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Tabs für komplizierte Takte - Metromom
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triona



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BeitragVerfasst am: 19.03.2017, 14:37    Titel: Antworten mit Zitat

Danke.

Das war ja mal nur so eine Frage, ob das irgendwie vlt doch irgendwelche Gemeinsamkeiten hätte, wo ich doch schon so ein Ding habe, das bisher nur sehr selten genutzt wurde. War damals als Auslaufmodell in einer Kaufhalle recht günstig.

Das Ding von Korg und die von Akai und Thomann werde ich mir mal ansehen, ob das von der Bedienung im Verhältnis zu den für mich sinnvollen Anwendungsmöglichkeiten her was für mich ist.

Ich habe jatzt ja auch das Hydrogen (digitaler Drumcomputer, gibts im Netz kostenlos herunter zu laden, läuft anscheinend sogar noch auf WIN-XP) auf meinem Rechner, das mir eine Kollegin empfohlen hat - mit gewissen Vorbehalten, weil sie meine Schwächen in der Rechnerbedienung und besonders mit komplizierter Software kennt. Hab es erst mal nur kurz angeschaut. Sieht in der Tat recht umfangreich und kompliziert aus.

Ansonsten hat sie mir als Ergänzung oder Alternative auch zu einem ganz einfachen mechanischen Metronom geraten, das dann allerdings nur zur Kontrolle der Geschwindigkeit beim Üben nutzbar ist. Dazwischen liegt anscheinend eine sehr weite Kluft, was die Anwendung betrifft.


Aber das DD 55 c (digitales Schlagzeug) läßt sich sicher zum Loopen einer Schlagzeugspur verwenden - wozu es auch eigentlich angeschafft wurde. Das müßte sich ja mit Hilfe eines einzigen Ausgangskabels recht gut in einen Vortrag oder eine Aufnahme einbinden lassen, ggf mit der PA dazwischen - im Gegensatz zu mehreren Mikros bei einem analogen Schlagzeug. Oder ist diese Annahme auch wieder nur ein frommer Wunsch von mir?

Für geräuschloses Üben ist auf jeden Fall schon mal ein Ausgang für Kopfhörer dran. (Das einzige, was ich bisher damit bereits ausprobiert habe.) Und irgendwie muß ja auch ein Signal zu einem Verstärker + Lautsprecher kommen.


liebe grüße
triona
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triona



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BeitragVerfasst am: 26.03.2017, 15:52    Titel: Antworten mit Zitat

Um mal eines meiner Fragethemen zu einem vorläufigen Abschluß zu bringen:
Da es offenbar niemand sonst wußte, habe ich nach der Antwort auf meine erste Frage nach der korrekten Notierung mal selber gesucht.

Hier bin ich fündig geworden:
http://www.mu-sig.de/Theorie/Notation/Notation00.htm
(Das Werk ist sehr ausführlich und empfehlenswert)
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_musikalischen_Symbolen
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_musikalischen_Vortragsbezeichnungen


Hier für alle, die das hier vlt doch interessieren mag, das Ergebnis, wie die korrekte Notation nach den allgemein gültigen "Stichregeln" aussieht:



Der dazugehörige "Text" in Tanzlehrersprache:

dum ' tak ' tak ' dum ' tak ' (1/8 Pause) ' dum ' (1/8 Pause) ' (1/16 Pause) ' tik-dum ' dum |


Diese Berichtigungen waren an meinem ersten Versuch nötig:

1. Am Anfang steht ein Perkussionsschlüssel.
dum = betonter Schlag auf 1/8 > auf der unteren Linie notiert
tak = unbetonter Schlag auf 1/8 > auf der oberen Linie notiert
tik = unbetonter Schlag auf 1/16 > auf der oberen Linie notiert

2. Der Haltebogen war falsch. Das Sechzehntel auf die zweite Hälfte von Schlag 9 soll ja nicht mit dem Achtel auf Schlag 10 als ein Ton mit der Länge 3/16 erklingen. Vielmehr soll hier eine Synkope gespielt werden, die aus zwei getrennten Tönen besteht.

Dafür steht der Balken, der das Sechzehntel nach der Sechzehntelpause im 9. Schlag mit dem nachfolgenden Achtel des 10. Schlags zusammenfaßt zu einer Figur. Da die zusammengefaßten Noten unterschiedliche Zeitwerte haben, wird hier der "gebrochene Balken" geschrieben. (Vgl auch die Schreibweise für Triolen u.ä.)

3. Der besonders betonte Schlag auf das 11. und letzte Achtel des Takts wird ausgedrückt durch das Vortragszeichen "sfz". Es ist die Abkürzung von "sforzando" oder "sforzato" und steht für akzentuiert laute (besonders stark betonte) Noten oder Akkorde.


Erläuterung, wie das getanzt wird:

rechter Fuß betonter Schritt auf "dum" (untere Linie),
linker Fuß unbetonter Schritt auf "tak", das Achtel auf "tik" hat nur einen angedeuteten leichten Schritt, auf den dann aus einer Bewegung heraus gleich mit dem rechten Fuß fest aufgetreten wird (betonter Schlag),
beim 11. Viertel dann tritt der rechte Fuß übermäßig heftig auf den Boden, bevor es dann mit dem rechten Fuß wieder weiter geht mit dem ersten normal betonten Viertel des nächsten Takts.

Wenn es ein Paartanz wird oder ein Tanz mit symmetrischen Reihen von Tänzern, wird für das Schrittbild der gegenüber bzw nebeneinander Tanzenden links und rechts vertauscht.

So ausführlich wird das aber nur gemacht, wenn eine Choreografie geschrieben werden soll, besonders für einen Gruppentanz. Auf dem Tanzboden wird sowas meist einfach nach Gefühl getanzt. Und in einer Diskothek wird sawas wahrscheinlich auch eher selten aufgelegt. Very Happy



Juke hat Folgendes geschrieben:
Aber: Wer kommt auch auf solch abstruse Taktarten? Razz Wink


Hier noch ein paar ergänzende Beispiele und Quellen, wo sowas noch häufig vorkommt:

die bereits erwähnte bulgarische Volksmusik
https://de.wikipedia.org/wiki/Bulgarische_Volksmusik#Rhythmus_und_Takt
mit einer umfangreuichen Aufzählung einer riesigen Vielfalt echt abgedrehter Taktarten und ihrer Beschreibung Very Happy

Die einfachste Spielart davon: der bekannte und beliebte Zwiefache aus der überlieferten bayrischen und alpenländischen Volksmusik, wo einfach 3/4- Takt und 2/4- bzw 4/4-Takt im Wechsel vermischt werden
http://www.stammtischmusik.at/noten/nagelschmiedgs.htm
mit Verweis zum Hörbeispiel
https://de.wikipedia.org/wiki/Zwiefacher

Klezmer u.ä.
https://www.youtube.com/watch?v=qxhGBNAXcfU
Die Truppe ist echt geil. Haben voriges Jahr den Jurypreis beim Plauener Folk-Herbst gewonnen.
Die spielen nicht nur Klezmer, sondern eine starke Mischung aus neuzeitlicher Volksmusik und Jazz bis hin zu Klassik-Adaptionen. Ein Geheimtip für Bearbeitungen für die MuHa (Konstantin?).

https://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Zappa#Takt.2C_Metrum_und_Rhythmus
dort Noten- und Hörbeispiele

neuere Orchester- und Opernmusik, z.B.


(aus E. Sigal, Notation;
daß die Noten keine Köpfe haben, liegt daran, daß es sich hier eigentlich um ein Beispiel für die Notierung von Sprechgesang handelt)


Beim Jazz kommt es auch immer wieder vor.
Bei Ballett-Literatur wie auch beim orientalischen Tanz vermute ich, daß es wohl auch häufiger vorkommen wird.
Da kenne ich mich aber allesamt nicht so aus.

Ist selbstverständlich alles kein Blues.
Aber vlt gibts ja auch Leute, die bisweilen mal gerne über den Tellerrand hinausschauen wollen - oder besser, sich dort mal umhören wollen. :;


liebe grüße
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