Wer kann dieses Pedal erkennen?

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drstrange
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Re: Wer kann dieses Pedal erkennen?

Beitrag: # 114684Beitrag drstrange »

Der John Kinder hatte auch mal so ein paar Gimicks auf seiner Seite:
http://www.kinder-instruments.com/maximixer.htm. etc

Allerdings hat man ja da keinerlei Support und ob die Seite überhaupt noch
lebt ist für mich sehr fraglich.

Wo hast Du denn den ClinchFX Burnish booster konkret herbekommen? Belgium?

Hier noch die Spec des Gerätes:
https://www.clinchfx.com/wp-content/upl ... s-2014.pdf

Das sind keine Amis sondern Australier, so wie Kinman.


Gruß
drstrange

Vor 30 Jahren an der Bornholmer Strasse, da war was los.
Schon wieder so lange her alles.
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Littleroger
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Re: Wer kann dieses Pedal erkennen?

Beitrag: # 114686Beitrag Littleroger »

Der Kinder machte ganz tolle Sachen, die aber hierzulande schwer zu bekommen sind. Er macht nichts mehr und seine Seite liegt brach.

Habe auch den Maximizer, aber muss man nicht unbedingt haben, nur nützlich bei schwachen Mikros meiner Meinung nach. Der AFB ist allerdings für tourende Musiker ein Segen. Der MidBass Cut ist klasse bei großen Amps. Aber das alles braucht man nicht wenn man immer das eigene Equipment braucht und in bekannten Räumlichkeiten spielt.

Der Clinch kommt aus Australien (aus Belgien besorgt) und lässt beispielsweise den Bassman gut spielen auch bei geringer Laustärke. Wenn man den Amp laut spielen kann, dann braucht man sowieso nix.

Wilson spielt soooo laut auf großen Bühnen, dass er das Kinder AFB und MidBass Cut sehr oft einsetzt. Bei kleinen Bühnen nicht, da käme der Clinch ins Spiel.

Gruß
R
madhans
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Re: Wer kann dieses Pedal erkennen?

Beitrag: # 114689Beitrag madhans »

Hi!
Mich würde interessieren, warum jemand einen Booster für Harp kauft. Boosten kann das Gerät ja ein Bullet nicht im ursprünglichen Sinn (6mA -> kein Stepup?!). Das Wort Headroom bei einem Preamp meiner Meinung nach unpassend.

Ich vermute, dass die gewünschte Wirkung bei diesen Geräten für Harp eher eine Fehlfunktion ist. Die Schaltung wird komprimieren und ein wenig zerren. Ich würde aber gerne verstehen, welche Wirkung das genau ist (außer der Freude an bunten Kästchen).

@littleroger
kannst du ein Bild der Platine machen?

Schöne Grüße
CB
Littleroger
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Re: Wer kann dieses Pedal erkennen?

Beitrag: # 114691Beitrag Littleroger »

@CB

Es geht darum, wenn man einen großen Amp dabei hat und nicht laut spielen kann bzw möchte. Das kommt oft vor wenn man unterwegs ist, mal Festival, mal Club - Wenn ich einen Bassman o.ä. habe und in einem kleinen Club spielen muss, dann meckert der Soundtyp. Immer. Also Booster davor (mit dem AFB bekommt man es auch einigermaßen hin) und dann kann man leiser spielen aber trotzdem den gewünschten Sound erreichen. Das machen Gitarristen auch nicht selten.

Was das Ding genau macht weiß ich nicht.

Gruß
R
daniel
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Re: Wer kann dieses Pedal erkennen?

Beitrag: # 114695Beitrag daniel »

Wäre das nicht eher die Aufgabe von nem Attenuator / powersoak ?

Derdaniel
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Re: Wer kann dieses Pedal erkennen?

Beitrag: # 114696Beitrag Littleroger »

Man kann es mit Röhrentausch hinbekommen (machen auch welche und zwar mit jedem Ausleihamp) Endstufenröhren rausziehen (geht auch aber umstritten) Attenuator (geht auch aber beeinflusst meines Erachtens negativ den Sound, andere mögen eine solche Lösung)
madhans
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Re: Wer kann dieses Pedal erkennen?

Beitrag: # 114700Beitrag madhans »

Hi!
Ich verstehe schon die Absicht. Man erzeugt den Ton vor dem Volumenregler des Amps. Der Amp bleibt weitgehend clean. Aber da der Ausgang so eines "Boosters" weniger absoluten Pegel hat als ein Mikro denke ich, dass es sich um Kompression handelt, die die "Lautheit" erhöht und den Klang etwas dicker macht.

Foto von der Platine wäre echt toll. Muss nicht hochauflösend sein. Es geht mir nur ums Prinzip. :-)

Vielleicht fällt mir irgendwann mal ein, wie man sowas speziell für Harp kultivieren kann.

Schöne Grüße
CB
drstrange
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Re: Wer kann dieses Pedal erkennen?

Beitrag: # 114860Beitrag drstrange »

Burnish Boost

Geht heute Abend in Stammheim in den Session Test (5h).
Wird am Bullfrog getestet ohne Boogieman nur mit dem LW Delay dazu.
Mehr nicht.

Der Dealer schreibt mir:

" Hi drstrange,

Yes we deliver them a lot to bluesharp players
and it is incredible popular in the UK.

G."


Mal sehen (hören).

PS: Power supply ist von 9 - 18 V an 20 mA. (6mA)
Ich betreibe ihn heute Abend erstmal mit 9V.

drstrange
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Re: Wer kann dieses Pedal erkennen?

Beitrag: # 114862Beitrag Juke »

Wir haben den Burnish Boost heute bei Roger ausprobiert. Der Effekt ist dem Dirt-Schalter am Gordo sehr ähnlich, allerdings etwas intensiver.
Den Gordo spiele ich immer mit "Dirt". :-D

Schöne Grüße
Dirk
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madhans
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Re: Wer kann dieses Pedal erkennen?

Beitrag: # 114865Beitrag madhans »

Hi!
Der "Dirt" Schalter ist ein boost in der ersten Stufe. :-D
Allerdings in ganz anderen Spannungssphären.
Gruß
CB
Juke
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Re: Wer kann dieses Pedal erkennen?

Beitrag: # 114866Beitrag Juke »

Passt doch. :-D

Schöne Grüße
Dirk
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harp-addicted
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Re: Wer kann dieses Pedal erkennen?

Beitrag: # 114867Beitrag harp-addicted »

Juke hat geschrieben: 23.11.2019, 19:22Wir haben den Burnish Boost heute bei Roger ausprobiert. Der Effekt ist dem Dirt-Schalter am Gordo sehr ähnlich, allerdings etwas intensiver.
madhans hat geschrieben: 23.11.2019, 20:53 Der "Dirt" Schalter ist ein boost in der ersten Stufe. :-D
Wieder 150€ gespart :lol: :lol: :lol: :lol:
Grüße, Wolfgang
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drstrange
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Re: Wer kann dieses Pedal erkennen?

Beitrag: # 114870Beitrag drstrange »

Nun, es sind sogar 174 Öre brutto.
Ich muß noch mit 18V testen.
Bein 9V hat er mMn. zu wenig headroom.
um unsere Bullet Signale ordentlich zu verarbeiten.

Madhans erkläre mir mal "Spannungssphären"?
Ich seh da im Gordo Plan einen Kathodenkondensator der
wechselspannungsmäßig den Kathodenwiderstand
überbrückt. Den kann man aus und ein schalten oder?

Aber ich habe doch noch einen Boost -Regler am Bullfrog.
Hab ich den übersehen?

Wo sind da die "ganz anderen Spannungssphären"?

Gruß
drstrange
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Re: Wer kann dieses Pedal erkennen?

Beitrag: # 114876Beitrag madhans »

Hi!

Ich denke 9V Geräte haben wir schon oft diskutiert. Vielleicht nochmal ein Versuch meiner (wie immer unwissenschaftlicher) Herangehensweise. Ohne Anspruch auf Richtigkeit.
Wenn ich eine Röhre ansteuere, hab ich .... 2-3Vss Maximalpegel clean als Eingang (im symmetrischen Bereich). Mit dem Mikro alleine kann ich 10Vss drauf geben, aber das sind nur die Spitzen, die dann die eine unsymetrische leichte Zerre bewirken. Das reicht für den gewünschten Sound scheinbar nicht aus. Nehme ich in einen "Booster", dann boostet der nicht wie er es bei Gitarre tut. Je nach Bauart schneidet mir der das Signal erst mal ab und verstärkt die Frequenzen, bei denen es möglich ist. So wird (übertrieben dargestellt) aus einer (leider viel zu) dynamischen Sinuswelle mit 10Vss eine wenig dynamische symmetrische Rechteckspannung von etwa 4Vss. Das schickt man dann in die Röhre. Die freut sich, denn sie hat kaum Stress, muss nur das Rechteck ein wenig abrunden (zumindest eine Halbwelle). Das klingt dann lauter und verzerrt.

Andere Spannungssphären bei der Röhre schrieb ich, denn:
Ein Kathodenbypass erhöht (Entschuldigung für die harte Reduktion) den Verstärkungsfaktor der ersten Triode. Diese liefert mir dann eine teilweise unsymetrisch komprimierte dynamische Sinuswelle mit beispielsweise 100Vss in den Spitzen. Das muss die arme 2. Triode wie oben mit "2-3Vss Maximalpegel clean als Eingang (im symmetrischen Bereich)" dann komprimieren. Weil die Kompression in diesem Fall sehr unsymetrisch und "runder" ist, ergibt sich meiner Meinung nach ein anderer Sound.

Ich hab mal mit 18V und 30V Boostern experimentiert, aber die sind recht schwer zu regeln und Feedback ist immer ein Problem. Deshalb bin ich zu dem Schluss gekommen, dass der "Boost" nicht das gewünschte Ziel ist. Booster für Harp sind eigentlich Kompressoren/Zerrer.

Der Bullfrog könnte den (Dirt) Schalter auch haben, unten neben der Röhre? Vielleicht ist der aber weggefallen, weil eh "immer an" und diese Schaltung weniger gain im PI hatte. Der Boost Regler hingegen ist eine Stufe, die dem FX Loop gehört, aber immer aktiv ist (im Gegensatz zu den PPs).

Schöne Grüße
CB
drstrange
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Re: Wer kann dieses Pedal erkennen?

Beitrag: # 114880Beitrag drstrange »

madhans hat geschrieben: 24.11.2019, 10:13 Hi!

Ich denke 9V Geräte haben wir schon oft diskutiert. Vielleicht nochmal ein
Versuch meiner (wie immer unwissenschaftlicher) Herangehensweise.
Ohne Anspruch auf Richtigkeit. Wenn ich eine Röhre ansteuere, hab ich .... 2-3Vss
Maximalpegel clean als Eingang (im symmetrischen Bereich). Mit dem Mikro
alleine kann ich 10Vss drauf geben, aber das sind nur die Spitzen, die dann die
eine unsymetrische leichte Zerre bewirken. Das reicht für den gewünschten Sound
scheinbar nicht aus.

Nein. Reicht nicht aus. Man muß die Anodenspannung verringern um die Röhre
mutwillig falsch zu betreiben.

Nehme ich in einen "Booster", dann boostet der nicht wie er es bei Gitarre tut.

Ich weiß nicht ob das Gerät (wie der Sonic stomp oder der Burnish Boost) eine
reiner Booster ist. Sie schwafeln immer von gehörgerechter Phasenkorrektur. Naja.
Früher gabs bei Zonenradios immer die Taste für die "gehörgerichtete Klangregelung"
und die funktionierte sogar. Der Sound wurde besser. klarer, dynamischer etc.

Je nach Bauart schneidet mir der das Signal erst mal ab und verstärkt die Frequenzen,
bei denen es möglich ist. So wird (übertrieben dargestellt) aus einer (leider viel zu)
dynamischen Sinuswelle mit 10Vss eine wenig dynamische symmetrische Rechteckspannung
von etwa 4Vss.

Das ist auch nur ein verzerrter Sinus mit vielen Oberwellen.

Das schickt man dann in die Röhre. Die freut sich, denn sie hat kaum Stress,
muss nur das Rechteck ein wenig abrunden (zumindest eine Halbwelle).
Das klingt dann lauter und verzerrt.

Sie schneidet nach Barkhausen durch ihren natürlichen Frequenzgang die
Oberwellen im Spektrum als Funktion der Frequenz weg. Aber sanft im Gegensatz zum
Transistor, der die wie mit dem Beil abhackt. Deshalb klingt der Transistor hart und
die Verzerrung genügt unserem, an analoge sanfte Signale gewöhntes Ohr harsch und
kratzig.


Andere Spannungssphären bei der Röhre schrieb ich, denn:
Ein Kathodenbypass erhöht (Entschuldigung für die harte Reduktion) den Verstärkungsfaktor
der ersten Triode.

Ja. Marshall hat das ausgenutzt, bei seinen Plexiamps in der zweiten Stufe fehlt der
Kathodenkondensator, damit der Amp ruhiger wird und bezähmbarer wird.

Diese liefert mir dann eine teilweise unsymetrisch komprimierte dynamische Sinuswelle
mit beispielsweise 100Vss in den Spitzen. Das muss die arme 2. Triode wie oben mit "2-3Vss
Maximalpegel clean als Eingang (im symmetrischen Bereich)" dann komprimieren.
Weil die Kompression in diesem Fall sehr unsymetrisch und "runder" ist, ergibt sich meiner
Meinung nach ein anderer Sound.

Siehe oben.

Ich hab mal mit 18V und 30V Boostern experimentiert, aber die sind recht schwer zu
regeln und Feedback ist immer ein Problem.

Bei dem hier nicht, der ist feedbackresistent heißt für mich wiederum es ist eben kein
"einfacher Boost"

Deshalb bin ich zu dem Schluss gekommen, dass der "Boost" nicht das gewünschte Ziel ist.
Booster für Harp sind eigentlich Kompressoren/Zerrer.

Erlaubt ist, was gefällt.

Der Bullfrog könnte den (Dirt) Schalter auch haben, unten neben der Röhre?
Vielleicht ist der aber weggefallen, weil eh "immer an" und diese Schaltung
weniger gain im PI hatte. Der Boost Regler hingegen ist eine Stufe, die dem
FX Loop gehört, aber immer aktiv ist (im Gegensatz zu den PPs).

Schöne Grüße
CB
Jut
BGE
Aus gegebenem Anlass:
Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.
Blaise Pascal französischer Mathematiker, Physiker und Philosoph * 19.06.1623, † 19.08.1662
Antworten