachmessen, würde mich interessieren.

Gruß

Adam
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Re: Kabelanschluss DM14

Beitrag von madhans » 30.06.2020, 05:52

Hi!
Wir messen den Gleichstromwiderstand der Spule. 1,9k ist schon ein hoher Wert. Die Neutrik Übertrager haben so 1,5k. Die HighZ Wicklung der shure cm liegt darunter.
Grüße
CB

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Re: Kabelanschluss DM14

Beitrag von UNI » 30.06.2020, 14:58

Hallo,
hier auch noch mein DM 14, ich habe 2,04 k Ohm gemessen .
Es grüßt
UNI

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Re: Kabelanschluss DM14

Beitrag von harpe diem » 30.06.2020, 21:04

Die 65 KiloOhm habe ich nicht gemessen, sondern dem technischen Beiblatt entnommen.
Ich warte jetzt auf Material zum löten, und werde dann hier noch mal berichten.

Gruß, Jan

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Re: Kabelanschluss DM14

Beitrag von harp-addicted » 01.07.2020, 20:16

harpe diem hat geschrieben:
30.06.2020, 21:04
Die 65 KiloOhm habe ich nicht gemessen, sondern dem technischen Beiblatt entnommen.
Könntest Du ein Bild von dem Beiblatt posten oder wenigsten mal schreiben, in welchem Kontext die 65kΩ genannt sind?
Danke
Ich interessiere mich auch für das Mikro...

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