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Tonarten und Positionen
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BBHarpy



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BeitragVerfasst am: 16.11.2016, 13:42    Titel: Antworten mit Zitat

wir meinen bestimmt nicht den Gleichen Spieler... :-)))
und bestimmt nicht die gleiche Band... glaube mir, da passt A nicht immer zu E ... Cool
LG Ralf
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triona



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BeitragVerfasst am: 16.11.2016, 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

Erst mal vielen Dank an alle für die Auskünfte.

Der Ausgangspunkt für meine Frage war:
Ich habe auf meiner Seydel Sampler in D/G mal einen Reel geübt, ohne dabei an ein bestimmtes Stück zu denken - und zwar in stark rhythmus- + akkordbetonter Spielweise. Dabei habe reichlich rumprobiert, was man da mit dem Schieber so alles anstellen kann. Das heißt, ich habe sowohl Melodietöne wie auch Akkorde aus den Tonarten D und G gemischt.

Was dabei herauskam, hat mir schon mal einigermaßen gefallen und hat mich an irgendwas erinnert, was ich schon mal gehört habe.
Da hab ich einer vage Ahnung folgend bisserl im Netz herumgstöbert und das hier wiedergefunden:

Tonbeispiele:

The Sailor & The Maid
j.j.milteau
A celtic harmonica tutorial 3rd position ++
https://www.youtube.com/watch?v=Ru4nVpYK-2Q

Jean-Jacques Milteau in Moscow - The sailor and the maid
https://www.youtube.com/watch?v=228Oea72f0A

The Sailor And The Maid
Perry Letsch + Caledonix
https://www.youtube.com/watch?v=k6p8TV3djEY

Jean Jacques Milteau -- The Sailor and The Maid
Стас Смирнов
https://www.youtube.com/watch?v=Myyuiv_43LY


Tonbeispiele mit Gitarrentabs:

The Sailor and the maid 180 bpm Bm
https://www.youtube.com/watch?v=FhGWi4WGeK0

The Sailor and the maid 245 bpm Bm
https://www.youtube.com/watch?v=lNV3Qgm_9qc

140 bpm - A?
http://www.archive-host.com/compteur.php?url=http://sd-4.archive-host.com/membres/playlist/211089000862936190/Thesailorandthemaid_HarmoPaul_140.mp3

The Sailor and The Maid - tablatura armonica diatonica.( A ) + chords guitar
firezapa ( tablaturas para armonica )
https://www.youtube.com/watch?v=bwGPqzRvnkU


Dann habe ich versucht, zu den Aufnahmen mitzuspielen - auf der Sampler D/G mit reger Betätigung des Schiebers (zur Verwendung von Tönen und Akkorden beider Tonarten) nach Gefühl und Ohr. Das hat in meinen Ohren schon mal zum großen Teil recht gut geklungen und hat sich nicht gebissen mit den mitlaufenden Aufnahmen von JJM und Paul Lassey. Verwirrt hat mich dann aber der Hinweis, daß da eine MuHa in A verwendet worden ist. Wobei natürlich nicht zu überhören war, daß das Ganze irgendwie in Moll war.

Da habe ich wohl "aus dem unterbewußten Gedächtnis" durch Zufall irgendwas gespielt, was ich vor einiger Zeit schon einige mal gehört hatte. Welche freudige Überraschung! Very Happy (Dank an Elke für den Hinweis auf dieses wunderbare Stück. Kommst du mittlerweile mit dem Tempo klar?)


Also habe ich mal weiter geforscht nach Noten und Tabs zu diesem Stück und auch so einiges gefunden.
Dabei hat sich herausgestellt, daß
1. die A-MuHa "in der 3. Position gespielt" wurde,
2. das Stück in Bm dorisch (= dt. Hm dorisch) geschrieben ist - was durch eure Antworten ja bestätigt wurde,
3. die Gitarrentabs vorwiegend die Akkorde Bm, Em, D, A und G enthalten - also alle im Quintenzirkel angesiedelt sind im Dunstkreis um die Tonarten Bm / D.

Die gefundenen Noten zeigten allerdings teilweise abweichende Notierungen: Entweder 3# vorne weg - wie üblicherweise bei A / F#m - oder diese einzeln verteilt durch die ganzen Notenzeilen - wie üblicherweise bei Moll-Stücken, die nicht natürlich Moll sind, sondern in anderen Kirchentonarten (wie hier Bm dorisch). Wobei mir das zweite davon mittlerweile richtiger erscheint. Perry Letsch notiert es sogar mit 1b und einem Auflösungszeichen vor einem Bb, das dann ja wohl ein B daraus macht. Alles in allem also recht verwirrend für mich.


Die Wahl der Sampler D/G anstelle einer A ("in 3. Position") erscheint mir auf dieser Grundlage also doch nicht ganz so daneben. Schließlich kommen die Akkorde Bm und Em sowie G, D, und A recht häufig in diesem Stück vor. Da habe ich mich dann auch nicht wirklich gewundert, daß mein Spiel weitgehendst schon recht gut gepaßt hat.


Die gefundenen Angaben zur Tonart des Stücks schwankten zwischen Bm dorisch, Bm ohne nähere Angaben und D. Die gefundenen Muha-Tabs sind anscheinend größtenteils gleich und beziehen sich auf eine MuHA in A.

Allerdings haben mich die Widersprüche in den verschiedenen Quellen einigermaßen verwirrt. Mit der genaueren Analyse der gefundenen Noten und Tabs bin ich noch nicht weit gekommen, da ich Noten nicht flüssig lesen kann und daher ziemlich mühsam an den Linien abzähle und auch mit MuHa-Tabs wenig Übung habe und auch meist jeden Ton einzeln anspielen muß. Da bin ich also noch dran. Rolling Eyes



Hier noch ein Randproblem, auf das ich in diesem Zusammenhang gestoßen bin:

Um herauszufinden, was für Töne ich überhaupt spiele und welche Töne auf meinen MuHas wo zu finden sind. Habe ich mir mal den SEYDEL-MelodyRecorder auf meinem Rechner eingerichtet und ein Mikro angeschlossen. Leider komme ich damit bisher nicht zurecht. Wenn ich ein und den selben Ton mehrmals hintereinander weg anspiele, schwankt die Anzeige von einem zum anderen Mal wild quer durch die ganze Tonleiter - einschließlich Tönen, die auf der MuHa gar nicht drauf sein können. Irgendwas mache ich da wohl falsch.

Auch stolpere ich immer wieder über widersprüchliche Angaben zur Tonbelegung verschiedener MuHas unterschiedlicher Hersteller. Selbst die Angaben von Seydel zu verschiedenen ihrer MuHas sind da nicht durchgängig einheitlich. Mal ganz abgesehen von der Unart einiger Hersteller, normale Richter-MuHas mit der Tonart der 2.Position zu beschriften - und das womöglich noch ohne diesbezüglichen Hinweis.




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triona
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Zuletzt bearbeitet von triona am 16.11.2016, 17:51, insgesamt 2-mal bearbeitet
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triona



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BeitragVerfasst am: 16.11.2016, 14:44    Titel: Antworten mit Zitat

Hier noch eine Frage zu den Positionen:

Hat die Position eigentlich etwas zu tun, ob da beim Spielen einzelne Töne gebogen oder überblasen werden (Bending, Overblow usw)?
Bei meinen Übungen habe ich auf der Sampler G/D diese Techniken nicht eingesetzt. Ob die Vorbilder dies auf der A-MuHa gemacht haben, kann ich leider nicht beurteilen. Die verfügbaren MuHa-Tabs enthalten keine Hinweise darauf, daß dies in diesem Stück vorkommt. Da wird wohl alles "straight" gespielt - also so wie ich bisher verstanden habe, daß dies "in der 1. Position" der Fall sei. Aber vlt habe ich da ja irgendwas nicht ganz richtig verstanden?


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Juke



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BeitragVerfasst am: 16.11.2016, 19:39    Titel: Antworten mit Zitat

Erst mal zu deiner letzten Frage:
Beim Spiel in Positionen geht es nur um den Grundton der Tonart, in der du spielst. Aus Gründen der Einfachheit beziehe ich mich jetzt auf eine Harp in C.
Ist C der Grundton der Tonart des Stückes, spielst du in der 1. Position. Je nachdem, ob du in Dur oder Moll spielst - und je nach der Oktave, in der du gerade unterwegs bist - musst du mehr oder weniger Töne durch Biegen oder Überblasen erzeugen. Sofern du sie für dein Spiel benötigst. Bei c-moll mehr als in C-Dur.
Ist G der Grundton, bist du in der 2. Position, bei D in der 3, bei A in der 4. usw. Einmal um den Quintenzirkel rum. Die 12. Position ist F und in der 13. Position bist du wieder beim C angekommen.

Für jede Tonart gilt wieder: die Position bestimmt noch nicht zwingend die Tonart, lediglich deren Grundton. Du kannst z.B. immer noch in Dur oder Moll spielen und benötigst dann wiederum mehr oder weniger Bendings und Overblows. A-moll kommt ohne # und b aus, bei A-Dur hast du immerhin drei # (F#, C# und G#), die du beim Spiel in der 4. Position deiner C-Harp nicht "serienmäßig" in den Löchern findest.


Wenn du wissen möchtest, welche Töne bei deiner Mundharmonika in welcher Kanzelle beim Ziehen und Blasen zu hören sind, kannst du das mit Hilfe eines Keyboards er-hören. Das Billigste reicht dafür völlig aus.
Ich denke, das ist eine erheblich bessere Methode als irgendeine Software, die möglicherweise mit den nicht immer eindeutig digitalisierten Signalen des Mikrofons bisweilen so ihre Probleme haben kann. Besser sind da schon Stimmgeräte-Apps für Smartphones und Tablets, weil bei diesen Geräten in der Regel das eingebaute Mikrofon und die Firmware des Gerätes aufeinander abgestimmt sind - zumindest bei etwas besseren Teilen.

Ich hoffe, ich habe deine Frage richtig verstanden und hier jetzt nicht allzu viel Unsinn geschrieben ...

Schöne Grüße
Dirk
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Zuletzt bearbeitet von Juke am 23.11.2016, 14:01, insgesamt einmal bearbeitet
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Phronk



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BeitragVerfasst am: 23.11.2016, 12:37    Titel: Antworten mit Zitat

Hi,
alles so weit richtig was Juke schreibt aber um Verwirrung vorzubeugen: die 12. Position auf einer C-Harp ist F und nicht B.

Liebe Grüße
Frank
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Juke



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BeitragVerfasst am: 23.11.2016, 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

Embarassed Stimmt.
Danke für den Hinweis! Werde ich schnell korrigieren.

Schöne Grüße
Dirk
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BeitragVerfasst am: 23.11.2016, 14:11    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Triona,

Zitat:
Kommst du mittlerweile mit dem Tempo klar?

ich spiele es ja jetzt schon etwas länger auch bei unseren Auftritten ( (ich weiß nicht wie ich hier Videos einstellen kann wenn sie nicht bei Youtube sind, sonst hätte ich dir mal einen Ausschnitt daraus geschickt)
Ich halte mich aber immer noch an Ralfs und auch Dr Mojos "Mahnung" es nur so schnell zu spielen, dass es noch sauber klingt. Und da bin ich leider noch nicht bei dem Tempo von JJ oder Perry Letsch. Confused Irgendwie hab ich auch bald den Eindruck, es hat sich schon in der langsamen Variante in meinem Kopf festgesetzt Very Happy

Es zu üben lohnt sich aber. Kommt immer gut an- auch etwas langsamer. Ich spiele es aber mit der A Harp.

Gruß
El
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Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.
(Nietzsche)
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