Schnelles Spielen lernen...

Themen für Spielanfänger, Geschichte verschiedener Mundharmonikas und alles, was sonst nirgendwo passt.

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harp-addicted
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Re: Schnelles Spielen lernen...

Beitrag: # 120835Beitrag harp-addicted »

DieterM hat geschrieben: 17.12.2020, 11:29 Zirkulärtmung bei ziehen UND. blasen ? , habe ich noch nie gehört, soll aber nichts heißen; (-0 , dabei wird- wenn ich das richtig verstanden habe ,die ind der Mundhöle befindliche luft nach vorne transportiert haben, quasi als Blaston, bei gleichzeitiger EINATMUNG über den Nasen-Rachenraum. Soweit beim Blaston; alles klklar , Aaaaaber beim Ziehton funktioniert diese Analyse nicht mehr!

Darüberhinaus höre ich noch Zungen Block bei ihm heraus .Aber vielleicht hat noch jemand eine IDEE?
Üben :-D

Schau Dir mal die Einführung von Brendan Power zu seinen Lehrvideos an https://www.youtube.com/watch?v=6LViYOFDtfQ
Da sind alle, auch der hier z.T. schon angesprochenen, Techniken aufgezählt.

Man kommt da selber auch hin, wenn man Triplets übt. Und nix Zirkularatmung, so schnell geht einem die Puste nicht aus.

Was der Kollege da beim SO Festival spielt, finde ich einigermaßen sinnbefreit. Das ist immer das gleiche in der obersten Oktave. Schnelles Ein- und Ausatmen bei gleichzeitigem verschieben der Harp. Umso schneller gespielt, umso weniger Luftstrom, umso leiser der Ton. Naja...
Grüße, Wolfgang
https://www.bootlegtwins.de + http://www.bluesharp-muenchen.de
In Corona Zeiten muss man schon mal Abstriche machen
Mario
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Re: Schnelles Spielen lernen...

Beitrag: # 120840Beitrag Mario »

Die Frage habe ich mir auch schon vor Jahren gestellt, als ich zum ersten mal Orange Blossom Special von Charlie McCoy oder Buddy Greene gehört habe.

McCoy: https://www.youtube.com/watch?v=MUW4LYEJyks
Greene: https://www.youtube.com/watch?v=rV4YJwRStKI

Nicht, dass ich das auch nur annähernd beherrschen würde, aber ich hätte zumindest einen Plan. Man kann in den Videos zum Teil sehr schön die Backenbewegung sehen. Darüber wurde ja hier schon spekuliert. Die Technik ist aber sicher nur die halbe Miete. Wenn man mal versucht, so schnell irgendwelche Töne zu spielen, ohne dabei darauf zu achten, wie es klingt, dann ist das schon auf Anhieb leidlich machbar. Ich denke, hier ist es wichtig, einen Plan zu haben, über den man beim Spielen nicht mehr nachdenken muss. Kommt man einmal aus dem Flow, raubt man sich mangels Lockerheit die Luft.

Ich habe mir den Anfang mal stark verlangsamt angehört und die Töne aufgeschrieben. Was da gespielt wird, ist nicht wirklich kompliziert und es wird nicht ein einziges mal ein Sprung gemacht, sprich immer nebeneinander liegende (oder gleiche) Kanzellen gespielt. Der erste Teil (ohne die 3 Einleitungstöne) geht so:

CBCD EGAB CBCD CAG_
ABAG EGAB CAGB AGED

Man kann da schon gewisse Muster erkennen. Ich würde so vorgehen wie ich es aufgeschrieben habe, nämlich den Teil in Viertel aufteilen. Da es sich zumeist um 16tel Noten handelt, sind das immer 4er-Blöcke. Eine Ausnahme ist das G im vierten Block, da wird eben ein Achtel gespielt. Und dann kommt der unangenehme Teil: Die Blöcke einzeln üben, bis die Geschwindigkeit so ist wie gewünscht. Ein Metronom hilft. Das wird sicherlich nicht in wenigen Tagen zu erreichen sein, da braucht es viel Geduld und Fleiß. Dann jeweils zwei der Blöcke verbinden. Erst wenn das richtig sitzt alles zusammen spielen.
Du suchst ein gutes Lehrbuch? Nimm meins!
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triona
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Re: Schnelles Spielen lernen...

Beitrag: # 120842Beitrag triona »

Zirkularatmung ist dabei - wie bereits von Wolfgang und Mario erwähnt - eigentlich so gut wie nie beteiligt. Diese wird auch eher für sehr lange ausgehaltene Töne, Bordun u.ä. verwendet, und bei der MuHa überhaupt recht selten.

Nochmal das Orange Blossom Special, diesmal von Rachelle Plas. Hier kann man durch die eng anliegende und dünne Kleidung sogar sehen, wie sie atmet (z.B. ca 1:55 - 2:20).
https://www.youtube.com/watch?v=hsWCfg1V1dc

Ubd hier bei Christelle kann man sehr gut die Bewegung der Backen beobachten:
https://www.youtube.com/watch?v=-FzBLdmMAk4



liebe grüße
triona
Dess daacht doch alles nischt, dess naimodisch Zaich.
frei nach Anton Günther

Ich hab nur einmal ganz kurz auf die Maus geklickt - ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

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