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Reparatur Chromatische Mundharmonika

 
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Martin66



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BeitragVerfasst am: 23.04.2017, 21:26    Titel: Reparatur Chromatische Mundharmonika Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,
ein Bekannter hat eine ältere Hohner Super 64 Chromonica bei der einige Ventile fehlen, der Schieber sich schwer tut und sie sich nicht sauber anhört. Sollte man sie direkt zu Hohner schicken damit sie gereinigt, repariert wird oder gibt es andere Möglichkeiten und wie teuer kann so eine Wartung und Reparatur ungefähr werden ?
_________________
Gruß
Martin
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Beezle Bug



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Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 24.04.2017, 10:11    Titel: Antworten mit Zitat

Für den Selbstbastler gibt's bei Brendan Powers YT - Kanal Videos zu Schieberpflege und "Quick-Fixes", bei Hohner ein Video zum Ventilwechsel mit Steve Baker. Ventile gibt's im Set beim Hohner cshop. 27,50€ + Versand für 140 Stück...

Bei meiner gebraucht gekauften Chromonika III steht das auch an - daher habe ich mich schonmal schlau gemacht. Das Schieberpaket wird z.B. super sauber im Ultraschallgerät.

Viel Erfolg und Grüße

Ralph
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Chromi



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BeitragVerfasst am: 15.06.2017, 07:03    Titel: Antworten mit Zitat

Mit den Reparaturkits der Hersteller geht es ganz einfach. Jeder Schritt ist beschrieben. Zur Not mal eine Chinablues kaufen und selbst halbventilieren und an ihr das Stimmen üben, was eh nötig sein dürfte...ich habe gestern eine alte Chrom optisch aufgearbeitet. Metallteile mit Stahlfix von dm gesäubert. Ok. Aber der äußerlich runtergerockte Kanzellenkörper...ich hab ein selbstklebendes Pickguard für Westerngitarren zugeschnitten und auf den Kanzellenkörper geklebt. Sieht besser aus als der Originalkörper und hat den Vorteil, dass das Holz an der Schieberfederseite stabilisiert wird und nicht mehr so schnell bricht.

Grüße
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daenou



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BeitragVerfasst am: 15.06.2017, 11:45    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schliesse mich der Aussage an, dass dies gut selber gemacht werden kann. Wenn eine gewisse Grundgeschicklichkeit geegeben ist. Und wenn man das minimale Werkzeug besitzt und die Ersatzteile besitzt. Und wenn man sich vor dem Auseinandernehmen via YT oder einer schriftlichen Beschreibung schlau macht.
Ich habe diesen meinen letzten Ratschlag nicht befolgt und es zuerst auf die harte Tour gelernt, also via Versuch und Irrtum. Ist machbar, und das Instrument ist immer noch spielbar. Aber: Ja, ich bin ein Bastler und ja, ich habe eine Hobbywerkstatt und mir einen Satz Ventile und einen Satz Werkzeuge bei Hohner beschafft.
Sind obige Voraussetzungen nicht gegeben, dann ist Einsenden und machen lassen sicher eine gute Lösung. Und auch nicht teurer als das erstmalige Beschaffen der Ersatzventile und Werkzeuge.

Allerdings: Ein winziges Fläschchen Nähmaschinenöl und einen billigen Schraubendreher würde ich dann schon beschaffen. Das Mundstück wegschauben ist einfach. Das Schieberpaket reinigen ebenfalls, heisses Wasser und Spüli funtioniert wunderbar. Dann leicht ölen mit einem kleinen Tropfen und der Fingerspitze. Der Zusammenbau lässt sich lernen, zu beachten ist nur:

1. Die Reihenfolge der Teile (vor dem Auseinandernehmen notieren!)
2. Die Pufferhülsen richtig reinpfriemeln (nicht vergessen und vor allem: nicht verlieren beim Auseinandernehmen!)
3. Die Feder mit der einen Hand vorspannen und mit der anderen Hand das Schieberpaket festschrauben (der schwierigste Punkt, Übungssache)
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Black Eddy



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BeitragVerfasst am: 16.06.2017, 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

Die Chromatic-Reinstimmer in Klingenthal empfahlen für Schieber-Schmierung Weißes Vaselinöl (nicht Vaselinsalbe) aus der Apotheke.
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Juke



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BeitragVerfasst am: 16.06.2017, 19:44    Titel: Antworten mit Zitat

Ich hab's noch nicht benutzt, aber ich habe mir für den Schieber vor einiger Zeit Ventilöl für Blechblasinstrumente besorgt. Im örtlichen Musikalienfachhandel meinte man, dass das geeignet sei.
Kann jemand das bestätigen?

Schöne Grüße
Dirk
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triona



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BeitragVerfasst am: 16.06.2017, 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

Die Chordomonika-Leute empfehlen Paraffinöl (aus der Apotheke).
Es eignet sich nach meiner Erfahrung sehr gut. Könnte durchaus sein, daß das das selbe ist, was die Klingenthaler "weißes Vaselinöl" nennen. Zumindest wird Vaseline aus Paraffinöl hergestellt.

Mit dem Öl für die Blechblasinstrumente habe ich keine Erfahrungen. (Mein Fläschchen mit dem Paraffinöl reicht für mindestens 100 Jahre. Laughing ) Müßte wohl aber auch geeignet sein, wenn es denn die selben oder ähnliche hygienische Eigenschaften wie das Paraffinöl hat. Die technischen Anforderungen sind ja die selben. Allerdings kommen die Ventile der Blechblasinstrumente nicht mit dem Mund in Berührung.


liebe grüße
triona
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Ich hab nur einmal ganz kurz auf die Maus geklickt - ich glaub ich hab das Internet gelöscht.

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daenou



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BeitragVerfasst am: 19.06.2017, 06:53    Titel: Antworten mit Zitat

Ventilöl, syntetisches Öl, Paraffinöl, weisses Öl, Nähmaschinenöl, Bastelöl, dünnflüssiges Allzwecköl, Uhrenöl, 3-in-1, ...

Das sind so die Bezeicnungen, die mir geläufig sind. Und alles mehr oder weniger dasselbe und alles bestens geeignet. Wichtig für unseren Zweck:

Ungiftig: Alle diese Öle sind ungiftig, manchmal garantiert und zertifiziert und dann teurer. Implizit aber, vor allem in geringen Mengen, sind alle ungiftig

Nicht harzend: Alle natürlichen (pflanzlichen) Öle verharzen mit der Zeit und dann klemmt es anstatt zu schmieren. Dies ist bei diesen syntetischen Ölen auch der Fall, aber hier sind es Jahre bis Jahrzehnte und nicht Tage oder Wochen bis es verharzt

Geruchlos: Das lässt sich leicht prüfen, einfach einen Tropfen auf den Finger nehmen und daran schnuppern. Riecht es auch nur ganz leicht, dann eignet es sich nicht. Riechende Anteile sind ungesund und tendenziell verharzend.

Dünnflüssig: Verschmutzt weniger, Staub bleibt bei dickflüssigen Ölen oder sogar Fett viel leichter hängen. Der Schmierfilm ist dafür bei dünnflüssigen Ölen weniger stabil, aber das macht nicht viel aus, da ja der Schieber nicht viele Kilometer zurücklegt, bis er das nächste Mal neu geölt wird.


Zuletzt bearbeitet von daenou am 20.06.2017, 12:28, insgesamt 2-mal bearbeitet
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GAIJIN



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BeitragVerfasst am: 20.06.2017, 12:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ich nehme Jojobaöl, kaltgepresst.
Wurde hier auch schon in eimen Fred
empfohlen.

Grüße Franz
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udo



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Beiträge: 394
Wohnort: Cologne

BeitragVerfasst am: 22.06.2017, 11:27    Titel: Antworten mit Zitat

GAIJIN hat Folgendes geschrieben:
Ich nehme Jojobaöl, kaltgepresst.
Wurde hier auch schon in eimen Fred
empfohlen.
Grüße Franz


Ist mein Zeug für alles feinmechanische. Kein Harzen, denn eigentlich ist es ein bei Zimmertemperatur flüssiger Wachs Very Happy

Am Schieber: Nur nach der Reinigung und extrem sparsam, denn wenn es an die Ventile wandert, sind sie fällig Wink

https://de.wikipedia.org/wiki/Jojoba#Nutzung
_________________
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