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spanische Stimmung

 
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triona



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BeitragVerfasst am: 20.04.2016, 23:49    Titel: spanische Stimmung Antworten mit Zitat

Hier eine nette Zufallsentdeckung:

https://www.youtube.com/watch?v=higvIZUKlJg

Das Video von 2008 habe ich gerade entdeckt. Es erklärt eine MuHa mit einer sogenannten "spanischen Stimmung" von Hohner. Es hat mich sofort erinnert an eine MuHa, die ich anfangs der 1980-Jahre mal bei HOHNER auf einem Festival in Trossingen erstanden habe, weswegen ich es sofort angeklickt habe. (Meine ist eine schwarz lackierte Pro-Harp, die damals gerade neu herausgekommen war.)

Der Verkäufer von HOHNER hat damals auf meine Nachfrage hin nur antworten können, das das eine "spanische Stimmung" wäre und so eine Art Experiment der MuHA-Macher des Werks. Mehr wußte er darüber auch nicht - nicht einmal, welche Töne da drauf waren und in welcher Reihenfolge. (Später hat mir mal irgend jemand, der das wußte, die Tonbelegung aufgeschrieben.) Ich hab sie mal gekauft und gedacht, irgend was Interessantes wird man darauf ja schon spielen können.

Nach einiger Zeit und einigem Herumprobieren bin ich allerdings zu dem Schluß gekommen, daß ich mit dem Ding nichts anfangen kann, auch bei seltenen späteren Versuchen nicht. Schließlich habe ich immer versucht, es wie eine normale Richter oder eine andere mir geläufige Stimmung zu spielen. Konnte so nix geben und das Instrument liegt nunmehr seit über 30 Jahren wenig beachtet in irgend einer Ecke der jeweiligen immer wieder mal wechselnden MuHa-Aufbewahrungsorte.

Als ich beim Stöbern das Video entdeckt hatte, habe ich mich sofort daran erinnert. Hab die MuHa gesucht und auch gefunden und hab einfach mal die Töne überprüft - es waren genau die gleichen wie auf der MuHA in dem Video - und hab das mal nachgespielt. Geht tasächlich und klingt auch nicht schlecht. Nur daß ich eben selber nie drauf gekommen bin. So bin ich mal wieder zu einer "neuen" alten MuHa gekommen, wie die Jungfrau zum Kind. Laughing

Werde mir also wieder mal ein bisserl Flamenco u.a. spanische Musik anhören, und schauen, was sich da machen läßt zur Auflockerung und Verbreiterung meines Repertoirs. Spanische Musik hab ich ja bisher noch nie gespielt. Ravels Bolero und Bizets Carmen (meine Lieblings-Oper), die ich mir auch schon lange nicht mehr angehört habe, werde ich auch mal darauf abklopfen müssen ...

Eine kurze Beschreibung der Stimmung:
Alle Ziehtöne enthalten nur Töne des E-Dur Akkords, alle Blastöne nur Töne des F-Dur Akkords.

Blasen: F A C F A C F A C F
Ziehen: G# B E G# B E G# B E G#

Vor allem beim Akkordspiel können sich daraus ziemlich lange Passagen ergeben, die nur Ziehtöne enthalten, abwechselnd mit langen Passagen, die nur Blastöne enthalten. Das ist durchaus gewöhnungsbedürftig, und weicht damit deutlich ab von der gewohnten Richter-Stimmung. Aber das Ergebnis ist nicht uninteressant. Als Ganzes betrachtet ist das vlt eher eine randständige Spielerei und erscheint mir vom Tonvorrat her doch bisserl eingeschränkt. Aber finde ich irgendwie recht witzig.


liebe grüße
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Chromatic



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BeitragVerfasst am: 13.03.2017, 22:01    Titel: Antworten mit Zitat

Und gibts da mittlerweile mal ne Hörprobe? Smile
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triona



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BeitragVerfasst am: 13.03.2017, 23:27    Titel: Antworten mit Zitat

Das selbe Problem wie bei den anderen.
Derzeit steht mir keine funktionierende Aufzeichnungstechnik zur Verfügung, die ich auch bedienen könnte.

Sowas, wie Todd Parot auf dem oben verwiesenen Video kurz anspielt, krieg ich damit z.B. auch hin. Damit lasen sich durchaus schon ganze Stücke improvisieren. Richtung Flamenco, Tango, u.ä. Sowas in der Art von Ravels Bolero müßte ansatzweise wohl auch spielbar sein. Müßte ich mal probieren.

Ist vom Tonvorrat und den spielbaren Akkorden eben ziemlich eingeschränkt - eben für gewisse Rhythmusimprovisationen. Aber für ein Stück mit der stampfenden, sich steigernden Monotonie des Boleros scheint mir diese Stimmung irgendwie wie geschaffen.

Ehrlich gesagt, ich habe sie inzwischen nach der Wiederentdeckung im vorigen Jahr fast schon wieder vergessen. Sind in der Zwischenzeit genug andere dazugekommen, die ich gerade schwerpunktmäßig übe. Aber auf jeden Fall hat sie es dadurch aus der hinteren Ecke einer selten geöffneten Schublade in eine der Reserve-MuHa-Taschen geschafft, die ich auf Reisen oft mit dabei habe, wenn es auf MuHa-Festivals o.ä. Veranstaltungen geht. Smile Da läuft sie mir dann schon öfter mal über den Weg.

Allerdings habe ich in nächster Zeit eine Zusammenarbeit mit einem Flamenco-Gitarristen geplant. Vlt läßt es sich ja da mal sinnvoll einsetzen. Mal sehen ...


Im übrigen könnte man ja vlt mal nachschauen, ob die vorhandenen Töne irgend eine in der Musiktheorie bereits vorkommende Tonleiter ergeben:

F G# A B C E F
G# A B C E F G#
A B C E F G# A
B C E F G# A B
C E F G# A B C
E F G# A B C E
(hier engl B = deutsches H)

Das wären alle Möglichkeiten, die in den 6 möglichen Positionen ohne Biegen oder Überblasen möglich wären. Ob Biegen und Überblasen darauf überhaupt geht, habe ich allerdings noch nicht probiert. Aber wäre auch mal eine Idee. Ventile wären ja schon mal keine drin. (Ist von der Bauart her wie eine klassische Bluesharfe.)

Sieht mir irgendwie nach irgend einer Pentatonik oder sowas ähnlichem aus. Oder gibt es womöglich auch hexatonische Tonleitern? Meine musiktheorethischen Kenntnisse sind leider auch nicht so berauschend. Embarassed Rolling Eyes


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