Mögliche Probleme bei Shure CR-Elementen

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Juke
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Mögliche Probleme bei Shure CR-Elementen

Beitrag von Juke » 23.04.2019, 18:28

Wie andernorts bereuchtet, macht mein Shure CR-Element mit black Label ein paar Probleme. Leise bis mittelautl bespielt klingt es ordentlich, gibt man aber ein wenig Gas, gibt es ein leises Plopp-Geräusch, während die Lautstärke nicht weiter zu- und die Soundqualität abnimmt. Ursache ist nach Ansicht von Jürgen (https://www.jjharpmic.de) eine sich langsam lösende Klebeverbindung, die die Membran mit einem Metallstift verbindet. Es komme öfter vor, dass das Mikrofon dann Blastöne besser als Ziehtöne überträgt. Eine Reparatur ist möglich, lohnt sich aber eigentlich nur bei Elementen mit schwarzem Label. Oft klängen die Elemente nach der Reparatur sogar noch besser als vor Auftreten des Fehlers. Allerdings gebe es keine Garantie für den Erfolg der Reparatur und wenn sie fehlschlägt, war's das für das Element.

Der Fehler lag bei meinem Mikro mit hoher Wahrscheinlichkeit auch schon während der Session in Dollnstein vor und kann ursächlich für die allgemeine Unzufriedenheit mit dem Sound während des ersten Sets sein.

Schöne Grüße
Dirk
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madhans
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Re: Mögliche Probleme bei Shure CR-Elementen

Beitrag von madhans » 23.04.2019, 20:39

Hi.
Wie geht reparieren?
Warm machen, Kleber weg, epoxy drauf?

Gruß CB

munkamonka
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Re: Mögliche Probleme bei Shure CR-Elementen

Beitrag von munkamonka » 23.04.2019, 21:18

Die Unzufriedenheit kam m.e. daher, dass jemand den amp immer wieder leiser gedreht hat. Es hat allgemein etwas 'Dampf' gefehlt. Der Einbrech-Effekt ist mir nicht aufgefallen.

Was die schwarzen Elemente betrifft, gibt es ganz gute Infos auf der von mir empfohlenen Seite (sh. Green Bullet Thread). Kurz gesagt:
Sie sind nicht automatisch besser
Aber älter und oft empfindlicher bzw. vorgeschädigt
Das Mehr an elektrischem Widerstand bedeutet nicht automatisch mehr output .

Ich weiß, hilft dir jetzt auch nicht weiter. Des oide G'lump saugt halt nix. Ich würde den reparaturversuch wagen.
Gruß Markus
Ordeeer!
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Juke
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Re: Mögliche Probleme bei Shure CR-Elementen

Beitrag von Juke » 23.04.2019, 22:32

madhans hat geschrieben:
23.04.2019, 20:39
Wie geht reparieren?
Warm machen, Kleber weg, epoxy drauf?
So ungefähr hat Jürgen das erklärt. Ist halt nur viel Aufwand, weil das Element komplett zerlegt und hinterher wieder zusammen gebaut werden muss. Jürgen macht das nur, wenn er entsprechend relaxt und motiviert ist, nicht wenn er unter Druck steht.
munkamonka hat geschrieben:
23.04.2019, 21:18
Was die schwarzen Elemente betrifft, gibt es ganz gute Infos auf der von mir empfohlenen Seite (sh. Green Bullet Thread). Kurz gesagt:
Sie sind nicht automatisch besser
Aber älter und oft empfindlicher bzw. vorgeschädigt
Das Mehr an elektrischem Widerstand bedeutet nicht automatisch mehr output .
Schon klar. Als ich das Element bei Jürgen damals ausgesucht habe, klang es in meinen Ohren von allen getesteten am besten (Kristall-Elemente hatte ich nicht getestet). Wenn Jürgen das Ding geklebt hat und es funktioniert wieder, ist alles gut. Kristalle sind mir zu riskant. Funktionierende Dinger werden immer seltener und teurer und sie bleiben halt empfindlich. Nach dem Gesetz der allgemeinen Ungunst gibt das Element genau dann den Geist auf, wenn man es am dringendsten braucht und keinen Ersatz dabei hat. Oder direkt, nachdem man es für teuer Geld erworben hat.

Das Kartönchen mit dem Mikro geht morgen an Jürgen raus.

Schöne Grüße
Dirk
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Re: Mögliche Probleme bei Shure CR-Elementen

Beitrag von UNI » 24.04.2019, 06:28

Hallo Juke,
ich wünsche Dir viel Glück mit dem Reparaturversuch des Elements beim Jürgen. Wenn der es nicht retten kann, dann ist es wirklich nicht möglich. Bei nicht möglicher Reparatur hat er in seinem Fundus bestimmt geeigneten Ersatz. Mit Kristallelementen habe ich auch nicht die besten Erfahrungen gemacht. In meinem Hohner-Blues-Blaster hat das Originalelement nur noch gekrächst, als Ersatz ist jetzt eins vom aktuellen Shure 520 DX drin. Das ist zwar nicht ganz so stark im Output wie das vom 520 D, aber ich bin zufrieden. Noch zu Dollnstein kann ich das von Markus erwähnte ständige (störende) Herumgestelle am Verstärker nur bestätigen. Das war ja noch schlimmer als in Bielefeld am Sonntag !
Gruß & Blues aus Thüringen
von
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Re: Mögliche Probleme bei Shure CR-Elementen

Beitrag von Juke » 24.04.2019, 07:10

Ja, man sollte die Regler in der "richtigen" Einstellung mit einem Tröpfchen Sekundenkleber fixieren. Oder noch besser die entsprechenden Werte messen und dann die Potis durch Festwiderstände ersetzen. ;)

Danke für die Wünsche. Wird wohl klappen. Und ansonsten: Jürgen hat Auswahl. :-D

Schöne Grüße
Dirk
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Re: Mögliche Probleme bei Shure CR-Elementen

Beitrag von Juke » 28.04.2019, 17:08

So, Jürgen hat's getestet - und der Kleber war's wohl nicht, der hält. Vielleicht war's der Switchcraft-Anschluss. Oder das Poti. Jürgen hat das Element ausgiebig getestet und alles andere neu gemacht. Jetzt soll's wohl wieder gehen.
Hoffe ich.

Schöne Grüße
Dirk
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Re: Mögliche Probleme bei Shure CR-Elementen

Beitrag von drstrange » 29.04.2019, 03:52

Das heißt, Juergen konnte Dein Problem nicht reproduzieren.
Bei ihm war alles ok. Nun denn berichte mal weiter. Vielleicht ist
tatsächlich Dein Connector defekt oder Das Kabel?
Genau deshalb schicke ich ihm alle meine Mics die mir
wichtig sind. Das kostet zwar Geld aber andere machen
teuren Urlaub und ich lasse meine Mics checken. So what?
Du solltest Ihm den Rest von Deinem Micro auch noch
schicken, erst dann kann er sicher was sagen. Aber das Problem
kann auch im Amp liegen. Hast Du noch Amp oder noch n Mic um
kreuzweise zu testen?

drstrange
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Re: Mögliche Probleme bei Shure CR-Elementen

Beitrag von Juke » 29.04.2019, 12:34

Das Problem trat mit dem Bulletini am selben Amp (El Gordo) nicht auf, weder per Kabel noch drahtlos. Mein zweites Astatic (mit Keramik aus den 70ern) ist noch bei Christian. Und der oben geschilderte Effekt trat auch auf, als ich das Black CR am SE hängen hatte. Wird wohl also am Mikro liegen ...

Jürgen konnte das Problem schon reproduzieren. Nach dem ersten Antesten hatte er mir geschrieben, dass es sich wohl genau so verhält, wie er es am Telefon vermutete (gelöste Klebeverbindung zwischen Stift und Membran). Aber als er dann genauer geschaut hat, stellte er halt fest, dass die Klebestelle noch in tadellosem Zustand ist. Also hat er dann das Poti und den Anschluss getauscht - und ein paar Schönheitsreparaturen (Gitter, Stoff) gemacht. Ich bin gespannt, ob der Effekt bei mir noch auftritt.

Schöne Grüße
Dirk
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Re: Mögliche Probleme bei Shure CR-Elementen

Beitrag von madhans » 29.04.2019, 16:27

Ganz ehrlich .....
so ist es doch oft. Man sucht den Fehler wo er sein müsste - nix. Dann "räumt man ein wenig auf" und plötzlich gehts. Was es dann war ... ???

Dein Micro liegt bei mir mit einem Poti daneben. Aber ich halte das für Frevel und habe deswegen nicht gebohrt. Ceramic und Poti .... das kann Sound schlucken, denn nehr als 1Meg gibt es nicht in der Bauform. Das müsste man ggf. zuerst extern probieren, oder man sagt mir: bohren und nicht denken!

Gruß
CB

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Re: Mögliche Probleme bei Shure CR-Elementen

Beitrag von Juke » 29.04.2019, 16:38

Wir sprachen bereits darüber. Das Mic bleibt, wie es ist. Da hör ich auf die Stimme des Herrn der Widerstände. ;)
Entweder du schickst es mir oder ich hole es mir im August wieder ab.

Schöne Grüße
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Re: Mögliche Probleme bei Shure CR-Elementen

Beitrag von munkamonka » 29.04.2019, 19:32

das mit dem poti hätte ich gerne mal kapiert: was soll man wie und wo einsetzen, und was nicht!?
danke für aufklärung,

mk
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Re: Mögliche Probleme bei Shure CR-Elementen

Beitrag von drstrange » 30.04.2019, 04:05

Juke hat geschrieben:
29.04.2019, 12:34

Jürgen konnte das Problem schon reproduzieren.

Schöne Grüße
Dirk
Dann dürfte es jetzt nicht mehr auftreten.
Wenn es nach seiner Reparatur bei ihm auch
verschwunden war.

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Re: Mögliche Probleme bei Shure CR-Elementen

Beitrag von madhans » 30.04.2019, 04:22

Hi!
Bei dynamischen Mikrofonen, die wie ein umgedrehter Lautsprecher funktionieren und auch den shure Kapseln muss das Poti nur einen Mindestwert haben. 100k ist ein beliebter Wert. Ob lin oder log... hängt für mich vom Einzelfall ab. Prinzipiell würde ich mit log beginnen.

Bei einem Kristall oder ceramic Element wird die Spannung wie von einem Piezo erzeugt. Das kann Spannung aber nur ganz wenig Strom liefen. Ein Poti mit 500k wie beim astatic hat im Verhältnis zum Element zu wenig Widerstand, so dass etwas Strom fließen kann. Das Element mag das gar nicht, es kann ja nicht mehr liefern.

Hohner hatte deswegen ein 5Meg Poti eingesetzt, das war besser. Da war dann der Eingang des Amps die wesentliche Belastung.

Gruß CB

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