BBE Sonic Stomp Maximizer für Harp?

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daniel
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Re: BBE Sonic Stomp Maximizer für Harp?

Beitrag von daniel » 14.03.2019, 04:37

drstrange hat geschrieben:
13.03.2019, 21:49
Wichtig ist, daß Du nach einem Jahr immer noch begeistert bist.

BR

drstrange
Wo gibts denn sowas?

Derdaniel

drstrange
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Re: BBE Sonic Stomp Maximizer für Harp?

Beitrag von drstrange » 14.03.2019, 04:51

Na zB. in einer Beziehung.
man lernt das Mädel kennen und ist nach 40 Jahren immer noch begeistert.

-> Jackpot.
Ein Mann, der behauptet, er hätte zuhause was zu sagen, lügt auch sonst.

Mark Twain

munkamonka
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Re: BBE Sonic Stomp Maximizer für Harp?

Beitrag von munkamonka » 14.03.2019, 07:34

drstrange hat geschrieben:
14.03.2019, 04:51
Na zB. in einer Beziehung.
man lernt das Mädel kennen und ist nach 40 Jahren immer noch begeistert.

-> Jackpot.
Naja, und wir spielen eben blues harp...
... meiner meinung nach

UNI
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Re: BBE Sonic Stomp Maximizer für Harp?

Beitrag von UNI » 14.03.2019, 08:38

Hallo Boris,
bei mir sind es zwar erst 35 Jahre, aber ich weiß, was Du meinst. Die Begeisterung für das Eine (Mädel) schließt ja nicht gleichzeitig die Begeisterung für das Andere (Bluesharp) aus, die beiden sind auch nicht aufeinander eifersüchtig. Aber zurück zum Thema: Es gibt da schon Geräte, bei denen man denkt, dass man es schon viel früher anschaffen sollte und bei wieder anderen merkt man erst relativ spät, es war eigentlich überflüssig.
Gruß & Blues aus Thüringen
von
UNI

munkamonka
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Re: BBE Sonic Stomp Maximizer für Harp?

Beitrag von munkamonka » 14.03.2019, 11:43

BBE sonic Stomp:
Das Teil ist ja durch Jason Ricci länger bekannt. Ich hab mich ein bisschen auf YouTube umgehört. Es macht schon was mit dem sound. Aber bevor jetzt wieder der Heilige Gral ausgerufen wird: Es ist auch sehr Geschmacksache. Es hat sowas 'schneidiges' , vielleicht wenn man in Richtung William Clarke oder Rod Piazza gehen will hilfreich. Besonders Vintage klingt es dann nicht mehr (was ich so aus YT zu erkennen glaube). Will sagen, es scheint mir kein 'must-have' zu sein.

Nochmal zur lautstärke: Ich lese mehrfach: Es wird 'subjektiv' lauter, aber nur 'subjektiv'... das gibt Rätsel auf. Wenn ich subjektiv denke, es wird lauter, und kein Dezibel-Messgerät daneben stehen habe, wie kann ich denn dann wissen, dass es nicht einfach 'Lauter' wurde?

Warum ist das wichtig? weil lauter einfach mal im ersten moment geiler ist (bei moderaten Bedingungen, logisch). also, das ding macht - subjektiv oder objektiv - lauter, also geiler. und offensichtlich auf eine art, die nicht unangenehm wird. isses das?

ich hab mir auch nochmal das bekannte video zum harptone+ angesehen. den hab ich ja auch, und der macht das, was ich geschrieben habe: er boostet auf angenehme art. oder kann man das nicht vergleichen?

fragt
markus
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munkamonka
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Re: BBE Sonic Stomp Maximizer für Harp?

Beitrag von munkamonka » 14.03.2019, 11:43

UNI hat geschrieben:
14.03.2019, 08:38
Aber zurück zum Thema: Es gibt da schon Geräte, bei denen man denkt, dass man es schon viel früher anschaffen sollte und bei wieder anderen merkt man erst relativ spät, es war eigentlich überflüssig.
und oft sind das genau die gleichen geräte. :-D
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blueSmash
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Re: BBE Sonic Stomp Maximizer für Harp?

Beitrag von blueSmash » 14.03.2019, 15:44

munkamonka hat geschrieben:
14.03.2019, 11:43
Nochmal zur lautstärke: Ich lese mehrfach: Es wird 'subjektiv' lauter, aber nur 'subjektiv'... das gibt Rätsel auf. Wenn ich subjektiv denke, es wird lauter, und kein Dezibel-Messgerät daneben stehen habe, wie kann ich denn dann wissen, dass es nicht einfach 'Lauter' wurde?

Warum ist das wichtig? weil lauter einfach mal im ersten moment geiler ist (bei moderaten Bedingungen, logisch). also, das ding macht - subjektiv oder objektiv - lauter, also geiler. und offensichtlich auf eine art, die nicht unangenehm wird. isses das?
Das Ding hebt den Pegel (soweit ich beurteilen kann) tatsächlich nicht an, sondern korrigiert die Lautstärke der einzelnen Frequenzgänge untereinander fürs Ohr so, dass ein möglichst gleichmäßiges und damit ausgewogeners, druckvolles Klangbild entsteht. "Loudness"-Schaltungen arbeiten ja so ähnlich; allerdings werden da die Lautstärkenunterschiede der einzelnen Frequenzen in Abhängigkeit von der Gesamtlautstärke korrigiert. Das ist dann irgendwie sowas wie ein "dynamischer Multiphasen-Kompressor" (so kann ich mir das zumindest selbst gut erklären), während der Maximizer sich speziell die Tiefen und Höhen vornimmt und die Frequenzen in diesem Bereich "ordnet" und "glättet". Der Unterschied zwischen Ursprungs- und bearbeitetem Signal ist dann in etwa wie der zwischen Licht und gebündeletem Licht - irgendwie moderner, nicht mehr so warm, aber kommt wesentlich besser durch... Ich habe das Ding auch mal getestet und war anfangs (wie so oft) sehr begeistert, da ich für den "cut through" bei lauten Rockstücken nicht noch mehr Lautstärke produzieren musste, sondern mit dem "polierten" Signal um einiges besser durchkam. Klingt dann aber halt auch "moderner" oder "synthetischer"...
Falls von euch mal wer ein Crystal Shaker im Vergleich zu einem Standard Shure 520 gespielt hat: In etwa so lässt sich der Unterschied nachstellen - das Shaker sehr clean und allein betrachtet schon (fast) zu schlank, aber selbst bei geringen Lautstärken im Bandmix sehr durchsetzungsfähig. Das Shure mit vertrautem "rundem" Sound, (normalerweise) ganz passablem "Punch", aber insgesamt nicht sehr leicht "nach vorn" zu bringen.

So, genug der Metaphern und Plattitüden... :-D

Viele Grüße
Matz

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Re: BBE Sonic Stomp Maximizer für Harp?

Beitrag von harp-addicted » 14.03.2019, 17:42

EDIT: das hat sich mit dem Beitrag vorher überschnitten. Ich lass ihn trotzdem mal drin:
munkamonka hat geschrieben:
14.03.2019, 11:43
BBE sonic Stomp:
...
Nochmal zur lautstärke: Ich lese mehrfach: Es wird 'subjektiv' lauter, aber nur 'subjektiv'... das gibt Rätsel auf. Wenn ich subjektiv denke, es wird lauter, und kein Dezibel-Messgerät daneben stehen habe, wie kann ich denn dann wissen, dass es nicht einfach 'Lauter' wurde?
Das liegt daran, dass sich das Ohr leicht über selbiges hauen lässt, und bei bestimmten Lautstärken bestimmte Frequenzen bevorzugt bzw. benachteiligt, also nicht linear ist. Hier wurde schon "Loudness" erwähnt, was "gehörrichtige Lautstärkekorrektur" bedeutet. Diese Funktion hebt bei geringer Lautsärke diese bei Bässen und Höhen an. BBE schafft es aber auf andere Weise, den Tief- und Hochtonbereich zu verändern.
munkamonka hat geschrieben:Warum ist das wichtig? weil lauter einfach mal im ersten moment geiler ist (bei moderaten Bedingungen, logisch). also, das ding macht - subjektiv oder objektiv - lauter, also geiler. und offensichtlich auf eine art, die nicht unangenehm wird. isses das?
Ich zitiere hier mal die Funktionsweise, wie sie lt. BBE auf Wikipedia beschrieben ist (https://de.wikipedia.org/wiki/BBE_Sonic_Maximizer)
"Der Sonic Maximizer kombiniert Multibandkompression und frequenzabhängige Phasenverschiebungen miteinander, um die wahrgenommene Lautheit des Signals zu maximieren und Maskierungseffekte auszugleichen, die bei der Schallübertragung an Lautsprechermembranen und im Gehör auftreten können.

Es ist wohl so, dass dadurch (s.u.) einzelne Frequenzbereiche anders zum Ohr gelangen, und dadurch eine andere Lautheit wahrgenommen wird. Ursprünglich wurde diese Technik zur Bearbeitung des Gesamt-Stereomixes im Studio verwendet. Ob das genauso bei einem einzelnen Instrumentenverstärker funktioniert? Ist ja doch was anderes, als wenn ich vor meiner Stereoanlage sitze. Das BBE ist eigentlich kein Effektgerät im Sinne von Sound-Verbiegen (Fuzz, Oktaver...). Es muss eigentlich auf Dauer "unhörbar" bleiben.
munkamonka hat geschrieben:ich hab mir auch nochmal das bekannte video zum harptone+ angesehen. den hab ich ja auch, und der macht das, was ich geschrieben habe: er boostet auf angenehme art. oder kann man das nicht vergleichen?
fragt markus
Nochmal zitiert:
"Laut Herstellerangaben wird das Eingangssignal durch das Gerät in drei Frequenzbereiche (Hi-, Mid- und Low-Band) unterteilt. Die Laufzeiten beziehungsweise Phasenlagen dieser drei Signalanteile werden nun unabhängig voneinander verändert. Das High-Band (Hohe Frequenzen) dient dabei als Bezugspunkt zum Mid und Low Band. Die tiefen Frequenzen werden im Vergleich zu den Mittleren mehr verzögert, beziehungsweise in der Phasenlage verschoben. Durch diesen Eingriff erscheinen die hohen Frequenzen in Abhängigkeit von der Laufzeit „vorher“ am Gehör, was subjektiv einer Höhenanhebung (Verstärkung hoher Frequenzen) ähnelt. Die Mitten werden gegenüber dem High Band um 0,5 ms verzögert, die tiefen Frequenzen sogar um 2,5 ms. Zusätzlich wird mit einem FET-Transistor eine dynamische Regelung des High-Bandes erreicht...."

Beim Sonic passiert definitiv was anderes als bei einem Equalizer. Aber auch mit dem kann man dem Ohr zu Leibe rücken...

munkamonka
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Re: BBE Sonic Stomp Maximizer für Harp?

Beitrag von munkamonka » 14.03.2019, 19:37

kann alles sein. sind zwar die werbetexte des Herstellers, vielleicht stimmt es ja.

mir ist lediglich der logik-fehler aufgestoßen:
wenn ich als einzige Referenz mein persönliches empfinden habe, und sage, ich empfinde es als lauter, wie kann ich dann sicher sein, dass es nicht wirklich lauter ist?
das ist einfach unlogisch. wenn auch total irrelevant, zugegebenermaßen...

und wenn ja, wem ist damit geholfen?
... meiner meinung nach

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Re: BBE Sonic Stomp Maximizer für Harp?

Beitrag von madhans » 14.03.2019, 20:36

Mich interessiert das mit der Phasenkorrektur echnisch schon, vielleicht kann man was lernen. Man kann vielleicht mit einem Offset des OP arbeiten.
Aber im Bereich des Marketings und Geschwurbels fand ich "Das Gerät sortiert Frequenzen" am witzigsten.
Aber irgendwie positiv hat doch jeder das Gerät beschrieben. Wenn man es noch verstehen könnte und Prinzipien entleihen...

Gruß CB

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Re: BBE Sonic Stomp Maximizer für Harp?

Beitrag von Mamo » 15.03.2019, 07:36

Mich interessiert eigentlich garnicht, ob es subjektiv oder tatsächlich lauter wird.
Der Effekt ist hörbar! Und zwar im Positiven!

Was mich speziell mit der Harp begeistert hat ist, dass eben die Obertöne und die entsprechenden Verzerrungen (das mag fachlich quatsch sein, ist aber subjektiv so! :lol: ) deutlicher wahrzunehmen sind!
Der Sound der alten Meister ist das nicht, munka! Den will ich ja auch nicht! Das hatte ich ja auch weiter oben geschrieben.
Bekannterweise haben die alten Meister meistens irgendwas vom Sperrmüll verwendet, weil nichts anderes da war. Sie haben vieles umfunktioniert und damit zugegebenerweise nen geilen Sound kreiert.

Im Automobilbau wäre das ungefähr so, als ob Mercedes bei seinem neuesten Modell das Fahrgefühl des ersten Motorwagens einbauen will! ;)
Ich will das nicht! Ich bin zwar musikalisch schon eher vergangenheitsorientiert, aber ich glaube wir dürfen ruhig technische Errungenschaften nutzen um Musik zu machen!

Zurück zum BBE möchte ich noch schreiben, dass man das Pedal bestimmt nicht unbedingt braucht. Aber es fällt auf, wenn man das Pedal nach einiger Zeit abschaltet.
Mir gefällts!

Gruß Marco

daniel
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Re: BBE Sonic Stomp Maximizer für Harp?

Beitrag von daniel » 15.03.2019, 09:25

Also gibt er das zurück, was vorher durch die einschlägigen „mumpf“ lautsprecher ala emminence und co verloren geht?

Derdaniel

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Re: BBE Sonic Stomp Maximizer für Harp?

Beitrag von harp-addicted » 15.03.2019, 09:55

daniel hat geschrieben:
15.03.2019, 09:25
Also gibt er das zurück, was vorher durch die einschlägigen „mumpf“ lautsprecher ala emminence und co verloren geht?
Derdaniel
Ich vermute, er verbessert den Mumpf. An Garbage In-Garbage Out wird auch das Gerät nichts machen können.

Das Teil sorgt ja schon seit Urzeiten für Diskussionen. Wer mehr zur Technik lesen will (Chip, Blockschaltbild etc.)
kann mal mit den Stichworten "DIY BBE Sonic Stomp" googeln. Man findet z.B. auch einen Bausatz bei Musikding
https://www.musikding.de/Lumin-Bausatz von Aion Electronics, der eine solche Funktion hat.

Was in der Bausatzbeschreibung interessant ist, dass dort Frequenzbereiche für Gitarre angepasst werden. Da könnte man
mal über eine Anpassung für die Harp nachdenken/experimentieren.

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Re: BBE Sonic Stomp Maximizer für Harp?

Beitrag von madhans » 15.03.2019, 12:06

Mamo hat geschrieben:
15.03.2019, 07:36

Im Automobilbau wäre das ungefähr so, als ob Mercedes bei seinem neuesten Modell das Fahrgefühl des ersten Motorwagens einbauen will! ;)
Das passt nun gar nicht. Ohne den ganzen Schmarrn zu wiederholen, den ich schreibe ....

Gruß
CB

madhans
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Re: BBE Sonic Stomp Maximizer für Harp?

Beitrag von madhans » 15.03.2019, 12:13

daniel hat geschrieben:
15.03.2019, 09:25
Das Teil sorgt ja schon seit Urzeiten für Diskussionen. Wer mehr zur Technik lesen will (Chip, Blockschaltbild etc.)
kann mal mit den Stichworten "DIY BBE Sonic Stomp" googeln. Man findet z.B. auch einen Bausatz bei Musikding
https://www.musikding.de/Lumin-Bausatz von Aion Electronics, der eine solche Funktion hat.
Das ist interessant, das kannte ich nicht! Auch wenn ich auf den ersten Blick nicht gleich was Tolles gesehen habe, damit kann man sich mal beschäftigen.
Gruß
CB

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